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  4. Die „Massaker von Butscha“ – Emotionalisierung als Kriegswaffe | Von Hermann Ploppa
Erst Mariupol, dann Tote auf den Straßen von Butscha:
explodierender Adrenalinpegel soll rationale Untersuchung und
Hinterfragung verhindern.

Eine Kommentar von Hermann Ploppa.

Kriege beginnen meistens ausgeruht und frisch. Doch mit jedem Tag
der Kampfhandlungen, der Verletzungen, der Toten und der großen
Brände steigt der Adrenalinpegel der Kombattanten. Wird am Anfang
noch versucht, sich einigermaßen nach den einschlägigen
Kriegskonventionen zu richten, so entwickeln sich
notwendigerweise immer mehr Rachegelüste. Die Kriegsgefangenen
werden immer seltener noch Gentleman-like behandelt und das Leid
der Zivilbevölkerung interessiert auch immer weniger.
Brutalisierung stellt sich ein. Abstumpfung. Man weiß das aus
vielen Kriegsromanen, ob von Leo Tolstoi oder Erich Maria
Remarque. Das ist notwendig, um den Krieg weiter fortzusetzen.
Denn die Soldaten sind natürlich motiviert worden durch ein klar
definiertes Kriegsziel – das in den seltensten Fällen innerhalb
von zwei Wochen erreicht wird. Also muss die Eskalation der
Grausamkeit als Selbstzweck her, um die Jungs im Kampf zu halten.
Nach der Phase der Brutalisierung kommt dann die Phase der
Zersplitterung. Keiner weiß eigentlich mehr warum sich Leute
gegenseitig umbringen. Aber es ist genug brutalisiertes Personal
in Aktion, das die Rückkehr in das Zivilleben fürchtet. Das ist
die Phase der Warlords, der Ziellosigkeit. Krieg als Business.
... hier weiterlesen:
https://apolut.net/die-massaker-von-butscha-emotionalisierung-als-kriegswaffe-von-hermann-ploppa

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„Die „Massaker von Butscha“ – Emotionalisierung als Kriegswaffe | Von Hermann Ploppa“

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