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Steppenkinder - der Aussiedler Podcast Archiv

46 Episoden
30 Minuten
Wie war es, als Kind oder Jugendlicher in den 1990ern nach Deutschland zu kommen? Hat sich diese "mitgebrachte Generation" seitdem in die Mehrheitsgesellschaft integriert oder gar assimiliert? Was ist ihre Identität und welche Rolle spielt für sie heute ihre russlanddeutsche Herkunft? Eine Folge anlässlich der Tagung "Gestern die Mitgebrachten - heute Generation Postost" am 3. Oktober 2022 in Detmold. Mit der russlanddeutschen Autorin und Graphic Novel Spezialistin Lena Wolf, Unternehmer Nikolaus Haufler, Migrationsforscher Jannis Panagiotidis und Dekoder-Chefredakteurin Tamina Kutscher.
30 Minuten
Hier bekommt ihr Tipps, wo ihr Hilfe findet, wenn ihr in die Erforschung eurer russlanddeutschen Familie einsteigen wollt. Welche Archive gibt es zum Beispiel in Deutschland und in Ländern der ehemaligen Sowjetunion? Und wie sind unsere Erfahrungen in Russland und der Ukraine dazu? Am Ende der Folge verrät Edwin, woher sein Nachname „Warkentin“ stammt und warum die Geschichte dieses Familiennamens beispielhaft ist für europäische und deutsche Migrationsgeschichte. Diese Folge ist ein Mitschnitt unseres digitalen Workshops zum Thema russlanddeutsche Familienforschung, den wir im April 2022 bei dem virtuellen Familienforschungs-Festival „Genealogica“ gehalten haben.
52 Minuten
Diese Folge ist ein Mitschnitt anlässlich eines Zoom-Vortrags, den Edwin und Ira am 11. Juni 2022 für die Konrad-Adenauer-Stiftung zum Thema Kasachstan gehalten haben. Es geht um Fakten zu Russlanddeutschen: Wie und woher sind sie zum Beispiel in die ehemalige Sowjetrepublik Kasachstan gekommen? Auch geht es um die Geschichte Kasachstans, um Aufstände in der Sowjetzeit, die Perestrojka und die große Auswanderungsbewegung der Russlanddeutschen aus dem Land im Anschluss. Am Ende stellen sich Ira und Edwin die Frage, inwiefern sie – Menschen, die im Kinder- und Jugendalter Kasachstan verlassen haben – heute Brückenbauer sein können zwischen dem zentralasiatischen Land und Deutschland.
55 Minuten
In dieser Folge gehen Ira und Edwin den Fragen nach: Was ist russlanddeutsche Literatur und wie hat sie sich in den vergangenen Jahrhunderten entwickelt? Welche Romane zu diesem Thema begeistern sie? Und wie können sich russlanddeutsche Autor:innen vernetzen und sichtbarer werden? Besprochen werden folgende Romane: - „Kronos Kinder“ Sergej Lebedew - „Wolgakinder“ / Gusel Jachina - „Die Köchin von Bob Dylan“ / Markus Berges - „Die Fische von Berlin“ / Eleonora Hummel - „Ritas Leute“ / Ulla Lachauer - „Roter Herbst in Chortitza“ / Tim Tichatzki - „Die Stille bei Neu Landau“ / Katharina Martin-Virolainen - „Mein Leben in Deutschland begann mit einem Stück Bienenstich“ / Viktor Funk - „Nachtbeeren“ & „Kinderfragen“ / Elina Penner - „Ein komplizierter Akt der Liebe“ / Miriam Toews - „Chaussee der Enthusiasten“ / Merle Hilbk - „Die Rache der Baba Jaga“ / Artur Böpple - „Wie Gräser im Wind“ / Ella Zeiss Infos für russlanddeutsche Autor:innen bietet der Literaturkreis der Deutschen aus Russland e. V.: https://literaturkreis-autoren-aus-russland.de/
50 Minuten
Bis 1914 lebte rund 250.000 Deutsche in etwa 300 Siedlungen in der Region Wolhynien, im Nordwesten der Ukraine. Die meisten von ihnen kamen ab 1861 als Handwerker, Landwirte oder Kaufleute in die Region. Als einzige russlanddeutsche Gruppe wurden Wolhyniendeutsche zwei Mal deportiert, während des Ersten und rund um den Zweiten Weltkrieg. Ebenfalls als einzige Gruppe erlebten sie in der Zwischenkriegszeit eine Teilung ihres Territoriums in ein westliches Wolhynien, das zu Polen gehörte und ein östliches, sowjetisches. Diese Teilung hatte weitereichende Konsequenzen für die Wolhyniendeutschen. Über diese geschichtlichen und einige persönliche Aspekte zu den Deutschen aus Wolhynien sprechen Edwin und Ira, deren Großeltern aus Ostwolhynien stammen, in dieser Folge.
1 Stunde 10 Minuten
„Integration gelungen?“ dieser Frage geht eine im März 2022 veröffentlichte Studie nach. Sie zeigt, wie es um die Integration und Teilhabe von (Spät-)Aussiedler:innen in Deutschland steht. Untersucht wurden unter anderem die politische Einstellung von Russlanddeutschen, deren Zugehörigkeit zum Herkunftsland, ihr Medienverhalten sowie soziale und kulturell-identifikatorische Teilhabeaspekte. In dieser Folge beschreibt Dr. Nils Friedrichs, Co-Autor der Studie, die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Untersuchung des Sachverständigenrats für Integration und Migration in Kooperation mit dem Forschungszentrum des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Prof. Jannis Panagiotidis, 2014 bis 2021 Inhaber der Juniorprofessur für Russlanddeutsche Migration und Integration am IMIS ordnet die Entwicklung der Integration dieser Gruppe insgesamt ein sowie ihre Einstellung zum aktuellen Ukrainekrieg.
58 Minuten
Die erfundene Vergewaltigungsgeschichte eines minderjährigen Mädchens löste 2016 eine Diskussion um Russischsprechende in Deutschland aus. Damals machten sich Medien und Politiker große Sorgen speziell um das Vertrauen der Russlanddeutschen in den deutschen Rechtstaat und ihre Anfälligkeit für russländische Propaganda. Über die Ereignisse und Entwicklungen berichtete Medina Schaubert, Vorsitzende der Marzahner Vereins Vision e.V., im Beitrag des Dossiers „Russlanddeutsche“ der Bundeszentrale für politische Bildung: „Wie soll sich jemand fühlen, wenn er oder sie noch vor einigen Tagen vor dem Kanzleramt auf Geheiß von Rechtspopulisten gegen Merkel, gegen Flüchtlinge und gegen die deutsche Politik protestiert hat? Wie kann ein Jeder und eine Jede für sich die Frage beantworten, wie es so weit kommen konnte, dass erwachsene Menschen, die es eigentlich besser hätten wissen können, sich von russischen Staatsmedien haben beeinflussen lassen? Wie denken nun die anderen über uns als Russlanddeutsche? Diese Fragen kann sich kaum jemand der Aktiven im Verein Vision e.V. selbst beantworten, ohne sich dabei zu schämen, verführt worden zu sein.“ Wie Desinformation funktionieren kann, wird auch aktuell in Zusammenhang mit dem Ukrainekrieg deutlich. Neben tatsächlichen Anfeindungen gegenüber russischsprechenden Menschen kursieren in sozialen Netzwerken und Chatgruppen viele Fakenews zur Diskriminierung dieser Gruppe in Deutschland. Fälle von tatsächlichen oder fungierten Anfeindungen werden vermischt. Welche Konsequenzen das derzeit hat, wie sich Russischsprechende vor Desinformation sowie einer Instrumentalisierung durch kremlnahe Netzwerke in Deutschland schützen können und wie der Dialog innerhalb von Familien weiterhin funktionieren kann – darüber sprechen wir in dieser Folge mit dem Politologen Dr. Felix Riefer und Friederike Raiser, Referentin für politische Bildung bei „o[s]tklick – demokratisch antworten“.
47 Minuten
Fünf Russlanddeutsche beschreiben, was sie aktuell tun, um zum Frieden in der Ukraine beizutragen und Menschen in und aus der Ukraine zu helfen: Autorin Katharina Martin-Virolainen, Schauspieler Jurij Diez, Politikerin Natalie Keller, Unternehmer Vitalij Brodhauer und Vera Voronjuk. In dieser Folge erklärt Prof. Bernd Fabritius, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, welche Regelungen gerade für deutschstämmige Menschen aus der Ukraine gelten #standwithukraine
52 Minuten
In dieser Zweierfolge sprechen Ira und Edwin über ihre Wahrnehmung der Ereignisse in Kasachstan Anfang 2022, aktuelle Geschehnisse in der Ukraine sowie ihre Pläne für 2022.
1 Stunde 17 Minuten
Die meisten Russlanddeutschen leben heute in Deutschland und kamen ab Ende der 1980er aus der ehemaligen Sowjetunion in die Bundesrepublik. Ein Teil der Russlanddeutschen verließ die Gebiete im Osten Europas jedoch bereits vor rund 150 Jahren in Richtung Nord- und Südamerika. Über deren Gründe zur Auswanderung aus dem zaristischen Russland und wie Russlanddeutsche heute außerhalb Deutschlands leben, sprechen wir in dieser Folge mit der Wissenschaftlerin Dr. Anna Flack. Im zweiten Teil des Interviews erzählt uns Christine Korte über ihr Aufwachsen in Kanada als Tochter einer wolgadeutschen Mutter, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika emigrierte. Anhand ihrer Familiengeschichte zeichnet die Theaterwissenschaftlerin die Entwicklung Kanadas zu einem Einwanderungsland ohne Assimilationsdruck nach.
1 Stunde 6 Minuten
Warum befindet sich das Museum für russlanddeutsche Kulturgeschichte ausgerechnet in Detmold? Welche Ziele hatten die Gründer:innen vor 25 Jahren? Was unterscheidet das Museum heute von anderen und was erfahren hier Besucher:innen? Darüber und über die Geschichte besonderer Ausstellungsstücke sowie neuer Formate sprechen wir in dieser Folge mit Museumsleiter Kornelius Ens, seiner Vorgängerin Dr. Katharina Neufeld sowie Eduard Thun, einem der ersten ehrenamtlichen Helfer am Museum. Am Ende der Folge gibt Edwin Warkentin einen Einblick in seine Aufgaben als Kulturreferent für Russlanddeutsche. Das Interview mit Kornelius Ens ist auch als Video verfügbar: www.youtube.com/watch?v=oifdbkZ08fM
1 Stunde 7 Minuten
Der russische Schriftsteller Sergej Lebedew beschäftigt sich in seinen Romanen mit der Stalin-Zeit mit ihren Folgen für das moderne Russland. Anlässlich einer Lesung im Kölner Lew Kopelew Forum sprach er mit uns über das drohende Verbot der Menschenrechtsorganisation Memorial in Russland, die Geschichte seiner (zum Teil) russlanddeutschen Familie und seinen neuen Roman „Das perfekte Gift“.
1 Stunde 7 Minuten
Der russische Schriftsteller Sergej Lebedew beschäftigt sich in seinen Romanen mit der Stalin-Zeit mit ihren Folgen für das moderne Russland. Anlässlich einer Lesung im Kölner Lew Kopelew Forum sprach er mit uns über das drohende Verbot der Menschenrechtsorganisation Memorial in Russland, die Geschichte seiner (zum Teil) russlanddeutschen Familie und seinen neuen Roman „Das perfekte Gift“.
52 Minuten
Nach einem Jahr Steppenkinder Podcast sprechen wir über unsere Highlights und Flops in Zusammenhang mit Russlanddeutschen in den Medien 2021, besondere Gesprächsgäste und unsere Themenwünsche für das nächste Jahr. Auch beantworten die Fragen unserer Zuhörerschaft, was zum Beispiel das Schwierigste an der Familienforschung sei.
55 Minuten
Rund 400.000 Deutsche lebten auf dem Gebiet der heutigen Ukraine. Viele von ihnen wurden während des Zweiten Weltkrieges als „Volksdeutsche“ ins „Deutsche Reich“ umgesiedelt, die meisten kamen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg als Deportierte nach Sibirien und Zentralasien. Heute leben etwa 30.000 Angehörige der deutschen Minderheit in der Ukraine. Mit Dr. Alfred Eisfeld vom Institut für Deutschland- und Osteuropaforschung des Göttinger Arbeitskreises e.V. und Wladimir Leysle, Vorstandsvorsitzender des Rates der Deutschen in der Ukraine, sprechen wir über die Geschichte der Deutschen in der Ukraine und ihr kulturelles Erbe.