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  4. Römisches Haus: Klimaanlage und Fußbodenheizung vor 2000 Jahren (#98)

Ein römisches Haus kam ganz ohne Strom aus und blieb trotzdem im
Hochsommer angenehm kühl. Im Zentrum stand das Atrium, ein
lichter Raum mit einer Öffnung im Dach, unter der sich
Regenwasser in einem Becken sammelte und beim Verdunsten den Raum
kühlte, eine frühe Form der Klimaanlage. Dazu kamen dicke
Steinmauern, hohe Decken und schattige Säulengärten, während sich
die Reichsten sogar eine Fußbodenheizung leisteten, das berühmte
Hypokaustum. Vieles davon übernahmen die Römer von anderen
Völkern, das Atrium von den Etruskern, den Säulengarten von den
Griechen. Wer arm war, hauste dagegen hinter Läden oder in
mehrstöckigen Mietshäusern, während die Ärmsten unter Brücken
schliefen. Selbst der Begriff privat bedeutete etwas anderes: Ein
Geschäftstreffen zu Hause galt als öffentlich, der Gang zur
Gemeinschaftslatrine dagegen als privat.





Foto: Wikimedia Commons / Tobias Langhammer / CC BY-SA 3.0

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