Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
12 Minuten
Dichter leben im Trubel der Metropolen, in beschaulichen Kleinstädten oder idyllischen Dörfern. Immer jedoch sind ihre Häuser höchst individuelle Schöpfungen. Sie bilden nicht nur den Mittelpunkt erfolgreicher Karrieren, sondern erzählen auch von verzwickten Lebenslagen, politisch bewegten Zeiten und den Mühen des Schreibens. Bodo Plachta und Achim Bednorz haben Dichterhäuser in ganz Deutschland besucht und den ein oder anderen Blick über die Grenze gewagt. Sie waren bei Lessing in Wolfenbüttel, bei Fontane in Neuruppin und bei Anna Seghers in Berlin. Thomas Bernhards Bauernhof in Ohlsdorf ist ebenso zu besichtigen wie Dürrenmatts »Schriftstellerwerkstatt« in Neuchâtel. Brillante Farbaufnahmen von Bücherbergen, Schreibmaschinen und Salons gewähren einen faszinierenden Einblick in die Privaträume berühmter Literaten und lassen uns die »Kunst, schön zu wohnen« (Hermann Hesse) entdecken.
14 Minuten
Der am 6. August 1785 in Tirschenreuth als Sohn eines Kürbenzäuners geborene Johann Andreas Schmeller ist eine der interessantesten Gestalten der deutschen Geistesgeschichte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Er wuchs in Rimberg bei Pfaffenhofen auf und besuchte in einer unruhigen Zeit die Schulen in Scheyern, Ingolstadt und München.

Lange Lehr- und Wanderjahre führten ihn nach Spanien und in die Schweiz, wo er Kontakt mit Pestalozzi suchte und eine Musterschule betrieb. Er versuchte sich als Erfinder, nahm an den Freiheitskriegen teil und zog 1815 als Oberleutnant mit der Königlich Bayerischen Armee in Paris ein. 1816 nach München zurückgekehrt, widmete er sich vielfältigen sprachwissenschaftlichen und philologischen Studien, wurde 1829 Bibliothekar an der Kgl. Hof- und Staatsbibliothek und hat in erstaunlicher Schaffenskraft in wenigen Jahren die ca. 25.000 Handschriften katalogisiert, die im Zuge der Säkularisation aus ganz Bayern nach München verbracht worden waren. Diese Tätigkeit, für die Schmeller ein völlig neues System entwickelte, gilt noch heute als geniale bibliothekarische Leistung. In diesem Zusammenhang sind auch seine zahlreichen Ausgaben altdeutscher Texte (wie der Carmina Burana) zu sehen – Pionierleistungen der Germanistik, deren Begründer Schmeller neben den Brüdern Grimm ist. Vor allem aber haben ihm Die Mundarten Bayerns (1821) und das Bayerische Wörterbuch (1827 – 1837) als Erforscher der Mundarten bleibenden Ruhm eingetragen. Er starb am 27. Juli 1852 in München.
10 Minuten
Dr. Michael Stephan, 1954 in Stuttgart geboren, aufgewachsen in München und hierlebend; Studium der Germanistik und Geschichte in München; Stadtdirektor a.D.;Leiter des Stadtarchivs München (2008-2020); viele stadtgeschichtliche Vorträge undPublikationen, einer der Schwerpunkte ist die literarische Szene Münchens (u.a.Henrik Ibsen, Thomas Mann, Max Halbe und Josef Ruederer). – Herausgeber derWerke des bayerischen Journalisten, Schriftstellers und Volkskundlers Georg Queri:Lesebuch (München Verlag, 2002), Werkausgabe in acht Einzelbänden in der Reihe”edition monacensia” (Allitera Verlag, 2003–2019), vierteilige Hör-CD-Edition (zusam-men mit Bernhard Butz, Verlag Dölling & Galitz, 2006–2009). – Mitarbeit an derFranz-von-Pocci-Werkausgabe im Allitera-Verlag: Der Staatshämorrhoidarius (2007).– Vorsitzender des Historischen Vereins von Oberbayern; Vorstandsmitglied des Kul-turforums der Sozialdemokratie in München und der Franz-Graf-von-Pocci-Gesell-schaft; Mitglied der Deutschen Schillergesellschaft und der „Saubande“, dem Freun-deskreis des Valentin-Karlstadt-Musäums; Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Litera-tur in Bayern“
8 Minuten
“Der Massenmord an den sowjetischen Kriegsgefangenen auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen 1941-1942”: Begleitband zur Open-Air-Ausstellung und zur Gedenkinstallation »Ort der Namen«

Historische Hintergründe der Verbrechen und Biografien der Opfer. Auf dem SS-Schießplatz Hebertshausen, zwei Kilometer nördlich des Häftlingslagers des KZ Dachau, ermordete die Lager-SS 1941 und 1942 über 4000 sowjetische Kriegsgefangene. Die Opfer waren zuvor in den Kriegsgefangenenlagern der Wehrkreise München, Nürnberg, Stuttgart, Wiesbaden und Salzburg von Einsatzkommandos der Gestapo nach ideologischen und rassistischen Kriterien »ausgesondert« worden. Insbesondere kommunistische Funktionäre, Angehörige der »Intelligenz« sowie Juden fielen der Massenmordaktion zum Opfer, aber auch ein hoher Prozentsatz ganz einfacher Soldaten. Der 2014 neugestaltete Gedenkort ehemaliger »SS-Schießplatz Hebertshausen« informiert mit einer Open-Air-Ausstellung über die historischen Ereignisse und erinnert mit einer Gedenkinstallation an die bislang bekannten Opfer. Der reich bebilderte Begleitband enthält Aufsätze zu verschiedenen Aspekten der Mordaktion, zur Zusammenarbeit von Wehrmacht, Gestapo und Lager-SS, zum Ablauf der Hinrichtungen, zu den Biografien der Opfer, der Motivation der Täter und zur Reaktion der Bevölkerung. Außerdem behandelt der Katalog die eher unbekannte Geschichte des Schießplatzes als Hinrichtungsort für Verurteilte der SS- und Polizeigerichte sowie den Umgang mit dem Gelände nach 1945. Quelle

Ein Essay von Klaus Hübner
58 Minuten
Uwe Kullnick spricht mit Sebastian Winkler und Franz Schiermeier über ihr Buch: “München Ortstermin: Die Stadt nach dem Krieg und heute”. Das Gespräch fand im Buchladen der Münchner Buchmacher im Rathaus München statt.

München nach dem Zweiten Weltkrieg. Bis in die 1960er Jahre ist die Innenstadt geprägt von den Zerstörungen der Luftkriege und dem bald beginnenden Wiederaufbau. Nicht wenige erhaltene ­Gebäude wurden aber auch erst Jahre nach Kriegsende dem drängenden Wiederaufbau geopfert: eine zweite Zerstörung der Stadt. München heute Den historischen Bildern der 1950er und 1960er Jahre sind entgegengestellt Bilder von heute, die zum Einen geprägt sind von einer wahren Flut von Baustellen und ­Neubauten und Anfang des Jahres 2020 auch von den ­erheblichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das städtische Leben und die Bilder der Stadt.
8 Minuten
Mara-Daria Cojocaru wurde 1980 in Hamburg geboren. An der LMU München studierte sie Politik- und Theaterwissenschaft, Recht und Philosophie. Heute lehrt sie Praktische Philosophie als Dozentin an der Hochschule für Philosophie München SJ und forscht zum philosophischen Pragmatismus und zur Tierphilosophie. Als Finalistin beim Leonce-und-Lena-Preis 2015 machte sie mit ihrer Lyrik auf sich aufmerksam, 2017 erhielt sie den Kunstförderpreis Bayern. ANSTELLE EINER UNTERWERFUNG ist Mara-Daria Cojocarus zweiter Gedichtband. 

Dr. Pia-Elisabeth Leuschner,geb. 1966 in München, studierte Italianistik, Komparatistik und Anglistik in München, Köln, Canterbury und Venedig und wurde 1999 mit einer komparatistischen Arbeit zu Musik in Texten der englischen und deutschen Romantik promoviert. Sie arbeitet als Pressereferentin der Stiftung Lyrik Kabinett München und betreut dort u.a. das pädagogische Modellprojekt Lust auf Lyrik, zudem freiberuflich als Moderatorin, Jurorin, als wissenschaftliche Publizistin, gelegentlich auch als Übersetzerin, Sprecherin und Lektorin.

Armin Steigenberger, geboren 1965 in Nürnberg, lebt in München. Studium der Architektur mit Abschluss zum Architekten, seit 2001 freier Schriftsteller. Vorwiegend Lyrik; Prosa, Essay, Dramatik. Von 1998 bis 2000 1. Vorsitzender des Münchner Literaturbüros, seit 2000 Leitung von Lite­ratur­seminaren und Schreib­werkstätten. Mit­heraus­geber der Literatur­zeitschrift außer.dem. Mitglied der Mün­chener Lyrik­gruppe reimfrei. Teilnehmer der Darm­städter Text­werkstatt bei Kurt Drawert seit 2008.

Preise und Auszeichnungen 1. Preis beim 11. Irseer Pegasus, 2009; In der letzten Auswahl­runde zum 3. Dramen-Wett­bewerb der Alexander S. Onassis Public Benefit Foundation mit dem Theaterstück Planspiel, 2006; 3. Preis bei dO!PEN-Award, 2006
8 Minuten
Vor 75 Jahren starb am 22.1.1945 in Jerusalem die deutsch-jüdische Dichterin Else Lasker-Schüler. Sie gehört zu den bedeutendsten Vertretern der avantgardistischen Literatur. In ihrer tiefen Religiosität lehnte sie jeden Dogmatismus ab und übernahm neben dem mystischen Judentum auch Elemente christlicher und muslimischer Traditionen auf. Sie wohnte in diesem Haus. Im 1. Stock befindet sich das Büro der Else Lasker-Schüler-Gesellschaft.

In der Weimarer Republik setzte sie sich ein für die Abschaffung der diskriminierenden § 175 (Bestrafung von Homosexualität) und § 218 (Abort). Sie war stets für eine Aussöhnung zwischen Arabern und Juden, etwa bei einem Volksfest in der Altstadt von Jerusalem mit Karussells und Waffeln. Quelle

Renée Rauchalles ist Autorin, Künstlerin und Dozentin und lebt in ihrer Geburtsstadt München, wo sie Grafik, Malerei, Operngesang und Schauspiel studierte und u.a. am Residenztheater München tätig war. 17 Jahre stellte sie in ihrer ZEITfürKunst-GALERIE in selbstkonzipierten zahlreichen Lesungen vorwiegend Lyrikerinnen vor, die teilweise auch Eingang fanden in ihre Lyrik- und Prosa-Anthologie “Mir träumte meine Mutter wieder” ­ Autorinnen und Autoren über ihre Mütter. Sie veröffentlicht eigene Lyrik, Prosa, Essays sowie Sachliteratur. Seit 2012 Redaktionsmitglied der Zeitschrift »Literatur in Bayern«.

Ihr bildnerisches Werk ist regelmäßig in Ausstellungen zu sehen.
10 Minuten
Ludwig Thoma wurde am 21.1.1867 in Oberammergau geboren. Sein Vater war Oberförster. Der junge Thoma wuchs im Försterhaus auf. Er studierte Forstwissenschaft und dann Jura in München und Erlangen. Von 1893 bis 1899 arbeitete er als Rechtsanwalt in Dachau, danach in München. Seit 1899 war er Mitarbeiter des “Simplicissimus”, seit 1907 des “März”. Im 1. Weltkrieg war er Krankenpfleger. Er lebte danach in München und Rottach-Egern. Thoma starb am 26.8.1921 in Rottach/Tegernsee. Quelle

Fridolin Schley, geboren 1976 in München, Studium der Germanistik, Politik und Philosophie inMünchen und Berlin; Lektor und Redakteur des Literaturportals Bayern; literarische Veröffentlichungen seit 2001 in den Bereichen Prosa und Essayistik; zuletzt erschien die Fluchtnovelle Die Ungesichter (2016); diverse Auszeichnungen, darunter der Tukan-Preis der Stadt München für den Erzählband Wildes schönes Tier. Wiss. Mitarbeiter im Literaturportal Bayern.
9 Minuten
In Memoriam

Die Kuh. Höchst amüsante tiefgründige Lyrik, echte Cortins eben!

Sprecher ist: Conrad Cortin
9 Minuten
Oskar Maria Graf wurde 1894 als siebtes von acht Kindern einer Bauerntochter und eines Bäckers in Berg am Starnberger See geboren. Mit siebzehn lief er von zuhause fort, schlug sich in München als Gelegenheitsarbeiter durch und fand Anschluss an die Schwabinger Bohèmekreise. 1918/19 erlebte er die Münchner Revolution und Räterepublik. In den Zwanziger Jahren gelang ihm mit seinem Bekenntnisbuch »Wir sind Gefangene« der literarische Durchbruch. 1933 emigrierte er nach Wien, wo er seinen berühmten Protest »Verbrennt mich!« gegen Nazi-Deutschland veröffentlichte. Ab 1934 lebte Graf im tschechischen Brünn und ab 1938 in New York, wo er 1967 starb. Zu seinen berühmtesten Werken gehören die im Exil entstandenen Romane »Das Leben meiner Mutter«, »Der Abgrund« und »Unruhe um einen Friedfertigen«.

Hannes S. Macher, 1943 in München geboren, ist Studiendirektor a.D.

und Publizist. Von 1973 bis 2008 war er Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik in München. 1985 war er Mitbegründer der “Literatur in Bayern” und ist nun seit 30 Jahren Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift. Für einige Zeitungen verfasst er seit vier Jahrzehnten Münchner Kulturberichte und ist als Rezensent hauptsächlich von Bavarica-Novitäten für den BR und Fachzeitschriften tätig. Autorenporträts sind von ihm u.a. im “Handbuch der Literatur in Bayern” (Regensburg 1987), im “Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur” (München 1997) und in “Autoren und Autorinnen in Bayern” (Dachau 2004) ebenso enthalten wie Beiträge zur bayerischen Geschichte in Zeitschriften und Sammelbänden (u.a. in “Die Chronik Bayerns”).

Als Herausgeber von bisher knapp einem Dutzend Anthologien (u.a. “Föhn – Ein literarischer Trostspender für Wetterfühlige”, “Zum Christkindl” und “Liebeserklärung an München” in zwei Bänden) hat er (zusammen mit Alfons Schweiggert) “Unsere Heimat München”, Benedikt Hirschbolds Grundschulklassiker, mit dem alle Münchner Kindl seit 1949 groß geworden sind, in der 22. Auflage erweitert und aktualisiert.
13 Minuten
Die Zeit heilt alle Wunden? Nicht wirklich. Alleine die Literatur sorgt dafür, dass man immer wieder an Schocknachrichten aus der Vergangenheit erinnert wird. Sie trägt die Verantwortung für die Konsequenzen einer literarischen Aufarbeitung, die geeignet ist, altes Narbengewebe wieder aufzureißen und lange verdrängte Ereignisse erneut in den Brennpunkt zu rücken. Hier wirkt die Literatur wie ein Gerichtsprozess, der Jahre nach der Tat alle Details des Verbrechens in epischer Breite ausführt, und den Angehörigen der Opfer kaum Erleichterung verschafft. Oft passiert genau das Gegenteil. Wenn dann Prozess und Literatur Hand in Hand gehen, liegt eine hochexplosive Mischung vor, der man sich nur behutsam nähern sollte. …

Sprecher  Arndt Stroscher

Hilmar Klute ist Streiflicht-Redakteur der Süddeutschen Zeitung. Er hat einige Bücher veröffentlicht, darunter den zeitkritischen Essay Wir Ausgebrannten (2012). 2015 erschien bei Galiani seine »ebenso kluge wie gründliche und liebevolle« (FAZ) Ringelnatz-Biografie War einmal ein Bumerang. Sein literarischer Debütroman Was dann nachher so schön fliegt erschien 2018 und wurde von der Presse hochgelobt. Hilmar Klute lebt in Berlin.
1 Stunde 8 Minuten
Ein brandneues Sams – mit Illustrationen von Erfolgsautor Paul Maar. Nichts darf man! Und so muss sich das Sams den ganzen Tag langweilen, während Herr Taschenbier auf der Arbeit ist. Draußen beobachtet es, wie ein paar Kinder einen Drachen steigen lassen. So was hätte das Sams auch gern. Weil der Drachenladen aber geschlossen ist, benutzt das Sams ausnahmsweise die verbotene Wunschmaschine. Und plötzlich steht vor ihm ein echter kleiner Drache! Ein lustiges Versteckspiel beginnt, denn natürlich darf Frau Rotkohl auf keinen Fall etwas erfahren. Auffällig ist nur, dass alle plötzlich so viel Glück haben. Denn das Sams hat tatsächlich einen chinesischen Glücksdrachen herbeigewünscht!

Paul Maar ist einer der beliebtesten und erfolgreichsten deutschen Kinder- und Jugendbuchautoren. Er wurde 1937 in Schweinfurt geboren, studierte Malerei und Kunstgeschichte und war einige Jahre als Lehrer und Kunsterzieher an einem Gymnasium tätig, bevor er den Sprung wagte, sich als freier Autor und Illustrator ganz auf seine künstlerische Arbeit zu konzentrieren. Der Schritt hat sich gelohnt! Sein Werk wurde mit zahlreichen bedeutenden Auszeichnungen gewürdigt, u.a. mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis, dem Friedrich-Rückert-Preis und dem E.T.A.-Hoffmann-Preis. Für seine Verdienste um Kunst und Bildung wurde er vom Bayerischen Staatsministerium geehrt.
7 Minuten
Rudyard Kiplings weltberühmtes Gedicht „IF“ ist hier im englischen Original und in der deutschen Übersetzung von Susanna Bummel-Vohland zu hören.

Es liest Susanna Bummel-Vohland

Rudyard Kipling, geboren am 30. Dezember 1865 als Sohn einer angloamerikanischen Familie in Bombay, gestorben am 18. Januar 1936 in London. Im Alter von zwei Jahren wurde er bereits nach England geschickt, dort erhielt er seine Ausbildung. Er kehrte 1882 nach Indien zurück und arbeitete dort als Journalist. Kipling erhielt für sein schriftstellerisches Werk 1907 den Nobelpreis für Literatur.
10 Minuten
„Ich will spielen, spielen, spielen“, sagte die Maus und begann, ihre Welt aus Wörtern und Sätzen zusammenzubauen, die sie sich ausdachte. Und alles, was sie in ihrer Fantasie erschafft, wird aus den Wörtern und Sätzen heraus vorstellbar, also bildhaft, egal ob real oder nicht. Das ist es genau, wozu Gedichtlesungen und Gedichtworkshops führen können und sollen: Kinder herauszufordern, mit Sprache und Formen, Reimen und Lauten zu spielen und – wie mit Legosteinen – nach Lust und Laune Häuser zu bauen, in denen sich wohnen lässt. Der Lyriker Uwe- Michael Gutzschhahn hat Gedichte gesammelt, die mit Kindern in Workshops entstanden, Gedichte aus der eigenen Kindheit ergänzt und neue Gedichte geschrieben, die Kinder als Idee oder Muster für eigene Texte nehmen können.

Ein wahres Versfest für kleine Dichter, ihre Eltern und Lehrer. Und weil in den Gedichten überall Mäuse zu finden sind, hat das Buch auch noch ein Daumenkino – oder eben MÄUSEKINO –, gezeichnet von Manfred Schlüter.