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  4. Wer verlängert den Ukrainekrieg? | Von Uwe Froschauer
„Anklageschrift“ gegen deutsche und europäische
Bellizisten im Ukrainekrieg

Ein Standpunkt von Uwe Froschauer.

Bevor ich mit dem Artikel beginne, möchte ich meine tiefe
Verachtung gegenüber allen Kriegstreibern dieser Welt ausdrücken.
Nicht, wer den ersten Schritt zu einem Krieg unternimmt, ist
zwangsläufig der wahre Aggressor, sondern der, der zu diesem
Schritt zwingt. Dennoch ist auch dieser erste Schritt nicht zu
verzeihen.

Am Ende wird dieser Krieg nicht mit einem Triumph enden, sondern
mit Verhandlungen. Er wird enden, wie Kriege fast immer enden:
nicht durch moralische Posen, nicht durch Fernsehparolen, nicht
durch Orden für Scharfmacher und „Leidverlängerer“ wie Anton
Hofreiter, Marie-Agnes Strack-Zimmermann oder Annalena Baerbock,
sondern durch eine politische Lösung am Verhandlungstisch. Die
Tragödie besteht darin, dass ein solcher Tisch bereits Ende
März/Anfang April 2022 – lediglich fünf Wochen nach Ausbruch des
Krieges – in Istanbul bereitstand.

Fünf Wochen nach Beginn der russischen Invasion lagen Entwürfe
vor, die zumindest die Chance auf ein Ende des Sterbens boten:
Neutralität der Ukraine, Sicherheitsgarantien, ein politischer
Rahmen. Doch diese Chance wurde nicht genutzt. Sie wurde
politisch erstickt — von jenen dunklen Kräften im Westen, die
nicht Frieden wollten, sondern den Abnutzungskrieg.

Boris Johnson erschien in Kiew als Bote dieser Linie: Mit Putin
solle nicht verhandelt, sondern er solle unter Druck gesetzt
werden. Hinter dem britischen Bellizisten stand die damalige
US-Regierung unter Joe Biden, flankiert von europäischen
Politikern, die seither jede weitere Eskalation als Solidarität
mit der Ukraine verkauften. Annalena Baerbock sprach davon,
„einen Krieg gegen Russland“ zu führen. Ursula von der Leyen
versprach den Sieg der Ukraine. Keir Starmer erklärte die
ukrainische Front faktisch zur eigenen europäischen Frontlinie.

Als Ende März 2022 in Istanbul über ein mögliches Kriegsende
verhandelt wurde, hatte die UN-Menschenrechtsbehörde OHCHR
bereits 3.257 zivile Opfer in der Ukraine dokumentiert – darunter
1.276 getötete und 1.981 verletzte Zivilisten. Verlässliche
Gesamtzahlen zu getöteten und verletzten Soldaten auf beiden
Seiten gab es damals noch nicht. Schätzungen gingen jedoch
bereits in die Zehntausende.

Heute, vier Jahre später, reichen Schätzungen der militärischen
Verluste – getötet, verwundet oder vermisst – auf 1,7 bis fast 2
Millionen russische und ukrainische Soldaten zusammen. Allein
CSIS schätzt rund 1,2 Millionen russische und 500.000 bis 600.000
ukrainische Verluste. Wie viele dieser Opfer wären vermeidbar
gewesen? Diese Frage richtet sich weniger an Moskau, sondern
insbesondere an jene politischen Akteure, die auf weitere
Eskalation, Waffenlieferungen und einen langen Abnutzungskrieg
setzten. Schande über euch Kriegstreiber! Das Leid jeder
einzelnen Mutter, die ein Kind in diesem sinnbefreiten Krieg
verloren hat, möge euch euren Schlaf rauben! Aber dazu bräuchte
man ja so etwas wie ein Gewissen. Ich denke, die Protagonisten
dieses Krieges schlafen recht gut.

Das Ergebnis dieser Kriegsverlängerungs-Politik liegt in
Leichenhallen, Schützengräben und zerstörten Städten.
Hunderttausende Soldaten sind tot, verwundet oder vermisst.
Zehntausende Zivilisten wurden getötet oder verletzt. Und dennoch
werden jene, die den Krieg durch immer neue Waffenlieferungen
verlängern, als Freunde der Ukraine gefeiert.

Das ist die Perversion unserer Zeit: Wer Frieden verhindert,
nennt sich Freund. Wer Verhandlungen diffamiert, nennt sich
Verteidiger der Freiheit und Demokratie. Wer andere Menschen in
einem aussichtslosen Abnutzungskrieg sterben lässt, erhält Orden.

Diese Anklage richtet sich gegen die politischen Kriegstreiber
Europas und der USA, gegen jene, die Russland allein zum Täter
erklären, aber ihre eigene Mitverantwortung am verlängerten
Sterben verschweigen. Russland hat diesen Krieg begonnen.

...https://apolut.net/wer-verlangert-den-ukrainekrieg-von-uwe-froschauer/

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