JUNG Talk

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JUNG Architecture Talks
07. April 2020
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07. April 2020

Episoden

MEHR ALS EIN BÜRO
03.07.2026
37 Minuten
Der Name klingt beinahe beiläufig: „Hell und freundlich“. Doch hinter dem Kölner Büro steckt weit mehr als klassisches Interior Design. Seit über 20 Jahren entwickelt das Team Arbeitswelten, die die Unternehmenskultur sichtbar machen sollen – lange bevor Möbel ausgesucht oder Farben definiert werden. Denn für sie beginnen die entscheidenden Fragen oft schon vor dem Mietvertrag: Wie arbeiten Menschen eigentlich zusammen? Warum kommen sie noch ins Büro? Und wie entstehen Räume, die Identifikation schaffen statt Austauschbarkeit? Ob historische Industriehallen, denkmalgeschützte Bestandsgebäude oder komplexe Unternehmensstrukturen – hell und freundlich versteht Innenarchitektur nicht als Oberflächengestaltung, sondern als strategisches Werkzeug zwischen Atmosphäre, Kommunikation und Organisation. In dieser Podcast-Episode sprechen wir mit Patricius Schalkwijk und Teresa Senft über die Zukunft des Büros, Phase 0, „Beamtenmuff“, die Psychologie privater Bauherren und darüber, warum gute Räume heute vor allem eines können müssen: Menschen zusammenbringen.
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MIT DER HAND DENKEN
19.06.2026
35 Minuten
„Nicht alles, was trendy erscheint, altert gut.“ Kaum ein Satz beschreibt die Haltung von Sergei Tchoban besser. Seine Architektur denkt in Zeiträumen statt in Trends: Sie ist präzise, materialbewusst und geprägt von einem tiefen Interesse daran, wie Gebäude Teil einer Stadt werden – und es bleiben können. Im JUNG Talk Podcast sprechen wir mit Sergei Tchoban über nachhaltiges Bauen zwischen Holz, Bestand und Ressourcenschonung, über Materialien, die altern dürfen, und über die Frage, warum Dauerhaftigkeit heute vielleicht radikaler ist als permanente Neuerfindung. Es geht um Architektur als Weiterbauen, um Leichtigkeit und Atmosphäre, um das Verhältnis von Bestand und Gegenwart sowie um Gebäude, die mehr sein wollen als nur kurzfristige Bilder. Außerdem sprechen wir über das Museum für Architekturzeichnung, die Handskizze als Denkwerkzeug und die Veränderung des architektonischen Entwerfens im Zeitalter von KI.
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KURATIEREN STATT BAUEN
05.06.2026
35 Minuten
Jan Kampshoff betrachtet Architektur nicht als abgeschlossenes Objekt, sondern als offenen Prozess. Mit seinem Büro modulorbeat bewegt er sich seit vielen Jahren zwischen Architektur, Kunst, Stadtforschung und kultureller Praxis. Ob Freihaus MS, temporäre Interventionen im öffentlichen Raum, Zwischennutzungen, Installationen oder experimentelle Lehrformate – es geht immer um die Frage, wie Räume Austausch ermöglichen, Konflikte sichtbar machen und gesellschaftliche Transformation begleiten können. Auch in der Lehre sucht er nach offenen, kollaborativen und experimentellen Formaten jenseits der klassischen Architekturlehre. ⁠Im JUNG Talk Podcast sprechen wir heute mit Jan Kampshoff über Verhandlungsräume, temporäre Architektur, kollektive Prozesse, die Schönheit des Unfertigen und die Frage, ob die Welt vielleicht längst gebaut ist.⁠
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RÄUME, DIE BLEIBEN
22.05.2026
30 Minuten
Für KO/OK beginnt Architektur nicht mit einem Bild, sondern mit Material, Konstruktion und Nutzung. Seit der Gründung im Jahr 2016 arbeiten Fabian Onneken und Jan Keinath zwischen Leipzig und Tübingen an Projekten, die nicht laut, sondern wirksam sein wollen – im Alltag, im Bestand und im öffentlichen Raum. Ihre Architektur entsteht aus dem Handwerk, dem genauen Blick auf Materialität und der Frage, wie Gebäude altern, genutzt und verändert werden können. KO/OK interessiert weniger der Ausnahmefall als das, was tragfähig ist: räumlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Gebäude sollen sich aneignen lassen, Wandel zulassen und im besten Fall über Generationen Bestand haben. 2026 wird das Büro zehn Jahre alt – ein guter Moment, um innezuhalten und die eigene Haltung neu zu definieren. Was das konkret bedeutet, warum eine Kegelbahn zum Schlüsselprojekt wurde und weshalb Wirtschaftlichkeit für KO/OK kein Widerspruch zur Gestaltung ist, darüber sprechen wir heute mit Jan Keinath und Fabian Onneken in unserem Podcast.
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CASE BY CASE
08.05.2026
32 Minuten
Ralf Petersen gehört zu den Architekten, die ihre Architektur nicht aus einer formalen Handschrift heraus entwickeln, sondern aus einer präzisen Auseinandersetzung mit Ort, Aufgabe und Kontext. „Architektur ist unheimlich komplex – vieles hängt mit allem zusammen“, sagt er. Daraus ergibt sich seine Haltung: Case by Case, ohne Wiederholung, ohne bevorzugtes Material, ohne Stilzwang. Für ihn sind Grundriss, Schnitt und der Zwischenraum entscheidend, denn dort entstehen Beziehungen und Atmosphären. Seine Projekte werden weitergebaut statt ersetzt, transformiert statt gelöscht – Umbaukultur als Haltung. An der HFT Stuttgart versteht er Lehre als einen Prozess, der durch Offenheit, Praxisnähe und interdisziplinelles Denken lebt. In Venedig wiederum hat er mit dem Salon Verde einen Ort ins Leben gerufen, der Gespräche, Workshops und eine kleine Winterschool verbindet. Ein guter Zeitpunkt für einen Besuch bei Wiebke Becker und Anna Otto-Sebeczek im JUNG Talk Podcast.
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Über diesen Podcast

Worüber spricht man, wenn JUNG und Architektur in einem Satz aufeinandertreffen? Über Farbe, Form und Architektur. Materialität, Stil und Begegnung. Aber auch über Nachhaltigkeit und Fragestellungen innerhalb des täglichen Baugeschehens – zwischen Planern, Architekten, Bauherren, Partnern und Interessierten. Die JUNG Architekturgespräche sind kein Format nur für Experten. Die regelmäßige Veranstaltungsreihe steht für rege Diskussion und Netzwerk zu pulsierenden Themen der Architektur in angenehmer Atmosphäre. In der nationalen als auch internationalen Architekturszene ist der aktuelle Dialog mittlerweile zu einem festen Bestandteil der internationalen Baukultur avanciert. Unsere Diskussionsreihe hat das Bestreben, den fachlichen Dialog an eine Vielzahl der Teilnehmer heranzutragen, denen virulente Themen des baukulturellen Alltags ein Anliegen sind. Nun möchten wir die Architekturgespräche für Euch hörbar machen, egal wo, egal wann … Wir, das sind Dijane Slavic, Nicole Heptner und Wiebke Becker. Bei JUNG sind wir für die nationale und internationale Architekturkommunikation zuständig, und wer weiß, vielleicht sind wir uns ja bereits persönlich bei den JUNG Architekturgesprächen begegnet.
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