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  4. Applaus: Warum wir klatschen und was das über uns verrät (#97)

Schon im alten Rom war Applaus ein codiertes System: flache Hände
für normales Lob, hohle Hände für echte Begeisterung, geschwenkte
Tücher für den großen Jubel. Und schon damals gab es bezahlte
Klatscher. Diese Folge erzählt, wie das Klatschen im Mittelalter
aus den vornehmen Sälen verschwand und im bürgerlichen Theater
zurückkehrte, warum man in der Oper zwischen den Sätzen schweigt,
was es mit den Pariser Claqueuren auf sich hat und warum in
Ungarn rhythmisch geklatscht wird. Am Ende geht es um die dunkle
Seite: um eine Anekdote aus Stalins Sowjetunion, in der niemand
als Erster aufzuhören wagte, und um die minutenlangen Standing
Ovations von Cannes. Eine Geschichte darüber, dass Applaus nie
nur Applaus ist, sondern immer auch etwas über die verrät, die
ihn spenden.

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