Deutscher SteuerberaterTALK Archiv
24 Episoden
18 Minuten
Motivation mit Herz und Hirn – wie gute Führung in Steuerkanzleien gelingt und jeder mehr Eigenantrieb bekommen kann, hören Sie im Steuerberater-TALK in der Folge mit Dr. Volker Busch.
19 Minuten
Wie man junge Menschen für den Beruf des Steuerberaters begeistern kann, hören Sie in der Episode mit Fabian Walter, besser bekannt als Steuerfabi.
15 Minuten
Gute Vorsätze im Job verpuffen oft so schnell, wie sie gekommen sind. Wie man das ändern kann, erklären die beides Coaches Tanja Palzer und Hans-Jürgen Walter im Steuerberater-Talk.
22 Minuten
Abgerechnet wird zum Schluss. Warum Wirtschaftshilfen für Unternehmen und Steuerberater auch zum Boomerang werden können, erklären die Spezialistinnen Dorit Aurich und Nicole Riedemann im Steuerberater-TALK.
17 Minuten
Der Vorstandsvorsitzende von DATEV erwartet einen Digitalisierungsboost. Worauf er dabei setzt, erzählt er im Podcast zum Steuerberatertag.
25 Minuten
„Ich werde oft gefragt: Warum soll die Steuerberatung digital werden? Aber ich glaube sie sollen nicht digital werden – sie müssen digital werden!“ sagt Robert Mayr, CEO des beruffstandlichen IT-Dienstleisters und Softwareentwicklers DATEV. „Wir haben auch in der Krise gesehen, dass die Kanzleien, die sich dem Thema Digitalisierung verstärkt zugewandt haben, auch wirtschaftlich deutlich stabiler waren.“ Auch für die DATEV sei es eine intensive Zeit gewesen, erzählt Mayr: „Wir haben teilweise pro Woche über 10.000 Arbeitsplätze virtualisiert.“ Mayr, der nach seinem Studium der Betriebswirtschaftslehre in München erst als Referent der Treuhandanstalt in Berlin, dann in der Transaktionsberatung bei Deloitte war, ist seit 2014 im Vorstand der DATEV und seit 2016 Vorstandvorsitzender. Für Mayr ist Digitalisierung kein Selbstzweck, sondern ein Mittel um Steuerberatungen in vieler Hinsicht zukunftsfähig, aber auch nachhaltig und effizient zu machen, sagt er. „Durch Digitalisierung kann man auch mit schlankeren Prozessen arbeiten – und das wirkt sich direkt auf den Ressourcenverbrauch, aber natürlich auch die Personalressourcen aus“, sagt Mayr. „Die Begrifflichkeiten hängen einfach sehr eng zusammen!“ Über den Zusammenhang zwischen den drei für den Berufsstand essentiellen Themen Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Fachkräftesicherung spricht er in dieser Folge des SteuerberaterTALK.
21 Minuten
„Beim Gedächtnistraining geht es darum, verschiedene kognitive Fähigkeiten, die wir haben, die wir aber in unserem Arbeitsalltag vielleicht nicht nutzen, zu reaktivieren, zu trainieren und dadurch die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns wieder zu erhöhen“, sagt die Gedächtnistrainerin und Mediatorin Katja Widmann, die seit vielen Jahren auch als Coach arbeitet. Gedächtnistraining helfe nämlich nicht nur, konzentrierter zu arbeiten und Zahlen und Fakten besser zu verinnerlichen, sondern auch sich Problemen und Herausforderungen im Berufsalltag „besser und flexibler stellen zu können“, wie Widmann sagt. Wie beim Sport den Körper könne man durch entsprechende Trainings auch die Leistungsfähigkeit des Gehirns verbessern, indem man durch bestimmte Übungen und neue Impulse lerne „unterschiedliche Themenbereiche besser zu strukturieren und dadurch auch flexibler im Denken zu werden.“ Wie das konkret funktioniert und mit welchen Übungen man merkt, wie man denkt und was man weiß, erklärt Katja Widmann im Podcast.
24 Minuten
„Im Grunde sind es drei Faktoren, die den großen Erfolg von Firmen aus dem Silicon Valley in den vergangenen Jahren ausgemacht haben“, sagt Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Uwe Stengert, der außerdem Certified Public Accountant nach US-amerikanischem Recht und im US-amerikanischen Berufsverband aktiv ist. „Das wäre zum Ersten der unbedingt Erfolgswille, dann das Streben nach radikaler Innovation, die Prozesse nicht verbessern, sondern im besten Fall komplett abschaffen will – und drittens ist das das Management, das keine Hierarchien und Ebenen um ihrer selbst willen toleriert“, sagt Uwe Stengert im Podcast. Dagegen sei Deutschland generell, besonders aber die Steuerberater-Branche „manchmal ein bisschen traditionell“, wie Stengert es formuliert. Zum Beispiel würden viel zu wenige Kanzleien sich vom sprachlich Duktus der Steuerbehörden absetzen und ihre Kunden mit ähnlich bürokratischen Formulierungen ansprechen wie die Ämter – statt den Prozess verständlich zu erläutern und zu übersetzen. Insbesondere aber sei der Grad der Digitalisierung in deutschen Steuerkanzleien zu gering. „Wenn gerade mal 20 Prozent der Steuerberater in Deutschland die digitalen Möglichkeiten nutzen, muss ich sagen: Das ist erschreckend.“ Im Podcast erklärt Uwe Stengert, warum das für manche Kanzleien sogar existenzgefährdend werden kann – und wo die Zukunft der Kanzleien nach der Digitalisierung liegt.
18 Minuten
Deutschland steht vor dem zweiten Corona-Winter und die "Normalität" scheint weit entfernt. Für den steuerberatenden Berufsstand heißt das, der Weg in Richtung Digitalisierung muss weiter und möglicherweise noch konsequenter beschritten werden. Wer hier den Anschluss verliert, für den kann es eng werden, warnt Dr. Robert Mayr. Der Vorstandsvorsitzende der DATEV hat in der Anfangszeit der Pandemie wöchentlich bis zu 10.000 Arbeitsplätze aus Kanzleien in ganz Deutschland in mobile Arbeitsplätze umgewandelt. Die Branche habe sich wacker geschlagen, betont er im Gespräch, aber die Zeit stehe eben nicht still. Gerade wenn es um die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter*innen oder die Vereinfachung von Arbeitsprozessen bei höherer Wertschöpfung geht, biete die Digitalisierung riesige Chancen.
27 Minuten
Corona hat der Digitalisierung in Deutschland einen Schub gegeben. Das ist inzwischen vielfach zu sehen und unbestritten. Gleichzeitig hat die Pandemie viele Branchen hart getroffen und Arbeitsmodelle auf den Kopf gestellt. Beim Versicherer HDI wechselten ganze Büros in Rekordzeit ins Mobile Arbeiten, besonders für den Vertrieb war das eine enorme Herausforderung, erklärt Carsten Kock, Leiter der Geschäftsfelder „Automotive“ und „Belegschaften“, im SteuerberaterTALK. Viele haben die Chancen der Entwicklung genutzt, sagt auch HDI Vorstandsmitglied Christian Kussmann. Er mahnt gleichzeitig, die Risiken der rasanten Entwicklung nicht zu unterschätzen. Während im Rahmen der Pandemie die Zahl der Wohnungseinbrüche drastisch sank, stieg gleichzeitig die Zahl der Fälle von Datendiebstahl und Internetkriminalität. Besonders Branchen wie die der Steuerberatenden seien sehr gefährdet, ergänzt er. Für diese Herausforderungen hat der HDI die passenden Produkte entwickelt und tritt der Cyberkriminalität sogar präventiv entgegen.
21 Minuten
„Wir befinden uns in einer Art digitaler Pubertät und müssen lernen, mit den vielen Informationen umzugehen – das ist die Herausforderung unserer Zeit“, analysiert Prof. Dr. Volker Busch, Neurowissenschaftler und Psychologe an der Universität Regensburg. Unsere ständige Aufgabe sei es immerzu, auf den „sehr verlockenden Reiz der Information sehr besonnen zu reagieren“. Typische Folgen der Informationsflut sind Daueranspannung und Stress, sowie Leistungsverschlechterung und Produktivitätsverlust. Aber es gibt Möglichkeiten zum klugen Umgang mit Reizflut und Multitasking. Im Podcast erzählt Busch, warum die vielen wechselnden Aufgaben und die Flut an Nachrichten zu häufigen Ablenkungen und Unterbrechungen unserer Arbeit führen – und gibt Anregungen, wie wir die Kontrolle zurückbekommen können. Den Fokus zurückgewinnen auf das, was wichtig ist, müsse das Ziel sein. Die Impulskontrolle, nicht über jedes Informationsstöckchen zu springen, das jemand hinhält, sei „der Schlüssel zum Erfolg – und damit viel wichtiger als ein Intelligenzquotient“.
15 Minuten
„Die Digitalisierung und die Europäisierung gehören sicherlich zu den großen Themen der nächsten Jahre“ sagt Torsten Lüth, der neue Präsident des Deutschen Steuerberaterverbandes. „Europa ist so wichtig geworden, dass wir viele Themen schon heute im Europaparlament einbringen und mit der EU-Kommission diskutieren müssen.“ Mit dem neuen Amt wird Lüth, der privat ein ambitionierter Läufer ist, nicht nur regelmäßig in Berlin, sondern auch noch mehr im Austausch mit der Politik sein. „Wir sind auch in den Austauschrunden mit dem Finanz- und dem Wirtschaftsministerium eingebunden und das ist natürlich spannend – auch weil ich in vielen Runden der einzige Praktiker bin, der auch weiß, wie ein Antrag gestellt wird." Seiner neuen Rolle als Gastgeber des Deutschen Steuerberatertages sieht Torsten Lüth gespannt entgegen. Alle Erwartungen an die Konferenz, so ist sich Lüth sicher, werden auch mit der diesjährigen Home Edition erfüllt. Worauf er sich dort am meisten freut, erzählt er ebenfalls im Podcast.
18 Minuten
„Junge Unternehmerinnen werden auch heute von Steuerberatern oft nicht ganz ernstgenommen“, sagt die Steuerberaterin Carina Heckmann, die sich auf Gründerinnen und Soloselbständige, Assistentinnen, Coaches, Trainerinnen und Beraterinnen spezialisiert hat und außerdem das niedrigschwellige Informationsportal steuerleichtgemacht.de betreibt. „Für viele Mandantinnen bin ich der erste Kontakt in Sachen Steuern – meine jüngste Mandantin hat sich mit 16 selbständig gemacht.“ Heckmann, die mit Social Media aufgewachsen ist und die verschiedenen Kanäle privat kennen- und schätzen gelernt hat, erzählt im Podcast, dass viele ihrer Mandantinnen Angst vor der Steuer und dem Finanzamt hätten und überhaupt wenig Vorwissen hätten. „Steuern und Buchhaltung sind eher kein ‚sexy' Themen, deswegen will man sich damit auch nicht beschäftigen.“ Durch zielgruppengerechte Ansprache habe sie es aber geschafft, diesen jungen Unternehmerinnen zu helfen. Wie ihre Mandantinnen auf sie stoßen? „Es gibt verschiedene Wege zu mir: Instagram, Facebook-Nachrichten, e-Mails, Podcasts, in denen ich bin, andere kommen über Empfehlungen“ sagt Heckmann. „Nur anrufen tut heutzutage keiner mehr.“
40 Minuten
Dr. Jörg Grune und Prof. Rolf-Rüdiger Radeisen nehmen das sog. Mehrwertsteuer-Digitalpaket unter die Lupe. Am 1. Juli ist es so weit: Die derzeitige Versandhandelsregelung wird durch die Fernverkaufsregelung abgelöst. Damit sind die derzeitigen Regeln, die noch auf Überlegungen aus dem Jahr 1993 zurückgehen, passé. Was ändert sich konkret? An die Stelle der nationalen Lieferschwellen tritt eine europaweit einheitliche Geringfügigkeitsschwelle von 10.000 €. Damit dürften auch viele kleinere Unternehmen plötzlich in den Anwendungsbereich rutschen. Zum Glück kommt die Neuregelung mit einer verfahrensrechtlichen Erleichterung: Unternehmer können ihre im EU-Ausland steuerpflichtigen Fernverkäufe nämlich zentral über den sog. One-Stop-Shop melden. Aber Achtung! Radeisen und Grune betonen: „Wer das besondere Besteuerungsverfahren nutzen möchte, muss sich bis Ende Juni dafür registrieren.“
29 Minuten
„Fortbildungen sind heute oft noch sehr textlastig – das ist fast schon geführtes Lesen oder Lernkaraoke“ sagt Matthias Brockerhoff, Geschäftsführer der TeleTax, die digitale Fortbildungen zu steuerrechtlichen Themen anbietet. „Oft wird nur gefragt: Was muss man wissen? Und nicht: Wie erreicht man das? Also werden die Teilnehmer zugetextet.“ Für Brockerhoff, der sich seit 1995 mit e-Learning beschäftigt, werden die Stärken digitaler Lernformate auch heute noch zu wenig genutzt, weil Präsenzschulungen einfach vor den Monitor verlegt werden. „Schulungen über sechs Stunden sind anstrengend und machen keinen Spaß“, sagt Brockerhoff. Statt in Schulungen eine maximale Anzahl an Inhalte zu referieren, sollten die Teilnehmer*innen sich vor den Veranstaltungen vorbereiten können – und im Austausch mit den Referent*innen die Inhalte dann diskutieren und vertiefen. Dafür aber müssen sich auch die Kanzleien verändern, sagt Bockerhoff: „Es braucht eine Lernkultur in den Kanzleien“ sagt Brockerhoff. „Das heißt, dass seitens der Kolleginnen und Kollegen akzeptiert wird, dass Lernen Teil der Arbeitszeit ist.“