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  4. Explosiver Film zum Nord-Stream-Anschlag | Von Tilo Gräser
Ein Film könnte sprichwörtlich
Sprengstoff sein bei der Frage, wer die Erdgaspipeline
Nord Stream lahmgelegt hat, und warum. 

Ein Kommentar von Tilo Gräser.

Am 26. September 2022 wühlten vier Explosionen die Ostsee in der
Nähe der dänischen Insel Bornholm auf. Die Ursache war ein
Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines. Nord Stream 1
transportierte bis dahin russisches Erdgas nach Deutschland und
Westeuropa. Nord Stream 2 wartete, schon mit Gas gefüllt, auf die
Betriebsgenehmigung. Wer hat diesen Anschlag in wessen Auftrag
ausgeführt? Diese Frage ist bis heute nicht endgültig
beantwortet.

Gleich drei Bücher sind kürzlich erschienen, die vorgeben, die
Antwort zu haben: Georg Tidls Buch „Nord Stream – Die Sprengung
der alten Weltordnung“, das Buch „Die Nord-Stream-Sprengung“, in
dem Bojan Pancevski behauptet, „die wahre Geschichte“ zu bringen,
sowie „Die Sprengung“, ein Buch, in dem die beiden offensichtlich
antirussisch eingestellten Autoren Oliver Schröm und Ulrich
Thiele auch „Deutschlands Verrat an der Ukraine“ zeigen wollen.
Insbesondere Pancevski sowie Schröm und Thiele folgen dabei den
offiziellen Erzählungen von einer Jacht, mit der ein paar
Ukrainer zur Pipeline segelten und dann dort die Röhren
sprengten. So wird von den Autoren der Bücher, außer Tidl, die
Rolle des US-Geheimdienstes CIA nicht weiter beleuchtet. „Die
US-Beteiligung bleibt der blinde Fleck der
Nord-Stream-Recherchen“, stellte der Autor Wolfgang Michal in der
Wochenzeitung Freitag zu den Büchern von Pancevski und
Schröm/Thiele fest.

Wer bei dem Fall wen verraten hat, das dürfte ganz anders zu
beantworten sein. Mit der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines
wurden nicht nur Stahlrohre auf dem Grund der Ostsee zerstört,
sondern auch die Lebensader der deutschen und westeuropäischen
Energieversorgung durchtrennt. Die Energiepreise explodierten
weiter, nachdem sie zuvor schon deutlich gestiegen waren.
Unternehmen gerieten unter Druck und verlagerten ihre
Produktionsstandorte. Die wirtschaftliche Stabilität Europas
geriet ins Wanken. Die offiziellen Ermittlungen haben bis heute
zu keiner wirklich überzeugenden Schlussfolgerung geführt. Sie
bleiben die Antwort schuldig, wer in wessen Auftrag den Anschlag
ausgeführt hat. Die Mainstream-Medien konzentrieren sich auf eine
einzige Erklärung: auf ein paar Ukrainer auf einer Segeljacht.
Die regierende Politik gibt vor, nichts zu wissen und verweist
auf die Justiz.

Antworten auf weggelassene Fragen

Nun gibt es zum Thema auch etwas zu sehen: Der Film „Nord Stream
– Die Sprengung“ will den Fall nun aufklären. Gemacht haben ihn
Moritz Enders und Gunther Merz. Unterstützt wurden sie von Ronald
Thoden vom Verlag des Nachrichtenmagazins Hintergrund, der als
Produzent genannt wird. Der Dokumentarfilm stellt entscheidende
Fragen, die andere weglassen – und liefert Antworten, die in der
Politik niemand hören will. Die Filmemacher Enders und Merz
präsentieren dazu eine Reihe Interviews mit internationalen
Experten, Journalisten und ehemaligen Geheimdienstmitarbeitern.

Zu Wort kommen unter anderem der deutsche Investigativjournalist
Dirk Pohlmann, der MIT-Physiker und ehemaliger Militärberater
Theodore Postol aus den USA, der schwedisch-norwegische
Friedensforscher Ola Tunander, der frühere CIA-Analytiker Ray
McGovern, Harald Kujat, Generalinspekteur der Bundeswehr a. D.
und ehemaliger Vorsitzender des NATO-Militärausschusses,
sowie der schwedische Ingenieur Erik Andersson. Letzterer hat die
Trümmer der Gasröhren in der Ostsee mit einer eigenen
Unterwasserdrohne analysiert.

...https://apolut.net/explosiver-film-zum-nord-stream-anschlag-von-tilo-graser/

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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