- Startseite
- Podcasts
- superfromm Podcast
- Archiv
superfromm Archiv
308 Episoden
33 Minuten
Sie lachten über ihn. Nannten ihn "dreckigen Zigeuner". Zuhause gab's nur Streit und Stress. "Ich war ein Psycho", behauptet er von sich. Als das Leben keinen Sinn mehr machte, griff er zum Messer und wollte sich die Pulsadern aufschneiden. Ich habe ihn gefragt, wie er auf die Anfeindungen reagierte Wollte wissen, ob und wie er gegen die Sinnlosigkeit ankämpfte Habe ihn gefragt, ob sein Tötungsversuch lange geplant war Und ich wollte wissen, wie er heute lebt
36 Minuten
Er wollte immer schon Gangster werden. Selbst bestimmen, Gewalt ausüben, sich nehmen was anderen gehört. Er hat sein Ziel erreicht. An einem Morgen hat ihn ein Spezialkommando aus seinem Bett geholt. Untersuchungshaft, Gerichtsverhandlung, Verurteilung. Fast fünf Jahre wegen Erpressung, Raum, schwerer Körperverletzung. Als er wieder in Freiheit war, hat sich nichts geändert. Dann hat ihm Gott mit einem Baseballschläger eine verpasst. Sowasvon. Ich habe ihn gefragt, was ihn gereizt hat, diese Richtung einzuschlagen Wollte wissen, ob ihn Schläge glücklich machten Ihn gefragt, wie er die Zeit im Gefängnis überstanden hat Und ich wollte wissen, wie er heute lebt
30 Minuten
Es sollte ein schöner Sonntag-Nachmittag-Spaziergang werden. Der kleine Stefan fuhr auf seinem Fahrrad mit seinem Freund um die Wette. Kurze Zeit später kam der Freund alleine zurück. Aufgeregt und aufgelöst. Stefan sei gestürzt, sagte er. Und er blute am Knie. Das mit dem Knie war das kleinste Problem. Stefan lag auf der Straße und war nicht mehr ansprechbar. Die Notärzte machten der Mutter keine Hoffnung. Der Hubschrauber brachte ihn in eine Spezialklinik. Seither ist nichts mehr wie es war. Stefan überlebte. Aber der Preis war hoch. Sehr hoch. Ich habe die Mutter gefragt, wie sie diese Belastung aushalten konnte Ob sie sich nicht manchmal wünschte, dass er besser gestorben sei Wie sich ihr Leben und ihre Beziehungen dadurch veränderten Und ich wollte wissen, wie sie heute lebt
36 Minuten
Sie zog mit ihrer Mutter durch die Straßen. Die handelte mit Drogen, fuhr nach Amsterdam und versteckte den frisch gekauften Stoff in den viel zu großen Gummistiefeln ihrer Tochter. Die fand's spannend. Auch das Leben auf den Love-Waggon der Streetparade; den vielen Kinobesuchen, die Nächte auf den Bahnhöfen. Komisch wurde es immer dann, wenn ihre Freundinnen von daheim erzählten. Saubere Wäsche, schöne Kleider und am morgens das Frühstück. Bei ihren Freundinnen sah es immer schön aus. Sie lebte in einem Messi-Haushalt. Als ihre Mutter verhaftet wurde, kam sie zu einer Pflegefamilie. Von dort aus sollte sie ins Heim. Aber sie wehrte sich. Ich habe sie gefragt, wie sie heute über ihre Kindheit denkt Wollte wissen, ob sie mit ihrer Mutter noch Kontakt hat Hab sie gefragt, welche Auswirkungen das Erlebte in ihrem Leben hat Und ich wollte wissen, wie sie heute lebt
31 Minuten
Als sie vom Dorf in die große Stadt zieht, lässt sie ihren Glauben auch zurück. Die Tür zum echten Leben steht sperrangelweit offen und sie tanzt beglückt durch grelle Lichter. Viel zu schnell erweist sich das pralle Leben als ein falsches Versprechen. Sie steht allein da. Versuche, wieder mit dem Gott aus ihrem früheren Leben in Kontakt zu kommen, scheitern. Sie wird rebellisch und kämpft gegen diesen Gott. Heißt ihn alles und zeigt ihm den ausgestreckten Mittelfinger. Jeden Abend. Es wird zu einem Gute-Nacht-Ritual.
37 Minuten
Sein gewalttätiger Vater jagte ihn durch die Wohnung. Da war er gerade vier Jahre alt. In der Schule lebte er die Außenseiterrolle. Freunde hatte er keine. Um anzukommen, schloss er sich einer Rockergruppe an. Er schlug zu, zettelte Schlägereien an, verprügelte den Sohn seines Chefs. Freunde fand er bei den Rockern auch keine. Er wollte heiraten. Sie auch. Wenige Tage vor der Hochzeit stand ein anderer Typ in der Tür. Er ging nach Hause und wollte sich umbringen. Der Querbalken brach unter der Last zusammen. Er fand einen Job als Bodyguard. Eine Russen-Gang fand das gar nicht witzig. Sie zündeten sein Auto an und zerstörten seine Wohnung. Ein dreiviertel Jahr versteckte er sich. Und sie fanden ihn doch. Ich habe ihn gefragt, wie er seinen Versager-Modus ablegte Wollte wissen, warum er die Anerkennung bis zur Selbstverleugnung suchte Und: Wie er heute lebt
39 Minuten
In ihrer Krankenakte stand: "keine Chance!" Maßnahmen? Etwas gegen die Schmerzen. Lebenserwartung? Vier Jahre. Wenn überhaupt. Dann kam Gott ins Leben und versprach, ihr zu helfen. Die Metastasen sind weg, der Tumor ging zurück. Den Rollstuhl braucht sie nicht mehr und sie arbeitet wieder. Eine Geschichte voller Hoffnung, Vertrauen und Liebe!
40 Minuten
Von Jungs hat sie keine Ahnung. Wenn, dann wird der Erste geheiratet. Und Kinder. Natürlich. Plus vorne in der Gemeinde singen. Im Chor. Der Plan ging nicht auf. Ein Typ baggerte und schenkte ihr Klamotten. Verlangte hartnäckig ihre Telefonnummer. Baggerte weiter und schließlich ließ sie sich dazu überreden, seine Kumpels zu besuchen. Dort wurde sie vergewaltigt. Und ihr Lebenstraum rann durch den Duschabfluss. Aber: Schande abwaschen funktioniert nicht. Die Leute aus ihrem Bekanntenkreis behaupteten, dass sie von Dämonen besessen sei. Das gab ihr den Rest. Sie flüchtete aus ihrem Leben und wollte sterben.
32 Minuten
Jahrzehnte ist es die "Mutter". "Mama". Da, wenn man sie braucht. Am Telefon, wenn's nötig ist. Natürlich gab's auch Zoff. Hin und wieder. Schnell beruhigt und "alles gut". Und dann wird sie krank. Viel zu schnell geht's dem Ende entgegen. Nach der Beerdigung kommt die große Leere. Da war doch noch so viel, was sie hätte hören sollen... Ich habe meine Erzählerin gefragt, ... ob sie es als Erleichterung empfunden hat ... wie sie mit dem Verlust umgeht ... was sie ihrer Mutter noch hätte sagen wollen
32 Minuten
Sie kommt ins Schlafzimmer und findet ihren Mann. Er atmet nicht mehr, kann nicht wiederbelebt werden. Ihr bisschen Restglaube implodiert, als sich ihre Gemeinde gegen sie stellt. Noch bevor die Trauerfeier anfängt, beginnen die Verurteilungen. Sie ist am Ende und kann nicht mehr weiter. Will auch nicht. Damaris verurteilt alles und jeden, dass auch nur ein bisschen nach "fromm sein" riecht. Sie hasst die Christen. Ich habe sie gefragt, ... wie sich ihr Hass ausgewirkt hat ... wie sie die Jahre nach Dimitris Tod gelebt hat ... ob sie Rachegedanken hatte und diese auch umsetzte ... ob sie heute noch glauben kann
38 Minuten
Sie ist jung und will helfen. Fliegt nach Brasilien zu den Straßenkindern und verschenkt alles was sie hat. Auch ihr Leben. Damaris will sich ganz auf Gott verlassen, kommt an ihre Grenzen und erlebt eine Wagenladung voller Enttäuschungen. Auch von denen, die behaupten, Christen zu sein. Dann trifft sie einen ehemaligen Drogendealer und heiratet ihn nach zwei Wochen. Gemeinsam helfen sie Straßenkinder, fliehen nach kurzer Zeit aus dem Land und kommen nach Deutschland. Nach einer Zeit der Erholung kommt der Orkan zurück ins Leben. Heftiger als jemals zuvor. Ich habe sie gefragt, ... wieso sie noch an Gott glaubt ... warum sie es so lange bei den Straßenkindern ausgehalten hat ... ob sie Gott noch eine Chance gibt
37 Minuten
Sie kann sich noch daran erinnern, wie ihr schlecht wurde. Dann kam die Nacht. Als sie wieder aufwacht, piepst und pfeift es im Raum. Vermummte Menschen in weiten Anzügen wehen durch das Zimmer. Sie ist verkabelt, hat Schmerzen und ... sie hat keine Haare mehr. Menschen tauchen auf, die sie kennen müsste. Sollte. Mama, Papa, Geschwister... das alles schafft sie noch. Doch wer sind die anderen? Ein Teil des Gehirns wird nie mehr funktionieren, sagen die Ärzte. Ich habe sie gefragt, wie sie diesen Zustand ertragen hat. ... wie es ihr heute geht ... ob sie sich minderwertig vorkommt ... wie sie neue Freundschaften aufbaute
40 Minuten
Der große Auftritt steht bevor. Lange geprobt, immer wieder gefeilt ... und heute ist es soweit. Sie schaut nach draußen und sieht die vielen Leute in der Halle. Ihr wird schlecht. "Mama!" schreit sie noch und kippt um. Danach ist nichts mehr wie vorher. Notarzt, Hubschrauber, Spezialisten. Und immer an ihrer Seite: Mama. Sie muss alles neu lernen: Erinnern, schreiben, sprechen, gehen. So viel Frust, solche Schmerzen. Aber die beiden bleiben dran. Ich habe sie gefragt, ob sie nicht daran dachte, dass es vielleicht besser gewesen wäre, wenn ... Wie sie es schaffte, so lange am Ball zu bleiben? Wie ihre Kinder darauf reagierten, dass sie über Jahre im Krankenhaus lebte mit ihrer Tochter? Wie ihre Ehe das ausgehalten hat.
36 Minuten
Sie hat sich verliebt. Sowasvon! Alle zwei Wochen über 1.300 Kilometer gefahren. Und der Typ? Hat sich immer gefreut, wenn sie angerauscht kam. Zeit mit ihr verbracht, Geschichten erzählt. Irgendwann war's ihr zu wenig, zu unkonkret. Was will man Typen sagen, die nur Arbeit für ihren Job, Dienst und Aufgabe haben. Und? Wie reagiert so jemand auf eine krasse Ansage?!? Ich habe sie gefragt, wie sie die Warterei ausgehalten hat. Ob es noch einen Plan B gab. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie es ebenfalls viele Jahre überhaupt nicht checkte. Anderer Lebensbereich zwar, aber auch höchst interessant!
35 Minuten
Er kann kein Französisch. Hat in Neubrandenburg sein Herz verloren: an den Traumjob und die Traumfrau. Nicht geplant und doch passiert: Umzug nach Montpellier - eine Stadt fast in Sichtweite vom Mittelmeer. Der schöne Schein trügt: Die Kriminalitätsrate ist enorm, die Sprache schwierig, der Neuaufbau schwer. Ich habe ihn gefragt, wieso er Deutschland verlassen hat. Warum er diese Umgebung sich und seiner Familie zumutet. Was ihn dazu gebracht hat, sich dieser Herausforderung zu stellen.