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  4. Fahrstuhl: die Erfindung, die das Dachgeschoss zum Luxus machte (#59)

Vor dem Aufzug war die beste Wohnung im Haus die untere: Wer es
sich leisten konnte, wohnte in der Belle Étage im ersten Stock,
während unter dem Dach die Dienstboten hausten. Der Fahrstuhl
drehte diese Ordnung um und machte aus dem Dachgeschoss das
Penthouse mit der besten Aussicht. Möglich wurde das durch die
Sicherheitsbremse, die Elisha Otis 1853 entwickelte und kurz
darauf auf der Weltausstellung in New York vorführte, indem er
das Tragseil einer Kabine kappen ließ. Die Idee, dass diese
Vorführung im Alleingang die Angst vor Aufzügen beseitigte, gilt
unter Historikern allerdings als Legende. Sicher ist, dass
sichere Aufzüge zusammen mit der Stahlbauweise den Bau von
Hochhäusern erst praktikabel machten, vom Empire State Building
von 1931 bis zur modernen Skyline. Das Prinzip kannten schon die
Römer: Im Kolosseum hoben bis zu 60 Aufzüge Tiere in die Arena.

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