#40 ADHS und Wechseljahre – eine explosive Mischung

#40 ADHS und Wechseljahre – eine explosive Mischung

vor 9 Monaten
Viele Frauen mit ADHS und ADS erleben die Wechseljahre als besonders anstrengende Phase. Denn Hormonschwankungen und später das sinkende Östrogen können die Symptome verstärken. Wie kann den Betroffenen geholfen werden?
1 Stunde 3 Minuten
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Beschreibung

vor 9 Monaten
ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit, mit der man geboren
wird. Es ist ein Ungleichgewicht der Gehirnchemie, welches durch
die Wechseljahre dann nochmal deutlich verstärkt wird.
Mindestens drei Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dem
Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit oder ohne Hyperaktivität. Viele
sind nicht diagnostiziert und auch nicht in Betreuung. ADHS zeigt
sich bei Frauen oft anders als bei Männern und wird bei den Mädchen
häufig übersehen. Manchmal werden Frauen erst in der Mitte ihres
Lebens mit der Diagnose konfrontiert. Durch die Wechseljahre ist
das Gehirn zusätzlich gestresst. Betroffene können die
ADHS-Probleme dann oft nicht mehr kaschieren und sind extrem
erschöpft.



In dieser Folge sprechen Host Katrin Simonsen und Hormonexpertin
Dr. Katrin Schaudig mit der Fachärztin für Psychosomatik und
Psychotherapie, Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz. Sie ist eine der
führenden Expertinnen in Deutschland für ADHS bei erwachsenen
Frauen. Warum wird die Diagnose oft erst so spät gestellt? Wie kann
man den Frauen helfen? Welche besonderen Herausforderungen kommen
auf Betroffene in den Wechseljahren zu? Können Hormone helfen?
Warum hatte Ritalin lange Zeit so einen schlechten Ruf? Und warum
spricht man immer von ADHS, wenn doch die meisten Frauen ADS
haben?


Links:


- sehenswerte Reportage zum Thema: Y-History "ADHS: Karriere einer
Diagnose" - https://1.ard.de/y-history-adhs?pod=hg


Podcast-Tipp "DNA des Ostens":
https://1.ard.de/dna-des-ostens


- Hormongesteuert zum Nachlesen


Inhaltsverzeichnis:


0:02:20 ADS oder ADHS – gibt es Unterschiede?


0:04:30 ADHS ist eine neurobiologische Besonderheit und keine
Krankheit


0:07:00 Botenstoff Dopamin wird zu schnell abgebaut


0:08:20  Unkonzentriert, abgelenkt, kein Antrieb – wann ist es
ADS?


0:10:10  Wie verhalten sich Mädchen mit ADS?


0:12:10  Mädchen werden seltener diagnostiziert


0:14:30 Wie diagnostiziert man ADS und ADHS?


0:17:40 Welchen Einfluss hat der Zyklus auf das ADS?


0:23:00 Stimmungseinbruch direkt vor und in der Menstruation


0:25:10 Doppelt so häufig Schwangerschaftsdepressionen bei
ADS-Frauen


0:27:30 Hilft bei ADS-Frauen die Pille gegen die Schwankungen der
Symptome?


0:29:00 Diagnose ADS/ADHS bekommt erst jetzt richtig
Aufmerksamkeit


0:31:10 Über drei Millionen Menschen in Deutschland haben
ADHS


0:33:10 Neun Jahre weniger Lebenserwartung bei unbehandelter
ADHS


0:34:10 Warum wird ADS oft erst in den Wechseljahren erkannt?


0:35:40 Haben ADS-Frauen besonders stark Brain Fog?


0:38:30 PMDS und gute Erfolge mit der Gestagen-Mono-Pille


0:40:30 Mehr Wechseljahresbeschwerden bei den ADS-Frauen


0:42:00 Bioidentische Hormone oder Gestagen-Monopille?


0:44:20 Wird es in der Postmenopause einfacher?


0:45:30 Warum hatte Ritalin vor ein paar Jahren so einen schlechten
Ruf?


0:47:20 Wie lange muss man die Medikamente nehmen?


0:50:00 Überidentifikation über Social Media und medizinische
Unterversorgung


0:53:40 Gibt es noch alternative Empfehlungen?


0:56:20 Frauen mit ADS sind unterdiagnostiziert


0:58:00 Hochbegabte Kinder fallen bis zum Abi nicht auf


Wenn Ihr Fragen habt zu Hormonen und den Wechseljahren, schreibt
eine E-Mail an hormongesteuert@mdraktuell.de.
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