go hug yourself! Archiv
47 Episoden
49 Minuten
"Frauenkörper sind keine kleinen Männerkörper" erklärt Jessica Roch das patriarchale Framing in Medizin und Lifestylebranche und auch den Grund, warum sie selber Ernährungsberaterin und Zykluscoach wurde. In dieser Episode wollte ich von Jessica folgendes wissen: Was genau ist die zyklische Ernährung? (Lebensmittel an unsere Hormone anpassen und den Zyklus für uns nutzen) Was kann gegen Stimmungsschwankungen helfen? (U.a. weniger Kaffee und mehr Cashews während der PMS) Wie können wir unseren Zyklus verstehen lernen? (U.a. einen Basalthermometer in der Apotheke kaufen und unseren Ausfluss beobachten) Und schliesslich: Wie gestalten wir unser Leben (Beruf und Freizeit) zyklisch? (U.a. während des Eisprungs Partys oder Vorträge planen und während der PMS Rückzugsmöglichkeiten erlauben). Dabei gehen wir die vier Zyklusphasen eine nach der anderen durch und veranschaulichen sie anhand von Jahreszeiten. Meine Notizen aus dem Gespräch waren: Winter (Menstruation > Ruhe > Eisen, Magnesium, Protein), Frühling (Follikelphase > Probiotisch essen > kreative Arbeit), Sommer (Eisprung > Party > Leicht essen), Herbst (PMS > Rückzug, Arbeiten fertig machen, Fokus > Kein Kaffee un viel Cashews). Frohes Hören und Lernen!
1 Stunde 6 Minuten
Gästin: Dr. Emilia Roig, Politikwissenschaftlerin, Public Speakerin, Beraterin und Bestseller-Autorin.
1 Stunde 20 Minuten
Nora Imlau ist vierfache Mutter und hat kürzlich ihr 15 Buch herausgebracht, es geht u.a. um Kitas und heisst "In guten Händen: Wie wir ein starkes Bindungsnetz für unsere Kinder knüpfeen". Als ich Nora Imlau zu unserem Gespräch treffe, sieht zu alldem noch frischgeduscht aus – zumindest auf meinem Computerbildschirm. Meine erste Frage lautet entsprechend: Wie schaffst Du das alles? Oder wie schaffst Du es eben nicht? Intensives Familienleben und fordernder und erfüllender Job? (Eine ihrer Antworten: "In dem ich mir selber immer wieder die Frage stelle: Was brauche ich gerade?) Ausserdem wollte ich von ihr wissen: Wie sieht euer Bindungsnetz zu Hause aus, wer schaut alles zu euren Kindern? Macht ihr 50/50 oder bist Du die Hauptverdienerin? Wie lange sind Deine Pausen? Wie geht das genau, ein Check-in mit sich selbst? Und schliesslich: Wie geht feministisches und bindungsorientiertes Elternsein? Frohes Hören und Lernen!
57 Minuten
Gast: Guy Bodenmann ist Paartherapeut, Professor für Psychologie an der Universität Zürich und Autor mehrerer Bücher zum Thema Beziehungen und Liebe. Eine Freundin von mir, ist seit sieben Jahren glücklich verheiratet, hat ganz okayen und regelmässigen Sex mit ihrem Mann und denkt dennoch neuerdings beim Sex ständig an ihren Bürokollegen. Und hat seitdem wieder den besten Sex seines Lebens.
1 Stunde 52 Minuten
"ALLEINE sein. Alleine zu Hause, alle weg, und ich weiss, sie kommen nicht gleich wieder. Dann kann ich runterfahren und entspannen. Mich in ein Buch vertiefen. Oder im Garten arbeiten." schrieb eine Leserin auf meine Instagram-Umfrage: "Was hiflt euch beim entspannen?" Warum ebendieses Alleinsein für viele Mütter so unfassbar energiespendend sein kann, erklärt Franziska Schutzbach in ihrem Bestseller 'Die Erschöpfung der Frauen: Wider die weibliche Verfügbarkeit'. Hier ein Versuch meiner Quintessenz: Der Druck "eine Gebende" zu sein, emotionale Arbeit und Care Arbeit selbstverständlich zu erledigen, plus der Anspruch Karriere zu machen, ist einer der Gründe für die Erschöpfung von Frauen. Und darum tut es uns so gut, einfach alleine zu sein und nicht diesem Drang ausgesetzt zu sein, "zu geben, zu kümmern, sich um alles zu sorgen", zu müssen. Zumindest in meiner Bubble sprechen gefühlt alle über Schutzbachs Buch. Ich war entsprechend sehr geehrt, dass Franziska Schutzbach - nebst all den vielen Terminen, die sich derzeit wahrnimmt - als Gästin in meinem Podcast zugesagt hat.
1 Stunde 10 Minuten
"Juden kontrollieren die Banken", "Juden sind geizig", "Juden sind geschäftstüchtig" - ich muss gestehen: Vor der Lektüre von Thomas Meyers Buch 'Was soll an meiner Nase bitte jüdisch sein?' nahm ich solche Sätze mehr oder weniger einfach so hin. Ich bejahte sie nicht, aber ich sah auch keinen Anlass sie gross zu hinterfragen. Von Thomas Meyer lernte ich dann, dass diese Sätze keine "Sätze" sind, sondern antisemitische Anfeindungen und Klischees. Und dass sie sich für Juden wie "glühend heisse Stiche" anfühlen können. Thomas Buch offenbarte mir meine innere Antisemitin, was für mich erst eine unbequeme aber schlussendlich eine gute Sache war. In seinem Buch schreibt Thomas Meyer: "Antisemitismus begleitet mich schon seit meiner Kindheit, und ein wesentlicher Teil dieses Problems besteht darin, dass mir das kaum einer glaubt." (s 39) und auch "Ich finde, wir sprechen nicht gut miteinander und übereinander, zumindest nicht gut genug. Unsere Sprache ist grob, verurteilend und alles andere als hilfreich." Im Podcast erzählte mir Thomas Meyer wie sich Judenfeindlichkeit im Alltag anfühlt (z.B. wenn jemand behauptete seine Nase sei "typisch jüdisch") und warum sie sich verbreitet (wegen der Erziehung) und von diesem einen Freund, der sich als einer von wenigen entschuldigte, als Meyer ihn drauf hinwies, dass er soeben ein antisemitisches Klischee brachte. Zum Schluss sagte Meyer: "Wir sind alle diskriminierend. Wir sind alle Rasssisten, Sexisten und Antisemiten. Selbst ich." und auch wie er von seinem Sohn lernt, der oft klüger ist als er selbst.
1 Stunde 38 Minuten
"Warum glauben wir, dass dicke Menschen ungesund seien?" fragte ich Dr. Antonie Post in dieser Episode. Woraufhin sie mir antwortete: "Weil wir fettfeindlich sozialisiert sind und glauben, dass das Körpergewicht beliebig veränderbar ist, weil wir glauben, dass ein dicker Körper krank macht und es Deine Schuld ist, wenn Du es nicht im Griff hast. Fettfeindlichkeit hat seine Wurzeln im Rassismus und im Patriarchat. Wenn Frauen, oder weiblich gelesene Personen die ganze Zeit damit beschäftigt sind, sich klein zu machen und wenig zu essen oder gar nicht zu essen. Und dann noch in ein Korsett geschnürt werden, in dem sie nicht mehr atmen können, natürlich können sie dann die Weltherrschaft nicht an sich reissen. Sie sind ja damit beschäftigt zu überleben. So kannst Du jemanden klein halten." Ausserdem wollte ich von Antonie Post wissen, wie sie einem 10-jährigen Mädchen erklären würde, dass Diäten schädlich sind und wie sie es zu Hause mit ihren Söhnen und Süssigkeiten so handhabt. Frohes Hören und Lernen!
1 Stunde 13 Minuten
Gast: Markus Tschannen ist Hausmann im Vollpensum, Autor mit Fokus auf Familie und lebt mit seiner Familie in Bern. Wenn Markus Tschannen auf tagesanzeiger.ch über geschlechtsneutrale Erziehung schreibt, glühen die Kommentarspalten. Ich fragte Markus Taschannen: Warum sind die Reaktionen oft so heftig?
1 Stunde 17 Minuten
Gästin: Miriam Stein ist Kulturchefin bei der Harpers Bazaar, Buchautorin und lebt mit ihrer Familie in Berlin. "Eine Freundin flüsterte mir neulich zu, dass sie eigentlich, wenn sie ihre Familie behalten wolle, jeden Monat während der PMS-Phase ins Hotel ziehen müsste."
1 Stunde 1 Minute
Gästin: Dr. Bärbel Wardetzki, Psychotherapeutin, Buchautorin und Coach "Eine befriedigende Zweierbeziehung setzt eine gute Beziehung zu sich selbst voraus." schreibt Wardetzki in ihrem Buch 'Weiblicher Narzissmus: Der Hunger nach Anerkennung' und auch: "Narzisstische Persnölichkeit hat das Pech, nie wirklich bei sich selbst angekommen zu sein." In dieser Episode frage ich Bärbel Wardetzki, warum wir anderen gefallen wollen und ab wann dieses Bedürfnis ungesund wird. Dabei erklärt sie, warum (weiblicher) Narzismuss auch seine gute Seiten hat und dass es in Ordnung ist, sich gerne für den Partner schön zu machen und auch, dass es in Sachen Erziehung das Wesentliche ist, die Kinder ernst zu nehmen. Blogartikel zum Interview: https://chezmamapoule.com/baerbel-wardetzki/
1 Stunde 34 Minuten
Was machen, wenn das Kind im Zug ganz laut "Warum hat dieser Mann schwarze Haut?" sagt? Statt peinlich berührt: "Pssst, das fragt man nicht." zu flüstern, können wir ganz einfach erklären: "In unserem Körper befindet sich ein wunderbarer Stoff, der heisst Melanin. Je mehr Melanin ein Mensch hat, desto dunkler ist seine Haut, Augen- und Haarfarbe." Das schreiben die Autorinnen Olaolu und Tebogo in ihrem Bestseller 'Gib mir mal die Hautfarbe: Mit Kindern über Rassismus sprechen'.
1 Stunde 14 Minuten
"Wer Diabetes hat, sucht eine Behandlung. Wer Depressionen hat, will eine Erklärung." schreibt Barbara Vorsamer in ihrem Buch und auch "Wer Gefühle loswerden will, hat nur eine Möglichkeit: Fühlen."
1 Stunde 16 Minuten
Gast: Daniel Bröckerhoff, Moderator, Journalist und Vater Gemeinsam mit seiner Frau Annika Bröckerhoff (@mamabroe) gewährt Daniel (@papabroe) einen Einblick ins Familienleben mit behinderten Kindern. Für mich ist Daniel sowas wie die Antithese zur Toxic Masculinity. Also dieses veraltete Männlichkeitsbild, des harten, gefühllosen Kerls, der uns allen den Sturz des Patriarchats so schwer macht. Darum wollte ich von Daniel wissen, wie sie zu Hause die Fürsorgearbeit aufteilen ("Das Ziel ist 50/50, wobei ein Grossteil ist schon noch bei meiner Frau") und wie sie nebst all der Erschöpfung zu Gesprächen kommen («Wir versuchen jeden Abend, eine Stunde für uns zu nehmen»).
1 Stunde 24 Minuten
Gästin: Olivia Helmer-Wollinger, Buchautorin "Essanfälle Adé: Vom emotionalen Essen zum persönlichen Wohlfühlgewicht" "Ihre Esssucht erfüllt eine Menge Funktionen. Sie können sie nicht einfach vor die Türe setzen." schreibt Olivia in ihrem Buch. Und auch: "Um Essanfälle oder Überessen nicht mehr zu brauchen, ist es nötig, den emotionalen Hunger zu stillen." In dieser Episode frage ich Olivia, wie geht das genau, diesen emotionalen Hunger zu spüren? Ab wann ist es wirklich Esssucht? Und vorallem: Wie können wir Eltern eine achtsamere Beziehung zu unserem Hunger und unserem Körper pflegen, damit wir es unseren Kindern entsprechend vorleben. Dabei erklärte mir Olivia, dass eine gute Beziehung zu uns selbst - genau wie jede andere Beziehung - nicht immer gleich innig ist. Und dann sprachen wir davon, dass es manchmal vielmehr bringen kann, statt in die Yogastunde zu pressieren, einfach den Alltag anzuhalten und die Karotten wirklich in aller Ruhe, sehr langsam und bewusst zu schneiden. Blogartikel zum Interview: https://chezmamapoule.com/olivia-helmer-wollinger/
1 Stunde 11 Minuten
Gästin: Patricia Cammarata, Bestsellerautorin 'Raus aus der Mental Load Falle', Mutter, Psychologin, preisgekrönte Bloggerin und Podcasterin. "Es ist auch ein Teil des Mental Loads, immer den Vorstellungen anderer entsprechen zu wollen. Überall Kritik und Schuld zu sehen." schreibt Patricia in ihrem Buch. Und auch: "Loslassen geht nur mit Zu- und Vertrauen. Dafür muss sich der eine Partner öffnen, und der andere muss aktiv etwas dafür tun." In dieser Episode sprachen Patricia und ich über die Müdigkeit der Frauen und wie ihr Buch uns allen helfen kann, wieder fit zu werden. Dabei erklärte mir Patricia, dass es einen Unterschied gibt zwischen Delegieren (Du musst 15 Brezeln am 16.7. um 15:30 zum Schulfest bringen" und Arbeitspackete abgeben (Du bist verantwortlich für alle Schulfeste). Und auch warum es Frauen so schwerfällt loszulassen und ihre Männer nicht mehr zu micromanagen: Wegen des gesellschaftlichen Dogmas "Mutter gehört zum Kind". Und dann sprachen wir darüber, warum Maternal Gatekeeping ein frauenfeindlicher Begriff ist, wie sie ihre zwei Stunden Freizeit pro Tag verbringt und wie man schlussendlich mit Excelltabellen die Beziehung retten kann. Blogartikel zum Interview: https://chezmamapoule.com/patricia-cammarata/ (Vorerst keine Transkripte mehr, aus Kostengründen)