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Handelsblatt Today – Der Finanzpodcast mit News zu Börse, Aktien und Geldanlage Archiv

1660 Episoden
24 Minuten
Die EZB vollzieht einen Kurswechsel – und plötzlich fürchten Kritiker eine nächste Euro-Krise. Warum das Szenario zum jetzigen Zeitpunkt dennoch eher unwahrscheinlich ist. Am Montag verlieh EZB-Präsidentin Christine Lagarde den Plänen noch einmal Nachdruck: Im September werde eine größere Zinserhöhung bevorstehen, „wenn die mittelfristigen Inflationsaussichten bestehen bleiben“, sagte sie im EU-Parlament in Brüssel. Erst einmal sollen die Zinsen im Juli nun um 0,25 Prozentpunkte nach oben gehen. Seit 2011 hatte sie die Notenbank nicht mehr so stark angehoben. Angesichts des hohen Inflationsschubs vollzieht die EZB einen Kurswechsel von einer jahrelangen ultralockeren hin zu einer straffen Geldpolitik. Ein wichtiges Instrument, um die Inflationsrate unter Kontrolle zu bekommen, die inzwischen mehr als vier mal so hoch liegt wie das ausgegebene Ziel von 2,0 Prozent. Und für viele Experten ein längst fälliger Schritt. Doch der Kurswechsel ist auch problembehaftet. Nicht umsonst hatte die EZB monatelang gezögert, ihn einzuschlagen. Denn mit einem Mal wächst nun die Sorge vor einer Rückkehr der Euro-Krise. Italien, Griechenland und andere Länder mit hohen Staatsschulden müssen plötzlich fürchten, ihren wachsenden Schuldenballast nicht mehr tragen zu können. Hier zeige sich „ein Grundproblem der Euro-Zone, die eine Währungsunion und keine Fiskalunion ist“, sagt Handelsblatt-Finanzredakteur Frank Wiebe: Spannungen zwischen den Ländern könnten innerhalb der Währungsunion nicht über den Devisenmarkt ausgeglichen werden. Warum er die Gefahr einer erneuten „Euro-Krise“ zum jetzigen Zeitpunkt dennoch gering einschätzt, erläutert Wiebe in der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“. Darin spricht er mit Host Mary-Abdelaziz-Ditzow auch über mögliche Konsequenzen der EZB-Zinserhöhung für Deutschland – und zeigt auf, welche Möglichkeiten der Notenbank bleiben, um die Teuerungsrate im Euro-Raum anderweitig in den Griff zu kriegen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
30 Minuten
Die Erwartungen für die deutsche Konjunktur sinken stark. Ob eine Rezession jetzt ernsthaft drohen könnte. Das Handelsblatt Research Institute (HRI) hat seine Konjunkturprognose für Deutschland gesenkt. Grund dafür sind vor allem die gestiegenen Energiepreise durch den anhaltenden Krieg Russlands gegen die Ukraine. Deshalb berechnet das HRI, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr nur noch um 1,6 Prozent zulegen soll, 2023 sogar nur noch um 0,8 Prozent. Die vorherige Prognose war fast doppelt so hoch. So ist der Preis für Erdöl um knappe 66 Prozent teurer als im Vorjahr. Für Erdgas und Steinkohle sogar um circa 200 Prozent – ein Hauptgrund für die aktuell historisch hohe Inflation von 7,9 Prozent in Deutschland. Denn die hohen Energiepreise führen zu Mehrkosten in der Produktion und die Lieferung von Waren und Dienstleistungen, das wiederum mündet in höheren Verbraucherpreisen. Dennis Huchzermeier, Senior Economist beim HRI, hat an der Konjunkturprognose mitgewirkt und spricht in dieser Folge Handelsblatt Today mit Host Sonja Schlacht über die genauen Ergebnisse, ob sich die Inflation beruhigt und wie berechtigt die Sorgen vor einer Rezession sind. Außerdem: Gas ist zu einem knappen Gut in Deutschland geworden. Deswegen möchte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grünen) jetzt ein Gesetz auf den Weg bringen, das für einen sorgsamen Verbrauch für Gas in der Stromproduktion sorgen soll. Besonders seitdem der russische Konzern Gazprom vergangene Woche die Gaslieferungen nach Deutschland über die Pipeline Nord Stream 1 eingedämmt hat, gilt die Lage als kritisch. Was Habeck plant und wie Verbraucher zu Hause jetzt schon Gas sparen können, weiß Handelsblatt-Redakteur Ben Mendelson. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
20 Minuten
Immer weniger ausländische Investoren interessieren sich für Deutschland als Wirtschaftsstandort. Börsenexperte Ulf Sommer erläutert, was das für Dax und Co. bedeutet. Der Wirtschaftsstandort Deutschland wird bei ausländischen Investoren immer unbeliebter. Nurmehr 841 Investitionsprojekte in Deutschland kündigten ausländische Unternehmen 2021 an. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Rückgang um zehn Prozent. Die Ursachen dafür, dass sich ausländische Investoren von Deutschland abwenden, sind vielschichtig. Langwierige Verwaltungs- und Genehmigungsprozesse, bürokratische Hürden und die unzureichende Digitalisierung des Landes zählen dazu. Hat diese Investitionsmüdigkeit auch Auswirkungen auf den Dax? Höchstens geringfügig, sagt Aktienanalyst Ulf Sommer. Die meisten Unternehmen im Dax erwirtschafteten bis zu 80 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. „Ob ausländische Staaten in Deutschland investieren spielt für Unternehmen wie Linde, Fresenius, Bayer oder die drei Größten der Automobilbranche eine eher untergeordnete Rolle“, erklärt er. In der neuen Folge von „Handelsblatt Today Extended“ spricht Handelsblatt-Börsenexperte Ulf Sommer mit Host Mary Abdelaziz-Ditzow auch darüber, welche einzelnen Sektoren am deutschen Aktienmarkt im zweiten Halbjahr 2022 besonders großes Potenzial bieten. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
28 Minuten
Die Zinsen für Immobilienkredite steigen, die Baukosten ebenfalls. Ob sich ein Immobilienkauf jetzt noch lohnt – und wer ihn sich nun überhaupt noch leisten kann. In den vergangenen Jahren boomte der Immobilienmarkt in Deutschland. Noch im vierten Quartal 2021 legten laut Statistischem Bundesamt die Preise für Wohnimmobilien mit 12,2 Prozent so kräftig zu wie seit dem Jahr 2000 nicht mehr. Doch der Traum vom Hauskauf könnte bald schon zum Albtraum werden – denn der deutsche Immobilienmarkt steht womöglich vor einer Zeitenwende. Zum einen steigen die Zinsen für Immobilienkredite wieder an, zum anderen treiben Rohstoffengpässe die Baupreise in die Höhe. Gleichzeitig werden auch die Klimaauflagen bei Neubauten immer strenger. Vor allem für Privatpersonen sind damit die Risiken bei einem Kauf größer geworden. Schon jetzt macht sich das am Markt bemerkbar. Experten des Immobilen-Investmenthauses Savills haben berechnet, dass im Mai 2022 weniger als halb so viele Wohnhäuser in Deutschland verkauft wurden wie im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. „Seit Jahren wird zu wenig gebaut“, erklärt Handelsblatt-Immobilienexpertin Kerstin Leitel. „Nach Schätzungen von Politik und Bauwirtschaft müssten jährlich 350.000 bis 400.000 Wohnungen gebaut werden. 2021 wurden aber lediglich 290.000 Wohnungen fertiggestellt.“ Deshalb, sagt Leitel, fänden viele Menschen derzeit keine Wohnung – weder zum Kauf noch zur Miete. Was bedeutet all das für die Zukunft des deutschen Immobilienmarkts? Worauf müssen sich Käufer jetzt einstellen, wenn sie ein Haus oder eine Wohnung erwerben wollen? Und wer kann sich unter diesen Voraussetzungen überhaupt noch eine Immobilie leisten? Darüber spricht Host Tobias Gürtler in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit Kerstin Leitel. Die Handelsblatt-Immobilienexpertin hat zusammen mit einem Team die aktuelle Lage am deutschen Immobilienmarkt untersucht und Trendviertel identifiziert. „Mittlerweile muss genau hingesehen werden, wo sich der Kauf noch lohnt“, sagt sie. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
22 Minuten
Immer weniger ausländische Firmen investieren in Deutschland als Wirtschaftsstandort. Woran das liegt und was diese Entwicklung für Deutschland bedeutet, erklärt Unternehmensredakteur Ulf Sommer. Deutschland gilt als vermeintlich attraktiver Standort für Investitionen. Besonders US-amerikanische Tech-Unternehmen scheinen großen Wert auf einen „Made in Germany"-Standort zu legen: Beispielsweise will Tesla-Chef Elon Musk die Gigafactory in Grünheide erweitern und auch Apple will für eine Milliarde Euro sein Chip-Design-Zentrum in München ausbauen. „Das sind zweifellos tolle Projekte von zwei sehr namenhaften Adressen, allerdings spiegeln diese nicht den Trend wieder“, erklärt Aktienanalyst Ulf Sommer. Die Zahl der von ausländischen Unternehmen in Deutschland angekündigten Investitionsprojekte ist im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gesunken. Das zeigte eine Erhebung der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY. „Der sinkende Trend der ausländischen Investitionszahlen in Deutschland ist allerdings kein Europaweites Problem, obwohl Europa verglichen mit Asien und USA die schwächste Wirtschaftsmacht ist“ sagt Sommer. Deutschlands größte inländische Mitstreiter, Frankreich und Großbritannien, verzeichnen beide einen Zuwachs bei ausländischen Investitionen. Warum besonders China Deutschland dennoch als wichtigsten Investitionsstandort sieht und inwieweit dieses geopolitische Verhältnis beider Länder in Hinblick auf den Ukrainekrieg verändern könnte, bespricht Host Mary Abdelaziz-Ditzow mit Ulf Sommer in dieser neuen Folge Handelsblatt Today. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
34 Minuten
Die jüngsten Verluste der Cyberdevisen verunsichern Anleger. Die Angst vor einem anhaltenden Kryptowinter wächst. Doch Experten haben noch Hoffnung für das Dezentralisierte Finanzsystem. Krypto-Anleger mussten zu Wochenbeginn erneut starke Verluste verkraften. Die älteste und wichtigste Digitalwährung, der Bitcoin, fiel zeitweise etwa um mehr als zehn Prozent unter 21.000 Dollar. Auch die zweitgrößte Kryptowährung Ethereum sank auf den niedrigsten Stand seit Januar 2021. Dabei schien es nach dem vorherigen Crash Anfang Mai zunächst so, als hätte sich der Markt wieder beruhigt und die Kurse der Devisen sich eingependelt - wenngleich fernab ihrer Höchststände. Der erneute Ausverkauf bestärkt jene Analysten, die vor einem anhaltenden Kryptowinter warnen. Pessimistischere Marktbeobachter reden gar vom Ende der Krypto-Ära. Doch kann etwas, das so viele Anhänger gefunden hat, überhaupt je ganz verschwinden? Um diese Frage zu beantworten spricht Host Lena Jesberg in der heutigen Folge mit dem Handelsblatt Tech- und Finanzexperten Felix Holtermann. Er verrät, welche Errungenschaften der Krypto-Revolution am Ende noch bleiben. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
26 Minuten
Hohe Inflation, steigende Zinsen, schwindende Sicherheiten: All das bedeutet schwierige Zeiten für Tech-Werte und Krypto-Coins. Wo sich für Anleger jetzt dennoch Chancen ergeben könnten. Die Inflation lässt die Märkte nicht los. Auch im Mai haben die Verbraucherpreise in Deutschland wieder zugelegt. Die Teuerung lag hierzulande im letzten Monat bei 7,9 Prozent – Höchstwert seit beinahe 50 Jahren. Noch höher ist die Inflation in Übersee: Die Verbraucherpreise in den USA lagen im Mai 2021 ganze 8,6 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Die Fed wird voraussichtlich reagieren – und dafür weiter an der Zinsschraube drehen müssen. Medienberichten zufolge könnte die US-Notenbank noch in dieser Woche erhöhte Zinsschritte ankündigen. Eine Zinserhöhung ist grundsätzlich schlecht für Tech-Aktien und spekulative Assets – und eine steigende Inflation sowieso. Das zeigt sich in diesen Tagen einmal mehr am wichtigsten amerikanischen Tech-Index: Der Nasdaq verlor am Montag fast fünf Prozent, rutschte auf seinen niedrigsten Stand seit fast zwei Jahren. Und auch die älteste und wichtigste Kryptowährung der Welt, Bitcoin, stürzte zum Wochenbeginn weiter ab – um ganze 14 Prozentpunkte. Wie geht es nun weiter mit Tech-Anlagen? Welche Chancen und Risiken bieten Tech-Werte jetzt? Wo lohnt sich vielleicht ein Einstieg? Und wo zeichnen sich weitere Einbußen ab? Darüber spricht Host Agatha Kremplewski im „Tech-Deep Dive“ bei „Handelsblatt Today“ mit Finanzredakteur Andreas Neuhaus und New York-Korrespondentin Astrid Dörner. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
31 Minuten
Über viele Jahre hinweg hat sich Florian Koschat ein achtstelliges Vermögen aufgebaut. Wie er das geschafft hat – und was er Menschen rät, die es ihm gleichtun wollen Eine Million auf dem Konto: ein Traum, der hierzulande für immer mehr Menschen in Erfüllung geht. Die Anzahl der Millionäre ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Aktuell gibt es etwa 1,5 Millionen Menschen in Deutschland, die ein Vermögen von mehr als einer Million Euro besitzen – 2008 waren es noch 810.000. Einer, der zu diesem gut situierten Kreis zählt, ist Florian Koschat. Nach eigenen Angaben besitzt der 47-Jährige aktuell ein Vermögen im hohen zweistelligen Millionenbereich. Und er hat sich dieses Vermögen über viele Jahre hinweg selbst erarbeitet. Vom Tellerwäscher zum Millionär also – oder, um bei Koschats Lebenslauf zu bleiben: von Nebenjobs in der Immobilienbranche zum Investmentbanker und CEO mit achtstelligem Kontostand. Wie er das geschafft hat, verrät Florian Koschat in dieser Folge von „Handelsblatt Today“. Darin spricht Host Agatha Kremplewski mit dem Selfmade-Millionär über seinen Werdegang – und holt Tipps dazu ein, was es zu beachten gilt, um selbst zum Millionär zu werden. Außerdem: Seit rund zwei Wochen gilt in Deutschland der Tankrabatt. Doch die Spritpreise an den Tankstellen sinken nicht. „Es ist offenkundig das eingetreten, wovor viele Experten gewarnt hatten: Die Mineralölkonzerne streichen den Profit ein, die Verbraucherinnen und Verbraucher merken nichts von der Steuersenkung“, sagt deshalb Wirtschaftsminister Robert Habeck. Und will angesichts dessen nun das Kartellrecht verschärfen. Wie genau die Pläne Robert Habecks aussehen, warum sie mit dem Tankrabatt nur indirekt zusammenhängen und ob der Tankrabatt überhaupt noch zu retten ist, weiß Handelsblatt-Redakteur Julian Olk. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
28 Minuten
In der Ampelkoalition verhärten sich die Diskussionen um Änderungen in der Steuerpolitik. Dabei stehen sich vor allem Christian Lindner und Robert Habeck gegenüber. Wenn es nach dem Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck geht, zahlen Spitzenverdiener bald höhere Steuern. Damit will er mittlere und kleine Einkommen entlasten. Das ist jedoch nicht die einzige Wunschreform der Grünen. Sie plädieren außerdem für eine Sondersteuer für Kriegsgewinner. Eine solche Übergewinnsteuer beträfe vor allem Ölkonzerne. Die SPD sympathisiert mit diesen Ideen, während die FDP sie strikt ablehnt. Schon im Wahlkampf waren Steuerentlastungen ein Streitpunkt unter den späteren Koalitionsparteien. Auch deshalb hat man sich in den Gesprächen zur aktuellen Legislaturperiode im Bereich Steuerpolitik wenig vorgenommen. Doch seit der Invasion Russlands in der Ukraine hat sich einiges verändert. Ein Regierungsvertreter räumte ein, dass das zweite der beiden Entlastungspakete der Bundesregierung teilweise an den Menschen vorbeigegangen sei und möglicherweise sogar Inflationstendenzen befeuert habe. Echte Steuerentlastungen seien daher mitunter zielführender als ein Tankrabatt. Den Streit um Ent- und Belastungen bei der Steuer hat Politik-Redakteur Martin Greive genauer analysiert. In der heutigen Folge von „Handelsblatt Today“ spricht er mit Host Lena Jesberg unter anderem über Wahlversprechen, die Schuldenbremse sowie Kosten und Nutzen der diskutierten Steuerreformen. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
26 Minuten
Ab Juli wird die EZB die Zinsen erhöhen - erstmals seit mehr als einem Jahrzehnt. Viele Ökonomen halten diesen Schritt für überfällig. Aber er ist nicht ohne Risiko. Was die Zinswende für die Wirtschaft und die Aktienmärkte bedeuten könnte. Erstmals seit elf Jahren wird die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen im Juli erhöhen. Für die Währungshüter ist das ein radikaler Kurswechsel nach Monaten des Festhaltens an einer lockeren Geldpolitik. Nun kündigte EZB-Chefin Christine Lagarde in der entscheidenden Ratssitzung am Donnerstagnachmittag den Kurswechsel an. Im Podcast Handelsblatt Today spricht Host Mary Abdelaziz-Ditzow mit Handelsblatt-.Ökonomieexperte Jens Münchrath über den schwierigen Balance-Akt, den die EZB in ihrer Rolle als Hüter der Preisstabilität Europas bewältigen muss: Werden die Zinsen zu stark angehoben, könnte eine Rezession ausgelöst werden. Und: Die Zahlungsfähigkeit bestimmter Länder mit hohen Staatsschulden könnte durch einen Zinsanstieg gefährdet werden. Wenn die Zinsen zu spät angehoben werden, könnte die EZB hingegen ihr wichtigstes Ziel gefährden: Die Preisstabilität in Europa. Fakit ist: Die anhaltende Rekordinflation hatte den Druck auf die Währungshüter zuletzt immer mehr erhöht. Schon in den vergangenen Wochen hatte die EZB einem möglichen Kurswechsel deshalb in vielen Äußerungen den Weg bereitet. Besonders Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel war deutlich geworden: „Wir müssen jetzt handeln“, hatte sie postuliert. Außerdem: Selten vorher gab es eine Zeit, die so von Unsicherheit auf gesellschaftlicher, politischer aber auch wirtschaftlicher Ebene geprägt war, wie die jetzige. Genau in einer solchen Zeit ist es wichtig Ideen und Innovation zu erkennen. Das Handelsblatt veranstaltet zum zweiten Mal die Innovation-Week: Eine Woche voller Livestreams und Diskussionsrunden über Geschäftsmodelle, Technologien und Trends der Zukunft. Im Titeltalk erklärt Start-up Expertin Larissa Holzki, warum Deutschland unter einem Innovationsnotstand leidet und auf welche thematischen Schwerpunkte das Handelsblatt auf dem Innovation-Summit am 14. Juni setzt. *** Über diesen Link geht es zur kostenlosen Anmeldung für das Handelsblatt Innovation Summit: https://veranstaltungen.handelsblatt.com/innovation-summit/#wt_eid=2164129935185746228&wt_t=1655193562949 *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
31 Minuten
Die Inflation in den USA ist so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und Politik und Wirtschaft geben sich gegenseitig die Schuld daran. Wer hat recht? Und was bedeutet die hohe Teuerung für die Weltwirtschaft? Mit 8,3 Prozent ist die Inflation in den USA so hoch wie seit 40 Jahren nicht mehr. Das sorgt für Unmut - in der Bevölkerung, genauso wie in der Politik und im Wirtschaftswesen. Und niemand will sich so recht die Schuld für die Teuerung in die Schuhe schieben lassen. Zwischen der US-Regierung und den großen Konzernbossen des Landes herrscht deshalb jetzt Zoff. Jüngst hat US-Präsident Joe Biden die vermögendsten Unternehmen der USA dazu aufgefordert, sich am Kampf gegen die Inflation zu beteiligen. Das sorgte bei den CEOs des Landes für Entrüstung. Amazon-Gründer Jeff Bezos gab im Gegenzug den Stimulus-Programmen der Regierung die Schuld an der Inflation. Auch Tesla-Chef Elon Musk nahm Bidens Regierung in die Pflicht. Der Präsident und die US-Senatorin Elizabeth Warren wiederum konterten mit dem Vorwurf, die Wirtschaft habe die Preise künstlich nach oben getrieben. Wer trägt nun die Schuld an der hohen Inflation in Amerika? Die Wirtschaft? Die Politik? Und lässt sich diese Frage überhaupt so einfach beantworten? Darüber spricht Host Lena Jesberg in dieser Folge von „Handelsblatt Today“ mit dem USA-Experten und Buchautoren Josef Braml. Auch die jüngsten Forderungen der US-Handelskammer, mit Zollsenkungen gegen die Inflation vorzugehen, sind dabei Thema. Keine Gute Idee aus Sicht von Joe Biden, denkt USA-Experte Josef Braml: „Wenn er versuchen würden, die Zölle zurückzuschrauben, wäre Donald Trump wohl schnell wieder im Weißen Haus.“ Unabhängig davon ist für Josef Braml klar: „Der amerikanische Wirtschaftstanker ist alles andere als in sicheren Gewässern.“ Der Experte rechnet nicht damit, dass die Inflation in Amerika zeitnah wieder sinkt. Und er erwartet verheerende Folgen für die Aktienmärkte, prognostiziert sogar einen völligen Zusammenbruch dieser. „Wer jetzt noch in Aktien investiert ist, dem rate ich, rauszugehen“, sagt Braml. Und weiter: „Warten Sie bis der Crash erfolgt ist und gehen Sie dann wieder rein!“ *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
30 Minuten
Seit Wochen stagnieren die Kurse von Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Eine Chance für Anleger? Oder ein Grund mehr, lieber die Finger vom Kryptomarkt zu lassen? Kurzzeitig sah es am Montag so aus, als ginge es wieder nach oben mit dem Bitcoinkurs. Aber eben nur kurzzeitig: Nach einem kurzen Ausflug in Richtung der 32.000-Dollar-Marke kehrte die Kryptowährung schnell wieder in ihre zuletzt gewohnte Handelsspanne um 30.000 Dollar zurück. Am Dienstagnachmittag notierte sie schließlich bei rund 29.500 Dollar. Von ihrem Allzeithoch von mehr als 69.000 Dollar bleibt die älteste und wichtigste Kryptowährung weiterhin weit entfernt. Experten sprechen inzwischen schon von einem „Kryptowinter“. Auch deshalb, weil nicht nur die älteste und wichtigste Kryptowährung seit Wochen auf niedrigem Niveau stagniert: Auch andere Kryptowährungen wie Solana, Ethereum (Ether) und Cardano erleben derzeit stockende Kurse. Und die Crashs des Kryptoprojekts Terra und des Luna-Coins im Mai haben die Unsicherheit am Markt der digitalen Cyberdevisen jüngst weiter verstärkt. All das sei „sehr ungewöhnlich“, sagt Handelsblatt-Finanzredakteur Andreas Neuhaus. Normalerweise erhole sich zumindest der Bitcoinkurs schnell wieder von einem Tief. Derzeit aber bleibe diese Erholung aus. Sollten Anleger das als Warnsignal deuten? Oder ist womöglich genau jetzt der richtige Zeitpunkt, um in den Kryptomarkt einzusteigen? Im „Tech-Deep Dive“ bei „Handelsblatt Today“ erörtern Finanzredakteur Andreas Neuhaus, New York-Korrespondentin Astrid Dörner und Host Sonja Schlacht die neuesten Wendungen am Kryptomarkt. Und sie zeigen auf, mit welchen Risiken allzu optimistische Anlegerinnen und Anleger jetzt bei einem Einstieg in den Kryptomarkt rechnen müssen. Dabei erinnern die Experten des Handelsblatts auch an einen anderen „Kryptowinter“: Bereits 2018 hat der Bitcoin eine vergleichbare Eiszeit erlebt, nachdem die große Hype-Blase geplatzt war. Damals stürzte der Kurs der Kryptowährung um fast 80 Prozent ab. Allerdings: „Man darf nicht vergessen, wie gut sich der Markt danach wieder entwickelt hat“, gibt Dörner zu bedenken. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
23 Minuten
In einem Umfeld steigender Preise und Zinsen ist eine gute Anlagestrategie wichtig. Aktienanalyst Ulf Sommer beschreibt drei Wege, um das Geld vor dem Wertverfall zu schützen. Die Inflation in Deutschland ist im Mai auf 7,9 Prozent gestiegen. Um diesem Preisanstieg bei der Geldanlage entgegenwirken zu können und den Wert ihres Geldes zu erhalten, müssen Anlegerinnen und Anleger derzeit mindestens 7,9 Prozent jährliche Rendite erzielen. Ein vielversprechender Renditebringer waren lange Zeit Aktien. Doch steigende Preise und Zinsen drücken die Kurse. Im Podcast Handelsblatt Today Extended erklärt Aktienanalyst Ulf Sommer, warum Aktien mit der richtigen Strategie trotz allem die beste Assetklasse sind, um Kapital vor der Inflation zu schützen. Drei Methoden stellt Sommer in der aktuellen Folge vor. Zum einen können Anlegerinnen und Anleger auf günstige Börsenindizes setzen, die in Zukunft mit großer Wahrscheinlichkeit steigen werden. „Ich empfehle jedoch, nicht kürzer als drei Jahre mit dieser Strategie anzulegen“, erklärt Sommer. Der langfristige Anlagehorizont sollte auch bei der Auswahl der Indizes beachtet werden: Themen-ETFs führen laut Sommer möglicherweise zu Problemen. Sie bilden oftmals vorübergehende Moden ab, laufen somit also Gefahr, stark abzustürzen, wenn der Hype vorübergeht. Die zweite Strategie konzentriert sich auf Unternehmen, die Dividenden ausschütten. Die Auszahlung an die Aktionäre ist ein Zeichen dafür, dass das Unternehmen gewinnbringend gewirtschaftet hat. Das wichtigste Auswahlkriterium hierbei ist laut Sommer die Regelmäßigkeit. Die Dividendenrendite allein sei hingegen kein zuverlässiges Indiz bei der Aktienauswahl. Auch in Wachstumsaktien erkennt Sommer Potenzial für Anleger: „Aktien, die überdurchschnittlich stark steigen, wachsen anschließend in ihre hohen Bewertungen rein und liefern Gewinne“, sagt der Aktienanalyst. Diese Strategie sei somit weniger risikoreich, als sie zunächst scheint. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today Extended-Hörer: Jetzt Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € testen und immer informiert sein, wie Sie noch mehr aus Ihrem Geld machen können. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfakten
26 Minuten
Star-Investorin Verena Pausder plant in das junge Unternehmen zu investieren. Über die Vision von Fabit und das Schuldenproblem in Deutschland. Rund 6,16 Millionen Deutsche sind laut dem Schuldneratlas aktuell überschuldet. Konkret heißt das: 8,86 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind nicht mehr in der Lage laufende Rechnungen zu begleichen. Der Hauptgrund ist nach einer Analyse des Statistischen Bundesamtes nach wie vor die Arbeitslosigkeit. Doch während der Corona-Pandemie hat sich bei vielen Verbrauchern auch ein Nachholbedarf in Sachen Konsum entwickelt. Immerhin 36 Prozent gaben bei einer Umfrage an in den nächsten Monaten mit Hilfe von Krediten Anschaffungen für den Haushalt zu tätigen. Seitdem es bei vielen Finanzdienstleistern möglich ist seine Rechnungen verzögert zu bezahlen, ist das auch kein Problem mehr. Die Shopping-Philosophie „buy now, pay later“ greift besonders bei jungen Menschen in Deutschland immer stärker. Dass sie sich finanziell übernommen haben, bemerken viele Menschen erst dann, wenn die ersten Mahnungen bereits im Briefkasten gelandet sind. Doch wie können sich Überschuldete aus der finanziellen Notlage wieder befreien? Verena Pausder gehört zu einer der bekanntesten Investorinnen Deutschlands. Sie ist vor kurzem auf die App Fabit aufmerksam geworden, die dabei helfen soll private Finanzen besser planen zu können. Pausder hat das Geschäftsmodell überzeugt, weshalb sie plant in das Start-Up zu investieren. In der heutigen Folge Handelsblatt Today spricht sie mit Host Mary-Ann Abdelaziz-Ditzow darüber, was genau die Idee von Fabit ist und wie auch Privatanleger in Start-Ups investieren können. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen
29 Minuten
Die Deutsche Börse verkündet am Freitagabend die neue Zusammensetzung von Dax, MDax und SDax. Welche Unternehmen auf- und absteigen könnten – und was der Wechsel für Anleger bedeutet. Die Deutsche Börse überprüft regelmäßig die Zusammensetzung der Dax-Indizes. Am Freitagabend nach 22 Uhr steht erneut fest, welche Unternehmen ihren Rang halten können und welche zwischen SDax, MDax und Dax wechseln. Zuverlässige Prognosen gibt es bereits jetzt. Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall etwa verzeichnet aufgrund des Kriegs ein höheres Auftragsvolumen. Das ebnet den Weg in den Dax 40. „Auch eine Rückkehr des Hamburger Konsumgüterherstellers Beiersdorf in den Dax ist sehr wahrscheinlich, da bekannte Marken in unsicheren Zeiten eher gefragt sind“, erklärt Finanzredakteurin Susanne Schier im Podcast Handelsblatt Today. Beiersdorf setzt damit seine Reihe als Wackelkandidat fort. Erst im März 2021 ist das Unternehmen aus dem Dax geflogen, im Oktober dann wieder aufgestiegen, ehe es im März 2022 erneut weichen musste. Für aufsteigende Unternehmen Platz machen muss voraussichtlich der Nahrungsmittellieferant Delivery Hero. Aus Sicht der Aktionäre sei ein Aufstieg in die erste Börsenliga langfristig positiv zu bewerten, so die Handelsblatt-Expertin. Dax-Unternehmen erhielten mehr Aufmerksamkeit durch Analysten und internationale Investoren. Da die Aufsteiger meist jedoch einen relativ kleinen Anteil am Gesamtindex haben, sind die Rotationen für die Kursentwicklung laut Schier nicht übermäßig relevant. Außerdem: Bereits 2026 könnte die globale Durchschnittstemperatur 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen. Davon geht die Weltwetterorganisation WMO aus. Ein Temperaturanstieg in dieser Höhe birgt ernste Folgen für Mensch und Natur. Klimaforschende und Aktivisten deklarieren die 1,5-Grad-Marke daher oft als Obergrenze des allgemeinen Temperaturanstiegs. Um diese Grenze nicht zu überschreiten, muss Deutschland eine sinnhafte Energiewende schaffen. Im Freitag erscheinenden Wochenendtitel gibt das Handelsblatt Antworten auf 30 Fragen rund um die Energiewende. Im Podcast erklärt Handelsblatt-Redakteurin Catiana Krapp, wie Verbraucher jetzt bereits einen eigenen Beitrag leisten könnten. Der Host der Sendung ist Lena Jesberg. *** Exklusives Angebot für Handelsblatt Today-Hörer: Testen Sie Handelsblatt Premium 4 Wochen für 1 € und bleiben Sie immer informiert, was die Finanzmärkte bewegt. Mehr Informationen: www.handelsblatt.com/mehrfinanzen