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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
15 Minuten
Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem Kirmesmörder gerät eine ganze Region in Panik. Als Jürgen Bartsch schließlich gefasst wird, fordern die Menschen Vergeltung

Vita:

1959 in Wuppertal geboren – in Köln aufgewachsen

1986 Studium Germanistik, Sozialwissenschaften, Sport in Aachen abgeschlossen

10 Jahre in Herford, seit 1996 in Leverkusen wohnhaft

geschieden, fünf mittlerweile erwachsene Kinder, Oberstudienrätin an einem Berufskolleg

nebenberuflich Referentin an Erwachsenenbildungseinrichtungen, Autorentätigkeit seit 1999, Lektorat und Herausgeberschaft

Schwerpunkt Kurzprosa und Hörspiele, aber auch Erzählungen, Drehbücher, Theaterstücke

viele Auszeichnungen und Veröffentlichungen

Das Gespräch wurde auf unserem Stand bei der Leipziger Buchmesse 2016 aufgezeichnet.
15 Minuten
Langenberg, 1966. Der Fall Bartsch erschütterte die Nachkriegs-BRD wie kein anderes Kapitalverbrechen. Jürgen Bartsch, der nach einer Kindheit voller Kälte und Missbrauch zu einem sadistischen Soziopathen wurde, lockt Kinder von Kirmesplätzen in Essen und Umgebung, um sie zu quälen, zu missbrauchen und zu ermorden. Bei der Jagd nach dem Kirmesmörder gerät eine ganze Region in Panik. Als Jürgen Bartsch schließlich gefasst wird, fordern die Menschen Vergeltung

Vita:

1959 in Wuppertal geboren – in Köln aufgewachsen

1986 Studium Germanistik, Sozialwissenschaften, Sport in Aachen abgeschlossen

10 Jahre in Herford, seit 1996 in Leverkusen wohnhaft

geschieden, fünf mittlerweile erwachsene Kinder, Oberstudienrätin an einem Berufskolleg

nebenberuflich Referentin an Erwachsenenbildungseinrichtungen, Autorentätigkeit seit 1999, Lektorat und Herausgeberschaft

Schwerpunkt Kurzprosa und Hörspiele, aber auch Erzählungen, Drehbücher, Theaterstücke

viele Auszeichnungen und Veröffentlichungen

Das Gespräch wurde auf unserem Stand bei der Leipziger Buchmesse 2016 aufgezeichnet.
22 Minuten
Marlisa Thumm ist ausgebildete Erzählerin – sie lebt mit und in ihren Geschichten und verzaubert ihre Zuhörer sowohl mit Worten als auch mit ausdrucksstarken Gesten. Marlisa Thumm erzählte während fünf Jahren monatlich im „Erzählcafé – Geschichten à la Carte“ und ermunterte dort auch Erzählanfänger zur Bühnenerfahrung.

Seit Mai 2009 erzählt sie mit den „Geschichtenspinnern“ im Abendprogramm im Werkhaus in München.

Eine Vielzahl ihrer Geschichten stammen aus eigener Feder, u.a. mit einer großen Liebe zu Griechenland. Außerdem verwandelt sie auch so manches poetische Thema mit Ölfarbe zu einem farbenfrohen Gemälde. (Studium der Malerei in Athen).

Marlisa Thumm gehört ebenso zu den aktiven Laienschauspielern des „Ökumenischen Erzähltheaters München“ unter Leitung von Reinhard Mentele.

Hintergrundgespräch

Nach ihrer Erzählung hat Marlisa Thumm im Gespräch mit Uwe Kullnick von ihrem Schaffen, den Herausforderungen, Methoden und Freuden des Geschichtenerzählens berichtet.
37 Minuten
Marlisa Thumm ist ausgebildete Erzählerin – sie lebt mit und in ihren Geschichten und verzaubert ihre Zuhörer sowohl mit Worten als auch mit ausdrucksstarken Gesten. Marlisa Thumm erzählte während fünf Jahren monatlich im „Erzählcafé – Geschichten à la Carte“ und ermunterte dort auch Erzählanfänger zur Bühnenerfahrung.

Seit Mai 2009 erzählt sie mit den „Geschichtenspinnern“ im Abendprogramm im Werkhaus in München.

Eine Vielzahl ihrer Geschichten stammen aus eigener Feder, u.a. mit einer großen Liebe zu Griechenland. Außerdem verwandelt sie auch so manches poetische Thema mit Ölfarbe zu einem farbenfrohen Gemälde. (Studium der Malerei in Athen).

Marlisa Thumm gehört ebenso zu den aktiven Laienschauspielern des „Ökumenischen Erzähltheaters München“ unter Leitung von Reinhard Mentele.

Hintergrundgespräch

Nach ihrer Erzählung hat Marlisa Thumm im Gespräch mit Uwe Kullnick von ihrem Schaffen, den Herausforderungen, Methoden und Freuden des Geschichtenerzählens berichtet.
11 Minuten
Anja Rützel ist gerne alleine – und steht damit ziemlich einsam da. Aber warum ist das Leben als Einzelmensch eigentlich so negativ belegt? Braucht die Einsamkeit vielleicht einfach nur einen guten Imageberater? Anja Rützel forscht nach, was hinter dem menschlichen Drang zum Zusammenglucken steckt, und lernt, ihr Solo-Leben richtig zu lieben (und dass es nicht immer eine gute Idee ist, ausgerechnet in einem Jodelkurs neue Freunde finden zu wollen). 

Mit ihrem unvergleichlichen Sinn für Hintergründiges, Zwischenmenschliches und Abstruses nähert sie sich einem ernsten Thema von einer ganz neuen Seite.  Quelle Amazon

Eine Rezension von Romy Traeber

gelesen von Uwe Kullnick

Den Text zur Rezension finden Sie hier.

Alle Radio-Rezensionen finden Sie hier.
29 Minuten
Eine Reise durch das Land der aufgehenden Sonne wirft für Europäer einige Fragen auf. Wie gut, dass Christian Callo im roten Tor und einem trinkfreudigen Kobold wissende und auskunftsfreudige Begleiter gefunden hat.

Den Artikel finden Sie hier

Sprecher ist Uwe Kullnick
18 Minuten
Wenn man die Elemente des Titels “Dämmerungswelten” zu “Weltendämmerung” umkehrt, so ist das lyrische Ich mit der Dämmerung der Welt konfrontiert, einer Aufgabe, die globaler nicht sein könnte.

Sprecher ist: Uwe Kullnick

Alexander Bertsch

1940 in Heilbronn geboren. Studium der Literaturwissenschaft, Philosophie und Musik in Tübingen und Stuttgart. Er lebt heute in Abstatt bei Heilbronn. 1987 erschien der Lyrikband Fluchtpunkte, es folgten die Romane Wie Asche im Wind (1993), Die endliche Reise (1999), Die Liebe, die Kunst und der Tod (2004), der Erzählband Philemons Aufzeichnungen (2006), sowie der Lyrikband Dämmerungswelten (2010). 2014 erschien der Roman Eine Sinfonie der Welt, 2015 die Fluchtgeschichte Kein Fährmann wartet am Totenfluss und 2017 der Kriminalroman Mörderische Ausgrenzungen. Außerdem schrieb Bertsch Texte für literarisches Kabarett und Theaterstücke: Träume flussabwärts (Musical, 1993), Käthchen in verschiedenen Varianten für das Theaterschiff Heilbronn (1995/96). Die listigen Weiber von Weinsberg (Schauspiel mit Musik, Weibertreufestspiele 2000), Letzte Tage in Marseille – Arthur Rimbaud, Schauspiel (Theaterschiff Heilbronn 2013). Teilnahme mit Textbeiträgen an dem Kulturprojekt ‚Segni die Pace‘ (Zeichen des Friedens) der Universität Rom (2001).
24 Minuten
Conrad Ferdinand Meyer wurde 1825 in Zürich geboren. Er freundete sich als sechsjähriger mit der zwei Jahre jüngeren Johanna Spyri an. Jene Autorin, die später mit ihren Heidi-Romanen weltberühmt werden sollte. Meyer lebt bis zum 50. Lebensjahr mit seiner Schwester Betsy zusammen, die ihm Beraterin und Sekretärin ist. Er spricht und schreibt Deutsch und der Französisch, übersetzt umfangreich in beide Richtungen und schreibt schließlich auf Deutsch einen Roman und zehn Novellen, die zu den wichtigsten Texten aus der Schweiz des 19. Jahrhunderts zählen. 1898 stirbt Conrad Ferdinand Meyer in Kilchberg bei Zürich nach langer Krankheit in schwerer Depression. Meyer ein Schweizer Dichter des Realismus, der (insbesondere historische) Novellen, Romane und Lyrik geschaffen hat. Er gehört mit Gottfried Keller und Jeremias Gotthelf zu den bedeutendsten deutschsprachigen Schweizer Dichtern des 19. Jahrhunderts.

Sprecher ist Uwe Kullnick
11 Minuten
Das Weiße Haus unter Präsident Franklin D. Roosevelt. Nicht nur Politik stand hier im Mittelpunkt. Auch die Affäre der First Lady. Im Gegensatz zu heute wurde sie nicht ausgeschlachtet, weder vom politischen Gegner, noch von den Medien. Zum Leidwesen der Betroffenen. Sie haben es bedauert, dass ihre Geschichte nie erzählt wurde. Eleanor Roosevelt und die junge Journalistin Lorena Hickok. 

Folgen Sie dem Link zum Artikel, um die Betrachtung der Coverfotos mit mir zu teilen und entdecken Sie ganz nebenbei eine kleine Aktion zum Welttag des Buches. Sie können den Roman in bester Begleitung in Ihren Regierungssitz lotsen.

Hier geht es zum Artikel 
6 Minuten
Bücher über die Herkunft verbreiteter Sprichwörter gibt es wie Sand am Meer. Und mit dem deutschen Sprachgebrauch kennt Matthias Heine sich aus, wie wir bereits aus früheren Publikationen wissen. Nun aber ist sein Buch Mit Affenzahn über die Eselsbrücke erschienen, das sich insbesondere den tierlichen Hauptfiguren unserer alltäglichen Sprache widmet: „Wann wird der Hund in der Pfanne verrückt? Was tun, wenn es wie Hechtsuppe zieht? Und warum ist das Leben kein Ponyhof?“

Eine Rezension von Daphne Tokas

gelesen von Uwe Kullnick

Den Text zur Rezension finden Sie hier.

Alle Radio-Rezensionen finden Sie hier.
52 Minuten
Jeder, der schreibt, kennt Literaturagenten! Wirklich? Was tun sie eigentlich? Wie geht das, Bücher an Verlage vermitteln? Was hab ich als Autor*In davon? Welche Probleme gibt es dabei?

Lizenzen, Übersetzungen, Rechte, Verwertungen usw. Welche Rolle spielen Literaturagenten,  welche der Autor/die Autorin dabei. Ist das alles nur ein hartes Geschäft oder ist  es mehr?

Die Münchner Literaturagenten Michaela und Klaus Gröner beantworteten diese und andere Fragen. Sie erklären Zusammenhänge, nennen Fakten und erzählen von ihrer Arbeit. Sie erzählen von Dingen, die Autor*Innen, die noch keinen Agenten haben wissen sollten.

“literatur vermittelt“, sagen die Interviewten.

Bücher zu schreiben ist eine, sie an gute Verlage zu bringen eine ganz andere Sache. Hierbei können Literaturagenten helfen.

Das Gespräch wurde im Studio des Literatur Radio Hörbahn aufgezeichnet.

Hier die Kontatdaten und weitere Infos:

erzähl:perspektive

Literaturagentur Michaela Gröner & Klaus Gröner GbR

Büro 1: Hohenzollernstraße 69 • D – 80796 München

Büro 2: Karl-Theodor-Str. 82 • D – 80803 München

t +49 (0)89 20 33 99 26 • f +49 (0)89 20 33 99 25 

info@erzaehlperspektive.de • www.erzaehlperspektive.de

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Manuskriptzusendungen
13 Minuten
Am 7. Mai 1770 wurde Lessing in meiner Heimatstadt Wolfenbüttel Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. Er wurde am 22. Januar 1729 in Kamenz, Markgraftum Oberlausitz geboren und starb am 15. Februar 1781 in Braunschweig. Er gilt als bedeutender Dichter der deutschen Aufklärung. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften, die vor allem dem Toleranzgedanken verpflichtet sind, hat dieser Aufklärer der weiteren Entwicklung des Theaters einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffentliche Wirkung von Literatur nachhaltig beeinflusst. Lessing ist der erste deutsche Dramatiker, dessen Werk bis heute ununterbrochen in den Theatern aufgeführt wird. Hier nun kommt er mit seiner Lyrik zu Wort.

Sprecher ist Uwe Kullnick
1 Stunde 39 Minuten
LITERATUR RADIO HÖRBAHN hat mitgeschnitten. URAUFFÜHRUNG vom Donnerstag, 18. April 2019 “Die Enthauptung des Glücks” – Uraufführung in der Lichtbühne München

Theaterfarce nach einer Idee von Herbert Klocke

Hans Luckner, mittelloser (Lebens-)Künstler und naiver Romantiker, ist bis über beide Ohren in die erfolgreiche Kickboxerin Sarah Schwarzmann verliebt. Sarah scheint für ihn allerdings ebenso unerreichbar wie sein beruflicher Durchbruch. Denn sie hat den reichen und übergewichtigen Rennfahrer Peter McPride an ihrer Seite. In den Medien wird bereits eifrig über die Hochzeit des ungleichen Paares spekuliert. Mehr noch als Sarah stehen ihre beiden Schwestern Selina und Sophia für das tägliche Spiel mit dem organisierten Schein. Die beiden „Unternehmerinnen“ beherrschen die Klaviatur der sozialen Medien; sie manipulieren als öffentliche Personen ihre Fans und Follower, wie und wo sie nur können… DIE ENTHAUPTUNG DES GLÜCKS zeigt, wie sich ein Mensch auf der Suche nach dem Glück verrennen und den Blick für jegliche Realität verlieren kann. Hans Luckner hält sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, kämpft in wirren Briefen verzweifelt um die Liebe seines Lebens und verstrickt sich mit seinen Gedanken in sich zeitweise zu Halluzinationen auswachsenden Fantasien. DIE LICHTBÜHNE lässt in dieser Farce zwei Welten aufeinanderprallen: Auf der einen Seite das Universum des einer verschrobenen Form der Romantik verfallenen Mannes, auf der anderen Seite das Universum des Fakes – verkörpert von den durchtriebenen Schwarzmann-Schwestern. Im Mittelpunkt stehen dabei die Fragen, wer wir wirklich sind und was wir tatsächlich nach außen hin darstellen (wollen). Denn: Selbstbild und Fremdbild beeinflussen sich gegenseitig. Und: Die Menschen sind sich ihrer verzerrten Selbstwahrnehmung oftmals nicht bewusst.

Vita:

Herbert Klocke (Jahrgang 1959) ist Schriftsteller und Liedermacher. Der gebürtige Westfale erzählt seine Geschichten seit über 30 Jahren, geschrieben auf Papier und gesungen auf Bühnen. Fortwährend schreibt er an Lang- und Kurztexten, Poesie und Chansons in deutscher und englischer Sprache. 1999 kam sein Roman „Das Grinsen in der Schachtel“ heraus. Nach Erscheinen des Kinderbuches „Wie Papa das Riesenfaultier fand“ (November 2018) arbeitet er aktuell erneut gemeinsam mit der Illustratorin Ulrike Spang am Comic-Projekt „Die Shromics“. Beim Briefroman „Die Enthauptung des Glücks“ handelt es sich um ein unveröffentlichtes Manuskript, dessen verrückte Story das Ensemble der Lichtbühne zu dem Theaterstück inspirierte.

Das Team

Schauspieler: Beate C. Pitronik, Carolin Schubert, Simone Suko, Jürgen Huber, Stephan Neumüller Bühnenbild: Klaus Pfeiffenberger Technik: Wolfi Müller Text-Adaption und Regie: Guido Verstegen In Kooperation mit KulturRaum München

Beitragsbild: Bertl Jost
1 Stunde 20 Minuten
Renate Ahrens wurde in Herford geboren, studierte Anglistik und Romanistik in Marburg, Lille und Hamburg. 1986 zog sie mit ihrem Mann nach Dublin und begann als freie Autorin zu arbeiten. Sie schreibt in deutscher und englischer Sprache. Zunächst verfasste sie Texte für den Kinderfunk, Drehbücher fürs Kinderfernsehen und Reisefeatures. Seit 1998 veröffentlichte sie zahlreiche Kinderbücher, zuletzt erschien: „My crazy family. Hilfe, Conor kommt!“, eine deutsch-englische Patchwork-Familiengeschichte (2013). Für ein erwachsenes Publikum schrieb sie die Romane: „Das gerettete Kind“ (2016), „Seit jenem Moment“ (2013), „Ferne Tochter“ (2012), „Fremde Schwestern“ (2011), „Zeit der Wahrheit. Ein Südafrika-Roman“ (2003, Wiederauflage 2015) und „Der Wintergarten“ (2001, Wiederauflage 2014), die Theaterstücke: „Schirokko“ (2008), „Der Nachlass“ (2002) und „When the Wall Came Down“ (1998, dt. „Mütter-Los“, 2001), sowie das Hörspiel: „Back to Berlin“ (1991).

Über „Ferne Tochter“ hieß es in NDR Kultur: „Renate Ahrens erzählt (…) von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, Menschen auf der Suche nach ihrer Identität, Menschen, die lernen müssen, sich in einer veränderten Welt zu behaupten.“

Und das Schweizer Radio DRS3 urteilte: „Fremde Schwestern“ ist ein Buch für EcholiebhaberInnen: Dieses Buch hallt lange nach. Renate Ahrens’ Roman zeigt meisterlich, dass eine Geschichte nicht nur gut sein muss, sondern auch die richtige Erzählform braucht: dann geht sie durch Mark und Bein.“

Das Werk von Renate Ahrens wurde mehrfach ausgezeichnet. Lesereisen führten sie durch Deutschland, Irland, die Schweiz und Nordamerika. Sie lebte 1996-97 in Kapstadt und 2002-03 in Rom, seitdem wieder in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland..

Die Haidhauser Literaturbox1 hat inzwischen ihren Betrieb eingestellt.
15 Minuten
Die israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron ist auf meinem Blog keine Unbekannte, vor einiger Zeit habe ich sie hier mit ihrem autobiographischen Roman Das Schweigen der Mutter [1] vorgestellt. Auch das vorliegende Buch Who the Fuck is Kafka? wird zwar als Roman bezeichnet, hat aber stark dokumentarischen Charakter, bildet er doch eine sehr bewegende und erschütternde Episode im Leben der Schriftstellerin ab.

Zuerst: Ein Hotel in Rom. Eine israelischpalästinensische Konferenz: Aber ist der Mann, der mit Lizzie auf dem Podium sitzt, nicht vielleicht doch ein arabischer Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürtel? Nein, Nadim pflegt nur seine Reiseunterlagen mit schwarzem Klebeband am Hosenbund zu befestigen, und dafür gibt es Gründe …

Dann: High Heels in Ost-Jerusalem? Ein Palästinenser im vornehmen Tel Aviver Apartmentgebäude? Von Anfang an ist es eine wechselvolle Freundschaft, die sich zwischen der israelischen Schriftstellerin Lizzie Doron und dem arabisch-palästinensischen Journalisten Nadim entwickelt, begleitet von Vorurteilen und Unverständnis. Es gibt Grenzen der Verständigung. Lizzie hat den Holocaust im Gepäck, Nadim die Nakba – die große Katastrophe –, wie die Palästinenser die Folgen des 48er-Krieges nennen. Sie begreifen, dass sie dieselbe Irrenanstalt bewohnen, nur in verschiedenen geschlossenen Abteilungen. Nadims Frau ist aus Gaza, hat aber keinen Ort, an dem sie bleiben kann … Quelle: Amazon

Den Text der Rezension finden Sie hier.