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  4. 10.000 Schritte: Ein Marketing-Gag aus Japan (#57)

Die berühmte Zahl auf deiner Smartwatch stammt nicht aus einem
Labor, sondern aus einer Werbekampagne. Als Japan sich für die
Olympischen Spiele 1964 in Tokio begeisterte, brachte die Firma
Yamasa einen Schrittzähler namens Manpo-kei auf den Markt,
wörtlich „10.000-Schritte-Zähler". Die runde Zahl klang gut und
ließ sich leicht merken, ein wissenschaftliches Fundament hatte
sie nicht. Über Fitbit und später das Smartphone wurde daraus ein
globaler Standard. Studien zeigen inzwischen, dass viele positive
Effekte schon deutlich früher einsetzen, bei älteren Menschen
etwa ab rund 4.400 Schritten, und dass regelmäßiges Gehen sogar
Depressionen vorbeugen kann. Mehr Bewegung bleibt gesund, die
magische 10.000 ist es nicht.








Links zur Episode:





Eine Studie, die zeigt, dass bereits 4.400 Schritte pro Tag bei
älteren Menschen gesundheitliche Vorteile bringen können:
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31141585/





Informationen der University of Massachusetts Amherst zu einer
Studie, die für Menschen unter 60 Jahren eine Schrittanzahl von
7.000 pro Tag als gesundheitsfördernd einstuft:
https://www.umass.edu/news/article/steps-day-matter-middle-age-not-many-you-may-think





Eine Meta-Studie aus dem Jahr 2024 mit dem Titel „Daily Step
Count and Depression in Adults – A Systematic Review and
Meta-Analysis“ - ein ergänzender Artikel des ORF Science zur
Meta-Studie: https://science.orf.at/stories/3228087/





Das japanische Schriftzeichen für 10.000: 万

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