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  4. Stilles Örtchen: Woher "Geld stinkt nicht" wirklich kommt (#40)

Die Toilette ist eines der ältesten Tabuthemen der Menschheit,
weshalb wir über ihre Geschichte oft nur aus Umwegen erfahren. In
Rom saß man in Gesellschaft auf öffentlichen Latrinen mit Platz
für bis zu 20 Personen, während Kaiser Vespasian eine
Latrinensteuer einführte und seinem Sohn mit dem Satz "Geld
stinkt nicht" bis heute eine geflügelte Redewendung schenkte, in
Frankreich und Italien erinnern öffentliche Toiletten bis heute
mit ihrem Namen an ihn. Im Mittelalter dienten Erker und
Sickergruben als Toiletten, während am englischen Königshof unter
Heinrich VIII. ein hochrangiger Höfling, der Groom of the Stool,
für die intimste aller Aufgaben zuständig war und dadurch zu
einem der wichtigsten Berater des Königs wurde. Erst ab dem 17.
Jahrhundert setzte sich das erste Wasserklosett langsam durch,
während einfache Plumpsklos in Teilen Europas bis weit ins 20.
Jahrhundert Alltag blieben. Der Auftakt einer zweiteiligen Reise
durch die Geschichte des stillen Örtchens.

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