Kapitalmarkt mit Weitblick: Der Finanz-Podcast der LLB Österreich Archiv
75 Episoden
18 Minuten
Neues Jahr, neuer Podcast von Kapitalmarkt mit Weitblick der Zürcher Kantonalbank Österreich. Die beiden Moderatoren Silvia Richter, Vorstand der Zürcher Kantonalbank, und Christian Nemeth, CIO und Vorstandsvorsitzender der Privatbank, sind wie die Aktienmärkte gut in das Jahr 2024 gestartet. Die Märkte erfreuen mit guter Performance. Das Wirtschaftswachstum, die Inflation und die Unternehmensgewinne bleiben die aktuellen Themen, die die Experten beschäftigen. Nemeth spricht über die Detailabschätzung und die Zentralbanken, die aktuell im Fokus stehen. Erkennbar ist, dass sich die Inflation auf dem Rückzug befindet. Das zeigt nicht nur die Entspannung am Arbeitsmarkt, zu erkennen sind auch mehr Zinssenkungen als Zinsanhebungen. Insgesamt ist der Grundton positiv – was wird das für die langlaufenden Renditen bedeuten. Die Wirtschaftsprognosen für 2024 sind gut, die Rezession in Amerika ist vorbei. In Europa wird es teils eine milde Rezession geben, die Notenbanken werden früher beginnen, die Zinsen zu senken. Was bedeuten diese Indizien für die Positionierung der Privatbank? Die Aktienkomponente ist wie im Jänner neutral, die Asset Manager sind bewusst aufmerksam und reagieren auf kommende Chancen. Silvia Richter bringt aus Kundengesprächen wichtige Fragen zur aktuellen geopolitische Situation in den Podcast mit. 2024 ist das Superwahljahr, mehr als 50% der Weltbevölkerung treten den Gang zur Urne an. Wie wirkt sich die geopolitische Situation auf den Kapitalmarkt aus und wie reagiert das Asset Management der Zürcher Kantonalbank Österreich darauf? Nemeth hat eine klare Meinung dazu: „Wir reagieren sehr moderat. Denn politische Einflussfaktoren haben nur einen kurzfristigen Einfluss.“ Warum das so ist und wie aus der Kapitalmarktperspektive solche Faktoren einzuordnen sind, erfahren Sie in dieser Episode. Die Erfahrung und Erklärungen der Experten lässt Ruhe aufkommen. Die Kunden der Zürcher Kantonalbank Österreich profitieren von dieser Erfahrung, denn es zeigt einmal, wie wichtig es ist, den Menschen zuzuhören und auf Ihre Sorgen und Fragen einzugehen. Einen ausführlichen Jahresausblick finden Sie im aktuellen Video unter: https://www.zkb-oe.at/de/kontakt-services/publikationen-newsletter/jahresausblick-2024/unser-video-zum-jahresausblick-2024/
24 Minuten
In der letzten Podcast-Episode in diesem Jahr beleuchtet der Vorstandsvorsitzende Christian Nemeth unter anderem, warum der November das Phänomen der markanten Bewegungen an den Börsen in so kurzer Zeit aufweist. Dieser Rückblick bestätigt wieder einmal mehr, der langfristigen Philosophie die Treue zu halten. Wir haben nun die Gewissheit, dass der Inflationsgipfel hinter uns liegt. Warum ist das so? Wir diskutieren mittlerweile nicht mehr über Zinssteigerungen, sondern über erste Zinssenkungen – die Perspektive hat sich also gedreht. Der Jahreswechsel steht bevor und wie sieht nun die Positionierung der Zürcher Kantonalbank Österreich aus? Die Erfahrungen zeigen, dass massive Änderungen an der Positionierung über die Feiertage und dem Jahreswechsel nicht ratsam sind. Mit dieser Expertise stellt sich die Privatbank frühzeitig auf und geht mit einer neutralen Positionierung in den Jahreswechsel. Die Asset-Management-Experten der Privatbank analysieren Jahr für Jahr die langfristigen Schätzungen und Langzeitprognosen und passen diese dementsprechend an, indem das aktuelle Umfeld auf lange Sicht reflektiert wird. Dabei werden interessante Aspekte wie zum Beispiel die geplatzte Technologieblase vor über 20 Jahren analysiert, über die Nemeth in dieser Folge erzählt. Wichtig ist dem CEO der Privatbank den Zuhörern mitzugeben, zu verstehen, wie der Aktienmarkt funktioniert und welche Treiber es dafür gibt. Der Blick auf die wesentlichen Sachverhalte ist wichtig, es darf keine schnellen Analysen geben. In diesem Sinne wünscht die Gastgeberin Silvia Richter im Namen der gesamten Zürcher Kantonalbank Österreich eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen freudvollen und glücklichen Wechsel in das Jahr 2024. Die nächste Podcast-Episode erscheint Anfang Februar 2024.
18 Minuten
Turbulente Wochen liegen hinter uns - der Nahostkonflikt belastet emotional. Die Märkte befinden sich im Korrekturmodus. Die Inflationsentwicklung und deren Auswirkungen bleiben die bestimmenden Themen an den Finanzmärkten. Die Berichtsaison läuft und die Arbeitsmarktdaten aus den USA wurden aktuell veröffentlicht. Christian Nemeth, Vorstandsvorsitzender der Zürcher Kantonalbank Österreich, gibt im November-Podcast einen Überblick, wie diese zahlreichen Themen den Markt beeinflussen. Es ist viel passiert, doch es trifft die Erwartungen. Obwohl der Nahostkonflikt eine menschliche Tragödie ist, zeigen die Fundamentalfaktoren wenig Veränderung. Die ersten Auswirkungen an den Finanzmärkten waren nur moderat spürbar. Was das heiße Thema Inflation betrifft, bewegen wir uns in der Eurozone und international in die richtige Richtung. Die Einschätzung der Zürcher Kantonalbank Österreich, dass das Leitzniveau erreicht ist, wurde bestätigt. Auswirkungen, wie zurückgehendes Wirtschaftswachstum, sind zu erwarten – auch wenn dies erst später spürbar sein wird. Daten belegen, dass der Arbeitsmarkt eine Trendwende zeigt, jedoch geschieht dies langsamer als erwartet. Silvia Richter, seit Juli im Vorstand der Privatbank, bringt brennende Fragen, die Kunden beschäftigen, in den Dialog. Hat sich in der Positionierung der Privatbank etwas getan? Insofern, als dass die Untergewichtung von Aktien mit Anfang November auf das ursprüngliche Maß angepasst wurde. Wenn der Markt sich weiterhin so entwickelt, wird das Asset Management der Privatbank weiter Aktien zukaufen. Nemeth betont: Rücksätze bieten Chancen für Aktien. Sowohl Aktien bewusst zukaufen als auch Anleihen mit längeren Laufzeiten mit ins Boot nehmen, schätzt der Experte aus heutiger Sicht als sinnvoll ein.
Episode #42: Der erreichte Zinsgipfel, das hohe Zinsniveau und die klare Positionierung der Experten
19 Minuten
Die aktuellen Temperaturen lassen es nicht erahnen, aber wir starten mit der Oktober-Episode von Kapitalmarkt mit Weitblick in das vierte Quartal des Jahres 2023. Erfreulicher Weise blicken wir aufgrund der hervorragenden Arbeit unseres Expertenteams im Asset Management auf exzellente Zahlen zurück. Sowohl die ausgewogene Strategie als auch die Aktien lastigen Mandate zeigen eine sehr erfreuliche Entwicklung. Auf die brennende Frage von Silvia Richter, wie lange die hohen Zinsen noch andauern und ob der Zinsgipfel schon erreicht ist, hat unser Vorstandsvorsitzender Christian Nemeth eine klare Antwort parat: Der Zinsgipfel ist erreicht. Und wie lange bleiben wir auf diesem Niveau? Finanzexperten sprechen von „Higher for Longer“. Was hinter diesem Slogan steckt und welche Auswirkungen diese Periode auf die Volkswirtschaft hat, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Silvia Richter und Christian Nemeth sprechen über erkennbare Trends in den Handelsbeziehungen und über das Machtspiel zwischen China und Amerika. Die Vermögensveranlagung ist ein technisches Handwerk, das langfristige Perspektiven richtig einzuordnen weiß, erklärt Nemeth als wesentlichen Punkt. Demnach zeigt unsere aktuelle Positionierung eine leichte Untergewichtung auf der Aktienseite, mit dem vorausschauenden Blick auf kommende Risikofaktoren. Bewusst gewählt, da auch die Renditeniveaus attraktiv sind und längerfristig attraktiv bleiben. Nemeth spricht von „angewandter Portfoliotheorie“ die besagt, dass die substanzielle Aktienbeimischung im Portfolio langfristig erforderlich ist. Eine Theorie die sich ständig wiederholt und auch in der Veranlagungspraxis als Regel gilt.
20 Minuten
Im Gegensatz zum Juli verläuft der August etwas verhaltener an den Kapitalmärkten. Neben Inflation und Notenbanken ist ein neues Thema aufgetaucht, das an den Märkten spürbar wird: der Immobilienmarkt in China. Momentan sehen wir Preisrückgänge und eine sinkende Nachfrage im Immobilienmarkt. Da diese in der Wirtschaft der Volksrepublik eine wichtige Rolle spielen, strahlt das auch auf die Konjunktur aus. Kommunen, Gemeinden und Unternehmen in China haben – im Gegensatz zum Staat selbst – eine relativ hohe Verschuldung. Die steigende Risikoaversion zeigt sich nun durch Kursrückgänge.
21 Minuten
Diesmal begrüßt Sie als Gastgeberin Silvia Richter. Die Wienerin ist nach acht Jahren in der Zürcher Kantonalbank Österreich AG nun Mitglied des Vorstandes und verantwortet seit 1. Juli 2023 das Ressort Private Banking. CEO/CIO Christian Nemeth konzentriert sich in dieser Folge auf die unterschiedliche Entwicklung der Notenbanken. Auch wenn es ein wiederkehrendes Thema ist, bleibt es marktbestimmend. Zudem lässt sich Notenbankpolitik nie isoliert betrachten und ist daher besonders interessant. Die Amerikanische Notenbank hat im Juli wieder um 0,25 % angehoben. Statements aus der Fed lassen darauf schließen, dass zumindest in den USA der Gipfel der Zinserhöhung erreicht ist. Auch bei der EZB gab es eine Erhöhung um 0,25 %. Der Fokus ist für die EZB immer die Preisstabilität, weshalb wir mit einer weiteren Erhöhung im Laufe des Jahres. Interessant ist Großbritannien. Dort gab es – im Gegensatz zu den meisten anderen Märkten – im Frühjahr noch einen Inflationsanstieg. Bei der Bank of England fiel die letzte Zinserhöhung daher mit 0,5 % etwas höher aus. Die Schweiz befindet sich, wenn man so will, am anderen Ende von England. Der Leitzins liegt bei 1,75, die Inflationsraten sind moderat niedrig und der CHF ist bombenfest. Ganz besonders spannend ist aber Japan. Seit Jahren kämpft Japan eher mit Deflation statt Inflation, doch auch hier hat sich die Welt verändert und so gibt es zum ersten Mal eine Aufweichung der strikten Zinskurvenkontrolle. Die langjährigen Renditen sind erstmalig über die festgelegten 0,5 hinausgegangen. Und wie reagiert nun das Asset Management der Zürcher Kantonalbank Österreich darauf? Der Juli war gut und es zeigt sich, dass die Positionierung stimmt. Im Laufe des ersten Halbjahres wurden die Aktien- und Wachstumskomponenten in Europa und Amerika angehoben. Die Aktiengewichtung bewegt sich weiterhin im neutralen Bereich und es wird eher an den kleinen Stellschrauben der regionalen Value- vs. Growth-Komponenten gedreht.
19 Minuten
Heute steht ein ganz besonderer Podcast an der Tagesordnung der Zürcher Kantonalbank Österreich. Silvia Richter, ab 1. Juli Vorstandsmitglied der Privatbank, wird zukünftig die Moderatorenrolle von Hermann Wonnebauer übernehmen, der mit 30. Juni in den Ruhestand geht. Christian Nemeth, ab 1. Juli Vorstandsvorsitzender, bleibt seiner Rolle als Finanzmarkt-Experte treu. Der Inhalt des Podcasts Kapitalmarkt mit Weitblick bleibt unverändert und bringt aktuelle Themen aus dem Finanzmarktgeschehen. Silvia Richter blickt durch die Kundenbrille und wirft Themen ein, die vor allem ihre Kunden im Private Banking beschäftigen. Die aktuelle Episode behandelt die politische Situation und wie sie den Finanzmarkt beeinflusst, auch wenn Nemeth von moderaten Auswirkungen spricht. Das Notenbankkonzert der großen Notenbanken und welche Zinsschritte beschlossen wurden und wie sich diese auf Inflation und Wirtschaft auswirken, sind Inhalte dieser Folge. Die stark inverse Zinskurve zeigt Auswirkungen auf den Aktienkursen. Auffallend ist, dass das Marktgeschehen – vor allem in Amerika – von wenigen Titeln getrieben wird. Welche Indizien für einen steigenden Markt sprechen und wie das Asset Management der Zürcher Kantonalbank Österreich ihre Positionierung ausrichtet, erfahren Sie in dieser Episode. Aus Kundengesprächen mitgebracht, stellt Silvia Richter die Frage an Christian Nemeth ob es aufgrund der aktuellen Zinslandschaft attraktiv ist in Anleihen oder Aktien zu investieren. Die Antwort darauf und ein letztes „Servus“ von Hermann Wonnebauer hören Sie in dieser Ausgabe von Kapitalmarkt mit Weitblick.
18 Minuten
Die Aufnahme der 38. Folge von Kapitalmarkt mit Weitblick erfolgt an einem besonderen Tag für Finanzmärkte. An diesem 31. Mai wird die Budgetsituation in Amerika diskutiert und im Stundentakt gibt es Neuigkeiten zu den Verhandlungen. Budget und Finanzen in Amerika sind die großen Themen, welche die Finanzmärkte derzeit beherrschen. Zu diesem aktuellen Thema und dem Oberbegriff US-Schuldenobergrenze beschäftigen wir uns in dieser Episode. CIO Christian Nemeth blickt in die Vergangenheit und bringt weitreichende Hintergrundinformationen zur Schuldenobergrenze, die bereits 2011 und 2013 an den Finanzmärkten Thema war. Politische Einflüsse scheinen zum jetzigen Zeitpunkt vernünftig zu sein, ohne die Ergebnisse der Verhandlungen in trockenen Tüchern zu sehen. Mit Zahlen begründet Nemeth den Status quo der nach wie vor herrschenden Weltmarktwährung US Dollar, da es wenige Alternativen gibt. Doch wie ist nun die Positionierung der Zürcher Kantonalbank Österreich? Das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal ist gut verlaufen, was man an den Märkten sieht. Die Inflation bleibt dennoch hartnäckig hoch. Die Privatbank stellt ihre aktuelle Positionierung als nicht überschwänglich optimistisch dar. Sie ist konstruktiv und ausgewogen und die Diversifikation ist und bleibt „the Name oft the game“.
23 Minuten
Der April war kein schlechtes Monat für die Finanzmärkte, vor allem auf der Aktienseite. Die positive Tendenz ist vor allem in Europa spürbar, in Amerika war es eher seitwärts, die Emerging Markets waren etwas schwächer. Bei den Anleihen ist die Stimmung gemischt, aber in Summe gibt es da wenig Veränderung. Dauerthema ist immer noch die Inflation. Sie bestimmt die Finanzmärkte und damit die Notenbanken. Die meisten globalen Finanzexperten rechnen damit, dass der Inflationsrückgang zäher und langsamer verläuft als erhofft. Die aktuellen Zahlen zeigen einen Rückgang in der Gesamtinflation, aber die Kerninflation bleibt hartnäckig. Der Anteil der Produkte und Dienstleistungen, die über 5% Preissteigerung haben, ist in den meisten Volkswirtschaften sehr hoch. Das spüren die Märkte und die Menschen. CIO Christian Nemeth berichtet von einem sichtbaren Unterschiede zwischen Wachstumstitel – Technologie im Wesentlichen – und Value-Titeln. Wachstumstitel sind in der Regel zinssensitiver, da sie eine größere Abhängigkeit von steigenden Zinsen auf ihre Bewertung haben. Letztes Jahr war das Umfeld dafür sehr schlecht, doch die Futures an den Märkten bilden momentan ab, dass das Zinsplateu erreicht ist. Das führt dazu, dass die Euphorie auf diese Titel steigt. In der Positionierung hat die Privatbank in diesem Segment der Wachstumstitel in Amerika wieder stärker aufgebaut und wird den Anteil auch in Europa anheben. Spannendes Thema ist auch der aktuelle Goldpreis, der an der 2000 USD-Linie kratzt. Das ist für ein Umfeld mit sehr hohen Zinsen unüblich. Nemeth sieht vor allem die hohe Nachfrage der Notenbanken als Preistreiber, denn viele haben ihre Goldbestände aufgrund des Ukrainekrieges und der Sanktionen gegen Russland ordentlich aufgestockt. In der Asset Allocation der Privatbank sieht er Gold aber nach wie vor als sparsam und kurzfristig eingesetztes Mittel. Vor allem die hohe Emotionalität, die viele Anlegerinnen und Anleger zu Gold haben, sieht er kritisch. Wer stark in Gold investiert will, solle sich an physisches Gold halten.
21 Minuten
Mit dem zweitgrößten Bankenkonkurs in der Geschichte der USA (Silicon Valley Bank) und dem Vertrauensverlust in eine der weltweit größten Banken (Credit Suisse) schienen sich die Ereignisse seit Mitte März förmlich zu überschlagen. An diesem Thema kommen auch die Finanzexperten der Zürcher Kantonalbank Österreich AG nicht vorbei. Der CIO Christian Nemeth und CEO Hermann Wonnebauer sprechen in dieser Episode über die Facetten der Geschehnisse. Besonders das Thema Anleihen in Zusammenhang mit der Credit Suisse wird intensiv beleuchtet. Was heißt das alles für den Finanzmarkt? Die beiden Experten sehen keine Bankenkrise kommen. Die Regulatorik der Branche ist völlig anders und auch das wirtschaftliche Umfeld insgesamt ist wesentlich stabiler. Interessant wird es aber für die Politik der Notenbanken. Einerseits besteht weiterhin eine sehr hohe Inflation, die längst nicht so schnell zurückgeht, wie wir es uns wünschen. Die Notenbanken sehen sich weiterhin gezwungen an der Zinsschraube zu drehen und setzen damit ein Zeichen: Die Banken sind stabil, doch die Inflation ist zu hoch. Nemeth sieht den Zinshöhepunkt nahe bevorstehen. Was das für die Ausrichtung der Asset Manager und ihre Anleger bedeutet? Defensiv bleiben ist nach wie vor gut, ängstlich werden sollte man aber nicht. Es gibt nach wie vor zahlreiche positive Nachrichten, – etwa die Wirtschaftsdaten. Dennoch rechnet Christian Nemeth nicht damit, dass sich die Situation rasch auflöst. Es ist aber auch davon auszugehen, dass die Geschäfts- und Regionalbanken restriktiver mit der Kreditvergabe werden, das wiederum ist inflationsdämpfend. Also: Noch ist die Volatilität sehr hoch, daher defensiv vorgehen. Aber es gibt viele gute Gelegenheiten.
Episode #35: Über ein stabileres Konsumentenvertrauen und die taktische Positionierung mit Weitblick
20 Minuten
Im aktuellen Podcast Kapitalmarkt mit Weitblick spricht unser CIO Christian Nemeth von einem kurzem aber bewegten Monat Februar. Wirtschaftlich ist die Stimmung positiver, die Konjunkturerwartungen sind durch verschiedene Faktoren optimistischer geworden. Das Konsumentenvertrauen hat sich ausgehend vom sehr tiefen Niveau stabilisiert, das Rezessionsrisiko ist kleiner geworden. Nemeth spricht von der zweiten Seite, die es bekanntlich auch immer zu beachten gibt, nämlich von der Inflation, den Zinsen und der Leitzinsentwicklung, die nach wie vor im Vordergrund stehen. Wie sich diese Entwicklung fortsetzt, welche Rolle Angebot und Nachfrage dabei spielen und welche Erwartungen sich daraus abzeichnen, sind Themen in dieser Ausgabe. Wie in jeder Folge gehen unsere beiden Vorstände Hermann Wonnebauer und Christian Nemeth nicht nur auf die aktuellen Marktgeschehnisse, sondern auch auf die Positionierung der Privatbank und auf wesentliche Faktoren wie die der Anleihen ein. Es ist insgesamt viel Bewegung zu beobachten, das hat die derzeitige taktische Ausrichtung durch die Experten in eine defensivere Positionierung und weiterhin zur Übergewichtung in europäische Wertpapiere geführt. Nemeth macht klar, dass die Informationslage täglich neu bewertet wird und die Experten im Asset Management des Hauses darauf reagieren.
19 Minuten
Was steckt hinter diesem fulminanten Start 2023? Zum Teil wurden Verluste bereits schon ausgeglichen. Unser CIO Christian Nemeth, erklärt im aktuellen Podcast was hinter diesem Jahresbeginn steckt und ob dieser positive Trend weiter bestehen bleibt. Er erläutert wo wir gerade stehen und warum aufgrund der Stimmungsfaktoren ein erster Lichtstrahl zu erkennen ist. Er macht deutlich, dass einige Regionen Europas durch eine technische Rezession gehen werden. Unser Experte spricht von einer Übergangsphase und darüber worauf wir uns einstellen können. Die Wunden vom letzten Jahr wurden versorgt, aber es wäre vermessen zu glauben, das es so weitergeht. Auch in dieser Episode gibt unser CIO Antworten auf Fragen wie ein Portfolio mit Wertzuwachs aussieht und welche Empfehlung die Zürcher Kantonalbank Österreich ausspricht. Hermann Wonnebauer, unser Vorstandsvorsitzender fasst zusammen, dass wir noch auf einem holprigen Weg sind doch die Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung gut sind.
21 Minuten
In der aktuellen Episode interpretiert unser CIO Christian Nemeth für uns die positiven Entwicklungen der letzten Monate und gibt einen vorsichtig optimistischen Ausblick. Ein wesentliches Indiz dafür ist etwa die rückläufige Inflationsentwicklung in der Eurozone von 10,6% auf 10% oder aber auch ein leichter Rückgang der Arbeitslosigkeit – immerhin gute Tendenzen. Manche Märkte konnten in den letzten Woche bei Aktien bis zu 7% zulegen und auch die Anleihen zeigen Erholung. Die Signale einer Rezession sind allerdings immer noch gegeben. Wir gehen davon aus, dass wir im Wirtschaftswachstum bei der einen oder anderen Volkswirtschaft zumindest zwei negative Quartale sehen werden. Aufzupassen ist auch, wie stark sich die Rezession auf das Gewinnwachstum der Unternehmen auswirkt. Aktuell gehen die Marktteilnehmer von einer Steigerung um 3% aus, was ein robustes Bild der Unternehmen zeichnet. Vergleicht man jedoch dazu die historischen Wirtschaftseinbrüche, sind die Gewinne in der Regel zurück gegangen. Die Lage ist nicht stabil aber durchaus positiv und wir erkennen Chancen an den Märkten. Wir haben eine kleines Rebalancing vorgenommen auf eine neutrale Gewichtung bei Aktien und bei Unternehmensanleihen wieder aufgebaut. Rückblickend auf das Jahr 2022 hebt Nemeth drei besondere Überraschungen hervor: Die rasende Geschwindigkeit der Zinspolitik, die Goldpreisentwicklung und der Einfluss einiger politischer Ereignisse auf die Finanzmärkte. Wie sich das ausgewirkt hat und welche Schlüsse wir daraus ziehen, erfahren Sie in dieser Episode. Zum Abschluss des Jahres dürfen sich unsere Experten noch über zwei besondere Highlights freuen: das überdurchschnittlich gute Ergebnis unserer Kundenzufriedenheitsumfrage und die Auszeichnung als „Beste Privatbank Österreichs 2022“ im Ranking des Börsianer.
21 Minuten
Während die Inflation ihre Flügel über dem Finanzmarkt ausbreitet und die Bevölkerung unter den Rekordpreisen stöhnt, wird in den Regierungen hitzig über angemessene Schachzüge diskutiert. Unser CIO Christian Nemeth war kürzlich in London und berichtet von der Stimmung vor Ort und seinen Eindrücken. Darüber hinaus verrät er, weshalb es nicht ausreicht, in der derzeitigen Situation die Spendierhosen anzuziehen. Wieder einmal ist das Augenmerk auf die Notenbanken gerichtet. Es wird erwartet, dass diese ihre Geschwindigkeit bald drosseln und der Zenit des Inflationsstrudels erreicht wird. Chancen auf Zinssenkungen scheinen sich allerdings in Luft aufzulösen. Die Inflation schmerzt momentan besonders, weil sie neuerdings die Dienstleistungs- und Güterpreise dominiert. Dennoch ist das Glas halb voll und nicht halb leer, so Christan Nemeth. Beispielsweise wenn man auf die Rentenmärkte blickt, wo endlich wieder attraktivere Konditionen und Zinserträge locken.
24 Minuten
Ein sehr bewegtes Quartal liegt hinter uns und lässt sich mit der CNBC-Schlagzeile vom Ende letzten Monats sehr gut beschreiben: „Schlechte Woche, schlechtes Monat, schlechtes Quartal.“ Niemand kann sich nicht an die Situation gewöhnen, dass es an den Börsen beinahe täglich bergab geht, das bringt Anlegerinnen, Anleger und auch Anlageexperten verständlicherweise an Ihre Grenzen. Was der CIO der Zürcher Kantonalbank Österreich, Christian Nemeth zu dieser außergewöhnlich schweren Zeit sagt, und wie wichtig es ist die Orientierung beizubehalten, erfahren Sie in dieser Ausgabe. Nemeth spricht davon, dass man weit in die Geschichte zurückblicken muss um ein vergleichbares Jahr zu finden. Nicht weil der Rückgang so hoch ist sondern weil uns die gesamte Nachrichtenlage belastet. Die Anlageprinzipien der breiten Streuung hat im heurigen Jahr nicht funktioniert. Egal ob Aktien oder Anleihen – beide Anlageklassen haben einen Verlust erlitten. Trotzdem hält der Experte fest: Die Prinzipien der Diversifikation sind nicht außer Kraft gesetzt. Die professionelle Einstellung ist gefragter denn je, es ist wichtig auf die Fakten zu schauen und nicht von der allgemeinen Stimmungslage beherrschen zu lassen. In den 70er Jahren hat es vergleichbare Situationen gegeben, wie zb autofreie Tage aufgrund der plötzlich hohen Ölpreise. Auch damals hat man sich gefragt, wie geht es weiter? Ein einschneidendes Erlebnis, wo wir im Nachhinein sagen können, dass unsere Technik, Wirtschaft und Wissenschaft davon profitiert haben. Zuversichtlich hält der CEO der Privatbank Hermann Wonnebauer den Gedanken zu, dass es womöglich wieder so sein wird und wir später auf eine positive Veränderung zurückblicken.