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  4. Bunte Röcke: Warum britische Soldaten "Redcoats" heißen (#18)

Bis zum Ersten Weltkrieg zogen Soldaten in auffällig bunten
Uniformen in die Schlacht, Rot für England, Blau für Preußen,
Grün für Russland, Weiß für Österreich und Frankreich. Der bis
heute in Irland gebräuchliche Begriff "Redcoat" für britische
Soldaten geht auf die 1645 gegründete New Model Army zurück, die
als erste britische Armee einheitlich rote Röcke trug,
ursprünglich aus rein ökonomischen Gründen, weil der rote
Farbstoff damals besonders günstig war. Während sich die
Uniformen im 18. Jahrhundert zunehmend körperbetont und damit
unpraktisch entwickelten, brachte erst die Einführung von
Mehrladewaffen und rauchlosem Pulver das endgültige Ende der
bunten Röcke: Wer auffiel, war ein leichtes Ziel. Ausgerechnet
Frankreich hielt am längsten an seinen farbenfrohen Uniformen
fest, bis der Erste Weltkrieg und ein unterbrochener
Farbstoff-Import aus Deutschland auch dort das letzte Kapitel der
bunten Militärmode einläuteten.





Titelbild: Bild eines britischen Soldaten 1742 (24th Regiment of
Foot); Wikimedia Commons / gemeinfrei

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