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  4. Freiwilligkeit hilft nicht: So lief der Diversitäts-Talk im turi2 Clubraum.
Abbild der Realität: Talks wie dieser sollten 2031 lange
überflüssig sein, darauf hoffen alle Teilnehmer*innen der Runde im
turi2 Clubraum am Montagabend. Das Plenum diskutiert darin den Weg
zu mehr Diversität in der Kommunikationsbranche – und der darf für
Kémi Fatoba, freie Journalistin und Daddy-Magazin-Gründerin, nicht
an vielfältigeren Führungsetagen in Medienhäusern vorbeiführen.
Menschenrechtsaktivist Raúl Krauthausen fordert Journalist*innen
dazu auf, Menschen mit Behinderung auch in ihrer Rolle als
Chirurg*innen oder Linguist*innen anzusprechen. Er glaubt, dass
Firmen ihr Recruiting auch deshalb lieber auf People of Color oder
LGBTQ-Talente ausrichten, weil sie Kosten für Rampen oder
Braille-Tastaturen scheuen. Dabei braucht es genau diese vielen
verschiedenen Blickwinkel, um Medien und Gesellschaft
voranzubringen, meint Verlegerin Katarzyna Mol-Wolf. Die
“FAZ”-Aufsichtsrätin mahnt gleichzeitig, nicht zu spitz zu
diskutieren, um mit der gesamtgesellschaftlichen Entwicklung
Schritt zu halten: “Wir kriegen das Sichtbarmachen ja nicht mal bei
den Frauen hin.” Auch Generationsbotschafterin Ulrike Krämer
wünscht sich in Sachen Diversität mehr gesetzliche Verpflichtungen
für Firmen und sagt: “Wir profitieren alle davon, wenn die
Gesellschaft abgebildet ist.” Ganz konkret wird es, als
RTL-Social-Redakteurin Nora Pfützenreuter verspricht, den Impuls
der blinden Ex-RTL-Mitarbeiterin Andrea Eberl mit zu ihrem
Arbeitgeber zu nehmen, Sender und Medienhaus auch hinter den
Kulissen barrierefreier zu gestalten. Nachholbedarf auf dem
Bildschirm gibt es diesbezüglich im internationalen Vergleich
übrigens bei allen privaten TV-Sendern, sagt Podcaster Ralf Podszus
ganz zum Schluss – und fragt sich, warum Gebärdensprache nicht
längst mediale Realität auf allen Kanälen ist. Das tun wir an
dieser Stelle auch. Und freuen uns schon auf den nächsten großen
RTL-Blockbuster mit eingeblendeter Gebärdensprach-Dolemtscher*in.
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„Freiwilligkeit hilft nicht: So lief der Diversitäts-Talk im turi2 Clubraum.“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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