Podcast
Podcaster
Beschreibung
vor 1 Woche
Was passiert, wenn Tokens fast nichts kosten, Software in Tagen
statt Monaten entsteht und ein Entwickler gleichzeitig mehrere
KI-Agenten dirigiert? Kevin Riedl, Gründer eines Software Product
Studios, spricht mit Thomas Seiger und Markus Kirchmair über die
Folgen dieses Tempos für Entwickler, Agenturen und Unternehmen.
Zum Auftakt geht es um den Preiskampf zwischen OpenAI, Anthropic,
Google und den offenen Modellen aus China. Kevin erklärt, warum
Model-Routing für ihn zum Pflichtwerkzeug wird: Ein kleines
lokales Modell übernimmt einfache Aufgaben, ein stärkeres Modell
plant Architektur oder löst schwierige Probleme. Die Runde
vergleicht die aktuellen Token-Resets mit den Airdrops der
Krypto-Zeit - viel geschenkte Nutzung bringt schnell neue User,
aber noch keine loyalen Kunden.
Danach wird es praktisch. Kevin berichtet von
Vibe-Coding-Prototypen, die sein Team monatelang aufräumen
musste, aber auch von KI-generierten Smart Contracts, bei denen
externe Prüfer keine Sicherheitslücke fanden. Der Unterschied
liegt für ihn nicht im Etikett, sondern in Spezifikation, Tests,
Refactoring, Backups und der Frage, wer am Ende Verantwortung
übernimmt. Auch besserer KI-Code macht aus einem schnellen
Prototypen noch kein belastbares Produkt.
Wavect arbeitet heute im Kern zu zweit; das frühere Team umfasste
zehn Personen einschließlich Marketing und Administration.
Trotzdem sei der Output heute deutlich höher. Damit verschiebt
sich der Engpass: Nicht mehr das Tippen limitiert, sondern der
menschliche Fokus beim Steuern paralleler Agenten. Die Folge
endet bei der größeren wirtschaftlichen Frage: Wenn Software
immer billiger wird, wer gewinnt dann noch Aufmerksamkeit,
Vertrauen und zahlende Kunden?
Diese Folge in drei Punkten
Gratis-Tokens kaufen Nutzung, aber keine Loyalität:
Sobald ein anderer Anbieter mehr Leistung oder ein
großzügigeres Limit bietet, ziehen intensive Nutzer weiter.
Wert entsteht deshalb zunehmend über Routing, Integrationen und
Ökosysteme.
KI-Code ist nur so belastbar wie der Prozess dahinter:
Kevin stellt drei Monate Aufräumarbeit an einem schlechten
Prototypen einem erfolgreich geprüften Smart Contract
gegenüber. Entscheidend sind Tests, Refactoring, Versionierung,
Backups und klare Verantwortlichkeit.
Fokus wird knapper als Code: Ein kleines Team kann heute
erheblich mehr Software produzieren. Wer jedoch viele Agenten
parallel führt, muss Aufgaben sauber zerlegen, Ergebnisse
prüfen und verhindern, dass Geschwindigkeit zu einer
unkontrollierbaren Blackbox wird.
Gast und Hosts
Kevin Riedl ist Gründer und Produktverantwortlicher des
Tiroler Software Product Studios Wavect. Er berichtet aus
internationalen Kundenprojekten, Software-Qualitätssicherung und
KI-gestützter Entwicklung.
Markus Kirchmair ordnet den Preis- und Modellwettbewerb,
die Folgen für Agenturen und die Aufmerksamkeitsökonomie neuer
KI-Produkte ein.
Thomas Seiger führt durch die Folge und fragt nach
Haftung, Ausbildung, Datenschutz und der praktischen Vorbereitung
auf schnelle Modellwechsel.
Kapitel
00:00 Die Zukunft der KI-Infrastruktur und -Entwicklung
32:18 Die Zukunft der Softwareentwicklung
39:05 Die sich verändernde Landschaft der Softwareentwicklung
47:43 Die Auswirkungen von KI auf die Softwareentwicklung
56:07 Die Rolle von Google und Microsoft in der
Softwareentwicklung
Weitere Episoden
1 Stunde 35 Minuten
vor 2 Tagen
59 Minuten
vor 2 Wochen
34 Minuten
vor 2 Wochen
59 Minuten
vor 1 Monat
39 Minuten
vor 1 Monat
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.