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  4. Start-Ups: Das Gesundheitswesen aus Gründerperspektive und eine emotionale Debatte um Datenschutz [>] Irene Fialka, INiTS
In dieser Episode
Gut entwickelt mit Luft nach oben – so beschreibt Irene Fialka,
CEO bei INiTS und Managing Director des Health Hub Vienna unsere
Hauptstadt Wien. Es hat sich bereits einiges getan in der
Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen und Start-ups,
aber es gibt auch noch viel ungenutztes Potential. Daher versucht
der Vienna Health Hub ein Ökosystem für junge Unternehmen zu
schaffen, das sich positiv auf deren Entwicklung auswirkt, damit
sich unser Gesundheitssystem als Ganzes schneller
weiterentwickeln kann.  

Wichtig dabei ist, sich auf konkrete Anwendungsfälle zu
spezialisieren und die GründerInnen dabei zu unterstützen, diese
auch als solche zu pitchen, ohne dabei die Vision aus den Augen
zu verlieren. Auf diese Weise fällt es den Unternehmen leichter,
den Mehrwert für sich zu erkennen und somit ist der erste Schritt
zur erfolgreichen Zusammenarbeit getan. 

Die Verantwortung dafür, die Gesundheitsbranche nach vorne zu
treiben, sieht Irene Fialka nicht nur bei Unternehmen, sondern
auch bei der Politik. Häufig sind Prozesse zu kompliziert und
Aufwände vervielfachen sich aufgrund von zu wenig Koordination.
Ein Beispiel dafür ist die Registrierung für die
Covid-19-Impfung. Während Indien – ein Land mit über 1,3
Milliarden EinwohnerInnen – ein gemeinsames System für die
Registrierung betreibt, gibt es in Österreich eines für jedes
Bundesland. Des Weiteren ist ein großes Hemmnis für die Start-ups
die Anstellung von qualifizierten MitarbeiterInnen aus anderen
Ländern aufgrund von bürokratischen Hürden. Man begibt sich auf
Talentsuche auf globaler Ebene, scheitert aber dann an
Arbeitszulassungen o.Ä. in Österreich.

Es gibt aber noch weiteren Aufholbedarf in Österreich. Die
Digitalisierung im Gesundheitsbereich hat in den letzten Monaten
extrem Fahrt aufgenommen und es ist mittlerweile für den Großteil
der Bevölkerung ganz normal, Covid-19-Testtermine online zu
vereinbaren. Nichtsdestotrotz sind digitale Kliniken, wie man sie
aus den USA kennt, in Österreich noch lange nicht denkbar. Ein
Grund dafür ist die häufig sehr emotionale Debatte um das Thema
Datenschutz. 

In Deutschland etwa gibt es bereits die App auf Rezept. Das
bedeutet, dass digitale Gesundheitslösungen, die PatientInnen
beim eigenen Gesundheitsmanagement unterstützen, von ÄrztInnen
verschrieben und somit auch von der Sozialversicherung übernommen
werden. Ein großer Vorteil dieser Lösung ist, dass diese Apps
natürlich zuerst zugelassen werden müssen und man deshalb auch
davon ausgehen kann, dass sie in Bezug auf Datenschutz sicher
sind.

Allgemein plädiert auch Irene Fialka auf Zusammenarbeit zwischen
allen Stakeholdern, wie es auch schon einige unserer
Podcast-Gäste in der Vergangenheit getan haben. Es gibt etwa
Studien, die zeigen, dass nur ein einziger Tag weniger im
Krankenstand pro Person und Jahr einen spürbaren Effekt auf das
Wirtschaftswachstum eines Landes hat. Dazu gehört, einerseits
auch mehr Bewusstsein für mentale gesundheitliche Probleme,
ausgelöst durch Stress, zu schaffen Andererseits müsse man mehr
in der Prävention tun, da ÖsterreicherInnen besonders in hohem
Alter weniger gesund sind als in anderen Ländern.

Sie haben ein Start-up, das eine Lösung im Gesundheitsbereich
anbietet und möchten wissen, wie die Zusammenarbeit zwischen
Start-ups und Unternehmen im Health Hub Vienna nun genau abläuft
und wie Sie Teil davon werden können? Dann hören Sie jetzt in
diese Episode des Healthcare Changers Podcast rein und erfahren
Sie mehr!

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