Lobo – Der Debatten-Podcast Archiv
179 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Der Europäische Rechnungshof geht davon aus, dass Deutschland seine Breitbandziele bis 2025 nicht einhalten kann. Sascha Lobo hatte eigentlich gehofft, nicht mehr über dieses Thema schreiben zu müssen. Diese leider schon fast erwartbare Nachricht war allerdings ausschlaggebend für eine Kolumne, in der er noch mal (wütend) erklärt, inwiefern die Regierungen der letzten zehn plus x Jahre ständig neue Ziele versprachen, doch sie nie einhalten konnte - und warum.
Der Grund dafür, meint Sascha Lobo, liegt zu großen Teilen beim halbprivaten Unternehmenskonstrukt der Telekom und der Technik namens Vectoring.
Doch dass die deutsche Breitband-Infrastruktur der Berliner Flughafen des Internets ist, hängt mit viel weiter zurückliegenden historischen Entscheidungen zusammen.
In einer fast schon “Podrant” zu nennenden wütenden Ausgabe des Debattencasts spricht Sascha Lobo, angefangen bei den frühen Achtzigerjahren und endend bei den aktuellen Kommentaren im Forum, über die Problematik des Breitbandausbaus in Deutschland.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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Der Grund dafür, meint Sascha Lobo, liegt zu großen Teilen beim halbprivaten Unternehmenskonstrukt der Telekom und der Technik namens Vectoring.
Doch dass die deutsche Breitband-Infrastruktur der Berliner Flughafen des Internets ist, hängt mit viel weiter zurückliegenden historischen Entscheidungen zusammen.
In einer fast schon “Podrant” zu nennenden wütenden Ausgabe des Debattencasts spricht Sascha Lobo, angefangen bei den frühen Achtzigerjahren und endend bei den aktuellen Kommentaren im Forum, über die Problematik des Breitbandausbaus in Deutschland.
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57 Minuten
Angela Merkel hat auf dem Global Solutions Summit in freier Rede über ihre Vorstellungen von Digitalpolitik gesprochen. Ein Missverständnis war, meint Sascha Lobo, dass ihre Aussagen so aufgefasst wurden, als würde Merkel eine Steuer auf Daten fordern. Das stimmt erstmal nicht. Deutlich wurde durch die Rede aber, wie die Kanzlerin über die Digitalisierung denkt - und das es ein lobby-basiertes Weltbild ist.
Der Begriff “Dateneigentum”, den Merkel immer wieder gerne benutzt, wurde von der Autoindustrie in die Politik gebracht. Diese Hardware-fixierte Industrie produziert bisher zwar viele Daten, aber damit so richtig etwas anzufangen weiß sie noch nicht. Und da sie Angst hat, dass jemand anders diese Daten monetär verarbeiten könnte, wollen sie sich absichern, dass sie ihnen gehören - den Produzenten.
Es sind nicht die Daten, die wertvoll sind, sondern das, was man daraus macht. Und dieser Wert entsteht durch neue Geschäftsmodelle, die weit entfernt sind von der alten analogen Großindustrie Deutschlands. Daten sind keine digitale Wundersoße, die man über alte Geschäftsmodelle kippen kann und dann wird Geld verdient. Dies scheint die Industrie aber zu glauben - und Merkel scheint diese Meinung zu vertreten. Vielleicht sogar, weil sie denkt, dass sie damit der Wirtschaft etwas Gutes tut. Die Kanzlerin wird mit dieser Digitalstrategie eine fatale Kurzzeit-Illusion erzeugen: Dass digitale Transformation auch ohne Transformation funktioniert.
Im Podcast diskutiert Sascha Lobo die Meinungen und Kommentare aus dem SPON-Forum zu diesem Thema.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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Es sind nicht die Daten, die wertvoll sind, sondern das, was man daraus macht. Und dieser Wert entsteht durch neue Geschäftsmodelle, die weit entfernt sind von der alten analogen Großindustrie Deutschlands. Daten sind keine digitale Wundersoße, die man über alte Geschäftsmodelle kippen kann und dann wird Geld verdient. Dies scheint die Industrie aber zu glauben - und Merkel scheint diese Meinung zu vertreten. Vielleicht sogar, weil sie denkt, dass sie damit der Wirtschaft etwas Gutes tut. Die Kanzlerin wird mit dieser Digitalstrategie eine fatale Kurzzeit-Illusion erzeugen: Dass digitale Transformation auch ohne Transformation funktioniert.
Im Podcast diskutiert Sascha Lobo die Meinungen und Kommentare aus dem SPON-Forum zu diesem Thema.
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1 Stunde 18 Minuten
In der Kolumne “Datenschutz: Wer macht mir die geileren Vorschriften?” vom 9. Mai 2018 kritisierte Sascha Lobo die DSGVO der EU. Darauf reagierte Jan Philipp Albrecht auf seinem Blog, darunter in den Kommentaren wieder Sascha.
In der erneuten Antwort schlug Jan Philipp Albrecht vor, sich doch zu einer Diskussion zu treffen.
So entstand die erste Sonderausgabe des Debattenpodcasts mit Jan Philipp Albrecht und Sascha Lobo - es wird wohl nicht die letzte bleiben.
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53 Minuten
Die Anhörung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg im EU-Parlament war ein Desaster für Facebook. Zuckerberg hätte kaum eine bessere Vorlage liefern können für eine aggressive Regulierung durch die EU.
In einer Mischung aus Nichtantworten, Ausweichen und "Keine Zeit"-Gebaren ist nicht nur eine Missachtung des EU-Parlaments offenbar geworden. Zuckerberg hat auch bewiesen, dass er die Konfrontation noch immer als PR-Kampf sieht. Diesen Teil des Kampfs hat er in der Tat gewonnen, aber er hat in dramatischer Weise die Macht der EU unterschätzt.
In diesem Debattenpodcast bespricht Sascha Lobo mithilfe der Kommentare aus dem SPON-Forum, wie es nun mit Facebook und der EU weitergeht. Wird sich Zuckerberg aus Europa zurückziehen? Wird Europa große Strafen über Facebook verhängen? Oder ist das aktuelle Ringen von Facebook mit der europäischen Politik sogar ein Glücksfall für zukünftige Politik?
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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In einer Mischung aus Nichtantworten, Ausweichen und "Keine Zeit"-Gebaren ist nicht nur eine Missachtung des EU-Parlaments offenbar geworden. Zuckerberg hat auch bewiesen, dass er die Konfrontation noch immer als PR-Kampf sieht. Diesen Teil des Kampfs hat er in der Tat gewonnen, aber er hat in dramatischer Weise die Macht der EU unterschätzt.
In diesem Debattenpodcast bespricht Sascha Lobo mithilfe der Kommentare aus dem SPON-Forum, wie es nun mit Facebook und der EU weitergeht. Wird sich Zuckerberg aus Europa zurückziehen? Wird Europa große Strafen über Facebook verhängen? Oder ist das aktuelle Ringen von Facebook mit der europäischen Politik sogar ein Glücksfall für zukünftige Politik?
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54 Minuten
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verteidigt das umstrittene Polizeiaufgabengesetz - allerdings mit der kommunikativen Finesse eines Donald Trump, meint Sascha Lobo. Hermann steht für Irreführung, Gegner-Abwertung, Bigotterie, Unverständnis demokratischer Diskussion, Tribalismus und Trumpismus durch vorsätzliche Verwechslung von Fernsehen und Realität.
Die CSU akzeptiert wirklich niemanden als demokratisches Korrektiv, weder Bürger noch Proteste noch die unmittelbar betroffenen Behörden. Hermann bedient sich im Kampf gegen seine politischen Gegner sogar trumpscher Populismus-Methoden. Dabei misst er die Seinen und die anderen mit unterschiedlichem Maß, er ist ein sogenannter Tribalist: nur der eigene Stamm zählt. Argumente müssen keinen Sinn ergeben, sondern sich nur gut anfühlen
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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Die CSU akzeptiert wirklich niemanden als demokratisches Korrektiv, weder Bürger noch Proteste noch die unmittelbar betroffenen Behörden. Hermann bedient sich im Kampf gegen seine politischen Gegner sogar trumpscher Populismus-Methoden. Dabei misst er die Seinen und die anderen mit unterschiedlichem Maß, er ist ein sogenannter Tribalist: nur der eigene Stamm zählt. Argumente müssen keinen Sinn ergeben, sondern sich nur gut anfühlen
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56 Minuten
Sascha Lobo kommt es so vor, als entferne sich die digitale Gesellschaftsrealität immer weiter von den Zielen und Leitlinien des Datenschutzes. Als kämpften viele Datenschützer für ein Internet in den Grenzen von 2004, kurz bevor Facebook erfunden wurde.
Der Fehler liegt für ihn im System: Denn das Mittel gegen Übergriffigkeit ist weniger klassischer Datenschutz als Datensouveränität, offensive Nutzerermächtigung. Die DSGVO ist überwiegend sinnvoll, aber ihre Wirkung dürfte eine andere sein als Datenschützer und Datenschutzkritiker vorhersagen.
Welche Herausforderungen auf die digitale Gesellschaft zukommen und warum Datenschutz und Datensicherheit heute anders gedacht werden muss - darüber sinniert Sascha Lobo in dieser Episode des Debattenpodcasts auf Basis der Kommentare aus dem SPON-Forum.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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56 Minuten
Die Digitalisierung macht etwas mit der Arbeit, trotzdem scheint der Effekt in Deutschland noch überschaubar. Aber schon bald wird angeblich die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung durch Roboter und Künstliche Intelligenz ersetzt werden können. Auf dem Weltwirtschaftsgipfel wurde deshalb das Bedingungslose Grundeinkommen diskutiert.
Sascha Lobo möchte den Thesen des drohenden Verlustes der Hälfte der Arbeitsplätze nicht folgen, sondern die Gegenthese aufstellen, dass es sich um ein Scheinproblem handelt. Das tatsächliche Problem ist längst da, es ist nur schwierig zu erkennen.
Digitalisierung, Robotik, Künstliche Intelligenz bewirken in den nächsten Jahren nicht die Auflösung der Arbeitsgesellschaft. Sie verstärken aber bekannte Kapitalismuseffekte. Es kommt nicht das Ende der Arbeit, sondern die weitere Aufspreizung in wenig hochbezahlte Jobs und viele schlecht bezahlte. Die Mittelschicht droht zu verschwinden.
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48 Minuten
Facebook hat seine Community-Standards veröffentlicht. Das ist nicht irgendein Papier. Facebook möchte der Welt mit dieser Offenlegung beweisen, dass es die eigene Plattform im Griff hat. Aber wenn man das offizielle deutschsprachige Dokument liest, ergibt sich eine Gefühlskaskade: Irritation. Ungläubigkeit. Fassungslosigkeit. Bestürzung. Wut. Und schließlich im Abgang Bitterkeit.
Facebooks Regelwerk ist in seinen Grundzügen nicht schlecht. Doch das quasi-juristische Regelungswerk ist sprachlich unklar und uneindeutig. Doch je weiter man sich im Dokument voran arbeitet, desto klarer wird: Hier müssen Anfänger am Werk gewesen sein - sowohl, was die juristische, als auch, was die sprachliche Ebene angeht. Offensichtlich scheint man bei Facebook zu glauben, es sei egal.
In dieser Episode des Debattenpodcasts bespricht Sascha Lobo anhand der Kommentare, inwiefern seine Wut über diese Vorgehen angebracht ist - oder das alles doch zu erwarten war.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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59 Minuten
Es gab in den vergangenen Wochen viele Gründe soziale Netzwerke zu verdammen. Dennoch ist es notwendig, soziale Medien auch mal zu loben.
Am 17. April erarbeitete sich der MDR aktiv ein veritables Debakel. Man plante eine Talk-Sendung über "Political Correctness". Für die Gegenposition lud der MDR Frauke Petry ein. Das bedeutet für sich genommen bereits die Normalisierung rechtsextremer Positionen. Dann hat der MDR es mit seiner Sendungswerbung auf Twitter auf die Spitze getrieben: "Darf man heute noch [das N-Wort] sagen?"
Daran ist einfach alles falsch, sagt Sascha Lobo, aber die sozialen Medien haben geholfen dies zu korrigieren - die Sendung wurde nach Protesten abgesagt.
Es ist wahr, dass die sozialen Medien Gefühlsmedien sind und deshalb dem dumpfen oder angsterfüllten Ressentiment mehr Resonanzraum verschaffen als der rationalen Differenzierung. Aber sie sind auch ein Korrektiv.
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Am 17. April erarbeitete sich der MDR aktiv ein veritables Debakel. Man plante eine Talk-Sendung über "Political Correctness". Für die Gegenposition lud der MDR Frauke Petry ein. Das bedeutet für sich genommen bereits die Normalisierung rechtsextremer Positionen. Dann hat der MDR es mit seiner Sendungswerbung auf Twitter auf die Spitze getrieben: "Darf man heute noch [das N-Wort] sagen?"
Daran ist einfach alles falsch, sagt Sascha Lobo, aber die sozialen Medien haben geholfen dies zu korrigieren - die Sendung wurde nach Protesten abgesagt.
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1 Stunde
Facebook ist kein soziales Netzwerk, keine Werbeplattform, keine Community. Facebook ist etwas völlig Neues: digitale soziale Infrastruktur. Also Plattformen, die in einer digitalen Gesellschaft die Standards der Information, der Kommunikation und der Öffentlichkeit setzen.
Das aktuelle Facebook-Problem liegt vor allem in der kaum regulierten Auswertungsmacht persönlicher Daten. Für eine kluge Regulierung von Facebook müssten vom Konzept Datenschutz über Mediengesetzgebung bis zu einer Reihe von Grundrechten umfangreiche Updates erarbeitet werden - dafür muss Facebook aber erstmal verstanden werden. Diese neue soziale Infrastruktur bildet nicht nur den Stand der digitalen Gesellschaft ab. Sie ist zugleich die erste vernetzte Gefühlsmaschine der Welt.
Diese Gefühlsmaschine muss nun nach demokratischen, menschenrechtlichen Prinzipien ausgerichtet werden. Sascha Lobo bespricht anhand der Kommentare aus dem SPON-Forum, wie das gelingen könnte.
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56 Minuten
Möchte man seine gute Laune verlieren, so muss man nur den direkten politischen Vergleich in den Bereichen Technologie und Zukunft zwischen Deutschland und Frankreich suchen. In Frankreich hat Präsident Macron eine Rede zur nationalen Strategie für künstliche Intelligenz gehalten, in Deutschland schlägt der Bundesminister für digitale Infrastruktur eine App zum melden von Funklöchern vor - sollte man denn in eines geraten.
Macron zeigt: Da denkt jemand anhand von gegenwärtigen Erkenntnissen über die Zukunft nach und entwickelt daraus eine digitalpolitische Vision, die sich nicht nach Kabelverlegerei oder Schutz vor Veränderung anhört. Die Merkel-Jahre werden dagegen als Jahre des Phlegmatismus in die Geschichte eingehen, als Jahre der verpassten, verblassten Chancen.
Macron könnte nicht richtiger liegen, meint Sascha Lobo, weder mit der Warnung noch mit der erklärten Teilnahmepflicht an der KI-Revolution. Deutschland versucht derweil seine Breitbandziele von 2013 jetzt aber wirklich zu erreichen.
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Macron zeigt: Da denkt jemand anhand von gegenwärtigen Erkenntnissen über die Zukunft nach und entwickelt daraus eine digitalpolitische Vision, die sich nicht nach Kabelverlegerei oder Schutz vor Veränderung anhört. Die Merkel-Jahre werden dagegen als Jahre des Phlegmatismus in die Geschichte eingehen, als Jahre der verpassten, verblassten Chancen.
Macron könnte nicht richtiger liegen, meint Sascha Lobo, weder mit der Warnung noch mit der erklärten Teilnahmepflicht an der KI-Revolution. Deutschland versucht derweil seine Breitbandziele von 2013 jetzt aber wirklich zu erreichen.
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58 Minuten
Die Debatte um die Cambridge-Analytica-Affäre hat sich weiterentwickelt. Anhand des Facebook-Skandals wird erstmals der Stand der Werbewirtschaft in der breiten Öffentlichkeit diskutiert. Deshalb kann man den Fall Cambridge Analytica kaum verstehen, ohne das System Werbung zu betrachten.
tatsächlich wird bei der Werbewirkung viel geschummelt, denn um Werbung zu verkaufen, muss sie möglichst wirksam sein. Ob und wie Werbung tatsächlich wirkt, ist allerdings unklar. Das gleiche gilt auch für Propaganda. Und somit muss auch die behauptete Manipulation durch Cambridge Analytica zumindest angezweifelt werden.
Hat Sascha Lobo nicht verstanden, worum es bei dem Skandal und bei der Wirkung von Werbung wirklich geht? Das lassen zumindest die Kommentare zur aktuellen Kolumne vermuten. Lobo aber liefert andere Erklärungen.
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tatsächlich wird bei der Werbewirkung viel geschummelt, denn um Werbung zu verkaufen, muss sie möglichst wirksam sein. Ob und wie Werbung tatsächlich wirkt, ist allerdings unklar. Das gleiche gilt auch für Propaganda. Und somit muss auch die behauptete Manipulation durch Cambridge Analytica zumindest angezweifelt werden.
Hat Sascha Lobo nicht verstanden, worum es bei dem Skandal und bei der Wirkung von Werbung wirklich geht? Das lassen zumindest die Kommentare zur aktuellen Kolumne vermuten. Lobo aber liefert andere Erklärungen.
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1 Stunde
Facebook befindet sich in der schwersten Krise seit seiner Gründung. Nach dem Cambridge-Analytica-Skandal wird zu Recht auf das soziale Netzwerk eingedroschen - doch aus teilweise falschen Gründen. Das Getöse, das jetzt um Wählerbeeinflussung zu hören ist, war kein Missbrauch von Facebook - sondern ein Gebrauch.
Facebook hat zu Werbezwecken die machtvollste Überzeugungsmaschine der Welt konstruiert, jetzt ist sie eben für Propaganda verwendet worden. Facebook kümmerte sich bis mindestens Ende 2016 einen gequirlten Quark um die Nebeneffekte seines wirtschaftlichen Erfolges.
Angeregt durch die Kommentare aus dem SPON-Forum, geht Sascha Lobo in dieser Episode des Debattenpodcast noch einmal der Frage nach, bei wem die Verantwortung in dem Fall liegt: Sind es die Nutzer, die dem Netzwerk treu bleiben? Ist es Facebook selbst? Oder die Poltik, die unfähig erscheint Facebook ernsthaft zu regulieren?
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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1 Stunde
Verschwörungstheorien im Netz haben eine neue Dimension erreicht. Sichtbar wird diese in einem absurden YouTube-Video über angebliche "Chemtrails". Ob Simon Unge sein “Chemtrail-Video” tatsächlich ernst gemeint hat, bleibt offen.
Das Netzphänomen der die schillernden, mehrdeutigen Halbsatire ist eine direkte Folge der Wirkweise sozialer Medien. Denn so wird die Aufmerksamkeit maximiert: indem man dem Publikum ermöglicht, sich auszusuchen, ob es an die Verschwörung glauben möchte - oder eine Trollerei, einen Gag darin sieht. Beides führt zu weiterer Verbreitung. Selbst auf der politischen Bühne bedient man sich dieser Instrumente, allen voran Erdogan und Trump.
In diese Episode bespricht Sascha Lobo anhand der Kommentare seiner Leserinnen und Leser, wie problematisch Verschwörungstheorien wirklich sind. Welche Geschichte sie haben. Und welche Auswege es gibt.
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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51 Minuten
Beim Thema Digitalisierung zeigen sich die GroKo-Hoffnungsträger Jens Spahn, Heiko Maas und Dorothee Bär flexibel: Innerhalb kurzer Zeit haben sie einige ihrer netzpolitischen Ansichten radikal geändert. Für Sascha Lobo ist das, aber nicht das grundlegende Problem. Denn Haltungen zu ändern und zu überdenken, kann für die Digitalisierung auch förderlich sein. Findet allerdings eine scheinbar unerklärliche Kehrtwende statt, schadet dies dem Vertrauen in die Politik.
Ist der Haltungswandel in Sachen Digitalpolitik ein Zeichen der Vernunft? Wem dient diese Politik- dem Bürger oder der Wirtschaft? Welche digitalpolitischen Schritte sind in der kommenden Legislatur zu erwarten?
Musik: Chris Zabriskie - Air Hockey Saloon, CC-BY
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