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  4. Deonyme: Wenn ein Name zum Wort wird (#08)

Manche Wörter, die wir täglich benutzen, waren ursprünglich echte
Namen: Ein Deonym ist ein aus einem Eigennamen entstandenes Wort.
Die Würze von Julius Maggi rettete tausenden Kindern das Leben,
weil sie pasteurisierte Milch verbreitete, brachte ihm aber
trotzdem Anfeindungen ein. Der irische Gutsverwalter Charles
Boycott wurde 1880 so konsequent gemieden, dass sein Name bis
heute für "boykottieren" steht. Ein Lübecker Buchdrucker namens
Johann Ballhorn verewigte sich unfreiwillig im Wort
"verballhornen", weil eine von ihm gedruckte
Gesetzesüberarbeitung missglückte. Und selbst Mercedes und Audi
tragen Namensgeschichten in sich, benannt nach der Tochter eines
Kunden beziehungsweise dem lateinischen Imperativ von "horchen".
Eine kleine Reise durch Wörter, die eigentlich Menschen waren.





Titelbild: Unsplash

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