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JUNG Talk Archiv
246 Episoden
35 Minuten
The Australian hotel group Adina, which is expanding in Europe, has celebrated six hotel openings in the last two years. And all this between long lockdowns and a renewed longing to travel by its customers. Time to pause and reflect on the past few months. But also to look ahead to what "the Aussie way" has to offer for the future. In today's podcast, we talk to Mary Noonan, Director Design and Projects, Adina Europe, about what makes a hotel more than just a place to spend the night.
31 Minuten
„Mehr ist besser als weniger. Groß ist besser als Klein. Neu ist besser als Alt. Das ist unser Glaubensbekenntnis. Interessant ist, dass wir aus unseren Fehlern nicht lernen.“ Diese Worte aus dem Mund des Architekten Max Otto Zitzelsberger erstaunen und beruhigen zugleich. Erstaunlich, weil seine ehrlichen Aussagen den Traum des Einfamilienhauses und die Wachstumsstrategie der Baubranche – und damit auch des eigenen Schaffens – in Frage stellen. Beruhigend, weil er für sich und seine Arbeit eine Strategie der Reparatur denkt, die Historie und Zukunft verbindet, die eine Architektur etabliert, die mehr ist als ein lokaler Rückschritt. So entstehen Bauten, die emotional berühren und in denen sich Geschichten finden lassen. Warum es für diese Herangehensweise einen Blick für das Banale, viel Zeit und gute Literatur braucht, darüber sprechen wir heute mit Max Otto Zitzelsberger in unserem Podcast.
38 Minuten
„Es gibt Stellen im Entwurf, an denen sich die Idee – eingedenk aller analogen und digitalen Entwurfswerkzeuge – mit der Verpflichtung, dem Stand der Technik entsprechend zu bauen – das heißt mit planungsrechtlichen, bauphysikalischen und brandschutztechnischen Anforderungen und vor allem mit strukturell-konstruktiven Fragen –, überlagert und zu einem scheinbar unlösbaren Problem verdichtet.“ Zitat Ende! Seismische Stellen nennt die Architektin Helga Blocksdorf diese Bruchstellen. Die Gefahr, an diesen Punkten zu scheitern, ist dabei mindestens so hoch wie das architektonische Potenzial, das sich hier verbirgt. Über das Ausloten dieses Spannungsfeldes zwischen Konstruktion und Entwurf darüber sprechen wir heute mit Helga Blocksdorf in unserem Podcast.
25 Minuten
Wer sich mit dem Begriff der Komplexität beschäftigt, landet früher oder später beim Wirtschaftswissenschaftler Fredmund Malik. Mit dem Begriff der Komplexitätsgesellschaft beschreibt dieser den globalen gesellschaftlichen Wandel im 21. Jahrhundert und stellt als entscheidende Herausforderung den Umgang mit der Komplexität heraus. Auch das Bauen wird immer komplexer, sei es durch die Art des Bauens und der Zusammenarbeit sowie der steigenden Zahl an Normen, Richtlinien und Vorgaben. Gleichzeitig besteht der Wunsch nach einfachen Lösungen, nach einem klugen Umgang mit unseren endlichen Ressourcen, ohne die Offenheit und Neugier für Neues zu verlieren. Über die Frage, wie man die Komplexität zugunsten des Einfachen meistern und zum eigenen Vorteil nutzen kann, darüber sprechen wir heute mit Tobias Wulf in unserem Podcast.
30 Minuten
Der Wohnungsmarkt steht vor großen Herausforderungen. Gerade in den Ballungsräumen und wirtschaftsstarken Regionen ist qualitätvoller und bezahlbarer Wohnraum Mangelware und der Druck nimmt weiter zu. Wohnraum und Einwohnerentwicklung halten nicht Schritt, die Gründe sind vielfältig – von fehlenden Flächen, exorbitanten Bodenpreisen bis zu steigenden Anforderungen und langwierigen Genehmigungsverfahren. Viele Interessen sind unter einen Hut zu bringen, daher sind neue Ansätze gefragt, die gutes und bezahlbares Wohnen, aber auch das klimaneutrale und das altersgerechte Bauen voranbringen. Auch München wächst und wächst und wächst. Knapp 8.300 Wohnungen sind im Jahr 2020 entstanden. Ein Player auf dem Markt ist das Architekturbüro von Robert Meyer und Tobias Karlhuber, die sich mit ihren Wohnungsbauten einen Namen gemacht haben. Wie sie die Entwicklung der letzten Jahre erlebt haben und ob die Zukunft in Wohnhochhäusern liegt, darüber sprechen wir heute mit Robert Meyer und Tobias Karlhuber in unserem Podcast.
32 Minuten
„In jeder Hotelimmobilie ist noch Platz für Verbesserungen.“ Wer als Eigentümer, Hotelentwickler, Investor, Bank oder Hotelier rund um eine Hotelimmobilie Entscheidungen treffen muss, steht ständig vor neuen Herausforderungen, die Zeit und Ressourcen beanspruchen. Die Themen gehen von A wie Asset Management bis Z wie Zimmerpreis. Es geht um Destinationsentwicklung und Roll-out Strategien, Machbarkeitsstudien und die Begleitung bei komplexen Re-Positionierungen. Während zu Beginn der Pandemie ein „Nichts wird so sein wie vorher“ vermutetet wurde, stellen wir fest, dass einiges geblieben ist: die Zettelwirtschaft beim Einchecken, das Frühstücksbuffet, aber auch die Vielfalt der Hotel-Developments und Neueröffnungen. Über die Frage was wir in den letzten zwei Jahren in der Hotellerie für die Zukunft lernen können, darüber sprechen wir heute mit Olaf Steinhage in unserem Podcast.
33 Minuten
Im Entwurfsprozess ist es oftmals ein Zustand völliger Vertiefung in das Gestalten, der zu neuen und einzigartigen Findungen führt und der Architektur ihre spezifische räumliche Sprache verleiht. In diesem Zustand herrscht maximale gestalterische Freiheit. Nicht auf eine Lösung wird hingearbeitet, sondern intuitiv innerhalb eines Möglichkeitsfeldes experimentiert. Eine Methode kann der kontrollierte Kontrollverlust sein, eine andere den Raum als Sprache zu sehen, in dem analog zum naturwissenschaftlichen Experiment ein bestimmtes Phänomen isoliert und in kontrollierten Laborbedingungen untersucht wird. Angesichts der dringlichen Klima- und Ressourcenfragen gilt heute mehr denn je, dass die Weiterentwicklung der entwurflichen und konstruktiven Möglichkeiten wagemutige Experimente in der Baupraxis erfordern. Höchste Zeit die Denkkorsette zu sprengen und neue Handlungsräume für die Gegenwart zu gewinnen. Aber wie? Darüber sprechen wir heute mit Matthias Ballestrem in unserem Podcast.
32 Minuten
In der Philosophie der Zwillingsbrüder Cord & Rolf Glantz braucht es für ein gutes Projekt drei Zutaten: design, branding & love. Eine ansprechende Gestaltung, die nicht nur ein Eyecatcher ist, sondern auch noch gut funktioniert, ein unverwechselbares räumliches Markenzeichen, und das wichtigste: ein starkes Gefühl für etwas, das man sehr gerne hat oder tut. Dazu muss man sich zurücknehmen und zuhören, verstehen und im besten Fall gemeinsam weiterdenken. Dann kann man dem Ganzen auch ein Sahnehäubchen aufsetzen. Klar, eine Torte schmeckt auch pur, aber Cord & Rolf Glantz haben es lieber perfekt. Wie viel Herzblut in den vielen kleinen Details steckt und wie die Geschmäcker sich verändern, darüber sprechen wir heute mit Cord & Rolf Glantz in unserem Podcast.
23 Minuten
„Wir können nicht beeinflussen, wie die Geschichten ausgehen, die sich in den geplanten Räumen abspielen. Aber wir können den Grundstein für gute Erlebnisse legen, weil wir uns bereits beim Entwurf in die Menschen versetzen, die später in unseren Räumen leben, lernen, arbeiten werden.“ Ein schöner Einstieg in das Gespräch mit Kilian Kresing, der seit 2010 das Büro Kresings Architekten zusammen mit seinem Vater und Christian Kawe führt. Denn um sich in jemanden reinzuversetzen braucht es Mut und einen Blick voraus. Wie wird man zum Mitstreiter eines engagierten Schulleiters, Sparringpartner für eine Kreativagentur oder zum Experten für moderne Technologien? Der Mensch steht im Mittelpunkt des Schaffens, aber auch die Qualität der Räume und eine nachhaltige Umsetzung. Über die Frage, wann ein Raum der Nährboden für gute Geschichten sein kann und welches Mindset es dazu braucht, darüber sprechen wir heute mit Kilian Kresing in unserem Podcast.
30 Minuten
Die Medien rezipieren das junge Büro noa* network of architecture gerne als Seelensucher und Geschichtenbauer, sie selbst beschreiben sich als „waghalsige Weltenbummler“. Wie gut sich die Welten vertragen, zeigt die Leidenschaft, mit der viele kleine und große Geschichten erzählt werden. noa* steht für den essentiellen Ausdruck einer kollaborativen Arbeitsethik. Dazu gehört die interdisziplinäre Zusammenarbeit, die hollistische Herangehensweise an den Entwurf und der Fokus auf den zu entdeckenden und sich stets wandelnden Kern der Sache. Das Spiel mit lokaler Identität und globalen Sichtweisen beherrscht das agile Team aus Architekten, Designern und Künstlern virtuos. What is it all about? Wie man an der Substanz und Essenz arbeitet, anstatt Schönheits-OP und Post Production betreibt, darüber sprechen wir heute mit Lukas Rungger in unserem Podcast.
21 Minuten
Beständiger Wandel ist Teil unseres Lebens. Gelernte Strukturen brechen auf, Leitbilder verändern sich. Was gestern noch gelobt wurde, macht heute Neuem Platz. Heraklits Entdeckung für die Gesellschaft gilt auch für die Parameter des Planens und Bauens. Es gilt für den Ort, die Konstruktion, den Zeitgeist, die gebaute Umwelt, aber auch für den Nutzer und seine Nachbarn. Da ist es hilfreich, wenn man sich für den Zusammenhang der Dinge in der Vergangenheit, in der Zukunft und ihre Auswirkungen auf den Moment interessiert. Mit dieser Neugier überformen Jan Wiese Architekten Gründerzeitparzellen, Industriedenkmäler, Plattenbauten, Arbeitswelten und seit neuestem auch S-Bahn-Viadukte. Wenn es sinnvoll ist, verändern sie auch gern die Denkweisen ihrer Auftraggeber. Das Ziel von Jan Wiese ist immer die Angemessenheit von Lösungen und der bestmögliche gestalterische Ertrag. Wie seine Strategie dazu aussieht, darüber sprechen wir heute mit ihm in unserem Podcast.
24 Minuten
Bauen verursacht in erheblichem Maße Emissionen und verbraucht Ressourcen. Zeit sich zu fragen, wie eine ressourceneffiziente Architektur aussehen kann. Wie verändern sich Planungs- und Bauprozesse? Bisher war die Wiederverwendung von Baustoffen nahezu nicht existent, da der Prozess nicht holistisch betrachtet wurde und nur Insellösungen existieren. Das Startup Concular digitalisiert Materialien im Bestand als digitale Material- und Produktpässe und macht die Wiederverwendung durch ein Matching von Angebot und Nachfrage sowie der Organisation von lokalen Lieferketten bis zum Wiedereinsatz einfach und praktikabel. Das Ziel ist es, alle Akteur:innen der Baubranche dabei zu unterstützen, Materialien und Produkte so oft wie möglich wiederzuverwenden, anstatt neues Material zu beschaffen. Wie der Schritt in eine kreislaufgerechte Bauwirtschaft gehen kann, darüber sprechen wir heute mit Annabelle von Reutern in unserem Podcast.
26 Minuten
Die Entwürfe von J. MAYER H. fallen auf. Ungewöhnliche Formen, wiederkehrende Muster, responsive Materialien – das Büro arbeitet in allen Maßstabsebenen an der Schnittstelle zwischen Architektur, Kommunikationsdesign und neuen Technologien. Sehen die Gebäude anders aus, weil sie anders funktionieren als das Gros der gebauten Umwelt, oder öffnet die Gestalt erst den Horizont für das Neue? Ein Satz aus einem Interview spricht dafür: „Architektur ist ein Katalysator, der nicht als Hintergrund für das alltägliche Leben dient, sondern etwas, das dazu anregt, räumliche Gegebenheiten neu zu überdenken." Architektur soll zu möglichen Entdeckungen führen. Wie das geht, macht J. MAYER H. in vielen Projekten vor. Die Jahre 2002, 2012 und 2022 markieren jeweils einen Meilenstein für das Büro, in vielerlei Hinsicht. Welche das sind und wie man die Herausforderung mit jedem Projekt aufs Neue sucht und findet, darüber sprechen wir heute mit Jürgen Mayer H. in unserem Podcast.
44 Minuten
Ameron, Holiday Inn, Hotel Atlantis, Motel One, Ruby. Berlin, Crans Montana, Genf, Killarney, Telfs, Zürich. Von A wie Architektur bis T wie Tsa Technical Services Agreements. Das Schweizer Büro monoplan ist nicht nur Branchenkenner der aktuellen Hotellerie, sondern gestaltet den Markt selbst aktiv mit. Mit großem Wissen, Erfahrung und vor allem Kreativität. Es ist eine spannende Aufgabe, die Werte und Ziele zu analysieren und wenn nötig neu auszurichten. Das Projekt ist erst zu Ende gedacht, wenn auch das Branding für Projekte entwickelt werden kann, das von Beginn an konzipiert wurde. Es kann aber natürlich auch der Startpunkt sein, von dem aus sich alles Weitere ableitet. Über die Frage woher die unerschöpfliche Leidenschaft kommt immer neue Welten zu kreieren, darüber sprechen wir heute mit Daniel Schneider und Wolfgang Gallas in unserem Podcast.
32 Minuten
Jung, dynamisch und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen – das Architektenteam von m.ing.a setzt Aufträge unterschiedlichster Größenordnungen kreativ und effizient um. m.ing.a steht für das, worum es geht: m.ünchner ing.enieure und a.rchitekten. m.ing.a aber auch der Spitzname der Münchner für ihre geliebte Heimatstadt. Diese Liebe zur Münchner Lebensart spiegelt sich in allen Belangen wider – von der Website bis zur Vielfalt der Projekte. Form folgt Herzlichkeit oder doch lieber Herzblut trifft Hirnschmalz? Darüber sprechen wir heute mit Karin Klein und Alexandra Bayer in unserem Podcast.