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Hessen schafft Wissen Archiv

160 Episoden
1 Stunde
In hochkomplexen Krisensituationen wie der Covid-19-Krise ist es unerlässlich wieder und wieder Entscheidungen zu treffen: zügig, unter unvollständiger Informationslage – und hoffentlich zielführend. Prof. Dr. Jozo Acksteiner vom Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Fulda hat gemeinsam mit Dr. med. Michael Wagner vom Universitätsklinikum Frankfurt und anderen Partnern ein Monitoring-Tool entwickelt, das Corona-Krisenstäben in Landkreisen und Unternehmen bei solchen Entscheidungen helfen kann.

Beide – Prof. Dr. Acksteiner und Dr. von Wagner – sind in dieser Folge zu Gast und erzählen, wie sich mit Geographischen Datenanalysen Daten so aufbereiten lassen, dass auf ihrer Basis Entscheidungen in Politik und Wirtschaft getroffen werden können.
59 Minuten
Sozialarbeiter, Kinder- und Jugendmediziner, Psychologen, Lehrer, Erzieher, Familienrichter – das sind nur einige der Berufsgruppen, die auf die eine oder andere Weise Einfluss nehmen können auf den Schutz von Kindern. Oftmals verfügen sie allerdings nicht über das Wissen und Können im Fachgebiet Kinderschutz, das für ihre praktische Arbeit notwendig wäre, meint Prof. Dr. Zitelmann, Professorin für Jugendhilfe und Kinderschutz an der Frankfurt University of Applied Sciences.

Das von ihr mit initiierte „Frankfurter Modell: Kinderschutz in der Lehre“ gilt mit seiner juristischen, medizinischen, psychologischen und sozialpädagogischen Einführung in verschiedene Formen der Kindeswohlgefährdung bundesweit als Pilotprojekt. Sie setzt sich schon lange für eine bessere Ausbildung von Menschen ein, die im Kinderschutz arbeiten. In dieser Episode erläutert Prof. Dr. Zitelmann, worauf es bei dieser Ausbildung ankommt – und erklärt, wo es aus Ihrer Sicht oft noch hapert.
51 Minuten
Wie hat sich das Fach der Informationswissenschaft in den letzten Jahren gewandelt? Wie können maschinelle Verfahren uns helfen, gegen Hassrede im Netz vorzugehen? Und was ist eigentlich eine Sentimentanalyse?

Fragen wie diese erläutert in dieser Episode von Hessen schafft Wissen Prof. Dr. Melanie Siegel. Sie forscht seit 1990 im Bereich Sprachverarbeitung, zunächst an automatischen Übersetzungen mit Schwerpunkt auf die japanische Sprache, und ist heute Professorin für Informationswissenschaft, insb. semantische Technologien, an der Hochschule Darmstadt.
37 Minuten
Eine wichtige Maßnahme im Kampf gegen das Coronavirus war und ist das Monitoring der Infektionszahlen. In dieser Episode von Hessen schafft Wissen sprechen wir über eine Möglichkeit, die Entwicklungen von Pandemien wie Covid-19 um mehrere Tage früher zu erkennen. Das Geheimnis liegt im Abwasser: Dort taucht – zum Beispiel – das Coronavirus zuverlässig auf. Messungen in Kläranlagen können dabei helfen abzuschätzen, wie sich die Infektionszahlen weiter entwickeln werden – und zwar deutlich früher als die offiziellen Corona-Testergebnisse aus dem medizinischen Bereich.

Was das Abwasser uns genau über das Coronavirus und seine Verbreitung verrät und wie es das tut, darüber spricht in dieser Folge Umweltingenieurin Susanne Lackner, Professorin für Abwasserwirtschaft an der TU Darmstadt.
1 Stunde 2 Minuten
In guten Zeiten oft vernachlässigt, in schlechten entscheidend für die Zukunft von Unternehmen und ihren MitarbeiterInnen: Krisenmanagement gehört zu den wichtigsten Teilbereichen der Unternehmensführung, meint Prof. Dr. Heike Nettelbeck, die am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Darmstadt Management und Organisation lehrt.

Am 1. Januar 2019 begann sie – als guter Vorsatz fürs neue Jahr – mit der Arbeit an einem neuen Buch, dessen Thema eine – auch für Prof. Dr. Nettelbeck – ungeahnte Relevanz entwickelte. Der Titel des Buches: „Durch Krisen führen – Mensch bleiben.“

Seither überzog die Covid-19-Pandemie den Planeten, und mit ihr kamen vielfältige Herausforderungen in wohl allen Lebens- und Arbeitsbereichen. Das gilt zweifellos auch für das Thema Führungskultur.

In dieser Folge von Hessen schafft Wissen erläutert Prof. Dr. Nettelbeck, wie die Corona-Krise unsere Arbeitswelt verändert und warum Krisenmanagement für sie nicht zuletzt auch eine Frage der Haltung ist.
52 Minuten
Wasserstoff, eines der häufigsten Elemente in unserem Universum, ist ein echtes Multitalent. Das Gas treibt Elektromotoren an, speichert Energie, konserviert Lebensmittel. Es ist nicht nur ein Energie-, sondern auch ein Hoffnungsträger – und zwar im Hinblick auf die Energietransformation.

Birgit Scheppat ist Professorin für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie an der Hochschule RheinMain. Sie forscht seit über zwanzig Jahren an diesem Element. In dieser Folge von Hessen schafft Wissen verrät sie, was Wasserstoff eigentlich so besonders macht, welche Rolle er zukünftig in unserem Mobilitätsverhalten spielen könnte und wo in der Wasserstoffforschung die spannendsten Herausforderungen liegen.
44 Minuten
Wie wirkt sich die menschliche Land- und Ressourcennutzung auf Biodiversität und ökologische Prozesse aus? Und welchen Einfluss hat der Verlust von Artenvielfalt auf wichtige Ökosystemfunktionen?

Prof. Dr. Nina Farwig ist Professorin für Naturschutz an der Philipps-Universität Marburg. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die funktionelle Biodiversitätsforschung. Was das genau ist und wie sie in ihrer Arbeit ökologische Grundlagenforschung mit angewandtem Naturschutz verknüpft, erzählt Prof. Dr. Farwig in dieser Episode von Hessen schafft Wissen.
54 Minuten
Wie weit geht legitime Kritik an Demokratie und demokratischen Prozessen – und wann wird diese Kritik am politischen System gefährlich? Wodurch werden Menschen zu Antidemokraten? Und wie lässt sich genau das verhindern?

Fragen wie diese erläutert in dieser Episode von Hessen schafft Wissen Prof. Dr. Dorothée de Nève. Sie ist Professorin für das politische und soziale System Deutschlands und den Vergleich politischer Systeme an der Justus-Liebig-Universität Gießen und betreibt unter anderem Wahl-, Parteien- und Partizipationsforschung. Auch um diese Themen – die anstehenden Wahlen und politische Teilhabe – geht es in dieser Folge.
40 Minuten
Was zeichnet eine gelungene Infografik aus? Welcher konzeptionelle, kreative und handwerkliche Prozess liegt einer Infografik zugrunde? Und was hat eine prähistorische Höhlenmalerei mit modernen, animierten Datendarstellungen gemeinsam?

Lisa Borgenheimer, Professorin für Informationsdesign an der HfG Offenbach (am Main), klärt uns darüber auf. Als Lehrbeauftragte lehrte zuvor an unterschiedlichen Hochschulen in Europa, darunter die Hochschule Augsburg, die Bauhaus-Universität Weimar und die Freie Universität Bozen, und gab verschiedene Kurse in Informationsdesign, Datenvisualisierung und Visual Storytelling. Sie ist spezialisiert auf Informationsgrafik für analoge und digitale Medien und arbeitete für verschiedene Zeitungen und Magazine, wie die Süddeutsche Zeitung und ZEIT Online.
59 Minuten
In der Maghreb-Region – zu der Tunesien, Algerien, Libyen, Marokko und Mauretanien zählen – forschen WissenschaftlerInnen zu einigen der brennendsten Themen unserer Zeit: Migration, Verteilung von Ressourcen, religiöse Konflikte und Identitätskonflikte. Prof. Dr. Rachid Ouaissa ist einer von ihnen. Er ist Professor für Politikwissenschaft und Leiter des Fachgebiets „Politik des Nahen und Mittleren Ostens“ am Centrum für Nah- und Mitteloststudien (CNMS) an der Philipps-Universität Marburg. Seit Mai 2020 leitet er als einer der beiden Direktoren das neue Merian Centre for Advanced Studies in the Maghreb (MECAM) in Tunis, das der Maghreb-Forschung eine internationale Plattform bietet.

Er spricht in dieser Folge über den Maghreb: über seine Vergangenheit, seine Gegenwart und seine Zukunft, mit besonderem Schwerpunkt auf Tunesien und Algerien.
39 Minuten
„Informatik gestaltet nicht nur technische Systeme, sondern Welt.“ Diesen Satz sagte unsere Gesprächspartnerin dieser Folge vor einiger Zeit in einem Interview – und bezog sich dabei auf die Expertise der Gender- und Diversity-Forschung, die helfen kann, digitaler Spaltung und der Verstärkung von Ungleichheiten entgegenzuwirken. Prof. Dr. Claude Draude ist Leiterin des Fachgebiets Gender/Diversity in Informatiksystemen an der Universität Kassel, das zwei der zentralen dortigen Forschungsschwerpunkte miteinander vereint: die Kultur- und Geschlechterforschung sowie die sozialnützliche Informationstechnik-Gestaltung.

In dieser Episode spricht sie über die Schnittstellen zwischen Digitalisierung und Diversity und erklärt, wie sich menschliche Vielfalt und Kontext-Vielfalt in der Informatikentwicklung berücksichtigen lässt.
42 Minuten
Was hat eine Autobremse mit einer Geige gemeinsam? Und wie funktioniert das Müllfahrzeug der Zukunft?

Diese Fragen beantwortet in dieser Folge Prof. Dipl.-Ing. Holger Marschner. Er ist an der Frankfurt University of Applied Sciences zuständig für Lehre und Forschung auf den Gebieten Kraftfahrzeugtechnik, Fahrkomfort und Akustik (Noise Vibration Harshness, NVH) sowie für die Leitung des Kfz-Labors mit zwei Mitarbeitern. Kernkompetenzen und Inhalte der Laborversuche sind die Fahrdynamik von Kraftfahrzeugen, Verbrauchs- und Abgasmessung, sowie Erfassung von Lärm und Schwingungen mit den daraus ableitbaren Verbesserungsmaßnahmen.

Für einige seiner kreativen Forschungsansätze wurde er bereits ausgezeichnet – in dieser Episode erzählt er von ihnen.
1 Stunde 23 Minuten
Implizites Erfahrungswissen. Sozialraumentwicklung. Inneres und äußeres Gemeinwesen. Das Rousseausche Problem der Demokratie. Aussichtserforschung des in Möglichkeit Seienden. Lauter Formulierungen, die nicht für jede*n selbsterklärend, jedoch essenziell für die wissenschaftliche Arbeit des Gasts dieser Episode sind: Prof. Dr. Michael May ist Experte für Sozialraumentwicklung und Jugendarbeit. Er forscht und lehrt als Professor an der Hochschule RheinMain für Theorie und Methoden Sozialer Arbeit unter besonderer Berücksichtigung der Gemeinwesenarbeit.

In dieser Folge erklärt er die Bedeutung der eingangs genannten Begriffe für die Soziale Arbeit. Er erzählt, wie und weshalb er sich zu Beginn seiner Karriere mit Punks und Streetgangs beschäftigte. Und erinnert sich, wie er als junger Wissenschaftler versuchte die Welt zu verändern.
43 Minuten
Im Jahr 2020 besetzte die Frankfurt University of Applied Sciences als eine der ersten Hochschulen Deutschlands die Stiftungsprofessur Radverkehr. Prof. Dr.-Ing. Dennis Knese, unser Gast in dieser Folge, nahm den Ruf an und trat Anfang 2021 seine Professur Nachhaltige Mobilität und Radverkehr an. Zuvor war er seit 2016 Berater für nachhaltige Mobilität bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, und davor wiederum befasste er sich an der Frankfurt University als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Elektromobilität, Stadt- und Verkehrsplanung. Er bringt also einiges an Expertise und Erfahrungen zum Thema nachhaltige Mobilität mit – und teilt sie in dieser Episode von Hessen schafft Wissen.
51 Minuten
Der technische Fortschritt und die Digitalisierung von Kommunikation, Abläufen und Prozessen macht auch vor der Medizin nicht Halt. Prof. Dr. Volker Groß, unser Gesprächspartner in dieser Episode, leitet an der Technischen Hochschule Mittelhessen den Masterstudiengang „Digitale Medizin“. Er ist Professor für Biomedizinische Technik am Fachbereich Gesundheit und darüber hinaus Mitglied des Promotionszentrums für Ingenieurwissenschaften.

Er erläutert in dieser Folge anhand konkreter Beispiele, welche Chancen die Digitalisierung im Gesundheitswesen bietet – aber auch, welche Risiken es zu vermeiden gilt.