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  4. Wilhelm der Bastard: Wie England fast Holländisch spräche (#50)

Wilhelm, unehelicher Sohn des normannischen Herzogs Robert, trug
lange den Beinamen "der Bastard", bevor er 1066 mit dem Sieg bei
Hastings englische Geschichte schrieb. Doch die eigentliche
Eroberung begann erst danach: Wilhelm setzte systematisch
normannische Vertraute in Verwaltung und Kirche ein, ließ Burgen
bauen, schlug Aufstände nieder und erfasste mit dem Domesday Book
erstmals den gesamten Landbesitz Englands. Seinen Anspruch auf
den Thron leitete er von einem Treffen mit dem kinderlosen König
Edward dem Bekenner ab, der einen Großteil seines Lebens im Exil
in der Normandie verbracht hatte. Die vielleicht folgenreichste
Veränderung war sprachlich: Normannisches Französisch wurde zur
Sprache der Oberschicht und vermischte sich über Jahrhunderte mit
dem Angelsächsischen zum heutigen Englisch, ohne Wilhelm klänge
die Sprache heute vermutlich eher wie Niederländisch oder
Deutsch.

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