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"Egal, was wir tun, wir werden 'ausgenutzt'." Wie Lars Petersen das Investigativ-Ressort von Springers Premium-Gruppe le

"Egal, was wir tun, wir werden 'ausgenutzt'." Wie Lars Petersen das Investigativ-Ressort von Springers Premium-Gruppe le

turi2 podcast vor 1 Monat
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Lars Petersen leitet gemeinsam mit Alexander Dinger die kleine,
aber schlagkräftige Investigativ-Einheit der Premium-Gruppe von
Axel Springer und recherchiert markenübergreifend für Titel wie
"Welt", "Business Insider" und "Politico". Im turi2-Podcast im
Rahmen der Themenwoche Zeitungen gibt er tiefe Einblicke in den
Maschinenraum der Enthüllungsrecherche. Trotz aller digitalen
Hilfsmittel bleibt für ihn eine Tugend unersetzlich: "Journalismus
ist ein People's Business", sagt Petersen und rät gerade jüngeren
Medienschaffenden, die Scheu vor dem Telefonhörer abzulegen. Nur
durch offene, direkte Kommunikation lasse sich Vertrauen zu Quellen
aufbauen. Gegenwind und Post von Medienanwälten gehören bei gut
einem Drittel seiner Geschichten zum Berufsalltag, sagt Petersen.
Dass er dabei die Springer-Rechtsabteilung im Rücken hat, wertet er
als immensen Vorteil, den viele Lokalmedien leider nicht haben.
Dennoch macht Petersen den Kollegen Mut. Einen echten Impact
lieferte das Springer-Investigativ-Team u.a. mit den Enthüllungen
im RBB-Skandal um die damalige Intendantin Patricia Schlesinger –
Recherchen, die das System des ÖRR nachhaltig erschütterten. Doch
auch gestandene Investigativ-Profis sind vor Fehltritten nicht
gefeit. Petersen fordert deshalb eine offene, schonungslose
Fehlerkultur in der Branche. Er spricht in dem Zusammenhang auch
über eigene Fehler – und erklärt, wie man sie transparent aus der
Welt schafft. Und wie reagiert der Investigativ-Chef, wenn der
Spieß umgedreht wird und andere Journalisten den mächtigen
Springer-Konzern ins Visier nehmen? Petersen sieht das "sportlich":
Wer an andere harte Maßstäbe anlege, müsse akzeptieren, dass diese
auch für das eigene Haus gelten. Bei der Frage, ob Hinweisgeber
auch Eigeninteressen haben und Investigativ-Journalisten für ihre
Zwecke instrumentalisieren, macht Petersen sich keine Illusionen:
"Ich glaube, wir müssen uns als Journalisten einfach mal ehrlich
machen: Egal, was wir tun, werden wir ausgenutzt – in
Anführungszeichen."
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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