Folge 110: Mit dem Ssangyong in die Sommerpause

Folge 110: Mit dem Ssangyong in die Sommerpause

vor 1 Woche
1 Stunde 32 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche

Die letzte Folge vor der Sommerpause. Daumen ist fast wieder
dran. Los geht’s!


Zuerst: Hörerpost. Andreas hört alles nach. Roman schickt ein
Foto von einem in die Länge gezogenen Saab 95 Rechtslenker auf
dem Stelvio. Das führt zu einer kurzen Debatte über Pässe,
Geländeautos und warum sich da ein Roadtrip anbieten würde. Dann
Fotos von Stefan aus Griechenland: ein früher Daihatsu
Kleintransporter, ein Citroën BX mit Service-Citroën-Schild an
der Wand, ein Daewoo Matiz in der Basic-Version ohne lackierte
Stoßfänger. Und dann: ein SsangYong Actyon am Meer – und ein
Musso mit Daewoo-Badge. Der Einstieg ins Thema.


SsangYong. Doppeldrache, das bedeutet der Name. Ein Mischkonzern,
1939 gegründet mit Seife. Dann Zement, Papier, Öl, Schifffahrt,
Bau. Ab 1986 auch Autos – durch die Übernahme der Dong-A Motor
Workshop, die seit den 60ern Jeeps für die US-Armee gebaut hatte.
1987 dazu: Panther Westwinds aus England, die kleine britische
Retro-Schmiede. 1991 der große Deal: Technologiepartnerschaft mit
Daimler-Benz. Fünf Prozent Aktienanteile. OM-Motoren in Lizenz.
Ein Designer aus Deutschland fährt nach Seoul und bringt 39
Kollegen mit.


Was daraus entstand sind einzigartige Fahrzeuge: der Musso,
gezeichnet von Ken Greenley vom Royal College of Art, inspiriert
vom Delfin, mit einem Mercedes-Motor und einem bemerkenswert
guten Luftwiderstandsbeiwert. Der Chairman, auf der
124er-Plattform, mit dem M104-Sechszylinder, schottischem
Sitzleder aus einer Gerberei nach persönlichem Wunsch des
Firmenchefs – und so gut, dass Mercedes Designänderungen
verlangte und den Export in alle Kernmärkte verbat. Deshalb
kennen wir ihn nicht. Und der Rodius, Greenley-Design, inspiriert
von Luxusjachten, kurz vor dem Launch auf Geheiß des koreanischen
Steuerrechts vom Neun- zum Elfzylinder umkonstruiert. Das erklärt
einiges.


Dazwischen: Übernahmen durch Daewoo, SAIC, Mahindra.
Fabrikbesetzung, 77 Tage Streik, Insolvenzen. Heute: KGM.


Parkung: Sascha parkt den Purple Thunder – einen Jaguar-Umbau mit
Sidepipes, Vinyldach, sechs (!)Wolf-Race-Felgen und einer Kabine,
die für sich spricht. Benni parkt einen Aston Martin Lagonda
Serie 2 in Weiß – Einspeichen-Lenkrad, Touch-Buttons, roter
Teppich, beiges Leder, Wurzelholz. William Towns-Design. Die
Hölle, wahrscheinlich. Trotzdem.


Was der Ferrari Luce mit dem VW Up verbindet, erfahrt ihr nach
der Sommerpause.


Habt einen schönen Sommer. Testet Chips. Schickt Fotos. Abonniert
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