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  4. "Fair play" könnte Ihre Ehe retten
Alles lief gut, bis das erste Kind geboren wurde. Dann tappte
Juristin Eve Rodsky in die "Mutterfalle". Mit Methoden der
Betriebsorganisation fand sie einen Weg zu mehr "fair play" in
Partnerschaft und Familie.

"Dieses Buch schenke ich in letzter Zeit gerne Paaren zur
Hochzeit", sagt Nils. Denn es hilft ihnen von vornherein,
Aufgaben gerecht zu verteilen. Die Methoden aus der
Betriebsorganisation, die Eve Rodsky in ihrem Buch "Fair play"
für die Familie abwandelt, orientieren sich an gemeinsamen
Werten. Und an der Verständigung über Mindeststandards für die
Erledigung einer Aufgabe. Es fördert somit die Kommunikation. Und
minimiert zermürbenden Streit.

Schädliche Zeitbotschaften

Zu den Regeln des "Fair play" gehört: Zeit wird nicht in Geld,
sondern in Minuten gemessen. Will heißen: Alle Zeit ist gleich
viel Wert. Oder umgekehrt: Hausarbeit und Kindererziehung sind
nicht weniger wert, weil sie nicht bezahlt werden. "Es ist
besser, wenn Du Zuhause bleibst, weil Du weniger verdienst" ist
eine schädliche Zeitbotschaft. Ebenso ist es alles andere als
fair, das Geld für die Kinderbetreuung oder die Haushaltshilfe
gegen das Gehalt nur eines Partners zu rechnen.

Jede(r) hat das Recht, interessant zu sein

Interessant sein bedeutet, den Horizont über Kinder und Haushalt
hinaus erweitern zu können. Frauen, die als Mütter zu perfekten
Familien-Managerinnen mutieren, tun ihrer Partnerschaft oft
keinen Gefallen. Wenn sie nicht mehr dazu kommen, eigene
(bezahlte oder unbezahlte) Interessen zu verfolgen, fehlt ihrem
Leben und damit letztlich auch der Partnerschaft das Salz in der
Suppe. Das gleiche gilt für den meist männlichen Hauptverdiener.
Deshalb fordert Eve Rodsky als Bestandteil des "Fair play", dass
die Partner einander Freiräume für "Einhorn-Zeit" schaffen. In
dieser Zeit dürfen sie Projekte verfolgen, für die sie brennen.
Besonders befriedigend ist dies, wenn man die eigene Begeisterung
und Begabung mit anderen teilen kann.

Erfassen, planen und ausführen

Ausgehend von ihrer eigenen Erfahrung und Gesprächen mit
Freundinnen hat Eve Rodsky die Gründe für Unzufriedenheit und
Streit im Familienalltag ermittelt. Wenn der Partner sich
beispielsweise bereit erklärt, das Essen zu kochen, aber nicht
das Menue plant und die Zutaten kauft, ist dies nur eine
teilweise Entlastung. Sie führt dazu, dass die planende Person
die Aufgabe noch im Kopf behält und nachprüft, ob sie erledigt
wurde. Und möglicherweise fordert sie auch, dass die Aufgabe nach
den eigenen Standards erledigt wird. Nörgeln und Kritik entmutigt
und führt zu Rückzug.

Eve Rodsky organisiert deshalb in "Fair play" alle Aufgaben
innerhalb und außerhalb der Familie wie ein Kartenspiel. Alles,
was zum Erfassen, Planen und Ausführen einer Aufgabe gehört, ist
in dem Kartenset vermerkt. Die Partner können dann überlegen,
welche Karten ihnen wichtig sind und wie sie verteilt werden. Die
besonders wichtigen (und anstrengenden) Karten sollten
abwechselnd übernommen werden.

"Fair play": ein Praxisbuch

Mit vielen Beispielen, Selbstests und Fallgeschichten hat Eve
Rodsky ein lebenspraktisches Buch geschaffen. Es könnte Ihre Ehe
retten, noch bevor sie durch Nörgeln und Frustration in
Schieflage gerät. Und alle in der Familie zufriedener und
entspannter machen.

Übrigens: Der deutsche Titel ist "Auch Männer können bügeln". Wir
finden ihn schlecht gewählt. Lassen Sie sich davon und von dem
bügelnden Mann auf dem Titelbild nicht abschrecken.

Ähnliche Podcasts:

Weitere Tipps, wie man sein Leben ändern kann, besprechen wir in
dem Podcast über das Buch von Michelle Weiner-Davis: "Ändere Dein
Leben - aber wie?"

Mehr Informationen:

Mehr Tipps von Eve Rodsky und das Kartenspiel zum Bestellen
finden sich auf der Fair play Webseite.
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„"Fair play" könnte Ihre Ehe retten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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