Jüdische Geschichte Kompakt Archiv
102 Episoden
#98 Jüdische Geschichte Kompakt – 19.2 LexM – Ein Gespräch mit Sophie Fetthauer und Friedrich Geiger
40 Minuten
In der zweiten Folge der 19. Staffel "(Un-)erhörte Geschichte. Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte" führen Sophie Fetthauer (Universität Hamburg) und Friedrich Geiger (Hochschule für Musik und Theater München) in das Lexikon für Verfolgte Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (LexM) ein. Im Gespräch mit Anna Menny und Björn Siegel diskutieren sie über die Chancen und Herausforderungen eines solchen Langzeitprojektes und die Potentiale und Funktionen von Musik.
32 Minuten
In der ersten Folge der 19. Staffel geht das Gespräch zwischen Abby Anderton (Baruch College/CUNY) und Anna Menny und Björn Siegel (beide IGdJ) den Potentialen und Herausforderungen einer musikwissenschaftlichen Forschungsperspektive zu Holocaust und Nachgeschichte nach. Anhand der 2026 erschienen Buchs Audible Testimonies zeigt Anderson dabei auf, welche Funktion Musik im Überleben, Erinnern und Bewahren einnehmen kann.
9 Minuten
Im hier vorliegenden Intro zur 19. Staffel des Podcastkanals Jüdische Geschichte Kompakt zum Thema "(Un-)erhörte Geschichte: Einblicke in aktuelle musikhistorische Projekte" umreissen Miriam Rürup (MMZ), Anna Menny und Björn Siegel (beide IGdJ) die Grundgedanken zur Staffel und den jeweiligen Episoden. Sie stellen hierbei Fragen, wie z.B. Wie kann man in zeitgenössische Klangwelten eintauchen? Welche Funktionen hat Musik, Wie stark sind Gegenwart und Vergangenheit von Tönen geprägt oder Was wird gehört und was bleibt (un-)erhört. Damit verweisen sie auf die Themen, die in den folgenden vier Folgen zur Diskussion stehen werden und weiten damit den Blick darauf, was Töne uns wirklich erzählen können.
43 Minuten
In der letzten Folge unserer Staffel, die Sie ab heute hören können, durften wir Ruth Nattermann begrüßen, mit der wir über die Geschichte des Leo Baeck Instituts (LBI) gesprochen haben, also jenem weltweit wichtigsten Dokumentations- und Forschungszentrum zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums, das aus der deutsch-jüdischen Diaspora heraus entstanden ist und das im vergangenen Jahr sein 70jähriges Bestehen feierte. Von der ikonischen Fotografie aus der Gründungszeit des LBI ausgehend, die Shmuel Hugo Bergman und Ernst Simon gemeinsam mit Martin Buber auf der Terrasse seines Hauses im Jerusalem des Jahres 1955 abbildet, haben wir mit Ruth Nattermann aber nicht nur über die Entstehungsgeschichte des LBI gesprochen. Über die Geschichtserfahrungen und Motive seiner Gründerinnen und Gründer hinaus, die selbst dem deutschsprachigen Judentum der Zwischenkriegszeit erwachsen waren, haben wir zugleich auf die generationellen Veränderungen des LBI und deren Auswirkungen auf das jeweilige Profil an seinen drei Standorten in Jerusalem, London und New York geblickt.
44 Minuten
Nachdem wir in der letzten Folge mit Liliana Feierstein und David Jünger über die Bedeutung der beiden Amerikas als zentralen Orten der deutsch-jüdischen Diaspora gesprochen haben, nehmen wir Sie in dieser Folge mit nach Shanghai, New Jersey und Heidelberg. Unser Gast ist der Autor und promovierte Jurist Steven Less, der ein sehr persönliches Buch über die Geschichte seines Vaters geschrieben hat. Sein Vater, der Künstler John Hans Less, konnte als Sechzehnjähriger aus Berlin vor dem Nationalsozialismus fliehen. Zusammen mit seiner Familie gelangte er 1940 nach Shanghai. Die chinesische Hafenstadt war damals einer der letzten Orte, in denen Jüdinnen und Juden aus Europa Zuflucht finden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte John Hans Less in die USA, wo er später zahlreiche Werke in Erinnerung an Shanghai schuf. Während er eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss, zog sein Sohn 1981 nach Heidelberg. John Hans Less empfand diese Entscheidung als Affront. Gemeinsam mit Steven Less wollen wir darüber sprechen, wie sich die Fluchterfahrungen der Eltern auf die zweite Generation auswirkten. Welche Rolle Shanghai im Leben und in der Kunst seines Vaters spielte und inwieweit die deutsch-jüdische Herkunft seiner Eltern seine eigene Biografie prägte.
46 Minuten
Nachdem wir in der ersten Folge dieser Staffel unter der Überschrift „Remapping Survival“ mit Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen zwischen Iran und Indien gesprochen haben, richten wir den Blick in unserem nächsten Gespräch auf Amerika – oder genauer gesagt auf die beiden Amerikas: Wir wollen in vergleichender Perspektive über die deutsch-jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und in den Staaten Lateinamerikas andererseits diskutieren. Mit unserem Kollegen David Jünger vom MMZ, der gerade eine umfassende Habilitationsschrift über das Leben des deutsch-jüdischen Rabbiners Joachim Prinz vorgelegt hat, wollen wir über dessen Bedeutung während der Weimarer Republik und den ersten Jahren des Nationalsozialismus sprechen, bevor er schließlich in die Vereinigten Staaten floh und in den 60er Jahren ikonisch für die jüdische Unterstützung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden ist. Erweitern werden wir diese amerikanische Erfahrung durch einen Blick nach Süden. Im Gespräch mit Liliana R. Feierstein, die als Professorin an der Humboldt-Universität lehrt und forscht, werden wir an die unterschiedlichen Versuche deutschsprachiger Jüdinnen und Juden erinnern, zwischen Mexiko und Argentinien an die vergangene deutschsprachig-jüdischen Kultur fernab der verlorenen Heimat anzuknüpfen.
43 Minuten
Für unsere erste Folge konnten wir die Historikerin Atina Grossmann aus New York gewinnen. Mit ihrem feinen Gespür für vergessene Akteur:innen und Orte nimmt sie seit mehreren Jahren die Zufluchtsorte deutschsprachiger Jüdinnen und Juden im sogenannten Globalen Süden in den Blick, die von der Forschung lange übersehen wurden. Für Atina Grossmann verbindet sich mit diesen oft vergessenen Geschichten nicht nur ein Forschungsinteresse, sondern auch das Schicksal ihrer Eltern: Sie waren selbst deutsch-jüdische Geflüchtete gewesen, die Berlin 1935 verlassen mussten und sich nach mehreren Zwischenstopps in Asien schließlich in den USA niederließen. In unserem Gespräch erfahren Sie mehr über Atina Grossmanns Familiengeschichte und ihre Forschung sowie darüber, wie beide miteinander verbunden sind.
14 Minuten
In dem Intro zur Staffel "Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora" übergibt Björn Siegel (IGdJ) den auditiven Staffelstab wieder nach Potsdam. Miriam Rürup (MMZ) führ in das Thema der deutsch-jüdischen Diaspora ein.
39 Minuten
In der Abschlussfolge der 17. Staffel führt Pavel Brunssen in seine Forschungen und Buch "The Making of 'Jew-Clubs'" ein und diskutiert mit Björn Siegel (IGdJ), wie Sport, Fankultur und jüdische Selbstverständnisse miteinander in Beziehung treten können.
36 Minuten
In der dritten Folge der 17. Staffel rückt Barbara Guggenheim die Geschichte und Ideen des Jüdischen Salon am Grindel in den Mittelpunkt und diskutiert mit Björn Siegel die Visionen, Chancen und Herausforderungen jüdischer Vereine in der Gegenwart, insbesondere im Feld der Kunst und Kultur.
#88 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.2 Der Centralverein – Ein Gespräch mit Hendrik Schemann-Kösters
39 Minuten
Die zweite Folge der 17. Staffel beschäftigt sich mit der Geschichte und Wirkung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dank der Ausführungen von Hendrik Schemann-Kösters werden die Gründungsmotive des Centralvereins genauso sichtbar wie auch der Veränderungsdruck während der Existenz in der NS-Zeit.
33 Minuten
Diese erste Folge der 17. Staffel führt in die Hintergründe der Hamburger Ehemaligen-Vereine in Israel ein und verdeutlicht dank der Forschungen von Jana Matthies, wie intensiv diese Ehemaligen-Vereine als Erinnerungsgemeinschaften fungierten, aber auch zu Brückenbauern für eine Moderne wurde. Im Gespräch zeigen Jana Matthies und Björn Siegel (beide IGdJ) auf, welche Bedeutung diese Vereine in Israel wie auch Deutschland bzw. Hamburg spielten.
9 Minuten
In dem Intro zur Staffel "Zwischen Tradition und Moderne: Jüdische Vereine gestern und heute" stellen Miriam Rürup (MMZ) und Björn Siegel (IGdJ) die Ideen der gesamten Staffel vor und führen in das Thema des jüdischen Vereinswesens ein. Sie verweisen dabei auf die Prägekraft dieser Organisationsform und verdeutlichen wie stark Religion, Kultur, Musik und Sport prägend waren und wie zeitgenössisch wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen auch ihren Niederschlag in diesem zivilgesellschaftlichen Raum fanden.
51 Minuten
Diese Spezial Folge 2025 führt Sie ein in eine literarische Weihnukka Feier ein, die von Miriam Rürup (MMZ), Kim Wünschmann (IGdJ) und Björn Siegel (IGdJ) eingeleitet wird. Im Kern stehen die Mitarbeitenden der beiden Institute in Potsdam und Hamburg, da sie in dieser Spezialfolge ihre Lieblingsbücher 2025 vorstellen.
54 Minuten
Herzlich willkommen zur vierten Folge unserer 16. Podcast-Staffel zu „Deutsch-israelische Beziehungsgeschichte(n)“, im gemeinsamen Podcastkanal Juedische Geschichte Kompakt von IGdJ Hamburg und MMZ Potsdam. In dieser vierten und abschließenden Folge spricht Amir Theilhaber (MMZ) mit Maja Sojref vom New Israel Fund Deutschland, Jutta Weduwen von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und Lukas Welz von Amcha Deutschland über die Bedeutung der Geschichte der deutsch-israelischen Beziehungen für die Arbeit der drei zivilgesellschaftlichen Organisationen, und welche Herausforderungen und Möglichkeiten sie für die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel auf zivilgesellschaftlicher Ebene sehen.