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Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage Archiv

1660 Episoden
32 Minuten
Spekulanten nutzen den Yen-Verfall für eine Wette gegen die Zentralbank. Doch die will nicht vom Fundament ihrer Geld- und Haushaltspolitik abrücken. Während die Zentralbanken anderer westlicher Industrienationen im Kampf gegen die Inflation die Zinsen anheben und Liquidität verknappen, hält die japanische Zentralbank an ihrer Niedrigzinspolitik fest und kauft in großem Stil japanische Staatsanleihen auf. Das tut sie, um die sogenannte „Zinskurvenkontrolle“, das Fundament der Geld- und Haushaltspolitik Japans, gegen Hedgefonds zu verteidigen. „Die Hedgefonds wetten darauf, dass der Fall des Yen die Inflation antreibt und die Notenbank daher den Zinskorridor ihrer Politik der Zinskurvenkontrolle erweitern muss, also faktisch die Zinsen anheben muss“, erklärt Japan-Korrespondent Martin Kölling in der aktuellen Folge von Handelsblatt-Today. Bei dem 2016 eingeführten Instrument setzt die Zentralbank nicht wie andere Banken einen Leitzins fest, den sie verteidigt. Stattdessen will sie die gesamte Zinskurve kontrollieren, also die Zinssätze von Anleihen aller Laufzeiten. So will sie mehrere, im Widerspruch stehende Ziele gleichzeitig erreichen: Wachstum, Stabilität der Versicherer und die Bezahlbarkeit des Schuldendienstes. Seit nunmehr 20 Jahren kaufen die Währungshüter Staatsanleihen, um den Leitzins für zehnjährige Staatsanleihen (JGB) bei nahe null Prozent zu halten. Das wiederum schwächt den Yen und führte zuletzt zu deutlichen Realeinkommensverlusten. Kritiker fragen nun: Wie viele Staatsanleihen kann die japanische Zentralbank noch aufkaufen, bevor der JGB-Markt zusammenbricht? Experten warnen zudem vor dem Risiko einer Kapitalflucht japanischer Haushalte. Droht Japan der wirtschaftliche Kollaps? Darüber spricht Host Anis Micijevic in der aktuellen Folge von Handelsblatt Today mit dem Japan-Korrespondenten Martin Kölling. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt-Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 6 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mit etwas Glück können Sie zudem einen Kindle eReader gewinnen. Mehr Informationen unter: handelsblatt.com/sommer-special
33 Minuten
Bei der Bewertung von Aktien ändern Analysten im schwachen Marktumfeld ihre Maßstäbe. Auch für Anleger kann ein Strategiewechsel sinnvoll sein. Anleger brauchen derzeit starke Nerven. Ob Dax, S&P 500 oder auch der Dow Jones: So gut wie alle großen Aktienindizes sind seit ihren Höchstständen im Schnitt um 20 Prozent eingebrochen. Im Fachjargon spricht man von einem Bärenmarkt. Die Maßstäbe, nach denen Analysten Aktien als kaufenswert einstufen, ändern sich in einem solchen Umfeld. Im Vergleich zu gewöhnlichen Zeiten an der Börse büßt beispielsweise das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) an Aussagekraft ein und kann eilige Investoren sogar in die Irre führen. Stattdessen gewinnen die Nettoverschuldung, der Zinsdeckungsgrad, der Cashflow und Buchwert sowie die Dividende der Unternehmen an Bedeutung. Warum das so ist und wie Anlegerinnen mit diesen Indikatoren arbeiten können, erklärt Finanzkorrespondentin Andrea Cünnen. Sie verrät im Gespräch mit Host Lena Jesberg in dieser Folge Handelsblatt-Today auch, wann der beste Zeitpunkt für einen Einstieg in den Dax ist. **Außerdem: **Am heutigen Freitag verabschiedet das Parlament der Bundesregierung eine Gesetzesnovelle, die den Eingriff des Staates in den Gasmarkt erleichtert. Das Paket sieht etwa ein Umlageverfahren vor, das die Last steigender Gaspreise auf alle Verbraucherinnen und Verbraucher gleich verteilt, sowie eine Beteiligung des Bundes am Gasimporteuer Uniper. Weil der den Großteil seiner Einkäufe jahrelang mit günstigem Erdgas aus Russland gedeckt hat, steckt das Unternehmen nun in der Krise. Seitdem Gazprom die Lieferungen gedrosselt hat, muss Uniper die nötigen Mengen zu horrenden Preisen an der Börse kaufen. Expertenschätzungen zufolge macht der Energiekonzern derzeit fast eine Milliarde Verlust – pro Monat. „Wenn Uniper ausfallen würde, das ist eben die Befürchtung, dann käme es zu einem Dominoeffekt. Dann würden all die, die dranhängen als Kunden große Probleme bekommen“, erklärt Handelsblatt-Redakteur Klaus Stratmann im dieswöchigen Titeltalk. Zusammen mit Kathrin Witsch und Hannah Krolle spricht er über die Pläne der Bundesregierung. Lesen Sie [hier](https://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/trends/aktienanalyse-aktien-bewerten-im-baerenmarkt-auf-diese-kennzahlen-sollten-anleger-jetzt-achten/28466316.html) mehr zu dem Thema Aktienauswahl im Bärenmarkt. *** Wir haben ein exklusives Abo-Angebot für Sie als Handelsblatt-Today-Hörerinnen und -Hörer. [Interessiert? Dann schauen Sie rein.](https://handelsblatt.com/sommer-special)
24 Minuten
Es deutet sich an, dass die Löhne in vielen Branchen demnächst deutlich steigen dürften. Eine Handelsblatt-Umfrage unter allen 40 Dax-Konzernen zeigt, dass einige Unternehmen aufgrund der hohen Inflation bereits ihre Gehaltsbudgets aufgestockt haben. Weitere könnten folgen. „Es ist in jedem Fall ein Warnsignal, wenn große Firmen wegen der Inflation beim Gehalt nachbessern“, sagt Lazar Backovic, Handelsblatt-Teamleiter für Karrierethemen. Backovic hat die Umfrage durchgeführt und spricht mit Host Anis Mičijević über die Ergebnisse im Podcast. Außerdem: Der britische Premierminister Boris Johnson ist als Chef seiner Konservativen Partei zurückgetreten. Damit sind auch seine Tage als Premierminister gezählt. Wie es nun auf der Insel politisch weitergeht, darüber spricht Handelsblatt-Korrespondent Torsten Riecke im Podcast. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
34 Minuten
Die Bundesregierung reagiert mit einem umfassenden Gesetzespaket auf die aktuelle Gaskrise. Im Mittelpunkt stehen Änderungen des Energiesicherungsgesetzes (EnSiG), die noch in dieser Woche durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht werden sollen. Künftig soll es Gasimporteuren unter bestimmten Umständen möglich sein, die massiv gestiegenen Einkaufspreise schneller an die Kunden weiterzureichen. Unklar ist jedoch, ob dabei die sogenannte Preisanpassungsklausel oder ein Umlagemechanismus zum Einsatz kommt. Das geänderte Energiesicherungsgesetz hält beide Instrumente bereit. Host Anis Micijevic spricht in dieser Folge von Handelsblatt Today mit dem Düsseldorfer Wettbewerbsökonomen Jens Südekum über den sich abzeichnenden Einstieg des Staates beim angeschlagenen Gasversorger Uniper, wie Verbraucher entlastet werden können und was passieren würde, wenn uns Putin anlässlich der Wartung von Nord Stream 1 in der kommenden Woche tatsächlich das Gas komplett abdreht. Außerdem: Cum-Ex gehört zu den größten Skandalen der deutschen Wirtschaftsgeschichte – und ist nun um eine weitere Episode reicher: Die Staatsanwaltschaft Köln beschuldigt den langjährigen Chef der Hamburger Bank M.M.-Warburg, Christian Olearius, der Steuerhinterziehung in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Die Details dazu hat Handelsblatt-Investigativchef Sönke Iwersen parat. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
28 Minuten
Viele Anlegerinnen und Anleger zeigen angesichts der unsicheren Marktsituation ein zunehmendes Interesse an Staats- und Unternehmensanleihen. Doch die festverzinslichen Wertpapiere trotzen ihren eigenen Regeln. Börsenguru André Kostolany sagte vor langer Zeit: „Wer gut essen will, kauft Aktien. Wer gut schlafen will, kauft Anleihen.“ Immerhin gelten die festverzinslichen Wertpapiere in unsicheren Zeiten als Zufluchtsort für Anlegerinnen und Anleger. Sie profitieren normalerweise von einem Bärenmarkt bei Aktien. Doch nicht in diesem Jahr. Auch der Anleihemarkt musste im vergangenen Halbjahr so starke Kursverluste verkraften wie seit mindestens 50 Jahren nicht. Nun aber erhöhen die Notenbanken allmählich ihre Zinsen. Die EZB will im Juli damit starten. Die US-Notenbank Fed hat die ersten Erhöhungen bereits vollzogen. Der Anleihemarkt stellt Neueinsteigern somit wieder höhere Erträge in Aussicht, wie Uwe Pyde, Leiter Portfoliomanagement Anleihen beim Vermögensverwalter Bantleon, erklärt. Im Podcast Handelsblatt Today spricht der Experte mit Host Lena Jesberg darüber, ob wenigstens dieser Grundsatz noch gilt, worauf beim Anleihenhandel generell zu achten ist und welche Anleihen derzeit attraktiv sind. *** Wir möchten wissen: Was sind Ihre Fragen zum Thema Gasknappheit? Schreiben Sie uns [hier.](https://app.sli.do/event/hwwjARhFfTfP13Hac6eRNc) *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
27 Minuten
Am heutigen Montag lädt Bundeskanzler Olaf Scholz erstmals zum Inflations-Gipfel mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, Wissenschaftlern und der Bundesbank ein. Bei der sogenannten konzertierten Aktion sollen die Vertreter über Maßnahmen und Entlastungsschritte gegen die Inflation beraten. Diskutiert werden sollen etwa höhere Löhne, eine Mehrwertsteuersenkung auf Grundnahrungsmittel und ein Energiesparbonus. Beim heutigen Auftakttreffen kommt es laut Scholz allerdings noch nicht zu konkreten Ergebnissen. Damit ist erst im Herbst zu rechnen, wie Regierungssprecher Steffen Hebestreit am Montag in Berlin ankündigte. Professor Bert Rürup, Chefökonom beim Handelsblatt und Präsident des Handelsblatt Research Institute, unterhält sich mit Host Sonja Schlacht vorab über die Geschichte der konzertierten Aktion, ob das Modell von 1967 heute noch trägt und ob die angedachten Maßnahmen sinnvoll sind. **Außerdem: ** Seit Freitag gilt in Deutschland eine neue Regelung für die Grundsteuer. Das hat konkrete Auswirkungen für alle Immobilien- und Grundstückbesitzer. So müssen bis zum 31. Oktober Eigentümer von Grundstücken, Eigentumswohnungen sowie von Land- und Forstwirtschaftsbetrieben ihre Daten an das Finanzamt melden. Anhand dieser Daten wird dann die neue Grundsteuer berechnet, die erstmals ab dem 1. Januar 2025 erhoben werden soll. Hintergrund der Reform ist ein Beschluss des Bundesverfassungsgerichts. 2018 hatten die Richter die Bewertung von Immobilien und Grundstücken für verfassungswidrig erklärt. Die wurde bis dato mit einem Einheitswert ermittelt, welcher im Westen aus dem Jahr 1964 stammte, in Ostdeutschland sogar aus 1935. Wie hoch die neue Grundsteuer ausfällt, hängt unter anderem vom jeweiligen Bodenrichtwert ab und ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Worauf Eigentümer jetzt achten müssen, welche Daten nötig sind und wie teuer es werden könnte, das weiß Handelsblatt-Redakteurin Laura de la Motte. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. Lesen Sie [hier](https://www.handelsblatt.com/finanzen/immobilien-diese-daten-brauchen-sie-fuer-die-grundsteuerklaerung/28458396.html) mehr zu dem Thema Grundsteuer. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
22 Minuten
*** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
30 Minuten
Die Inflation in der Eurozone ist im Juni auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Was Europa und Deutschland beim Kampf gegen die Teuerung von den USA lernen können. Nicht nur in Europa erreicht die Inflationsrate in diesen Tagen Rekordstände: Auch in den USA lag die Inflation im Mai bei 8,6 Prozent – dem höchsten Wert seit 40 Jahren. „Vor allem bei Lebensmitteln und bei den Energiekosten fällt die Teuerung auf“, sagt US-Korrespondentin Katharina Kort bei Handelsblatt Today. Es gibt jedoch auch Inflationsgewinner: Deutsche Discounter wie Lidl und Aldi verzeichnen in den USA derzeit Besucherrekorde. Und der Trend zum Discounter, meinen Experten, ist in den USA gekommen, um zu bleiben. Im Interview mit Host Lena Jesberg erklärt Katharina Kort, mit welchen Maßnahmen die Inflation in Übersee in den Griff gekriegt werden soll. Und was sich Deutschland und Europa davon abschauen könnten. Außerdem: Ob am Flughafen, im Krankenhaus oder im Restaurant – in Deutschland ist der Arbeitskräftemangel in den letzten Monaten mehr als deutlich geworden. Laut Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung gibt es derzeit mehr als 1,7 Millionen offene Stellen. Problematisch ist das nicht nur aus Sicht der Kunden: Für viele Unternehmen ist das fehlende Personal auch ein Geschäftsrisiko. Und der deutschen Konjunktur droht die Stagnation. „Das langfristige Problem, das dahinter steckt, ist der demografische Wandel, der das Erwerbspersonen-Potenzial in den kommenden Jahren sehr stark schrumpfen lassen wird“, erklärt Politikredakteur Frank Specht im Titeltalk mit Tobias Gürtler. Und er benennt Lösungsansätze, um dem Arbeitskräftemangel in Deutschland entgegenzuwirken. [Den Handelsblatt-Wochenendtitel lesen Sie hier.](https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/personalmangel-flughafenchaos-und-handwerker-mangel-letzter-ausweg-automatisierung/28462658.html) **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
26 Minuten
Auf dem Nato-Gipfel bespricht das militärische Bündnis zur Zeit die nächsten Schritte im Ukraine-Krieg, die Verstärkung der Ostflanke - und wie auf den vermehrten Einfluss Chinas reagiert werden soll. Vom G7-Gipfel in Elmau ging es am Dienstagabend für die Staats- und Regierungschefs der westlichen Staaten in die spanische Hauptstadt Madrid zum Nato-Gipfel. Mit insgesamt rund 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geht es beim Treffen des Militär-Bündnisses vorrangig um den Kurs bis 2030, den Ukraine-Krieg und auch die nächsten Schritte, die gegen den Aggressor Russland unternommen werden sollen. Auch die Erweiterung des Bündnisses von 30 auf 32 Staaten durch den Beitritt von Schweden und Finnland, soll besprochen werden. Russland Präsident Wladimir Putin warf der Nato wegen der geplanten Erweiterung „imperiale Ambitionen“ vor. Der Kreml-Chef habe zwar grundsätzlich „keine Probleme“ mit dem Beitritt der beiden Länder, sprach jedoch auch eine deutliche Warnung aus, sollten Schweden und Finnland militärische Stationierungen der Nato auf ihrem Territorium gewähren. Handelsblatt-Korrespondent Moritz Koch ist vor Ort auf dem Gipfel und spricht mit Host Sonja Schlacht über die wichtigsten Beschlüsse des Bündnisses. Außerdem: Das Baltikum weist aktuell eine überdurchschnittlich hohe Inflationsrate im Euroraum auf. Mit einer Inflationsrate von über 20 Prozent liegt Estland im Mai dabei an der Spitze. Aber auch Litauen mit 18,5 Prozent und Lettland mit fast 17 Prozent folgen mit deutlich überdurchschnittlichen Inflationsraten. Wie unterschiedlich die drei Staaten auf die steigenden Verbraucherpreise reagieren und ob Deutschland sich strategisch davon abschauen kann, erklärt Nordeuropa-Korrespondent Helmut Steuer. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
37 Minuten
Das Thema Nachhaltigkeit rückt in diesen Tagen in den Hintergrund. Was bedeutet das für die Zukunft der Finanzbranche? Und was macht nachhaltige Anlagen überhaupt aus? Können Gas- und Atomkraft als nachhaltige Investments gelten? Zumindest aus Sicht der EU-Kommission lautet die Antwort „Ja“. Anfang des Jahres schlug sie vor, Gas- und Atomkraft in die sogenannte Taxonomie-Verordnung aufzunehmen, mit der Milliardeninvestitionen in „grüne“ Energien angekurbelt werden sollen. Durchzukommen scheint dieser Vorschlag nicht. Erst kürzlich sprach sich der EU-Umwelt- und Wirtschaftsausschus mehrheitlich dagegen aus. Dennoch zeigt das Beispiel ein Grundsatzproblem des Themas „Sustainable Finance“: Denn was als nachhaltiges Investment gelten – darüber lässt sich durchaus streiten. Umso mehr in Zeiten wie diesen, in denen nicht der Kampf gegen den Klimawandel die Schlagzeilen dominiert, sondern über Waffenlieferungen und Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke diskutiert wird. Was bedeutet all das für die Zukunft des „Sustainable Finance“-Bereichs? Darüber spricht Host Tobias Gürtler in der 500. Ausgabe von „Handelsblatt Today“ mit Thomas Kehl, Buchautor und Co-Gründer des Youtube-Kanals Finanzfluss. Kehl erklärt darin, was ‚nachhaltiges Investieren‘ konkret bedeutet, wie es sich in der Praxis zeigt – und wie er die Zukunft von „Sustainable Finance“ einschätzt. Und er beantwortet auch die wichtigste Frage für Sie als Anleger: Lohnen sich nachhaltige Investments jetzt noch? Außerdem: Zur Überraschung vieler Experten ist die Inflationsrate in Deutschland im Juni auf 7,6 Prozent gesunken. Dennoch rechnen Ökonomen nicht damit, dass sich die Verbraucherpreise hierzulande nachhaltig erholen werden. Weit größere Inflationssorgen als Deutschland dürfte dennoch ein anderes Land haben: die Türkei. Dort liegt die Inflationsrate nahezu zehnmal höher als hierzulande. Über die Auswirkungen der Inflation vor Ort berichtet Türkei-Korrespondent Ozan Demircan. Und er erklärt, was Deutschland bei der Inflationsbekämpfung von der Türkei lernen kann. **Wir möchten von Ihnen wissen:** Wie wichtig ist das Thema Inflation für Sie? Stimmen Sie [hier](https://app.sli.do/event/kvtqD7KEw9wGcZAoTmrmDy/embed/polls/0c707464-ca86-4fc3-9d9c-645fed70a260) gern bei unserer Umfrage zu diesem Thema ab. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
33 Minuten
Auf dem G7-Gipfel verschärften die Mitglieder ihre klare Kante gegenüber Russland – und diskutierten über wichtige Fragen der Weltwirtschaft. Welche Maßnahmen das Bündnis jetzt ergreifen will. Beim G7-Gipfel sollte es ursprünglich um wichtige Fragen der Weltwirtschaft gehen. Doch in Anbetracht der Ukrainekrieges rückten beim diesjährigen Treffen auf Schloss Elmau wichtige Aspekte der Friedenserhaltung in den Vordergrund. Man wolle „ein Zeichen der Ge- und Entschlossenheit des Westens“ setzen, erklärte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) während der abschließenden Pressekonferenz am Dienstagmittag. Wie dringlich dieses Thema ist, wurde am Montag erneut besonders deutlich, als im ukrainischen Krementschuk Raketen in ein Einkaufszentrum einschlugen, in dem sich zu dem Zeitpunkt rund 1000 Menschen aufgehalten haben sollen. Die Attacke verurteilten die Staats- und Regierungschef von USA, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und Deutschland als Kriegsverbrechen. Und die G7-Mitglieder bereiteten gemeinsame Wege, um Russland schärfer zu sanktionieren und die Ukraine politisch, wirtschaftlich und militärisch zu unterstützen. Rohstoffknappheit, Lieferengpässe und hohe Inflationsraten sind nur einige der vielen fatalen Folgen des Ukrainekrieges, die derzeit die gesamte Weltwirtschaft zu spüren bekommt. Die Angst vor einer weltweiten Rezession wächst. Handelsblatt-Politikredakteur Martin Greive erklärt im Gespräch mit „Handelsblatt Today"-Host Lena Jesberg, welche Maßnahmen das G7-Bündnis gegen den drohenden wirtschaftlichen Abschwung ergreifen will – und welche Folgen für Anlegerinnen und Anleger entstehen könnten. Außerdem war Greive live vor Ort in Elmau und schildert ein paar Eindrücke vom G7-Gipfel. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
28 Minuten
Der Kryptomarkt ist am Boden. Neben den massiven Ausverkäufen von Cyberdevisen wie Bitcoin oder Ether sind auch die Preise für Non-Fungible-Token (NFTs) mittlerweile eingebrochen. Bei Opensea, einer der weltweit größten Handelsplattformen für NFTs, beträgt das Minus beim Handelsvolumen innerhalb des vergangenen Monats 75 Prozent. Das hatte die Branchenplattform Dappradar ermittelt. Grund dafür sind zum einen die steigenden Zinsen und damit verbundene Rezessionsängste, aber auch eine Vertrauenskrise bei den Anlegern. Denn kriminelle Machenschaften haben am NFT-Markt erheblich zugenommen. Ein NFT steht für ein digitales oder physisches Objekt, das grundsätzlich nicht veränderbar und damit einzigartig ist. Non-Fungible-Tokens können digitale Kunstwerke sein, wie die berühmten Cryptokitties oder Cryptopunks, aber auch Videos, Musik oder Zertifikate. Die Daten dafür werden, genauso wie bei Kryptowährungen, auf Blockchains gespeichert. Noch vor einem Jahr herrschte ein regelrechter Kaufrausch bei NFTs. Mittlerweile ist der allerdings abgeklungen. In dieser Folge Handelsblatt-Today spricht Host Agatha Kremplewski mit Kryptoexpertin Mareike Müller über die aktuelle Lage am NFT-Markt und darüber, ob sich der in Zukunft wieder erholen könnte. **G7 will den Import von russischem Gold verbieten** Außerdem: Am gestrigen Sonntag sind die Staats- und Regierungschefs der G7-Staaten im bayerischen Ort Elmau zusammengetroffen. Neben der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie und des Klimawandels steht auch Russlands Krieg gegen die Ukraine im Fokus. Konkret soll ein Importstopp der G7-Staaten von russischem Gold verkündet werden. Ziel dabei ist es, Russland weiter von der Weltwirtschaft zu isolieren. Handelsblatt-Korrespondent Jakob Blume spricht über die Umsetzung des Plans und die Entwicklung des Goldpreises. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
38 Minuten
Die Angst vor einer neuen Eurokrise wächst. Denn die historisch hohe Inflation hat die Währungsunion fest im Griff. Um die Teuerung einzudämmen, wird die Europäische Zentralbank (EZB) im Juli den Leitzins anheben. Doch der Plan ist mit großen Risiken verbunden – besonders für hoch verschuldeten Euro-Länder wie Italien oder Spanien. Ein Zinsanstieg könnt die Ungleichheit zwischen den Ländern in der Währungsunion wachsen lassen. Auch für Privatanleger wird die geldpolitische Reaktion der EZB zur Gefahr. Durch die hohe Inflation macht das klassische Sparen derzeit wenig Sinn. De Aktienmärkte derweil sind volatil. Eine sichere Geldanlage ist in diesen Tagen deshalb nur schwer zu finden. Und die Situation könnte in den kommenden Monaten noch komplizierter werden. „Der Euro wird nicht auseinanderfallen, wir werden auch noch eine dritte und eine vierte Eurokrise erleben“, sagt Thomas Lehr, Kapitalmarktstratege bei Flossbach von Storch, zur Gefahr einer erneuten Eurokrise. In Bezug auf das Anlageverhalten der Deutschen kritisiert er: „Das Ausblenden anderer Währungen ist der größte Mangel in deutschen Portfolios.“ Wie Anleger jetzt im Detail reagieren sollten, bespricht Lehr in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit Host Lena Jesberg. Außerdem: Es gibt zwar eine Währungs-, aber keine Fiskalunion zwischen den Euro-Ländern. Brüssel-Korrespondent Moritz Koch erläutert im Gespräch mit Tobias Gürtler, warum das in diesen Tagen mehr denn je problematisch ist – und weshalb es dennoch unwahrscheinlich ist, dass die Euro-Länder dieses, ihr Grundproblem auf absehbare Zeit aus der Welt schaffen werden. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
25 Minuten
Flughafenfrust statt Reiselust: Personalmangel verhagelt der Luftfahrt den erhofften Aufwind nach der Pandemie. Ob ein Investment sich trotzdem lohnen könnte. Die Lage an Europas Flughäfen ist angespannt. Seit Wochen müssen Reisende dort mit langen Wartezeiten rechnen – vorausgesetzt ihr Flieger hebt überhaupt noch ab. Denn viele Flüge müssen in diesen Tagen auch ersatzlos gestrichen werden. Grund für die wachsenden Unannehmlichkeiten ist ein akuter Personalmangel im Flugverkehr. So sind laut Flughafenverband ADV derzeit 20 Prozent der Stellen beim Securitycheck, beim Check-in und in der Flugzeugabfertigung unbesetzt. Denn bis heute wurden die in Coronazeiten vollzogenen Entlassungswellen seitens der Luftfahrtbranche nicht wieder ausgeglichen. Diese Fehlkalkulation im Personalbereich macht sich nun auch in den Aktienkursen der Airlines bemerkbar. Dabei war man an den Märkten lange davon ausgegangen, dass die Luftfahrtbranche nach Ende der Coronamaßnahmen massiven Aufwind bekommen und die Urlaubssaison 2022 den Umsatz wieder ankurbeln würde. Stattdessen hat die Aktie der Lufthansa zu Beginn der Urlaubssaison nun aber knapp sieben Prozent, die des irischen Konkurrenten Ryanair sogar fast 18 Prozent an Wert verloren. Wie geht es nun weiter in der Luftfahrtbranche? Wie lange werden Flugreisende noch auf Besserung der Situation warten müssen? Und lohnt sich angesichts der fallenden Kurse vielleicht gerade jetzt ein Einstieg in Airline-Aktien? Diese Fragen bespricht Lena Jesberg in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit dem Handelsblatt-Luftfahrtexperten Jens Koenen. Auch Tipps für Flugreisende, um sich in diesen angespannten Tagen Urlaubsstress zu ersparen, bleiben dabei nicht aus. *** Mehr zur Alarmstufe im Notfallplan Gas: https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energiesicherheit-die-lage-ist-ernst-d[…]d-kommen-habeck-ruft-alarmstufe-beim-gas-aus/28448376.html *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
20 Minuten
Der bedeutendste deutsche Aktienindex rutscht unter die wichtige Marke von 13.000 Punkten. Was das nun für das Chancen- und Risikoverhältnis bedeutet. Am deutschen Aktienmarkt ist ein klarer Abwärtstrend zu erkennen. Nachdem am heutigen Tag noch die obere Linie dieses Trends mit 13.444 Punkten getestet wurde, rutschte der Kurs unter die psychologisch bedeutsame Marke von 13.000 Punkten. Laut dem Angstbarometer V-Dax besteht zwar noch keine Ausverkaufspanik, aber eine deutlich zu erkennende Nervosität. Im Vergleich zu den bisherigen Abwärtsphasen hält sich der Ausverkauf im deutschen Leitindex allerdings noch in Grenzen. Ein Unsicherheitsfaktor der letzten Monate ist die dramatisch steigende Inflation. Die US-Notenbank Federal Reserve und auch die Europäische Zentralbank haben darauf in den USA und in Europa mit einer strengeren Geldpolitik reagiert. Die erhöhten Zinsen haben an den heimischen und internationalen Märkten Druck ausgelöst. Neben dem deutschen Ausverkauf hat auch der amerikanische S&P 500-Index in den letzten sechs Monaten fast 20 Prozent verloren. Welche Ereignisse und Entscheidungen dabei welchen Einfluss auf die Märkte hatten, weiß Handelsblatt-Aktienanalyst Ulf Sommer. Er spricht darüber in der heutigen „Handelsblatt Today“-Ausgabe mit Mary Abdelaziz-Ditzow – in deren letzter Sendung nach fast zwei Jahren als Podcast-Host. Zum Abschied hat Ulf Sommer ihr und den „Today“-Hörern vier Chancen und drei Risiken des aktuellen Aktienmarktes mitgebracht. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen