Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
9 Minuten
„Der Zufall bringt das Leben durcheinander, die Fiktion hingegen ordnet es.“
Simóns Zuhause ist das „Baraja“, die urige Kneipe seiner Eltern, von Tante und Onkel in Barcelona. Seine Familie sind auch die Gäste, die vom Leben gebeutelt sind und nicht mit ihren ureigenen Lebensweisheiten und schrägen Kommentaren sparen. Hier wächst der Junge auf. Sein bester Freund und zugleich Mentor ist der zehn Jahre ältere Rico, der mehr großer Bruder denn Cousin ist. Nach dem Trubel der Johannisnacht, in dem Simón und Rico gemeinsam um die Häuser ziehen, verschwindet der Ältere spurlos und lässt seinen jüngeren Cousin zurück, der in den kommenden Jahren lernen muss, dass das Leben andere Wege geht, als in seinen heißgeliebten Büchern beschrieben wird. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
Simóns Zuhause ist das „Baraja“, die urige Kneipe seiner Eltern, von Tante und Onkel in Barcelona. Seine Familie sind auch die Gäste, die vom Leben gebeutelt sind und nicht mit ihren ureigenen Lebensweisheiten und schrägen Kommentaren sparen. Hier wächst der Junge auf. Sein bester Freund und zugleich Mentor ist der zehn Jahre ältere Rico, der mehr großer Bruder denn Cousin ist. Nach dem Trubel der Johannisnacht, in dem Simón und Rico gemeinsam um die Häuser ziehen, verschwindet der Ältere spurlos und lässt seinen jüngeren Cousin zurück, der in den kommenden Jahren lernen muss, dass das Leben andere Wege geht, als in seinen heißgeliebten Büchern beschrieben wird. …
Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?
Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
1 Stunde 11 Minuten
Vortrag Laura Thüring: “Der ›Westmann‹ als Lebensentwurf. Tragik und Komik eines May’schen Figurentypus”
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
1 Stunde 22 Minuten
„Es war von Beginn an etwas da zwischen uns, und dazu noch unsere Vornamen, Maria und Marius.“ Während einer Reise in der Toskana bemerkt Marius, dass Maria sich ihm zunehmend entfremdet. Sie sind aus dem Urlaub zurück, da geschieht etwas, das ihre Beziehung für immer verändern wird. Ein Roman über die Liebe und ihr Scheitern, familiäre Verstrickungen, Eifersucht und Trauer sowie Momente des Glücks.
Michael Kleinherne, 1964 in Westfalen geboren, lebt seit 1991 in Eichstätt (Bayern). Er arbeitet – nach Promotion in Germanistik und Amerikanistik sowie längeren Auslandsaufenthalten in den USA, Finnland und Österreich – als freier Autor, Kulturjournalist (unter anderem Theaterkritiker für die Augsburger Allgemeine), Universitäts-Dozent und Englisch-Fachschullehrer. 2012 war er als Dramaturg am Stadttheater Ingolstadt tätig. Er unterrichtet Kreatives Schreiben an der Universität Eichstätt-Ingolstadt seit 2005. Dort organisiert und leitet er seit 2012 auch das jährliche Literaturfestival LiteraPur (mit namhaften Autoren wie U. Timm, S. Stanisic, N. Gomringer oder F. Zaimoglu). Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Autorenverband Franken. Außerdem gehört er einer Münchener Autorengruppe an, die sich regelmäßig mit dem Lektor Martin Hielscher zur Textbesprechung trifft. 2002 erhielt er den Reportagepreis der Akademie der Bayerischen Presse in München für einen Artikel über ein hyperaktives Kind. 2015 war er mit dem Kulturkanal Ingolstadt Kulturpreisträger der Stadt Neuburg/Donau. 2012 erschien sein Kurzgeschichtenband „Drehpause“ im Jos.Fritz Verlag Freiburg. Das Buch ist mittlerweile in der 3. Auflage erschienen und wird zurzeit für eine eventuelle Veröffentlichung in den USA ins Englische übersetzt. Eine von verschiedenen Rezensionen findet sich unter literaturkritik.de (Ausgabe April 2016, unter „Wiedergelesen und neugelesen: Debüts revisited“). 2014 kam die Novelle „Daniel“ im BP-Verlag Reichertshofen heraus. Sie wurde in der Sendung „Tagesgespräch“ im Bayerischen Rundfunk (Bayern2) vom 18.12.2014 als Lesetipp empfohlen. 2016 brachte der BP-Verlag den Roman „Die Aktion. Zwei Wochen im August“ heraus. Verschiedene Kurzgeschichten sind in unterschiedlichen Anthologien veröffentlicht worden. Er hat an der Übertragung von Gedichten des deutsch-russischen Autors Alexei Makushinsky ins Deutsche mitgearbeitet, welche in der Zeitschrift „Akzente 2/16“ enthalten sind. Kleinherne hat auf vielen Lesungen aus seinen Büchern gelesen. 2015 war er auf Einladung der University of Dallas am Dallas Goethe Center zu Gast.
Michael Kleinherne, 1964 in Westfalen geboren, lebt seit 1991 in Eichstätt (Bayern). Er arbeitet – nach Promotion in Germanistik und Amerikanistik sowie längeren Auslandsaufenthalten in den USA, Finnland und Österreich – als freier Autor, Kulturjournalist (unter anderem Theaterkritiker für die Augsburger Allgemeine), Universitäts-Dozent und Englisch-Fachschullehrer. 2012 war er als Dramaturg am Stadttheater Ingolstadt tätig. Er unterrichtet Kreatives Schreiben an der Universität Eichstätt-Ingolstadt seit 2005. Dort organisiert und leitet er seit 2012 auch das jährliche Literaturfestival LiteraPur (mit namhaften Autoren wie U. Timm, S. Stanisic, N. Gomringer oder F. Zaimoglu). Er ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftsteller und im Autorenverband Franken. Außerdem gehört er einer Münchener Autorengruppe an, die sich regelmäßig mit dem Lektor Martin Hielscher zur Textbesprechung trifft. 2002 erhielt er den Reportagepreis der Akademie der Bayerischen Presse in München für einen Artikel über ein hyperaktives Kind. 2015 war er mit dem Kulturkanal Ingolstadt Kulturpreisträger der Stadt Neuburg/Donau. 2012 erschien sein Kurzgeschichtenband „Drehpause“ im Jos.Fritz Verlag Freiburg. Das Buch ist mittlerweile in der 3. Auflage erschienen und wird zurzeit für eine eventuelle Veröffentlichung in den USA ins Englische übersetzt. Eine von verschiedenen Rezensionen findet sich unter literaturkritik.de (Ausgabe April 2016, unter „Wiedergelesen und neugelesen: Debüts revisited“). 2014 kam die Novelle „Daniel“ im BP-Verlag Reichertshofen heraus. Sie wurde in der Sendung „Tagesgespräch“ im Bayerischen Rundfunk (Bayern2) vom 18.12.2014 als Lesetipp empfohlen. 2016 brachte der BP-Verlag den Roman „Die Aktion. Zwei Wochen im August“ heraus. Verschiedene Kurzgeschichten sind in unterschiedlichen Anthologien veröffentlicht worden. Er hat an der Übertragung von Gedichten des deutsch-russischen Autors Alexei Makushinsky ins Deutsche mitgearbeitet, welche in der Zeitschrift „Akzente 2/16“ enthalten sind. Kleinherne hat auf vielen Lesungen aus seinen Büchern gelesen. 2015 war er auf Einladung der University of Dallas am Dallas Goethe Center zu Gast.
1 Stunde 11 Minuten
Vortrag Laura Thüring: “Der ›Westmann‹ als Lebensentwurf. Tragik und Komik eines May’schen Figurentypus”
Diskussion Laura Thüring: “Der ›Westmann‹ als Lebensentwurf. Tragik und Komik eines May’schen Figurentypus”
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
Diskussion Laura Thüring: “Der ›Westmann‹ als Lebensentwurf. Tragik und Komik eines May’schen Figurentypus”
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
1 Stunde 35 Minuten
Die Renaissance war eine Revolution, die erst Europa und dann die ganze Welt für immer veränderte. In seinem grandios erzählten Buch entfaltet der Historiker Bernd Roeck ein beeindruckendes Panorama dieser glanzvollen Zeit mit ihren vielfältigen Schauplätzen: von der Politik über die Religion bis zu den Künsten und der Philosophie. Zugleich erklärt er im Horizont der Globalgeschichte, wieso es ausgerechnet in Europa zu dieser einzigartigen Verdichtung von weltbewegenden Ideen und historischen Umwälzungen, von spektakulären Entdeckungen und künstlerischen Meisterleistungen kommen konnte.
Bernd Roeck, geboren 1953 in Augsburg/Deutschland, promovierte 1979 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seine Habilitation folgte 1987. Von 1986 bis 1990 war er Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig, Italien, dann, 1990, außerordentlicher Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg. Von 1991 bis 1999 hatte er den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Bonn inne. Darüber hinaus war er von 1996 bis 1999 gewählter Generalsekretär des Deutsch-Italienischen Zentrums Villa Vigoni (Deutsch-Italienisches Zentrum für Europäische Exzellenz) in Loveno di Menaggio am Comer See. Im Jahr 1999 wurde er auf den Lehrstuhl für Allgemeine und Schweizerische Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich/Schweiz berufen. Von 2009 bis 2011 war er Dekan der Philosophischen Fakultät. Im Jahr 2019 wurde Roeck emeritiert
Bernd Roeck, geboren 1953 in Augsburg/Deutschland, promovierte 1979 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Seine Habilitation folgte 1987. Von 1986 bis 1990 war er Direktor des Deutschen Studienzentrums in Venedig, Italien, dann, 1990, außerordentlicher Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg. Von 1991 bis 1999 hatte er den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Bonn inne. Darüber hinaus war er von 1996 bis 1999 gewählter Generalsekretär des Deutsch-Italienischen Zentrums Villa Vigoni (Deutsch-Italienisches Zentrum für Europäische Exzellenz) in Loveno di Menaggio am Comer See. Im Jahr 1999 wurde er auf den Lehrstuhl für Allgemeine und Schweizerische Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich/Schweiz berufen. Von 2009 bis 2011 war er Dekan der Philosophischen Fakultät. Im Jahr 2019 wurde Roeck emeritiert
38 Minuten
Vortrag Prof. Dr. Hartmut Vollmer: “Das Weitere liest man später. Die Kunst des Endes in Karl Mays Romanen” (Den Vortrag verliest krankheitshalber Florian Schleburg)
11 Minuten
Das Unwahrscheinliche – novellentheoretisch gesprochen: das Unerhörte – geschieht doch immer wieder auch in der Wirklichkeit oder ist in der Vergangenheit immer wieder Wirklichkeit geworden. Von solchen unwahrscheinlichen Zufällen, Verwicklungen und Entdeckungen handelt der bereits 2009 im französischen Original erschienene und nun von Claudia Marquardt glänzend ins Deutsche übertragene Roman von Fabrice Humbert, der im wirklichen Leben auch Gymnasiallehrer ist. …
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Den Text der Rezension finden Sie hier.
13 Minuten
Friedrich von Hardenberg, der sich später Novalis nannte, gilt bis heute als der Romantiker par excellence, als der einzige wahrhafte Dichter der deutschen Frühromantik. Dabei betrachtete er selbst seine „Schriftstellerei“ stets als „Nebensache“. Vielmehr bereitete er sich mit Eifer und Sorgfalt auf einen bürgerlichen Beruf vor. Nach einem erfolgreichen Jurastudium bildete er sich durch ein bergmännisches Studium und durch eigene intensive naturwissenschaftliche Studien weiter, um in der kursächsischen Salinenverwaltung seinen Lebensinhalt zu finden.
Von Thorsten Paprotny
Von Thorsten Paprotny
1 Stunde 12 Minuten
Was geschieht, wenn sich das Leben auf unvorhergesehene Weise ändert, unbemerkt zu Beginn, schleichend – manchmal schockhaft, wie ein Schlag ins Gesicht? “Vom Lügen und vom Träumen” erzählt von Figuren, die sich auf unterschiedliche Weise den Brüchen in ihren Biografien stellen: Salome macht die Erfahrung, nach vielen Jahren Ehe verlassen zu werden, weil Hannes in Berlin eine Musikerin kennengelernt hat. Diese wiederum erlebt als Jugendliche einen traumatischen Beginn im Westen, nachdem die Familie aus der DDR geflohen ist. Lilly wird indirekt Zeugin eines unerhörten Übergriffes der eigenen Chefin – und muss sich fragen, wem ihre Loyalität gilt. In starken Szenen, die erstaunt und atemlos zurücklassen, zwingt die Autorin ihre Figuren zu Entscheidungen von Tragweite, welche sich manchmal als falsch erweisen und Lüge, Verrat, Verschweigen provozieren. Den Gefährdungen von Innen und Außen zu trotzen, Frohsinn, Leichtigkeit, Geglücktes
zu erkennen, all dies schwingt in den Geschichten mit. Es ist Vergnügen und Herausforderung zugleich, dem dichten Geflecht von Verweisen zu folgen, Zusammenhänge zu deuten und in bangen Vermutungen bestätigt zu werden. Birgit Müller-Wieland ist ein großartig komponierter Roman in sechs Geschichten gelungen, dessen einzelne Stimmen erst im Zusammenspiel ihre Komplexität und Raffinesse entfalten. …
Birgit Müller-Wieland wurde 1962 in Oberösterreich geboren. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg, Promotion über „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Schreibt Gedichte, Prosa, Essays, Libretti. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Förderungen (u. a. den Rauriser Förderungspreis, das Adalbert-Stifter-Stipendium, das Stipendium des Berliner Senats) und wurde u. a. mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis, dem Harder Literaturpreis, dem Tübinger Würth-Preis ausgezeichnet. 2015/16 wurde ihr das Projektstipendium des Bundeskanzleramtes für ihre Lyrik zuerkannt. 2017 wurde ihr Roman „Flugschnee“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert. Für ihr aktuelles Buchprojekt erhielt sie das Projektstipendium 2019/20 des BKA. Birgit Müller-Wieland lebt nach elf Jahren Berlin nun in München.
zu erkennen, all dies schwingt in den Geschichten mit. Es ist Vergnügen und Herausforderung zugleich, dem dichten Geflecht von Verweisen zu folgen, Zusammenhänge zu deuten und in bangen Vermutungen bestätigt zu werden. Birgit Müller-Wieland ist ein großartig komponierter Roman in sechs Geschichten gelungen, dessen einzelne Stimmen erst im Zusammenspiel ihre Komplexität und Raffinesse entfalten. …
Birgit Müller-Wieland wurde 1962 in Oberösterreich geboren. Studium der Germanistik und Psychologie in Salzburg, Promotion über „Die Ästhetik des Widerstands“ von Peter Weiss. Schreibt Gedichte, Prosa, Essays, Libretti. Für ihre Bücher erhielt sie zahlreiche Förderungen (u. a. den Rauriser Förderungspreis, das Adalbert-Stifter-Stipendium, das Stipendium des Berliner Senats) und wurde u. a. mit dem Reinhard-Priessnitz-Preis, dem Harder Literaturpreis, dem Tübinger Würth-Preis ausgezeichnet. 2015/16 wurde ihr das Projektstipendium des Bundeskanzleramtes für ihre Lyrik zuerkannt. 2017 wurde ihr Roman „Flugschnee“ auf die Longlist des Deutschen Buchpreises nominiert. Für ihr aktuelles Buchprojekt erhielt sie das Projektstipendium 2019/20 des BKA. Birgit Müller-Wieland lebt nach elf Jahren Berlin nun in München.
1 Stunde 27 Minuten
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
1 Stunde 29 Minuten
Fitzgerald Kusz hat den fränkischen Dialekt literaturfähig gemacht. Seine neuen Gedichte verstehen sich als Teil der universellen »Weltsprache der Poesie«. Autobiografisches steht neben engagierten Gedichten zu Lockdown, Zukunft und Natur. Sein Ton ist stets unverwechselbar. Melancholie oszilliert mit Humor. Kusz stellt sich mit nie nachlassender Energie der Wirklichkeit. In seinen Gedichten erkennt sich der Franke wieder.
Und der Rest der Welt erkennt darin den Franken.
Fitzgerald Kusz, 1944 in Nürnberg geboren, gilt als Pionier der fränkischen Mundartdichtung. Mit seinem Theaterstück »Schweig, Bub!« erlangte er im gesamten deutschsprachigen Raum Bekanntheit. Für sein umfangreiches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Wolfram-von Eschenbach-Preis, dem Nürnberger Kulturpreis und dem Bayerischen Dialektpreis.
Und der Rest der Welt erkennt darin den Franken.
Fitzgerald Kusz, 1944 in Nürnberg geboren, gilt als Pionier der fränkischen Mundartdichtung. Mit seinem Theaterstück »Schweig, Bub!« erlangte er im gesamten deutschsprachigen Raum Bekanntheit. Für sein umfangreiches Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Wolfram-von Eschenbach-Preis, dem Nürnberger Kulturpreis und dem Bayerischen Dialektpreis.
8 Minuten
Die belgische Autorin Amélie Nothomb (* 1967) verbrachte ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines Diplomaten hauptsächlich in Fernost – derzeit lebt sie jedoch in Brüssel und Paris. Nothombs unverwechselbarer Humor, ihre spannenden Geschichten aus den bösesten Ecken der menschlichen Psyche, die Verknüpfung bekannter Fabeln, Mythen und Märchen mit autobiografischen Episoden – dies sind nur einige faszinierende Aspekte dieser fabelhaften Autorin.
„Ambivalenz“ (Les prénoms épicènes, 2018), aus dem Französischen übersetzt von Brigitte Große, ist einerseits eine tragikomische Befreiungsgeschichte über Liebe, Rache und Vergeltung.
Andererseits beschäftigt die Autorin sich mit Vater-Tochter-Dynamiken und dem Wert von gesellschaftlichem Ansehen.
Als die schöne Reine Claude für den erfolgreicheren Jean-Louis verlässt, schwört Claude, sich an Reine zu rächen. Er verführt die naive Dominique und beginnt ein raffiniertes Lügenkonstrukt zu errichten, um seinen großen Racheplan makellos auszuführen.
Alles verläuft nach Plan – bis nichts mehr nach Plan verläuft.
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l’Académie française, für ›Premier Sang‹ den Prix Renaudot 2021. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.
„Ambivalenz“ (Les prénoms épicènes, 2018), aus dem Französischen übersetzt von Brigitte Große, ist einerseits eine tragikomische Befreiungsgeschichte über Liebe, Rache und Vergeltung.
Andererseits beschäftigt die Autorin sich mit Vater-Tochter-Dynamiken und dem Wert von gesellschaftlichem Ansehen.
Als die schöne Reine Claude für den erfolgreicheren Jean-Louis verlässt, schwört Claude, sich an Reine zu rächen. Er verführt die naive Dominique und beginnt ein raffiniertes Lügenkonstrukt zu errichten, um seinen großen Racheplan makellos auszuführen.
Alles verläuft nach Plan – bis nichts mehr nach Plan verläuft.
Amélie Nothomb, geboren 1967 in Kobe, Japan, hat ihre Kindheit und Jugend als Tochter eines belgischen Diplomaten hauptsächlich in Fernost verbracht. In Frankreich stürmt sie mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten und erreicht Millionenauflagen. Ihre Romane erscheinen in über 40 Sprachen. Für ›Mit Staunen und Zittern‹ erhielt sie den Grand Prix de l’Académie française, für ›Premier Sang‹ den Prix Renaudot 2021. Amélie Nothomb lebt in Paris und Brüssel.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.
1 Stunde 1 Minute
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie
1 Stunde 23 Minuten
Endlich: Italien – so schön, so farbig wie beim ersten Mal
Als wir nicht aus dem Land durften, haben wir erst verstanden, wie kostbar das Reisen ist. Wie oft haben wir in Gedanken die Koffer gepackt und sind nach Süden aufgebrochen?
Stefan Ulrich hat sich vorgenommen, das Land, das er von Kindheit an kennt, in dem er gearbeitet hat, dem er seine großen Bucherfolge verdankt, völlig neu zu erleben, zu erschmecken, zu erfahren. Autobahnen sind tabu, Nebenstraßen Pflicht, Zeit spielt keine Rolle, Reisen im elementaren Sinne. Er lässt sich treiben von den Alpen bis zum Ätna, macht Station, wo er noch nie war, trifft Menschen, die ihm dieses uralte Faszinosum Italien noch näherbringen.
„Und wieder Azzurro“ ist eine Liebeserklärung an das Sehnsuchtsland von Deutschen, Österreichern und Schweizern.
Stefan Ulrich, geboren 1963, berichtete acht Jahre lang für die ›Süddeutsche Zeitung‹ aus Rom und Paris. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Familie an der Isar. Seine Bücher sind SPIEGEL-Bestseller. ›Quattro Stagioni‹ wurde für die ARD verfilmt. Stefan Ulrich wurde für seine Arbeit als Journalist und Schriftsteller unter anderem mit dem Deutsch-Italienischen Journalistenpreis und mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.
Vor Beginn der Veranstaltung wurde auf die 100. Sendung der Reihe Hörbahn on Stage angestoßen.
Als wir nicht aus dem Land durften, haben wir erst verstanden, wie kostbar das Reisen ist. Wie oft haben wir in Gedanken die Koffer gepackt und sind nach Süden aufgebrochen?
Stefan Ulrich hat sich vorgenommen, das Land, das er von Kindheit an kennt, in dem er gearbeitet hat, dem er seine großen Bucherfolge verdankt, völlig neu zu erleben, zu erschmecken, zu erfahren. Autobahnen sind tabu, Nebenstraßen Pflicht, Zeit spielt keine Rolle, Reisen im elementaren Sinne. Er lässt sich treiben von den Alpen bis zum Ätna, macht Station, wo er noch nie war, trifft Menschen, die ihm dieses uralte Faszinosum Italien noch näherbringen.
„Und wieder Azzurro“ ist eine Liebeserklärung an das Sehnsuchtsland von Deutschen, Österreichern und Schweizern.
Stefan Ulrich, geboren 1963, berichtete acht Jahre lang für die ›Süddeutsche Zeitung‹ aus Rom und Paris. Heute lebt er als freier Schriftsteller mit seiner Familie an der Isar. Seine Bücher sind SPIEGEL-Bestseller. ›Quattro Stagioni‹ wurde für die ARD verfilmt. Stefan Ulrich wurde für seine Arbeit als Journalist und Schriftsteller unter anderem mit dem Deutsch-Italienischen Journalistenpreis und mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.
Vor Beginn der Veranstaltung wurde auf die 100. Sendung der Reihe Hörbahn on Stage angestoßen.
1 Stunde 29 Minuten
Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie