Der Achte Tag. Der Gesellschafts-Podcast mit Alev Doğan Archiv
622 Episoden
5 Minuten
In einer Welt voller Umbrüche, bröckelnder Demokratien und großer Krisen können Geschichten Motivationen beflügeln und Herausforderungen betonen. Dabei skizzieren sie nicht nur Notwendigkeiten des Wandels, sondern schaffen auch neue Narrative für das eigene Handeln. Moritz Meyer sagt, dass Lesen uns in eine Welt entführt, die wir mit Hilfe unserer Fantasie aktiv mitgestalten können; die uns dabei fordert und fördert und vielleicht noch viel wichtiger, selbst hinterfragen lässt.
Der ehemalige Ökonom schreibt Dystopien und ist der Meinung, dass Geschichten Inspiration, Sinnhaftigkeit und einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten können.
Immer freitags kuratiert die Unternehmerin und Publizistin Diana Kinnert diese Podcast-Reihe.
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Der ehemalige Ökonom schreibt Dystopien und ist der Meinung, dass Geschichten Inspiration, Sinnhaftigkeit und einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten können.
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6 Minuten
Alev Doğan spricht mit Reporter Jan Stremmel! Der Alltag im wohlhabenden globalen Norden ist nur möglich, weil die unbequeme Arbeit ausgelagert wurde in Länder, in denen sich nicht um die Arbeitsbedingungen der Angestellten gekümmert wird. Unser Konsum ist Teil des Problems ist – und damit auch Teil der Lösung. Innerhalb von fünf Jahren war der Reporter Jan Stremmel in mehr als vierzig Ländern unterwegs und besuchte Orte, an denen die Auswirkungen unserer globalisierten Welt besonders deutlich sind: Textilfabriken in Asien, ausgetrocknete Seen in Kasachstan oder südamerikanische Kaffeeplantagen. Seine Eindrücke hat er in dem Buch “Drecksarbeit” zusammengestellt und berichtet im Gespräch mit Alev Doğan von seinen Erlebnissen und den Zusammenhängen zwischen dem behaglichen Europa und der harten Realität im globalen Süden.
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6 Minuten
Alev Doğan spricht mit Russland-Korrespondent Thielko Grieß - Ein Achter Tag, der sich in außenpolitischer Selbstreflexion übt: Es geht um den deutschen Blick auf Russland. Ist er berechtigterweise kritisch? Gefärbt? Unbedarft? Und wie blicken eigentlich Russinnen und Russen nach Deutschland? Fünf Jahre lang hat Thielko Grieß in Russland gelebt und als Korrespondent für den Deutschlandfunk über das Land und seine Menschen berichtet. Zurück in Deutschland skizziert er im Gespräch mit Alev Doğan das Bild, das er sich von dem Leben zwischen Moskau und Wladiwostok gemacht hat. Ein Gespräch über Missverständnisse, Vorurteile, Nähe und Distanz, Putin und das deutsch-russische Erbe - und ein differenziertes Plädoyer für Völkerverständigung.
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6 Minuten
Alev Doğan spricht mit Medienmanager Hans Demmel: Der Medienmanager Hans Demmel hat einen Selbstversuch unternommen: ein halbes Jahr hat er sich nur über „rechte Medien“ informiert. Gemeinsam mit dem Journalisten Friedrich Küppersbusch analysiert er in dem neuen Buch Anderswelt die Wirkungsweise rechter Medien anhand von Tichys Einblick, MMNews, KenFM, Compact und Junge Freiheit, deren Websites und Youtube-Kanälen. Wer sind die Stammleser, wie werden neue Leser, User und Zuschauer angezogen? Wer finanziert diese Publikationen? Und wie kommt es, dass einst als seriös anerkannte Journalisten wie Roland Tichy, Peter Hahne, Matthias Matussek oder der Radiomoderator Ken Jebsen die rechte Publizistik prägen? Im Gespräch mit Alev Doğan spricht Demmel im Achten Tag über seine Erkenntnisse und die Lehren, die Qualitätsmedien aus ihnen ziehen könnten.
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8 Minuten
Es gibt nur noch wenige entlegene Orte im Regenwald, an denen die einheimischen Völker ungestört im Einklang mit der Natur leben können. Im nordwestlichen Amazonasgebiet, an der Grenze zwischen Kolumbien und Brasilien, trotzt der Clan der Huhuteni der fortschreitenden Zerstörung. Ihre Schamanen sind für spektakuläre Heilerfolge bekannt; es heißt aber auch, dass sie mit bloßer Gedankenkraft ihre Feinde töten können. Der Journalist und Bestsellerautor Thomas Fischermann hat dieses Volk besucht und ein halbes Jahr mit den Angehörigen des Stammes verbracht. Im Achten Tag berichtet er von seinen Erlebnissen.
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5 Minuten
Welche Rolle darf Sexarbeit in unserer Gesellschaft einnehmen? Und wie sollte man ihr begegnen? Immer wieder beschäftigen diese Fragen die politische Debatte und immer wieder geht es auch um ein Verbot. Vorbild dabei ist das nordische Modell, das im Kern Sexarbeit kriminalisiert. Die Philosophin Janet Kinnert findet ein solches Verbot kontraproduktiv und bezeichnet es als reine Signal-Politik auf dem Rücken marginalisierter Gruppen. Denn dieses führe nicht nur zu Isolation und Stigmatisierungen, sondern erschwere auch die sozialen, gesundheitlichen und rechtlichen Hilfestellungen für Frauen.
Sie plädiert für eine tolerante Haltung und mehr akzeptierte Selbstbestimmung. Janet Kinnert hat an einem Gesetzesentwurf des Landes NRW zur Handhabe von Sexarbeit mitgearbeitet und ist die Schwester von Diana Kinnert.
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8 Minuten
Eine liberal-konservative Agenda für die Zeit nach der Merkel-Ära - es ist nicht wenig, was sich die ehemalige Bundesfamilienministerin für die Zukunft der CDU vorgenommen hat. Kristina Schröder will ihren Beitrag dazu leisten, dass der Druck, unter dem die offene Gesellschaft steht, nachlässt. Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder plädiert im Achten Tag für Freiheit und Verantwortung und will damit die Sprachlosigkeit der bürgerlichen Mitte überwinden. Im Gespräch mit Alev Doğan erklärt Schröder, wo sie ihre Differenzen zur Politik Angela Merkels sieht, weshalb sie gegen Quoten und Gleichstellung ist und sich im Gegensatz zur Bundeskanzlerin nicht als Feministin versteht.
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9 Minuten
Wir wollen mehr - so lautete das Motto des Achten Tag live in Köln an Bord der Pioneer One. Im Rahmen der Deutschlandtour hat Pioneer-Chefreporterin Alev Doğan die Schriftstellerinnen Nora Bossong und Jagoda Marinić sowie die Journalistin Anja Reschke und Unternehmerin Diana Kinnert eingeladen, gemeinsam mit dem Publikum Deutschland neu zu denken und ihre persönlichen Forderung zu formulieren, wovon sie in Deutschland künftig mehr wollen. Diese Spezial-Folge des Achten Tags entfaltet eine differenzierte und leidenschaftliche Diskussion über Verbindlichkeit, Zukunft, Demut und Entschiedenheit.
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7 Minuten
Zu wenig Fokus auf die drängenden Themen der Zukunft, zu viel Aufmerksamkeit auf Personen-getriebene Nebensächlichkeiten: Es ist kein schonender Blick, den der Schauspieler und Dokumentarfilmer Hannes Jaenicke auf den deutschen Bundestagswahlkampf wirft. Statt sich den großen Themen wie Klimawandel, Artensterben, Tierschutz und soziale Gerechtigkeit zu widmen, reduziere sich der Diskurs der Kandidaten der drei größten Parteien ebenso wie großer Teile der Öffentlichkeit auf Oberflächlichkeiten. Über den Vergleich zwischen Deutschland und den USA und ein speziell deutsches Heuchlertum spricht Jaenicke mit Alev Doğan im Achten Tag.
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7 Minuten
Im Kampf um das Kanzleramt geht es nicht um Charisma und nicht um ausgefallene Ideen, sondern um Prozessintelligenz. Davon ist der Politikberater Erik Flügge überzeugt. Und das Gute: Im Vergleich zu inhaltlichen Visionen oder Kreativität sei Prozessintelligenz erlernbar. Was hinter diesem sperrigen Begriff steckt, inwiefern es mehr als richtiges Timing ist und welcher Spitzenpolitiker sie am sichersten beherrscht, erklärt Flügge in diesem Achten Tag.
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5 Minuten
Berlin hat sich gastronomisch völlig neu erfunden und eine Art “Nationalitäten-unabhängiges Selbstverständnis” entwickelt, sagt Hinnerk Clausen. Die Entwicklung zeichne einen Status quo, in dem es weniger um die Frage gehe, was es auf den Tellern gebe, als darum was es eben nicht gebe. Millionen Menschen würden in die Hauptstadt reisen, um Gast in jenen Restaurants, Bars und Lokalen zu sein - und um teilzuhaben an der Vielfalt und der Philosophie des Einzelnen.
Hinnerk Clausen porträtiert die “Food-Szene” Berlins und spricht nicht nur über den Sehnsuchtsort Gastronomie, sondern auch über die notwendige Wertschätzung, mit der wir ihr begegnen sollten.
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7 Minuten
Authentizität - ein Bedürfnis, das viele Menschen haben. Unglücklicherweise liegt es in der Natur der Sache, dass wer sich besonders darum bemüht authentisch zu wirken, meist eher das Gegenteil erreicht. In ihrem Bemühen um Authentizität haben die meisten Medienschaffenden die Schlacht verloren, sagt der Autor und Medienentwickler Michalis Pantelouris. Im Gespräch mit Alev Doğan plädiert er für mehr Kritikfähigkeit und Transparenz seitens der Journalistinnen und Journalisten, um dem Vertrauensverlust entgegenzuwirken, der sich in den vergangenen Jahren Bahn gebrochen hat.
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7 Minuten
Wie gut funktionieren eigentlich unsere Parlamente? Der Erkenntnisse darüber, unter welchen Bedingungen und in welchen Konstellationen Gruppen beste Ergebnisse liefern, gibt es nicht zu wenige. Wieso jedoch setzen wir diese Erkenntnisse nicht innerhalb der vielleicht wertvollsten Gruppen um, nämlich innerhalb unserer Parlamente? Die Polit-Aktivistin Claudine Nierth plädiert für selbstbewusstere und aktivere Parlamente, die diesen Namen auch verdienen.
Im Achten Tag fordert sie unter anderem Kommunikationsberater bei den nächsten Koalitionsverhandlungen und Bürgerräte nach irischem Vorbild.
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7 Minuten
Wie stark sind Journalistinnen und Journalisten gegen Desinformationskampagnen? Wenden Sie sich stets an vertrauensvolle Quellen? Und was passiert, wenn die Presse als Verteidigungslinie gegen Fake News versagt? Darüber spricht Alev Doğan spricht mit Yassin Musharbash, Vize-Chef des Investigativ-Ressorts der Wochenzeitung Die Zeit. Im Achten Tag berichtet Musharbash von den Bemühungen um Einflussnahme aus Russland, betont die Notwendigkeit sorgsamen Arbeitens in den Redaktionen und appelliert an das Verantwortungsbewusstsein von Journalistinnen und Journalisten in Zeiten von bewusst gestreuten Falschnachrichten.
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7 Minuten
Eine nicht nur klimaneutrale, sondern klimagerechte Zukunft - wie soll die eigentlich aussehen? Indem die Autos, die wir fahren und besitzen, keine Verbrenner-Motoren mehr beinhalten, sondern auf Elektrizität aus erneuerbaren Energien setzen? Indem wir an unserem Fleischkonsum bis auf das obligatorische Bio-Siegel nichts ändern? Ein wenig mehr gehört schon dazu, sagt Carla Reemtsma. Die 23-Jährige ist Sprecherin von Fridays for Future in Deutschland und erläutert im Gespräch mit Alev Doğan, weshalb Klimaschutz eine Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit sei und warum eine Marktwirtschaft, die nur auf Wachstum und Profit setzt, nicht zukunftsfähig sei.
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