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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
12 Minuten
Am 9. März fand im Café Lost Weekend eine große Lesung Münchner Autoren statt, bei der das Literaturportal Bayern als Kooperationspartner mitwirkte. Motto des Abends war: „But you’re welcome – eine Initiative gegen Fremdenhass“. Wo sind wir selbst fremd? Wie hängen Fremdsein und Schreiben zusammen? Fragen wie diesen ging vor fast 100 Besuchern eine Reihe namhafter Autoren nach: Steven Uhly, Lena Gorelik, Daniel Jaakov Kühn, Andreas Unger, Sandra Hoffmann, Margarete Moulin, Jürgen Bulla, Katja Huber (der wir auch für Mitschnitt und Nachbearbeitung danken!), Daniel Grohn, Emel Ugurcan, Andrea Heuser und Dagmar Leupold. Es moderierten Maximilian Dorner und Fridolin Schley, für den musikalischen Rahmen sorgte Daniel Grohn.

Redaktion: Literaturportal Bayern

Realisierung: Uwe Kullnick
8 Minuten
Eine Rezension von Sebastian Engelmann

"Gelenke des Lichts", der Debütroman des 1977 in Jena geborenen Autoren Emanuel Maeß, irritiert. Er irritiert und verführt zur langsamen, genauen und erneuten Lektüre. Im Zug zwischen Paderborn und Gummersbach konnte ich den Text nicht aus den Händen legen und auch nach Großbritannien hat er mich begleitet. Einige der Stationen des Protagonisten habe ich in diesem Jahr also mit nachvollzogen. Dabei war der erste Satz des Buches für mich allerdings zunächst eine Hemmschwelle: „Vor einigen Jahren, als ich einen Abend lang vergeblich auf Dich wartete, ergab sich die Gelegenheit, wieder einmal einem Mond zuzusehen.“ Lange musste ich mit mir kämpfen – und beinahe habe ich das Buch direkt wieder zur Seite gelegt …

Es las Marlisa Thumm

Den Text der Rezension finden Sie hier.
12 Minuten
August Stramms neue überraschende Wortkunst wirkte beispielgebend auf viele Autoren. Dieser Band präsentiert alle Gedichte, die in seinen letzten Lebensjahren veröffentlicht wurden, sowie auch diejenigen, die erst postum publiziert worden sind.

Joerg K. Sommermeyer (JS), geb. am 14.10.1947 in Brackenheim,  Edition von Werken Josefa Gerhäusers, Franz Trellers, Oskar Panizzas, Fritz von Ostinis, Hugo Balls, Carl Einsteins, Ludwig Rubiners, Franz Kafkas, Heinrich von Kleists, Christian Morgensterns, Robert Müllers, Joseph von Eichendorffs, Adelbert von Chamissos, Georg Büchners, Denis Diderots, Wilhelm Heinrich Wackenroders, E. T. A. Hoffmanns, Heinrich Heines. Rainer Maria Rilkes, Annette von Droste-Hülshoffs, Jeremias Gotthelfs und Marie von Ebner-Eschenbachs. Joerg K. Sommermeyer (JS) lebt in Berlin.

August Stramm, geboren am 29. Juli 1874 in Münster, gestorben am 1. September 1915 bei Horodec (östlich Kobryn, heute Weißrussland); während eines Sturmangriffs an der Ostfront gefallen. Bedeutender Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus.

Sprecher: Uwe Kullnick
9 Minuten
Seit dem 1. Juli 2016 leitet Tanja Graf das Literaturhaus in München. Zuvor war sie viele Jahre erfolgreich als Verlegerin und Verlagslektorin tätig und ist Mitbegründerin des ehemaligen Schirmer Graf Verlags und Gründerin des Graf Verlags, der heute zu den Ullstein Buchverlagen gehört. Die Begegnung zwischen Literatur und Leser ist also seit jeher ihr Geschäft, dem sie sich im Literaturhaus München nun von einer neuen Seite widmet. Wir haben Tanja Graf drei Monate nach der Übernahme der Leitung in München getroffen und mit ihr über die Zukunft des Literaturhauses gesprochen.

Das Interview können Sie hier lesen

Kooperationspartner:

Bayerische Staatsbibliothek

Literatur Radio Hörbahn
21 Minuten
Heike Nieder, geb. 1978, lebt mit ihrem Mann und 3 Kindern in München. Sie betreibt einen Lyrikblog: www.lyrikbrause.de und hat zwei Bücher veröffentlicht: die Anthologie “Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse. Lustige und nachdenkliche Gedichte für Kinder” sowie den Band “Das große Gute-Nacht-Geschichten-Buch” (beide Bücher (c) 2019 im Anaconda Verlag, Köln

Der Schnupfen sitzt auf der Terrasse

Kinder lieben Gedichte! Neben altbekannten Freunden wie Morgensterns Wiesel auf dem Kiesel oder Goethes Zauberlehrling trifft man hier auch auf weniger bekannte Gestalten wie den Riesen Timpetu oder Miss Pig. Heike Nieder hat die schönsten Gedichte für Kinder vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart zusammengestellt und dabei nach Stimmungen gegliedert. So liest sich bei Fernweh das Gedicht vom Luftschiffer besonders gut und wenn einem der Sinn nach Unfug steht, ist Kästners verhextes Telefon genau das Richtige! Die fröhlichen Illustrationen von Katharina Staar bezaubern kleine und große Leser.

Das große Gute-Nacht-Geschichten Buch

Was ist denn das? Da sitzen zwei kleine Gestalten auf Kasimirs Bettkante und streiten, wer heute die Träume verteilen darf: Herr Alb oder Frau Wunsch? Warum wird in Grimmelshausen ununterbrochen gegähnt? Was passiert, wenn Onkel Carl abends zum Babysitten kommt? Und was hat es mit der Schnarchdose auf sich? Zum Glück ist eines sicher: Am Ende können alle wunderbar einschlafen. Die vergnüglichen, nicht zu aufregenden Gute-Nacht-Geschichten, zauberhaft illustriert von Katharina Staar, eignen sich zum abendlichen Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren.

Uwe-Michael Gutzschhahn, Radioredakteur für Kids Corner, geboren in Langenberg im Rheinland, aufgewachsen in Dortmund, studierte Germanistik und Anglistik an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte dort 1978 mit einer Arbeit über den zeitgenössischen Schriftsteller Christoph Meckel. Uwe-Michael Gutzschhahn ist Verfasser von Erzählungen, Kinder- und Jugendbüchern und Gedichten. Daneben ist er als Herausgeber von Anthologien und als Übersetzer aus dem Englischen hervorgetreten. Daneben ist er als Herausgeber von Anthologien.

Er erhielt 1979 den Förderpreis für Literatur des Landes Nordrhein-Westfalen, 1984 den Würzburger Literaturpreis sowie 1993 den Preis der Internationalen Bodenseekonferenz. 2011 wurde er gemeinsam mit dem Autor für Morris Gleitzmans Einmal mit dem Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet, den er 2019 für die Übersetzung Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen, zusammen mit dem australischen Autor Steven Herrick, erneut erhielt. 2019 wurde Uwe-Michael Gutzschhahn zu den Münchner Turmschreibern berufen.
54 Minuten
Ein Mann, ein Plan, ein Zugausfall

Heinrich Knopps penibel geplanter Selbstmord scheint eine sichere Sache zu sein: ein dämmriger Herbstabend auf einer ICE-Trasse und ein Kissen für den Nacken, da kann eigentlich nichts schiefgehen. Doch der Zug kommt nicht.

Wegen einer Bombendrohung hat die Bahn ihre Station nie verlassen. Was fängt Heinrich mit einem Leben an, mit dem er bereits abgeschlossen hat? Nichts scheint naheliegender, als sich mit dem vermeintlichen Bombenleger und Lebensretter anzufreunden. Der junge Felix, überforderter Sohn aus reichem Haus und Mitglied einer linken Wohngruppe, wird zu Heinrichs neuem Lebensinhalt.

Dabei gerät er auf einen fatalen Weg aus Irrglauben, Gewalt und Radikalität, an dessen Ende er alles verlieren könnte.

„Ein verzweifelter Plan geht schief. Katharina Glück erzählt mit trockenem Humor

eine erschütternde Geschichte.“

Katharina Glück, geboren 1979 in Münster, studierte Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik und Philosophie in Köln. Danach arbeitete sie als Dramaturgin in der Filmproduktion. Inzwischen ist sie freie Lektorin und Texterin inMünchen und veröffentlicht Kurzprosa in Literaturzeitschriften und Anthologien. Ihre Geschichten hat sie in dem Band „Der ewige Anfang“ zusammengeführt. Ihr erster Roman mit dem Titel „Entgleist“ ist im August 2019 im acabus Verlag Hamburg erschienen.

Weitere Infos zur Autorin, zur  Lektorin

Die Moderation hatte Uwe Kullnick.
1 Stunde 29 Minuten
Gastgeber  libro fantastico – Barbara Weiß

Sie sind zwei sehr unterschiedliche Krimi-Autorinnen:

Anette Hinrichs, Hamburgerin, die im Münchner Umland wohnt. Der erste Band ihrer neuen

Krimi-Reihe "Nordlicht" ist ein SPIEGEL-Bestseller.

Manuela Obermeier, echte Münchnerin und Polizeihauptkommissarin, lässt ihre literarische Kommissarin bereits im dritten Mordfall in München ermitteln.

An diesem Abend lesen die beiden aus ihren neuesten Fällen und lassen Sie exklusiv in ihre

Krimi-Werkstätten blicken. Wie recherchieren die Autorinnen? Wo liegt die Leiche? Was macht einen guten Krimi aus?

Manuela Obermeier, ist geboren und aufgewachsen im Münchner Westen. Sie lebt mit Mann, Katzen und Hühnern in einem ca. 120 Jahre alten Haus in Oberbayern.  Nach einigen veröffentlichten Kurzgeschichten bekam sie einen Platz in einem Krimi- und Thriller-Schreibseminar, der Seminarleiter nahm sie danach unter seine Fittiche, feilte mit ihr am ersten Krimimanuskript – und brachte es bei Ullstein unter, wo es 2016 unter dem Titel "Verletzung" erschien. Es folgten viele weitere literarische Erfolge.

Anette Hinrichs ist als geborene Hamburgerin ein echtes Nordlicht. Ihre Leidenschaft für Krimis wurde im Teenageralter durch Agatha Christie entfacht und weckte in ihr den Wunsch, eines Tages selbst zu schreiben. Heute lebt sie als freie Autorin mit ihrer Familie im Raum München. Ihre Sehnsucht nach ihrer alten Heimat lebt sie in ihren Küstenkrimis und zahlreichen Recherchereisen in den hohen Norden aus.

Nach ihren erfolgreichen Kriminalromanen um Kommissarin Malin Brodersen ist "NORDLICHT – Die Tote am Strand" der Auftakt zu ihrer neuen Reihe.

INTERVIEW Ursula Hahnenberg
1 Stunde 35 Minuten
Lisbeth Salander is back! Millennium-Night mit David Lagercrantz in der Anatomischen Anstalt. Das fulminante Finale der Millennium-Saga nach Stieg Larsson. Lesung der deutschen Stimme: Dietmar Wunder, Synchronstimme von James Bond (Daniel Craig). Moderation: Margarete von Schwarzkopf.

Ein Obdachloser wird tot auf dem Stockholmer Mariatorget gefunden. In seiner Jackentasche findet sich die Telefonnummer von Mikael Blomkvist. Als eine DNA-Analyse ergibt, dass der Obdachlose ein sogenanntes Super-Gen besaß, das nur in einer bestimmten Ethnie in Nepal vorkommt, wird Blomkvist hellhörig und nimmt die Recherche auf. Lisbeth Salander hält sich unterdessen in Moskau auf, wo sie einen Anschlag auf ihre verhasste Schwester Camilla plant. Blomkvist bittet Salander um Unterstützung, und sie findet heraus, dass der Obdachlose ein Sherpa war, der an einer dramatischen Mount-Everest-Expedition mit tödlichem Ausgang teilgenommen hatte. Blomkvist kontaktiert einen der Überlebenden der Expedition und verschwindet plötzlich spurlos. Salander macht sich sofort auf die Suche nach ihm. Sie spürt, dass Blomkvist in großer Gefahr schwebt.

Gastgeber: Krimifestivals München, Heyne Verlag

Krimifestival, Planung und Realisation: Sabine Thomas

Schnitt und Realisation: Uwe Kullnick
8 Minuten
Eine Rezension von Klaus Hübner

32 Jahre alt war der 1869 geborene Engländer Algernon Blackwood, als er in Donaueschingen ankam, zusammen mit einem Freund das aus London gelieferte Kanu bestieg und sich auf den Wasserweg nach Budapest machte. Damals etwas absolut Ungewöhnliches, denn Kanufahren war noch nicht in Mode, es gab nur erste Rudervereine. Die Donau war an manchen Stellen viel wilder als heute. Und Briten waren noch Exoten, wie die prägnanten, manchmal auch recht lustigen Schilderungen vieler Begegnungen mit Uferbewohnern vor Augen führen. Die beiden Freunde schlugen sich tapfer. Abends bauten sie ihr Zelt auf, machten ein Feuer und kochten sich ein Süppchen. In aller Frühe ging’s weiter – doch was war das? In der Alb versickert der Fluss beinahe vollständig in Ritzen und Felsspalten! Also: im kalten Wasser waten und das Kanu tragen. Noch weit vor Ulm dann ein Dröhnen, „das klang wie ein Zug, der über eine hohe Brücke rast“. Das war die Iller: „Hals über Kopf stürzten ihre eisigen, wirbelnden, schlammgetrübten Wassermassen herein und brachten ein Tempo in den gemächlichen Lauf der Donau, das fast hundert Meilen lang anhielt“ …

Es las Uwe Kullnick

Den Text der Rezension finden Sie hier.
1 Stunde 18 Minuten
Callie Shell hat Barack Obama bereits fotografiert, als er noch Senator war. Sie hat ihn, seine Frau und seine Kinder 2009 in das Weiße Haus begleitet und sie ist über die Jahre zu einer engen Vertrauten geworden. Viele ihrer Bilder sind Ikonen der Fotografie und in allen großen Medien der Welt veröffentlicht worden. Begleitet werden die zum Teil erstmals veröffentlichten Bilder von Texten aus Interviews und Reden von Michelle und Barack Obama. Ein einleitender Text der Fotografin erzählt von ihrer persönlichen Freundschaft mit dem Präsidentenpaar. Die Vertrautheit, mit der Barack und Michelle Obama Callie Shell stets begegneten, ermöglichte Bilder, die neben fotografischer Brillanz eine besondere Intimität und Wärme ausstrahlen.

Callie Shell wurde 1961 in Georgia geboren und hat Politikwissenschaft studiert. Sie fotografiert für das Time Magazine. Vorher war sie acht Jahre im Weißen Haus als offizielle Fotografin für Vize-Präsident Al Gore beschäftigt und hat fünf Präsidentschaftskampagnen begleitet. Zahlreiche Veröffentlichungen und Auszeichnungen.

MODERATION: Elisabeth Sandmann

VERANSTALTER: Elisabeth Sandmann Verlag  Stiftung Bayerisches Amerikahaus
1 Stunde 53 Minuten
2018/2019 blicken wir auf 100 Jahre Frauenwahlrecht zurück, was die Landeszentrale dazu bewogen hat, einen Themenschwerpunkt für das Jahr 2019 zu bilden. Deshalb findet vom 16. Oktober 2019 bis 21. Oktober 2019 die Themenwoche „Frauen in Bewegung“ statt. Es geht um das Engagement der bayerischen Frauen um Gleichberechtigung damals und heute. Die Themenwoche bildet einen Rahmen, in dem in München Veranstaltungen für verschiedene Zielgruppen angeboten werden können. Auch bayernweit wird es Angebote zur Themenwoche geben.

In dieser Sendung hören sie einen Mitschnitt der Veranstaltung im Alten Rathaus München geleitet von Ingvild Richardsen

in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit.

Kooperationspartner:

Gleichsstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München

Verein für Fraueninteressen e.V.

Bayerische Staatsbibliothek / Literaturportal Bayern

Café Luitpold

Richard Stury Stiftung

Der Lila Podcast
16 Minuten
August Stramms neue überraschende Wortkunst wirkte beispielgebend auf viele Autoren. Dieser Band präsentiert alle Gedichte, die in seinen letzten Lebensjahren veröffentlicht wurden, sowie auch diejenigen, die erst postum publiziert worden sind.

Joerg K. Sommermeyer (JS), geb. am 14.10.1947 in Brackenheim, Sohn des Physikers Kurt Hans Sommermeyer (geb. am 23. März 1906, Schleusingen / Thüringen; verstorben am 13. Februar 1969, Freiburg i. Brsg. / Bd.-Wrtt.; Physikalische Grundlagen der Medizin, Biophysik, Radiologie, Quantenbiologie, Korpuskularstrahlung). Kindheit in Freiburg. Studierte Jura, Philosophie, Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft. Klassische Gitarre bei Viktor v. Hasselmann und Anton Stingl. Unterrichtete in den späten Sechzigern Gitarre am Kindergärtnerinnen-/Jugendleiterinnenseminar und in den Achtzigern Rechtsanwaltsgehilfinnen an der Max-Weber-Schule in Freiburg. 1976 bis 2004 Rechtsanwalt in Freiburg. Setzte sich für eine Stärkung des Rechtsschutzes bei Grundrechtseingriffen ein (Unterbringungsrecht, Untersuchungshaft, Durchsuchungsrecht, strafprozessuale Überholung). Zahlreiche Veröffentlichungen in juristischen Fachzeitschriften sowie Artikel in Musikblättern. Gründer und Vorsitzender der Internationalen Gitarristischen Vereinigung, Organisator und Künstlerischer Leiter der Freiburger Gitarren- und Lautentage, Herausgeber und Redakteur der Zeitschrift Nova Giulianiad: Saitenblätter für die Gitarre und Laute. Juror beim Schlesischen Gitarrenherbst in Tychy und Internationalen Gitarrenkongress Freiburg / Basel / Straßburg. Komponierte Songs, schrieb Liedtexte, Arrangements, Instrumentalmusik. 7 CDs, u. a.: Total Overdrive, Those Rocks & Lieders, Nel Cuore Romanzo Rock, Ergo, 7 Celebrities. Prosa: Anton Unbekannt, Pathoaphysischer Antiroman, Tragigroteskenfragment, 2008 / 2009; Vernimm mein Schreien, 2017 / 2018. Lieblingsmärchen, 2017 / 2018. Edition von Werken Josefa Gerhäusers, Franz Trellers, Oskar Panizzas, Fritz von Ostinis, Hugo Balls, Carl Einsteins, Ludwig Rubiners, Franz Kafkas, Heinrich von Kleists, Christian Morgensterns, Robert Müllers, Joseph von Eichendorffs, Adelbert von Chamissos, Georg Büchners, Denis Diderots, Wilhelm Heinrich Wackenroders, E. T. A. Hoffmanns, Heinrich Heines. Rainer Maria Rilkes, Annette von Droste-Hülshoffs, Jeremias Gotthelfs und Marie von Ebner-Eschenbachs. Joerg K. Sommermeyer (JS) lebt in Berlin.

August Stramm:

August Stramm, geboren am 29. Juli 1874 in Münster, gestorben am 1. September 1915 bei Horodec (östlich Kobryn, heute Weißrussland); während eines Sturmangriffs an der Ostfront gefallen. Bedeutender Dichter und Dramatiker des deutschen Expressionismus.

Sprecher: Uwe Kullnick
1 Stunde 22 Minuten
Die Geschichte der fiktiven Münchner Kinobetreiber-Dynastie Donaubauer von den 20er bis in die 40er Jahre. Ein historischer Roman von der Bestseller-Autorin Heidi Rehn, der Garantin für spannend erzählte Frauen- und Familien-Sagas im 20. Jahrhundert.

München, 1926. Die Goldenen Zwanziger Jahre funkeln auf Hochglanz, München ist nach Berlin die Metropole des deutschen Films und Kinos. Die Donaubauers sind eine der großen Kino-Betreiberfamilien an der Isar. Mit ihrem mondänen Lichtspielpalast sorgen die heiß umschwärmte Theater-Schauspielerin Elsa und ihr charmanter Ehemann Karl landesweit für Furore. Alfred Hitchcock bietet Elsa sogar die Hauptrolle in seinem nächsten Film an. Dann aber brennt Karl mit einer Revue-Tänzerin durch. Statt als Star auf der Leinwand muss Elsa sich von einem auf den anderen Tag als Kino-Besitzerin im realen Leben behaupten – keine leichte Aufgabe für die junge Frau, die sich zudem gegenüber ihrer gestrengen Schwiegermutter behaupten muss.

Als durch Hitlers Machtergreifung Film und Kino zum begehrten Propagandainstrument werden, droht Elsa ihre Lizenz zu verlieren …

Heidi Rehn, geboren im romantischen Mittelrheintal kam Heidi Rehn zum Studium der Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften nach München. Und blieb aus Liebe an der Isar hängen, auch wenn ihr dort der Blick auf den Rhein und überhaupt einen vernünftigen Fluss sehr abgeht.

Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Dozentin an der Uni, wurde PR-Beraterin in einer Agentur, machte sich als freie Journalistin, Texterin und Autorin selbständig. Pünktlich zur Jahrtausendwende erschien ihr erster Roman, dem einige historische Krimis aus dem 19. Jahrhundert folgten. Mit dem “Haus der schönen Dinge” (Knaur 2017) über eine fiktive jüdische Kauf- und Warenhausdynastie zwischen Kaiserzeit und Reichspogromnacht gelang ihr der Sprung auf die Bestsellerliste. 2014 erhielt sie den “Goldenen Homer” für den besten historischen Gesellschafts- und Beziehungsroman.

Die Geschichte Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist eines ihrer großen Themen. Da jedoch nie alles, was sie mit größter Leidenschaft über den historischen Background zusammenträgt, zwischen die Buchdeckel passt, und sie sowieso “vor Ort” lebt, bietet Heidi Rehn als “Kopfkino live” sehr beliebte Spaziergänge “Auf den Spuren von…” zu den Schauplätzen ihrer München-Romane an.

Aktuelle Termine und alle weiteren Infos auf der Website www.heidi-rehn.de
8 Minuten
Nobelpreis für Handke – Eine Schande für die Literatur

Ein Kommentar von Ruprecht Frieling zum Artikel der Frankfurter Rundschau Nobelpreis für Peter Handke – Kritik reißt nicht ab vom 14.10.19

Ruprecht Frieling mit seiner Schneeeule “Rupi”

Peter Handke erhält den Literaturnobelpreis 2019. Die Entscheidung des Komitees für den deutschsprachigen Autor wird von vielen Seiten mit Kopfschütteln kommentiert. In erster Linie wirft sie nämlich die Frage auf, ob ein Kunstwerk unabhängig von Charakter und Einstellung seines Schöpfers beurteilt werden darf …

von  Ruprecht Frieling

Den Artikel und weiterführende Informationen lesen Sie hier.

Sprecher ist Uwe Kullnick

Wenn Sie die Bekanntgabe der Literaturpreise 2018 und 2019 in Stockholm als Video sehen möchten, klicken sie hier.

Ruprecht Frieling: “Ich bin Ruprecht Frieling alias »Prinz Rupi”, Journalist, Feuilletonist, Autor, Verleger, Tausendsassa. Vor gefühlten vierhundert Jahren habe ich mit meinem damaligen Verlag Frieling & Partner unter dem Slogan »Verlag sucht Autoren« das Self-Publishing im deutschsprachigen Raum begründet und trotz erheblicher Widerstände etablierter Auguren mehr als zehntausend Autoren zur Veröffentlichung verholfen.

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6 Minuten
Christiane Neudecker, geboren in Erlangen, hat seit 2005 die Bücher „In der Stille ein Klang“ (2005) „Nirgendwo sonst“ (2008), „Das siamesische Klavier“ (2010) und „Boxenstopp“ (2013) veröffentlicht und etliche Auszeichnungen erhalten. 2015 erschien ihre „Sommernovelle“ und avancierte zum Bestseller. Aus dem Buch hat sie mittags schon gelesen, als wir sie auf dem Erlanger Poetenfest treffen. Da kommt sie gerade zurück in den Schlossgarten – nach einem Stadtspaziergang mit íhrer Mutter. Sie ist hier ja sozusagen auf Heimaturlaub.

Das Interview können Sie hier lesen

Externe Links:

Webseite von Christiane Neudecker

Christiane Neudecker im Luchterhand Literaturverlag