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  4. Feine Hilfen: Tipps von Bewegungstrainer Eckart Meyners
„Meine Damen und Herren, ich verstehe nichts von ihrer Materie,
aber eins weiß ich sie machen alles falsch“ – damit machte sich
AUF TRAB-Podcastgast und Bewegungspädagoge Eckart Meyners vor
fünf Jahrzehnten nicht gerade beliebt in der Reiterszene. Umso
mehr erfreut ihn, dass sein Sechs-Punkte-Bewegungsprogramm die
Pferdewelt revolutioniert hat. Beweglichkeit des Reiters ist der
Schlüssel zur feineren Kommunikation mit dem Pferd, so sein
Credo.

Hierfür muss man vor allem folgende Körperteile mobilisieren:
  

1.  Mobilisierung des Kopf- und
Nackenbereichs

Wichtig ist hier, dass der Übergang zwischen Schädel und ersten
Halswirbel nicht blockiert ist. „Wenn ich den Kopf fixiere, dann
fixiere ich letztendlich den ganzen Körper“, meint Eckart
Meyners, „das fängt damit an, das ich die Nase zu hoch trage
beziehungsweise den Kopf in den Nacken nehme, um die
Trainerin-Anweisung, den Kopf aufrecht zu halten, zu befolgen. So
kann Bewegungsübertragung im Körper nicht optimal laufen.“ Die
Nase sollte man etwas unter der Waagrechten halten.

2.  Mobilisierung des Brustbeins

Das funktioniert, indem man über Kreuz die Arme auf die Schultern
legt und das Brustbein sanft hin und her bewegt, den Kopf in die
entgegengesetzte Richtung. Denn man müsse beim Brustbein
beginnen, wenn man das Becken mobilisieren möchte .

3.  Mobilisation des Golgi-Systems

Das ist das Netz aus Faszien und Muskeln, das man etwa morgens
vor dem Aufstehen so mobilisiert, indem man Hautfalten vom
Schambein abwärts zwischen Daumen und Zeigefinger hochzieht, sich
also kneift. Das kann man genauso im Nackenbereich, mit dem
Schulterheber und anderen Körperteilen machen, die verspannt
sind.

4.  Mobilisierung des
Kreuz-Darmbeingelenks

Das Mobilisieren des sogenannten Iliosakralgelenks sei für jede
Reiterin wichtig. Wenn das blockiert ist sind die menschlichen
Bewegungen nicht mehr dreidimensional und damit stören wir die
Dreidimensionalität der Pferdebewegung.

Das Kreuzdarmbein mobilisiere ich im Liegen auf dem Rücken,
winkele dabei die Knie an und lege dabei ein Bein auf das
entgegengesetzte Knie ab. Ich führe die Beine ganz weich nach
links und rechts soweit es problemlos geht, wechsle dann die
Seite. Wenn das irgendwo blockiert, hört man ein kleines Knacksen
und die Blockade ist befreit. Hier lohnt sich ein Blick in seine
Bücher  und „Verbessere Dein Reiten" sowie "Aufwärm- und
Übungsprogramm", erschienen im Kosmos-Verlag zu werfen

5.  Mobilisierung des Beckens

Hierzu gibt es unzählige Übungen: Die Hände in die Hüfte legen
und gleichmäßig nach links und rechts kreisen oder im Liegen die
Knie anwinkeln. Beim Einatmen das Becken heben und dabei die
Gesäßmuskeln anspannen. Beim Ausatmen das Becken langsam
absenken, ohne ganz den Boden zu berühren.

6.   Richtig treiben

Hier geht es darum sich vom Pferd bewegen zu lassen und nicht zu
versuchen, die größere Masse Pferd zu bewegen. Man sollte sich
beim Treiben also nicht zu viel anstrengen. Getrieben wird
 mit dem oberen Teil der Wade, ausgelöst durch ein Anspannen
der hinteren Oberschenkelmuskulatur. Das Knie bleicht offen und
locker, die Fußgelenke bleiben locker. Die Fersen schwingen mit
der Bewegung nach unten

Wichtig sei „was leicht ist ist richtig“ – bei der Mobilisierung
sollte man nie bis zur Schmerzgrenze gehen.

Welche Bewegungs-Übungen Eckart Meyners selbst jeden morgen vor
dem Aufstehen macht, warum Augen-Übungen so wichtig sind und was
es mit Brain-Gym im Allgemeinen auf sich hat verrät er in der
aktuellen AUF TRAB-Podcast-Folge.

AUF TRAB wurde inzwischen weit mehr als 100.000 mal downgeloaded.

Vielen Dank dafür sagen Julia und Ihre Welshies Dancer, Velvet
und Tessa.

Bleibt AUF TRAB, bis zum nächsten Samstag!

Musik- und Soundrechte:
⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠

#Bewegungstraining #Mobilisierung #Pferde #reiten #Podcast

Foto: Eckart Meyners

 

 
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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