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  4. Dr. Marcus Franz aus Wien: Ich lasse mir den Mund nicht verbieten
Dr. Franz arbeitet seit 35 Jahren als Arzt. Wie ist er zu dem
geworden, was er ist? Und wie kam er ins österreichische
Parlament als Abgeordneter?

 

Arztbild & Philosophie

definiert den Arzt als „Primus inter pares“ (Erster unter
Gleichen). Er plädiert für Kommunikation auf Augenhöhe, betont
aber, dass Patienten kompetente Führung suchen. Heinrich Schimpf
stimmt zu, warnt jedoch vor autoritärem Verhalten und sieht die
Rolle des „mündigen Patienten“ differenziert.

Gegensätzliche Studienzeiten

Die Hintergründe könnten kaum unterschiedlicher sein:

Dr. Franz (Wien): Genoss das Studentenleben, war zunächst
rein naturwissenschaftlich („mechanistisch“) orientiert und
nahm an bezahlten Medikamentenstudien teil.

H. Schimpf (Gießen): War Teil der „Kritischen Medizin“,
skeptisch gegenüber Hierarchien und der Pharmaindustrie, mit
frühem Fokus auf Psychosomatik.

Karriere-Wendepunkte

Franz stand kurz davor, Unfallchirurg zu werden. Ein bewunderter
Oberarzt riet ihm jedoch nachts ab: Wer nicht „150 %
Leidenschaft“ dafür habe, gehe daran kaputt. Daraufhin wechselte
Franz zur Inneren Medizin. Schimpf war früh auf die Psychiatrie
festgelegt.

Politische Konflikte & Meinungsfreiheit

Beide Ärzte berichten von starken Reibungen mit dem Mainstream:

Dr. Franz: War Abgeordneter im österreichischen Nationalrat
(Team Stronach, dann ÖVP). Nach einem kontroversen Artikel
über Angela Merkel (psychologische Deutung ihrer
Flüchtlingspolitik) und einem drohenden Maulkorb verließ er
die Fraktion und wurde „wilder Abgeordneter“.

H. Schimpf: Berichtet, dass er aufgrund einer zeitweiligen
AfD-Mitgliedschaft aus einem psychoanalytischen Institut
gedrängt wurde.

Fazit

Das Gespräch endet im Konsens: Man darf sich den Mund nicht
verbieten lassen („Sagen, was ist“). Als nächstes Thema planen
beide einen Vergleich der Gesundheitssysteme (Bismarck vs.
Beveridge).

 
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„Dr. Marcus Franz aus Wien: Ich lasse mir den Mund nicht verbieten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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