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  4. Feste: Warum Menschen sich immer schon selbst gefeiert haben (#26)

Feiern gehört zu den ältesten menschlichen Bedürfnissen
überhaupt, keine andere Spezies unterteilt ihr Leben so bewusst
in Alltag und Fest. Schon vor 3.500 Jahren ließ die ägyptische
Pharaonin Hatschepsut das monatelange Opet-Fest in Stein
verewigen, mit Musik, Tanz und aufgetürmten Speisen, ganz ähnlich
wie Feste bis heute funktionieren. Von den fünftägigen antiken
Olympischen Spielen über die legendäre, verheerend endende
Hochzeitsfeier Marie-Antoinettes bis zum barocken Wiener
Rossballett, aus dem später die Spanische Hofreitschule
hervorging, zieht sich das Fest als Konstante durch die
Geschichte. Persönliche Geburtstagsfeiern hingegen sind
überraschend jung: Lange feierte man stattdessen den Namenstag,
während der eigene Geburtstag als sündige Selbstfeier galt. Ein
kurzer, kurzweiliger Streifzug durch die Geschichte des Feierns,
inspiriert von einem ganz persönlichen Fest.

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