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Beschreibung
vor 4 Tagen
Zusammen mit seiner Frau Martha Strobel kuratierte Jacob Strobel,
Professor für Holzgestaltung, Westsächsische Hochschule Zwickau,
Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, die Ausstellung „Der
ungesehene Designklassiker“ im Industriemuseums Chemnitz. Sogar ein
Film mit dem nüchternen Titel „Stuhl EW 1192“ entstand rund um das
beliebte Sitzmöbel und wurde begleitend zur Ausstellung gezeigt.
Die Geschichte dahinter: Dem Möbeldesigner Jacob Strobel, in
Würzburg geboren und einst Student in Schneeberg, fiel im Laufe der
Jahre immer wieder ein bestimmter Küchenstuhl in die Hände, der ihn
faszinierte Minimalistische Form, erinnernd an skandinavisches
Design, hoher Sitzkomfort. Er stand in nahezu jeder Küche im Osten
Deutschlands, doch keiner wußte woher er kam, wer ihn entworfen
hatte. Nach vielen Jahren als Designer und Produktmanager in
Österreich, auf internationalen Möbelmessen präsent und mit eigenen
preisgekrönten Stuhlentwürfen versehen, kehrte Jacob Strobel 2015
als Professor für Holzgestaltung an die Fakultät Angewandte Kunst
nach Schneeberg zurück und stieß erneut auf den Küchenstuhl EW
1192, der ihm noch immer außerordentlich gefiel. Er begann zu
forschen und bat „Freie Presse“ - Leser um Mithilfe. Sein
Email-Fach quoll in kürzester Zeit über, viele rührende Erzählungen
kamen zutage. Im Stuhlmuseum im sächsischen Rabenau fanden sich
zudem Unterlagen die bezeugten, daß der Vierbeiner aus dem
Entwurfsbüro Waldheim stammt. Von 1954 bis 1989 wurden dort Sitz-
und Polstermöbel für die industrielle Fertigung entworfen.
Prägender Kopf war der Formgestalter Horst Heyder, einer der
bedeutendsten Möbel-Designer der DDR. Ihm und seinem Kollektiv wird
der Entwurf des am meisten gekauften und genutzten Küchenstuhls von
einst zugeschrieben und der nun eine Renaissance erfährt.
Jacob Strobel hatte selbst einst eine Vision von einem Stuhl: Ein
Lounge-Chair ohne Polster, der flexibel sein sollte, einen Komfort
besitzen, den man nicht sehen, aber spüren sollte. Der Stuhl „lux“
wurde der Abschluß seiner Diplom-Arbeit und Beginn seines
Berufseinstiegs.
In Würzburg wurde Jacob Strobel 1978 geboren. Von 1999 bis 2002
absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner/ Tischler bei seinem
Onkel in der Schreinerei Strobel. Von 2002 bis 2007 nahm er ein
Studium der Holzgestaltung an der Westsächsische Hochschule
Zwickau, Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg auf. 2004 studierte
er ein Jahr an der Gray`s School Of Art in Aberdeen an der
schottischen Nordseeküste 3D Design und nahm anschließend eine
Assistenz im Studio Christian Haas auf. Von 2007 bis 2008 war Jacob
Strobel Designer und Produktmanager von TEAM 7 in Österreich und
von 2008 bis 2015 dort Head of Design. Anschließend und bis heute
ist er freischaffender Möbeldesigner. Er erhielt jeweils mehrfach
den Red Dot Design Award, den Designerpreis der Bundesrepublik
nominee, den German Design Award nominee und den Interior
Innovation Award.
Moderation Ellen Schweda
Redaktion: Angelika Zapf
Professor für Holzgestaltung, Westsächsische Hochschule Zwickau,
Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg, die Ausstellung „Der
ungesehene Designklassiker“ im Industriemuseums Chemnitz. Sogar ein
Film mit dem nüchternen Titel „Stuhl EW 1192“ entstand rund um das
beliebte Sitzmöbel und wurde begleitend zur Ausstellung gezeigt.
Die Geschichte dahinter: Dem Möbeldesigner Jacob Strobel, in
Würzburg geboren und einst Student in Schneeberg, fiel im Laufe der
Jahre immer wieder ein bestimmter Küchenstuhl in die Hände, der ihn
faszinierte Minimalistische Form, erinnernd an skandinavisches
Design, hoher Sitzkomfort. Er stand in nahezu jeder Küche im Osten
Deutschlands, doch keiner wußte woher er kam, wer ihn entworfen
hatte. Nach vielen Jahren als Designer und Produktmanager in
Österreich, auf internationalen Möbelmessen präsent und mit eigenen
preisgekrönten Stuhlentwürfen versehen, kehrte Jacob Strobel 2015
als Professor für Holzgestaltung an die Fakultät Angewandte Kunst
nach Schneeberg zurück und stieß erneut auf den Küchenstuhl EW
1192, der ihm noch immer außerordentlich gefiel. Er begann zu
forschen und bat „Freie Presse“ - Leser um Mithilfe. Sein
Email-Fach quoll in kürzester Zeit über, viele rührende Erzählungen
kamen zutage. Im Stuhlmuseum im sächsischen Rabenau fanden sich
zudem Unterlagen die bezeugten, daß der Vierbeiner aus dem
Entwurfsbüro Waldheim stammt. Von 1954 bis 1989 wurden dort Sitz-
und Polstermöbel für die industrielle Fertigung entworfen.
Prägender Kopf war der Formgestalter Horst Heyder, einer der
bedeutendsten Möbel-Designer der DDR. Ihm und seinem Kollektiv wird
der Entwurf des am meisten gekauften und genutzten Küchenstuhls von
einst zugeschrieben und der nun eine Renaissance erfährt.
Jacob Strobel hatte selbst einst eine Vision von einem Stuhl: Ein
Lounge-Chair ohne Polster, der flexibel sein sollte, einen Komfort
besitzen, den man nicht sehen, aber spüren sollte. Der Stuhl „lux“
wurde der Abschluß seiner Diplom-Arbeit und Beginn seines
Berufseinstiegs.
In Würzburg wurde Jacob Strobel 1978 geboren. Von 1999 bis 2002
absolvierte er eine Ausbildung zum Schreiner/ Tischler bei seinem
Onkel in der Schreinerei Strobel. Von 2002 bis 2007 nahm er ein
Studium der Holzgestaltung an der Westsächsische Hochschule
Zwickau, Fakultät Angewandte Kunst Schneeberg auf. 2004 studierte
er ein Jahr an der Gray`s School Of Art in Aberdeen an der
schottischen Nordseeküste 3D Design und nahm anschließend eine
Assistenz im Studio Christian Haas auf. Von 2007 bis 2008 war Jacob
Strobel Designer und Produktmanager von TEAM 7 in Österreich und
von 2008 bis 2015 dort Head of Design. Anschließend und bis heute
ist er freischaffender Möbeldesigner. Er erhielt jeweils mehrfach
den Red Dot Design Award, den Designerpreis der Bundesrepublik
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Innovation Award.
Moderation Ellen Schweda
Redaktion: Angelika Zapf
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