Plastikmüll mithilfe von Würmern recyceln und Schüler:innen
spielerisch für das Thema Müllvermeidung begeistern: Das sind nur
zwei der Geschäftsideen idealistischer junger Gründer:innen,
deren Ziel es nicht ist, mit ihren Produkten reich zu werden,
sondern in erster Linie zur Lösung sozial-ökologischer Probleme
beizutragen. Unsere heutige Gästin Alexa Böckel darf diese
Unternehmer:innen aus der Circular Economy im Rahmen ihrer
Doktorarbeit begleiten.
Seit April 2021 promoviert Alexa am Center for Sustainability
Management der Leuphana Universität Lüneburg, unterstützt durch
ein Stipendium der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Sie forscht
zu zirkulären Start-ups und der Frage, wie junge Unternehmen
einen Beitrag dazu leisten können, dass Kreislaufwirtschaft und
Nachhaltigkeit zur Selbstverständlichkeit werden. In diesem
Rahmen interviewt sie nicht nur Gründer:innen, sondern führt auch
Workshops durch und bringt wissenschaftliche Impulse in die
Arbeit der Unternehmer:innen ein. Zudem begleitet sie das
Innovationsprogramm „Circular Futures“ von „Project Together“,
das über einen Zeitraum von drei Jahren mehr als 100 Initiativen
dabei unterstützt, ihre Lösungen für die Circular Economy
weiterzuentwickeln und Netzwerke aufzubauen. Alexa selbst
versteht sich dabei als Action-Researcher, die mit den Menschen
interagiert, deren Arbeit sie erforscht, anstatt sie nur zu
beobachten.
Vor ihrer Promotion hat Alexa an der Leuphana Universität
Lüneburg zunächst Umweltwissenschaften im Bachelor und später
Nachhaltigkeitswissenschaften im Master studiert. Schon während
dieser Zeit hat sie sich intensiv mit der Frage beschäftigt, wie
Unternehmen dazu beitragen können, eine nachhaltige Entwicklung
voranzutreiben. Alexa hebt lobend hervor, wie praxisnah dieses
Thema im Studium behandelt wurde, vor allem im Rahmen der
transdisziplinären Zusammenarbeit mit Akteur:innen aus der Stadt
Lüneburg. Auch bekam sie als Bachelorstudentin die Chance, an
einem ersten Forschungspaper mitzuarbeiten und eigene Tutorien
für andere Studierende zu geben. Es waren diese Erlebnisse, die
in Alexa eine anhaltende Begeisterung für das wissenschaftliche
Arbeiten weckten.
Neben ihrem Studium sammelte sie auch früh praktische Erfahrungen
im Bereich des nachhaltigen Unternehmertums, insbesondere durch
einen Nebenjob in einem inhabergeführten Bioladen. Während ihres
Masterstudiums und auch danach als wissenschaftliche
Mitarbeiterin war sie zudem Teil verschiedener Projekte rund um
die Themen Nachhaltigkeit und Entrepreneurship an der Leuphana
Universität. Unter anderem leitete sie den „Social Change Hub"
und engagierte sich in einer Initiative, die mit dem „Zebrastall"
einen Ort auf dem Campus schuf, an dem sich Studierende und
Praktiker:innen über ihre gemeinsamen Projekte austauschen
können. Aktuell dient dieser Ort vor allem als Coworking Space
für studentische Initiativen, perspektivisch soll dort aber auch
der „Social Change Hub" selbst mit einer Gründungsberatung
ansässig sein.
Hört rein und erfahrt die Antworten auf folgende Fragen: Wie
sieht der Alltag einer Action-Researcherin aus, die zwischen
Wissenschaft und Startup-Welt vermittelt? Welche Rolle spielt die
richtige Betreuungsperson für eine gelungene Promotion? Und was
hat es mit dem von Alexa erforschten Leverage-Points-Framework
auf sich, durch das auch die Leuphana Universität selbst noch
nachhaltiger werden könnte?
Viel Spaß beim Hören!
Moderiert wird diese Episode von: Sophia Overbeck
Hier geht es zu Links und weiterführenden Informationen:
https://studium-und-dann.com/durch-nachhaltiges-unternehmertum-sozialokologische-probleme-losen-alexa-bockel-uber-ihre-promotion-zu-start-ups-in-der-kreislaufwirtschaft/
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