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JUNG Talk Archiv

246 Episoden
20 Minuten
Jede Epoche hat ihren Zeitgeist, der sich in der Formensprache als auch im inhaltlichen Programm von Raum, Architektur und Stadt ausdrückt. In der Verantwortung der Architektur und Stadtplanung liegt es, diese Trends frühzeitig zu erkennen, sie zu entwickeln und zu prägen. Was man dazu braucht? Neugier. Neugierde auf das, was uns umgibt, uns prägt, und Neugier auf das, was um uns herum passiert. In der Arbeitspraxis bedeutet dies, die Impulse aus den neuen Tendenzen mit den Erfahrungen der Vergangenheit zu verknüpfen. Gute Architektur entsteht für Eckhard Gerber durch die Diskussion, den Perspektivwechsel und eine sinnvolle Ergänzung aus anderen Kulturkreisen – aus deren Werten, ihrer Denkweise und wie diese sich in Architektur ausdrückt. Über die Frage der Verantwortung die Zukunft neu zu denken – und wie man Veränderungsprozesse architektonisch begleiten muss, darüber sprechen wir heute mit Eckhard Gerber in unserem Podcast.
22 Minuten
„Provokateur wider Willen“ so titelt ein Magazin über den Augsburger Architekten Titus Bernhard. Eine Steilvorlage für den in der Architekturwelt vor allem für seine hochkarätigen Villen und exklusive Architektur bekannt gewordenen Architekten. Denn neben dieser Seite gibt es eine dem Menschen und der Gesellschaft zugewandte Haltung, das Bedürfnis, einer breiteren Öffentlichkeit die wunderbare Welt der Architektur näher zu bringen. Der Paradigmenwechsel ist eine Herausforderung, aber auch Chance. Wie bringt man Mindeststandards und Qualität zusammen? Braucht es eher Geld oder eine klare Haltung für gute Architektur? Veränderung gelingt nur durch Überwindung. Nichts ist schlimmer als Gleichgültigkeit. Über die Frage wie der Spagat zwischen gesellschaftlicher Relevanz, sozialer Verantwortung und hohem handwerklichen und ästhetischen Anspruch zu lösen ist, darüber sprechen wir heute mit Titus Bernhard in unserem Podcast.
26 Minuten
Der Start in etwas Großes kommt manchmal unerwartet. Wie der erste große Auftrag des Stuttgarter Innenarchitekten Alexander Fehre für Bosch. Eine neue Arbeitswelt auf 3.200 Quadratmetern Fläche zu entwickeln, erfordert nicht nur profunde Kenntnisse von der Gestaltung von Raum, sondern auch Mut und Neugierde. Eine anspruchsvolle und individuelle Gestaltung kostet Zeit. Ideen werden gezeichnet, ausprobiert, verglichen und oft wieder verworfen. Es braucht die kleinen Freiheiten, um gute Projekte entstehen zu lassen, die trotzdem wirtschaftlich abbildbar sind. Denn nichts ist spannender als das, was zunächst unmöglich erscheint! Die Projekte von Alexander Fehre sprechen unterschiedliche Auftraggeber an. Neben den agilen Arbeitswelten gehören auch Wohnwelten und Retailprojekte zum Portfolio. Denn der Innenarchitekt will sich nicht auf ein Thema und eine Aufgabe beschränken. Er liebt die Abwechslung. Wiederholungen langweilen ihn. Wie er die Tristesse vermeidet, darüber sprechen wir heute mit Alexander Fehre in unserem Podcast.
31 Minuten
Ausstellungen sind im Architekturdiskurs ein wichtiges Medium. Hier werden Themen aufgeworfen, Positionen manifestiert und Diskussionen angestoßen. Gleichzeitig sind sie ein Instrument, Wissen auf verschiedenen Ebenen in unterschiedlichen Formaten zu vermitteln. So weit die Theorie. In der Praxis sind die Herausforderungen viel komplexer. Im Gegensatz zu Design oder Kunst kann man selten Werke 1:1 in den Ausstellungsraum bringen. Man muss immer wieder neu überlegen, wie man die Dinge zeigt. Wie also kann Architektur in einer Institution vermittelt werden? Wer soll durch die Architekturausstellung angesprochen werden? Das Architekturzentrum Wien zeigt, diskutiert und erforscht, wie Architektur und Stadtentwicklung das tägliche Leben aller Menschen prägen. Denn die Frage, was Architektur kann, geht alle an! Über die Frage, wie man Architektur als gesellschaftliche Dimension betrachten kann und wie man den Spagat zwischen Fachexpertise und einer breiten Öffentlichkeit schafft, darüber sprechen wir heute mit Angelika Fitz in unserem Podcast.
26 Minuten
Hinterfragt den Status Quo! Eine prägnante Forderung des Büros JES Socialtecture. Denn oft wird einfach darauf losgebaut, ohne Fragen zu stellen. Was dabei rauskommt sehen wir landauf, landab. Wie also lassen sich Stadt, Gebäude und Räume, die eine große Qualität und Bedeutung für die haben, die sie benutzen anders denken? Mit anderen Worten: gute Orte schaffen, die auch langfristig einen Wert haben? Wie lassen sich lokale Akteure in Planungsprozesse co-kreativ einbeziehen, damit lebendige Räume entstehen? Und welche Methoden braucht es dafür? Socialtecture ist mehr als Architektur. Sie ist eine neue Disziplin an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung, Soziologie, Ökonomie und Psychologie. Im Mittelpunkt allen Schaffens: der Ort und der Mensch. Über die Frage wie man Wege suchen und finden kann etwas positiv zu bewegen, darüber sprechen wir heute mit Julia Erdmann in unserem Podcast. Denn du sagst: „Wenn es mit Architektur klappt, dann auch mit vielen anderen Sachen….“
48 Minuten
Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer haben im vergangenen Jahr als Kuratoren den Österreichischen Pavillon auf der Architekturbiennale in Venedig bespielt und hier einen der inhaltsvollsten Beiträge der Architektur-Weltausstellung geliefert. So zumindest das einhellige Urteil der Presse. Vor Ort wurde man von digitalen Botschaften in analogen Lettern empfangen: "Access is the new capital!” oder “The platform is my boyfriend!" Jeder benutzt sie: digitale Plattformen, Apps, Emojis, die heile Welt der Bits und Bytes, der bunten Icons auf dem Smartphone und der vielen Tweeds und Likes. Aber die Kehrseite ist alles andere als lustig. Unser Leben findet in einer zunehmend digitalen Welt statt und wir lagern immer mehr Aspekte unseres täglichen Lebens in Apps und Clouds aus. Je mehr wir uns auf den digitalen Plattformen bewegen, desto mehr geraten gewachsene urbane Strukturen, öffentliche Einrichtungen und gewohnte Formen sozialer Organisation unter Druck. Das hat einen enormen Einfluss auf Architektur und Stadtgestaltung. Plattform Urbanismus! Was ist das? Darüber wollen wir heute mit Peter Mörtenböck und Helge Mooshammer in unserem Podcast sprechen.
30 Minuten
Im Jahr 2000 prägte ein Begriff die Architekturszene: „SuperDutch“. Eine Fülle von architektonischen Konzepten, gefordert und gefördert von coolen Bauherren, flutete den internationalen Diskurs. Im gleichen Jahr gründeten die deutschen Architekten André Kempe und Oliver Thill ihr Atelier in Rotterdam. Ein smarter strategischer Schachzug, aber auch ein gigantisches Abenteuer. Was mit kollektivem Wohnen und kleinen öffentlichen Gebäuden begann, ist inzwischen ein europaweit agierendes Büro mit einem breit angelegten Portfolio. Die wechselnden Aufgaben und die Erkenntnisse des internationalen Arbeitens halten das Büro frisch. Anstatt abzuwarten, sucht sich das Atelier neue Tätigkeitsfelder, nach den Potenzialen der multikulturellen Belegschaft. Ausprobieren, Grenzen ausloten, loslegen. Wer wagt, gewinnt. Darüber reden wir heute mit Oliver Thill in unserem Podcast.
28 Minuten
Die Arbeit von Heike Hanada ist geprägt vom permanenten Perspektivwechsel zwischen künstlerischer Intervention und architektonischer Realität. Dabei stehen sich die Themen archetypische Monumentalität und räumliche Auflösung mit unterschiedlichen Perspektiven gegenüber. Teilweise widersprüchlich, teilweise gehen sie auseinander hervor. Monumental ist, was den Maßstab sprengt. In der Historie bewusst verwendet, um den öffentlichen Institutionen ihre Position im Stadtgefüge zu geben, ist die architektonische Debatte um den Begriff der Monumentalität heute verpönt. In der Kunst ist das Monument eine Qualität, beim Bauen ist der Begriff negativ konnotiert. Zu Recht? Ist der Zerfall des Monuments hin zum Fragment die Chance, eine neue identitätsstiftende Rolle in der jüngeren Architekturentwicklung zu besetzen? In unserem Podcast sprechen wir heute mit Heike Hanada über Missverständnisse, eine Welt modischer Strömungen und die Schönheit von Fragmenten.
35 Minuten
Idealistisch, pragmatisch, partizipativ könnten drei Schlagwörter sein, die das Büro Urban Beta beschreiben. Immobilien nennen sie lieber Immovielien. Nachbarschaft, Kultur, Bildung, Wohnen, Arbeit: unverzichtbar für lebendige Quartiere und Städte. Menschen, die solidarisch Immobilien für viele entwickeln, sind wichtige Akteure in der Entwicklung von nachhaltigem Mehrwert. Urban Beta ist so ein Player. Ein Studio für Rauminnovation und -strategie, das inklusive, innovative und transformative Raumlösungen kreiert. Sie entwickeln vorausschauende Planungstools und schaffen Plattformen für partizipative Co-Creation-Prozesse und nahtlose Übergänge zwischen physisch und digital. Dabei wird die Praxis mit angewandter Forschung kombiniert, um neue Technologien, Innovationen und vorausschauende Planung in einem ganzheitlichen Ansatz zu integrieren. Über die Frage, wie man soziale Gerechtigkeit, Co-Creation und On-Demand Business Modellen miteinander verknüpfen kann, darüber sprechen wir heute mit Marvin Bratke und Florian Michaelis in unserem Podcast.
30 Minuten
Mit der Bahn ankommen und arbeiten: Direkt im Berliner Hauptbahnhof haben Geschäftsreisende und Freiberufler die Möglichkeit, auf rund 1.500 m² in aller Ruhe fokussiert zu arbeiten. Möglich macht das everyworks, das Coworking-Angebot der Deutschen Bahn, welches in der 10. Etage mit Blick über die Hauptstadt entstanden ist. Nur für 2018 registrierte die Deutsche Bahn 190 Millionen Geschäftsreisen. Umfragewerte zeigen gleichzeitig, dass 83 Prozent der Wartezeit bei Zugreisen nicht produktiv genutzt werden. Das Konzept könnte also aufgehen. Für die Gestaltung verantwortlich ist das Büro Projekte International, gegründet von David Bauer und Martin Pohl. Über die Frage was man lernt, wenn man für das Start-up eines ehemaligen Staatskonzerns neue Bürowelten, aber noch vieles mehr, entwickelt, darüber sprechen wir heute mit David Bauer und Martin Pohl von Projekte International in unserem Podcast.
18 Minuten
Wer sich auf Baustellen rumtreibt, weiß, was der Spruch „Sichtbeton – nichts anzeichnen!“ sagen will: hier bitte keine Konstruktionsskizzen, Nachrichten an den Kollegen oder Comics. Denn das roughe Material soll genau so zur Wirkung kommen, wie es ca. 40 Jahre zuvor eingebracht wurde. Mit allen Macken und Fehlstellen, als Kontrastprogramm und Bühne für neue Wohnwelten. Der junge Architekt Christopher Sitzler hat ein Händchen für das Bauen im Bestand. Dazu gehört eine Strategie, die über das Design hinaus geht. Die Funktion der Räume, deren Interaktion mit der Umgebung, aber auch die technische Umsetzbarkeit von der Wirkung bis zu den unsichtbaren Details fließt in den Entwurfsprozess mit ein. Daher sprechen wir in der heutigen Podcastausgabe mit Christopher Sitzler über die Faszination für die Hochhäuser der 1970er Jahre und der Schönheit von Details.
31 Minuten
„Ist das Kunst, oder kann das weg?“ Dieser Ausspruch ist legendär, nicht nur Joseph Beuys traf der Aktionismus einer Putzfrau, auch Martin Kippenbergers Kalkfleck wurde fachgerecht beseitigt. Es geht aber auch andersherum: wie in New York, wo ein Aktionskünstler einfach sein eigenes Bild im Guggenheim Museum dazu hängte, was lange nicht auffiel. Man merkt, der wahre Wert der Kunst wird von jedem anders interpretiert. Was ist reine Dekoration, was ist die hohe Kunst, bewirkt ein Grafitti einen niederschwelligen Zugang zum Thema? Seit über 70 Jahren fördert die öffentliche Hand über ein Programm die Kunst am Bau. Geliebt und gehasst von den Nutzern und Anwohnern, aber welche Bedeutung kann die Kunst am Bau beziehungsweise im öffentlichen Raum für genau diesen Raum haben? Über die Frage was Kunst und Bau heute bedeutet und wie sich die beiden Künste auf ganz irdische Art gegenseitig befruchten können, darüber sprechen wir heute mit Jessica und Peter Borchardt in unserem Podcast.

THE NEW NORMAL

28 Minuten
For most people, Conran is a familiar name: known as Sir Terence Conran, who established the studio over 50 years ago. They slowly built up a global reputation for intuitive, insightful and timeless work in architecture, interiors, master planning as well as product design. The office sees itself as problem-solvers who are completely immersed in design, with a clear ambition to improve the way people live their lives. This results in buildings and spaces with their own sense of location, identity and character. Through their form, details and materiality they manifest distinctive personalities with charm and relevance. In today's podcast, Tina Norden gives us - Katharina Beatriz Varga and Dijane Slavic - insights into the new normal of everyday office life, her projects and inspirations.
25 Minuten
Die Baubranche ist im Sog der digitalen Transformation. Wie schon in anderen Branchen zu beobachten, bietet die Digitalisierung eine Veränderung der Gesamtheit der Prozesse. Nicht nur in der Planung, sondern auch auf der Baustelle. Ob neue Mischungen aus dem 3D-Drucker, Roboter im Rohbau oder die Vernetzung von Baumaschinen: es tut sich was. Mittendrin ist Sigrid Brell-Cokcan, Gründerin und Leiterin des Lehrstuhls für individualisierte Bauproduktion (IP) an der RWTH Aachen und Präsidentin des 2010 gegründeten Vereins Robots in Architecture (RiA), die sich der Erforschung von Industrierobotern für Anwendungen in Architektur, Design und Kunst widmet. Das beinhaltet nicht nur die Entwicklung innovativer Maschinen, sondern auch benutzerfreundlicher Methoden der Mensch-Maschine-Interaktion. Denn für sie ist klar: „Wir benutzen Technologie, um die Kreativität zu erweitern.“ Zeit, mit ihr über die Zukunft des Bauens zu sprechen!
42 Minuten
Lyndon Neri and Rossana Hu's projects are in a category of their own, both stylistically and in terms of the construction task. Their work, whether accessories, furniture design, interior design, architecture or master planning, fascinates at different levels and is characterised by good design. For them, architecture is an expression of what we are. They are individuals whose history also includes a constant focus on contrasting cultures. Interdisciplinarity is a success factor, but so are sensitivity and courage – for dealing with what is already there and for experimenting with new ways of living. Today in our podcast, Lyndon Neri and Rossana Hu give us insights into their approach, role models and architecture's responsibility.
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