Podcaster
Episoden
27.02.2026
30 Minuten
Martin Rein-Cano ist Landschaftsarchitekt, Denker und Grenzgänger.
Als Gründer des Büros Topotek 1 arbeitet er wie ein Regisseur des
Öffentlichen: zwischen Architektur und Landschaft, zwischen Bühne
und Alltag. Das Büro denkt in Szenen und Sequenzen und übersetzt
soziale und kulturelle Themen in räumliche Dramaturgien – mal laut,
mal leise, aber immer mit Haltung und Humor. Es gestaltet
öffentliche Räume, die Konflikte nicht glätten, sondern sichtbar
machen. Ihre Projekte sind gebaute Übersetzungen gesellschaftlicher
Energien: Orte, die Reibung zulassen, Geschichten aufnehmen und
Identität neu verhandeln. Martin spricht mit uns im JUNG Talk
Podcast über das Missverständnis als Methode, über Hybridität und
Übersetzung sowie über Schönheit, die erst durch Irritation
entsteht. Aber auch darüber, warum Perfektion Stillstand bedeutet
und weshalb Nachhaltigkeit keine Frage des Materials, sondern des
Programms, der Aktivierung und der Zeit ist.
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13.02.2026
28 Minuten
Wie verändert sich Architektur, wenn Verantwortung geteilt wird –
im Entwerfen, im Bauen, im Büro selbst? Sauerbruch Hutton gehört
seit Jahren zu den prägenden Stimmen einer Architektur, die Haltung
mit Offenheit verbindet. Nachhaltigkeit ist für sie kein Add-on,
sondern Teil einer gelebten Kultur – sichtbar in ihrem Umgang mit
Material, Farbe und Kontext, aber auch in der Art, wie sie Prozesse
und Strukturen denken. Sibylle Bornefeld, Partnerin im Berliner
Büro von Sauerbruch Hutton, spricht in der neuen Folge des JUNG
Talk Podcast mit uns über den Wandel einer Disziplin: das Bauen mit
Holz als Werkzeug einer neuen Baukultur, die Chancen kooperativer
Modelle wie der integrierten Projektabwicklung und die
Auswirkungen, wenn ein Büro seine eigene Organisation neu erfindet,
um gemeinsam weiterzudenken. Ein Gespräch über Vertrauen,
Verantwortung und darüber, warum nachhaltiges Bauen nicht beim
Material beginnt, sondern bei der Haltung.
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30.01.2026
37 Minuten
Fabian Freytag zählt zu den spannendsten Stimmen des
zeitgenössischen Interior Designs: furchtlos, verspielt und radikal
eigen. Seine Räume sind keine Kompositionen aus Regeln, sondern aus
Mut, Emotion und Geschichten, die sich jeder zeitlichen Einordnung
entziehen. Wie entsteht Wohnen, das sich der zeitlichen Zuordnung
entzieht und trotzdem voller Gegenwart steckt? Welches Feld
eröffnet sich hier für tiefe Erzählungen, individuelle Logiken und
das Erforschen dessen, was Menschen in ihren Räumen wirklich
brauchen? Welche Rolle spielen Patina, Vintage und die Freude am
Unperfekten und warum enthält der entschiedene Mix oft mehr
Wahrheit als perfekte Ordnung? Darüber sprechen wir heute im JUNG
Talk Podcast mit Fabian Freytag: über Räume, die leben, überraschen
und berühren, und darüber, warum man manchmal einfach „dem weißen
Hasen folgen“ sollte. Und natürlich über die KI, die für ihn kein
Feind ist, sondern ein kreativer Urknall, der das Design in neue
ästhetische Sphären katapultiert.
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16.01.2026
25 Minuten
Aufgewachsen und ausgebildet in Japan, geprägt vom Studium in an
der Kunstakademie in Düsseldorf und den Jahren im Architekturbüro
in Stuttgart, bewegt sich Kazu Ito zwischen zwei Welten – und
übersetzt diese in eine eigene Architektursprache. Seine Gebäude
sind keine Solitäre, sondern Räume der Begegnung: offen,
durchlässig und von feinen Übergängen zwischen Innen und Außen
geprägt. Bei Studio Ito entstehen vor allem Bauten für die
Öffentlichkeit: Schulen, Kindergärten und vielleicht auch
irgendwann ein Rathaus. Es sind Bauten, die Teil des Alltags werden
und Orte schaffen, an denen Menschen zusammenkommen. Dabei versteht
Ito seine Rolle als Zuhörer und Vermittler. Er sucht im Prozess den
gemeinsamen Weg statt der lauten Geste. Im JUNG Talks Podcast
sprechen wir mit Kazu Ito über das Bauen für die Gemeinschaft, über
die Balance zwischen kultureller Offenheit und planerischer
Präzision und darüber, warum gute Architektur nicht auf Wirkung,
sondern auf Beziehung abzielt.
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19.12.2025
39 Minuten
Zwei Architekten, zwei Büros – und ein gemeinsames Verständnis
davon, was Architektur sein kann. Haltung, Handwerk und
Verantwortung. Roger Boltshauser aus Zürich und Axel Frühauf von
meck architekten in München verbindet eine persönliche
Bekanntschaft sowie eine berufliche Nähe. Beide suchen nach einer
Architektur, die sich aus dem Material und dem Ort entwickelt und
nicht der Mode folgt. Am Matthäus-Areal in Frankfurt haben sie
erstmals gemeinsam entworfen: eine neue Kirche und ein Hochhaus auf
einem Grundstück. Die beiden scheinbar gegensätzlichen Bauaufgaben
haben sie zu einem Dialog über Stadt und Spiritualität, Dichte und
Maßstab, Neubeginn und Wiederverwendung gemacht. Wir sprechen heute
im JUNG Talk Podcast mit Axel Frühauf und Roger Boltshauser über
ihre Zusammenarbeit, die Unterschiede und Schnittmengen ihrer
Arbeitsweisen, um Bürokratie Wettbewerbsverfahren, Baukultur und
Vertrauen. Und darum, warum es heute nicht genügt, nur nachhaltig
zu bauen, sondern auch sinnlich, präzise und mit Haltung.
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Über diesen Podcast
Worüber spricht man, wenn JUNG und Architektur in einem Satz
aufeinandertreffen? Über Farbe, Form und Architektur. Materialität,
Stil und Begegnung. Aber auch über Nachhaltigkeit und
Fragestellungen innerhalb des täglichen Baugeschehens – zwischen
Planern, Architekten, Bauherren, Partnern und Interessierten. Die
JUNG Architekturgespräche sind kein Format nur für Experten. Die
regelmäßige Veranstaltungsreihe steht für rege Diskussion und
Netzwerk zu pulsierenden Themen der Architektur in angenehmer
Atmosphäre. In der nationalen als auch internationalen
Architekturszene ist der aktuelle Dialog mittlerweile zu einem
festen Bestandteil der internationalen Baukultur avanciert. Unsere
Diskussionsreihe hat das Bestreben, den fachlichen Dialog an eine
Vielzahl der Teilnehmer heranzutragen, denen virulente Themen des
baukulturellen Alltags ein Anliegen sind. Nun möchten wir die
Architekturgespräche für Euch hörbar machen, egal wo, egal wann …
Wir, das sind Dijane Slavic, Nicole Heptner und Wiebke Becker. Bei
JUNG sind wir für die nationale und internationale
Architekturkommunikation zuständig, und wer weiß, vielleicht sind
wir uns ja bereits persönlich bei den JUNG Architekturgesprächen
begegnet.
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