Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche

Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
9 Minuten
Anthony Doerr spannt in seinem neuesten Roman „Wolkenkuckucksland“ außerordentlich ambitionierte kompositorische, temporale und inhaltliche Bögen.

Die Geschichte handelt von allgemeinmenschlichen, generationenübergreifenden Themen wie Macht, Liebe, Integrität und Hoffnung – und nimmt sowohl historisch als auch geographisch einen enormen Raum ein.

Die Exposition führt Lesende nach Konstantinopel im Jahr 1453; in eine Bibliothek in Idaho in den 1940er und 50er Jahren – und in ein Raumschiff in der Zukunft, auf dem Weg zu einem Exoplaneten.

Das mag auf den ersten Blick nach viel, verworren und verwirrend klingen.

Allerdings geht Doerr so sorgfältig und geschickt an seine Figuren und sein Material ran, dass die Lektüre ab Seite eins bis hin zu Seite fünfhundertdreißig vollständig fesselt, mitnimmt und in die tiefsten emotionalen Winkel vordringt. …

Anthony Doerr wurde 1973 in Cleveland geboren, er lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Boise, Idaho. Neben Erzählungsbänden wie Der Muschelsammler (C.H.Beck 2007) veröffentlichte Doerr die Romane Winklers Traum vom Wasser (C.H.Beck 2005, 2016) und Alles Licht, das wir nicht sehen (C.H.Beck 2014), für den er 2015 den Pulitzer-Prize erhielt. Der Roman, der sich weltweit mehr als neun Millionen Mal verkauft hat, wurde zu einem Weltbestseller, auch in Deutschland ein großer Erfolg, und in mehr als 40 Sprachen übersetzt. 2016 erschien auf Deutsch seine Novelle Memory Wall, 2017 der Erzählungsband Die Tiefe bei C.H.Beck. Für seine Erzählungen hat Doerr bislang vier Mal den renommierten O. Henry Prize erhalten, neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er auch drei Mal den Pushcart Prize. Im Jahr 2007 wurde Anthony Doerr von der Britischen Literaturzeitschrift Granta auf die Liste der „21 Best Young American Novelists“ gesetzt.
56 Minuten
Hat uns die Evolution als intelligente Menschen ausreichend dafür gerüstet, unsere Zukunft für ein würdiges Leben unserer Kinder und Enkel und für den Erhalt der Erde zu steuern?

Der Autor entwickelt Szenarien für die zukünftige Evolution des Menschen. Behandelt werden medizinische und gentechnische Entwicklungen wie Nanotechnologie, Organherstellung im 3D-Drucker, Gehirn-Computer-Schnittstellen, Strategien zur Vermeidung von Pandemien, CRISPR, genetische Verbesserungen, Unsterblichkeit und der Transhumanismus, einschließlich Superintelligenz. Künstliche Intelligenz ist immer im Spiel. Der Mensch nimmt Einfluss auf die Entwicklung alles Lebens, greift damit auch immer stärker in die eigene Evolution ein und überlagert damit die natürliche Selektion und Anpassung. Wir sind nicht mehr an die natürliche Umgebung angepasst, sondern an eine künstliche Welt, die wir selbst schaffen. Aber können wir uns vollständig von der natürlichen Selektion befreien?

Axel Lange, Dr., München, Studium VWL und Philosophie in Freiburg. 2018 wurde er an der Universität Wien im Fach Evolutionsbiologie zu einem Thema über die evolutionäre Entwicklung der Wirbeltierhand promoviert.

2020 erschien von ihm bei Springer „Evolutionstheorie im Wandel. Ist Darwin überholt?“
1 Stunde 7 Minuten
Nerds – das sind ungepflegte junge Männer in Holzfällerhemd, Hochwasserhose und Hornbrille, die sich für Computer interessieren und bei Frauen nicht sonderlich beliebt sind. Oder? Annekathrin Kohout zeichnet in ihrem Buch eine viel facettenreichere Geschichte nach. Sie führt vom spießigen Streber über den genialen Computerfreak bis hin zum Alten Weißen Mann. Dadurch gelingt ihr ein rasanter Ritt durch die Populärkultur und das Zeitalter der Informationsgesellschaft.

Annekathrin Kohout, geboren 1989, studierte Germanistik an der TU Dresden, Kunstwissenschaft und Medientheorie an der HfG Karlsruhe und Fotografie an der HGB Leipzig. Bis 2015 arbeitete sie am ZKM | Karlsruhe.

Neben ihrer Tätigkeit als freie Autorin (z.B. für den Verlag Klaus Wagenbach, C.H. Beck, transcript, Inter/view, ZEIT online uvm.) ist sie Mitherausgeberin und Redakteurin der Zeitschrift POP. Kultur und Kritik sowie dem dazugehörigen Online-Magazin Pop-Zeitschrift und Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Germanistischen Seminar der Universität Siegen, wo sie im Mai 2021 über den Nerd als Sozialfigur promovierte. Sie ist Mitherausgebern der Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach. Dort erschien im März 2019 ihr Sachbuch „Netzfeminismus. Strategien weiblicher Bildpolitik“
6 Minuten
“Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral” verkündete der Räuber Macheath in der Dreigroschenoper – dieser Satz lässt sich auch einmal auf ganz ungewöhnliche Weise interpretieren: im Leben von Bertolt Brecht und seiner Frau Helene Weigel entdeckt man Essenslust und Gaumenfreuden, Gastlichkeit und Geselligkeit.
1 Stunde 7 Minuten
“Berlin, 2029. Amaru Federmann, Sohn eines deutschen Neokolonialisten und Erbe des größten Lithium-Imperiums der Welt, kommt in seiner Wohnung zu sich. Sein Gedächtnis ist verwüstet, sein Glaube an sich und an die Zukunft ist erschöpft. Aber ein wiederkehrender Traum ruft etwas in ihm wach: Tika. Diese längst vergessene Gefährtin seiner Kindheit und Jugend lockt ihn nach Bolivien und erinnert ihn daran, wozu ein Mensch fähig sein kann. Während er nach Tika und seiner Vergangenheit sucht, begehrt sie gegen die Machenschaften der Federmänner auf und strebt mit ihrer in Europa wütenden Bewegung 3. Juli einen revolutionären Wandel an – »das gute Leben«. Dabei durchschreiten Amaru und Tika die letzten Möglichkeitsräume utopischen Denkens: Traum und Rausch. Wahn und Tod. Poljak Wlassowetz erzählt von einer existenziellen und psychedelischen Reise durch das seit Jahrhunderten ausgebeutete Bolivien und dessen Mythen. Ein Roman über die Kraft des Einzelnen, das Verlangen nach einer lebenswerten Zukunft und die Abscheulichkeit der Welt.

Poljak Wlassowetz .Nach seinem Studium der Politikwissenschaft hat er bei verschiedenen NGOs und Sozialträgern im Bereich Flucht und Migration gearbeitet. Parallel zu seinem zweiten Roman wurde sein Manifest für ein gutes Leben veröffentlicht. Dieses beruht auf der Grundsatzerklärung der fiktiven Bewegung 3. Juli aus dem Roman LITIOTOPIA. Im Roman strebt die Bewegung 3. Juli nach einem »guten Leben«. Fatalerweise sagt sie sich von ihren Idealen los und wählt einen gewaltvollen Weg, denn sie hält ihren Kampf für einen »gerechten Krieg«. ​Das Manifest für ein gutes Leben aber ist ein friedlicher Denkanstoß, eine Ermutigung, eine Anstiftung zum Miteinander in einer Welt ohne Zukunft. Poljak Wlassowetz versteht Utopist als Kompliment und plädiert für die Wiederbelebung des anderen. Er lebt in Berlin-Neukölln, spielt Schlagzeug und sammelt Kunst.
43 Minuten
Prof. Dr. Klaus Wolf ist Universitätsprofessor für Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayern. Der ausgewiesene Fachmann für bayerische Literatur lehrt und forscht an der Universität Augsburg. Er betreut den Masterstudiengang Germanistik, leitet Archiv und Forschungsstelle für Literatur aus Schwaben (ALS), ist ordentliches Mitglied der Schwäbischen Forschungsgemeinschaft, Ordentliches Mitglied des Instituts für Europäische Kulturgeschichte, Erster Vorsitzender des Vereins “Literaturschloss Edelstetten”, u.v.a.

Kontaktdaten

klaus.wolf@philhist.uni-augsburg.de

Telefon: +49 821 598 – 4638  (Sekretariat) 598 – 5621

https://www.philhist.uni-augsburg.de/lehrstuehle/germanistik/

Lehrstuhl für Europäische Kulturgeschichte

Universität Augsburg

Universitätsstraße 10

86159 Augsburg
11 Minuten
Ingo Cesaro, lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker und Galerist in Kronach.

Über 300 Einzelveröffentlichungen und Mitarbeit an unzähligen Anthologien und Sammelbänden. Ich habe 180 Editionen, teilweise mit Originalgrafik herausgegeben. Enge Zusammenarbeit mit Malern und Grafikern, die sich in Küsntlerbüchern, bibliophilen Editionen, Pop up poetry art, Buch- Objekten und Einzelblattdrucken und Ausstellungen “Buch an der Wand” niederschlug. Enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern. Tingeln mit “Japp & Texte”; “Saxophon und Lyrik”; “Vertanzte Gedichte” und Minimalmusik & Dreiezeiler. Als Galerist fast 30 Ausstellungen mit Grafiken von Günter Grass, bis nach Süd-Ungarn, organisiert. Dazu auch Ausstellungen von Gottfried Wiegand, Christoph Meckel, Eberhard  Schlotter, Wilhelm Schramm und Brother in Art und vielen anderen. Gründet den Verein “Regionale Kunstförderung Kronach e. V. und deren 1. Vorsitzende. Z. B. im moment “Cesaros temporäre Galerie im Impfzentrum Kronach” mit über 140 Arbeiten von über dreißige Künstlerinnen und Künstler. Startet die “Cranach City ART Galerie. Organisiert internationale Kunst-Projekte, z. B. Intern. Lucas-Cranach- Preis; Intern. Vogelscheuchen-Wettbewerb; intern. Kunstprojekt “HolzART”, bisher 22 x; Mitwitzer-Künstler-Markt 15 x; Kunstmesse “ARTkronach” 37 x Intern. mail-art-Projekte(selbst als mail-art-artist intern. mit typografischen Arbeiten unterwegs). Organisiert intern. Literatur-Projekte z. B. ” Kronach/Bayern – Hauptstadt der Poesie – tausend Gedichte für eine Stadt”, “900 Jahre Schwabach – und kein bisschen alt”. Organisiert nachhaltige Literatur-Projekte immer verbunden mit einer Setz- und Druckwerkstatt “wie zu Gutenbergs Zeiten” (mit der einzigen “mobilen” Handpresse im deutschsprachigen Raum) an Schulen und Universistäten im In- und Ausland. Mitglied: VS (ver.di); die KOGGE, Deutschschweizer P.E.N.; Deutsche Haiku-Gesellschaft; regensburger Schriftsteller Gruppe Intern. RSGI (deren Vize seit 1998); Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik GZL.

in Kronach: Botschafter, Stiftungsrat der Bürgerstiftung “Historisches Kronach”; Mitglied im Gremium “Kronacher Sommer” und “Kreiskulturring” Mitglied im Arbeitskreis “Lucas Cranach”.
1 Stunde 4 Minuten
“Man musste etwas mitbringen, um hier leben zu können, es hier auszuhalten, hier zu sterben, ohne vorher verrückt geworden zu sein.”

Eine Industriestadt am Fuß eines Gebirges voller Erze, Mitte der siebziger Jahre: Die kleine Ulrike zieht nach der Trennung ihrer Eltern zu ihrem Vater nach Kaßbergen, einem Stadtviertel über den Schloten der Stadt, wo die Luft besser ist und die Menschen einander hinter verschlossenen Türen Geschichten von einer glorreichen Vergangenheit erzählen. Ulrike beginnt schon bald, aus der Enge auszubrechen und trifft Gonzo, einen Punk, der sie in die Welt der Künstler und Schriftsteller, der Unangepassten einführt. Als er von der Stasi verhaftet wird, ist Ulrike auf sich allein gestellt …

Ein Gesellschaftsroman, der das Panorama einer Stadt im zwanzigsten Jahrhundert zeichnet, ein Entwicklungsroman und ein Stück deutsche Zeitgeschichte.

Patricia Holland Moritz wurde in Karl-Marx-Stadt – dem heutigen Chemnitz – geboren. Sie arbeitete in Leipzig als Buchhändlerin, verließ dann die DDR und heuerte in Paris als Speditionskauffrau an. Sie studierte später in Berlin ein paar Semester Nordamerikanistik und wurde Bookerin für verschiedene Bands, bis sie schließlich in einem großen Verlagshaus landete, in dem sie das Buchgeschäft von der Pike auf erlernte.

Heute ist die Schriftstellerin unterwegs in Sachen politischer (SPD Berlin) und sozialer (Tagestreff für Wohnungslose und Bedürftige Berlin Lichtenberg) Straßenarbeit – im schönsten Sinne des Wortes.

Ihre Schreibwelt ist vielseitig: Sie bloggt den Spirit of Kasimir zu aktuellem politischen Geschehen auf WordPress und erhielt für ihren Frankreichroman Zweisiedler (BoD 2012) das Arbeitsstipendium des Berliner Senats. Sie ist außerdem Co-Autorin der Autobiografie des Leipziger Pfarrers Christian Führer Und wir sind dabei gewesen – Die Revolution, die aus der Kirche kam (Ullstein 2011) und ist mit Kurzkrimis in nahezu allen Anthologien des Leipziger Verlags edition krimi vertreten.
11 Minuten
Heinz Piontek war ein Schriftsteller mit umfangreicher Korrespondenz. Dieser Band enthält einen Querschnitt aus dem Briefwechsel mit Familienangehörigen und mit einer seinem Werk besonders verbundenen Freundin aus der Zeit von 1951 bis 2002. Das Alltagsleben von Heinz Piontek wird dem Leser vor Augen geführt, seine finanziellen Sorgen, die Nöte mit den Verlegern, seine Akkuratesse im Umgang mit der Gestaltung seiner Bücher. Im besonderen Maße aber vermitteln diese Briefe Einblicke in den Schaffensprozess Heinz Pionteks und unterstützen somit das Verständnis seines Werks.

Renée Rauchalles ist Autorin, Künstlerin und Dozentin und lebt in ihrer Geburtsstadt München, wo sie Grafik, Malerei, Operngesang und Schauspiel studierte und u.a. am Residenztheater München tätig war. 17 Jahre stellte sie in ihrer ZEITfürKunst-GALERIE in selbstkonzipierten zahlreichen Lesungen vorwiegend Lyrikerinnen vor, die teilweise auch Eingang fanden in ihre Lyrik- und Prosa-Anthologie “Mir träumte meine Mutter wieder” ­ Autorinnen und Autoren über ihre Mütter. Sie veröffentlicht eigene Lyrik, Prosa, Essays sowie Sachliteratur. Seit 2012 Redaktionsmitglied der Zeitschrift »Literatur in Bayern«.

Ihr bildnerisches Werk ist regelmäßig in Ausstellungen zu sehen.
1 Stunde 13 Minuten
Die achte GlockenbachWelle – Stroux Edition

Herzlich willkommen zur achten Ausgabe der Glockenbachwelle. Unser erster literarischer Podcast des Jahres 2022 ist gleichzeitig einem Verlag, einer Autorin mit Bleistift und einem ganz besonderen Projekt gewidmet.

Die Runde heute in der Glockenbachbuchhandlung

Petra Schulz – die Inhaberin der Glockenbachbuchhandlung

Pamela Scholz – Buchhändlerin

Steffi Sack – Nur Lesen ist schöner

Arndt Stroscher – AstroLibrium und

Der Münchner Verlag: Stroux Edition, vertreten durch:

Annette Stroux – Die Verlegerin

Matthias Mielitz – Coverdesigner

Marie Gaté-Stallforth – Autorin von „Der Klang des Bleistiftes, der zu Boden fällt“

Was dürfen Sie vom Podcast erwarten?

Eine Edition stellt sich vor. Annette Stroux über ihren Verlag, die Philosophie des Verlegens in München, Erfolge und verlegerische Wagnisse.  Ausflüge zu den Büchern der Stroux-Edition von Emma Bonn bis zum Findelkind gehören zum Kern des Gespräches.

Im zweiten Teil folgen wir mit einer Autorin des Verlages in einen historischen Roman von besonderem Format. Marie Gaté und „Der Klang des Bleistiftes, der zu Boden fällt“. Eine Familiengeschichte, die im Ersten Weltkrieg beginnt und bis heute ihre Wellen schlägt.

Im Finale erwarten Sie ein Coverprojekt für die Zukunft mit einem buchigen Gewinn und natürlich die Literaturempfehlungen der Glockenbachbuchhandlung, die zum Klang des Bleistiftes passen …

Folgen Sie dem Link unter dem Podcast zum Leitartikel der aktuellen GlockenbachWelle mit allen Hintergründen zur Sendung, sowie dem Link zur Rezension des Romans von Marie Gaté.

Wir danken, wir hoffen, wir drücken Daumen, wir beten und wünschen, wir kommen bald wieder… Ihr Team der GlockenbachWelle.
9 Minuten
Hannes S. Macher, 1943 in München geboren, ist Studiendirektor a.D. und Publizist. Von 1973 bis 2008 war er Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte, Sozialkunde und Ethik in München. 1985 war er Mitbegründer der “Literatur in Bayern” und ist nun seit 30 Jahren Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift. für einige Zeitungen verfasst er seit vier Jahrzehnten Münchner Kulturberichte und ist als Rezensent hauptsächlich von Bavarica-Novitäten für den BR und Fachzeitschriften tätig. Autorenporträts sind von ihm u.a. im “Handbuch der Literatur in Bayern” (Regensburg 1987), im “Lexikon der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur” (München 1997) und in “Autoren und Autorinnen in Bayern” (Dachau 2004) ebenso enthalten wie Beiträge zur bayerischen Geschichte in Zeitschriften und Sammelbänden (u.a. in “Die Chronik Bayerns”). Als Herausgeber von bisher knapp einem Dutzend Anthologien (u.a. “Föhn – Ein literarischer Trostspender für Wetterfühlige”, “Zum Christkindl” und “Liebeserklärung an München” in zwei Bänden) hat er (zusammen mit Alfons Schweiggert) “Unsere Heimat München”, Benedikt Hirschbolds Grundschulklassiker, mit dem alle Münchner Kindl seit 1949 groß geworden sind, in der 22. Auflage erweitert und aktualisiert.
27 Minuten
Als Literatur Radio Hörbahn haben wir uns vorgenommen Literatur auch abseits des Mainstreams zu senden. Wir wollen Autorinnenstimmen hörbar machen, die es oft nicht so leicht in die Medien schaffen. In diesem Zusammenhang sind Schreibgruppen und -Initiativen an uns mit der Bitte herangetreten, sie dabei zu berücksichtigen. Wir geben ihnen nun die Gelegenheit unter ihrem Namen selbst produzierte Beiträge zu präsentieren. In einigen Fällen leihen wir Autorinnen unsere Stimmen, ansonsten lassen wir die produzierten Beiträge (fast) unbearbeitet. Die Beiträge entsprechen daher den technischen Möglichkeiten der einzelnen Autoren und erheben keinen Anspruch auf Perfektion.
7 Minuten
Geboren 1938 in Neuburg/Donau, Abitur am Humanistischen Gymnasium in Landshut, Studium der Alten Sprachen und der Germanistik in München und Freiburg, Gymnasiallehrer in Tegernsee und Gilching. Wohnhaft in Breitbrunn am Ammersee.
8 Minuten
Die historischen Villen mit ihren Türmchen, Erkern und Balkonen prägen bis heute die Landschaft rund um den Starnberger See. War der sommerliche Aufenthalt am See einst dem Adel vorbehalten, so verbrachte spätestens ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auch das Münchner Großbürgertum die Sommermonate vor den Toren der Stadt.

Ronald Köhler, Geboren 1954 in Arnstadt/Thür. Ab 1960 Volksschule und Gymnasium in München. Ab 1973 Studium der Germanistik und Politik an der LMU in München (Magisterabschluss). Ab 1981 festangestellter Redakteur beim BR (Fernsehen). Ab 2004 Leiter der Redaktion Land und Leute. Seit 2020 Ruhestand
1 Stunde 2 Minuten
Dein Herz verbrannte nicht: Das Fanal von Jan Palach – Gedichte, Theaterstück, Erinnerungssplitter

Gedichte (in Deutsch und tschechischer Übersetzung), ein kurzes Theaterstück, Erinnerungssplitter

zu Jan Palach:

2018 jährte sich die Niederschlagung des Prager Frühlings zum 50. Mal. Nach dem August 1968 rissen die Meldungen über die Niederschlagung des Prager Frühlings durch die Panzer des Warschauer Paktes nicht ab. Auch im Jahr 2018 wurde viel über dieses Ereignis berichtet. Was mir jedoch fehlte, war der Hinweis auf Jan Palachs Fanal.

Palachs Tat ist von historischer Bedeutung und muss – 20 Jahre später – zu den Auslösern für den Zusammenbruch des gesamten Ostblocks gezählt werden, für die Wende. 1989 versammelten sich zum 20. Jahrestag Menschen in Prag und demonstrierten gegen die Regierung, die sehr hart gegen Organisatoren und Teilnehmer des Protests durchgriff. Am nächsten Tag kam es erneut zu einer Demonstration und auch wieder zu Verhaftungen. Es waren wohl mehrere tausend Menschen, die in der auf den Jahrestag folgenden Woche verhaftet wurden. Erstmals setzten sich in dieser sogenannten Palach-Woche nicht nur Dissidenten zur Wehr, sondern viele normale Bürger. Der Widerstand in der Bevölkerung wuchs und im Herbst des Jahres 1989 kam es zur Samtenen Revolution, die Regierung brach zusammen.

Mit diesem Buch legt Ingo Cesaro eine höchst ausgefallene Sammlung nicht alltäglicher Kurzkrimis vor. Seit vielen Jahren bereits beschäftigt er sich mit der Haiku-Form – und nun bringt er das Thema »Verbrechen« in 96 Kriminal-Haiku exakt auf den Punkt.

Mit anderen Worten: Verbrechen zwischen fünf und sieben. Die kürzeste Krimiform der Welt zeigt sich hier in überraschenden Facetten: von blutrünstig und böse über politisch ganz und gar nicht korrekt bis witzig und satirisch.

Ein spitzfindiger Krimi-Genuss!