Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
1 Stunde 29 Minuten
Ludwig Thoma ist bayerisches Kulturgut – und noch so viel mehr. Sieben Autorinnen und Autoren, allesamt maßgeblich auf dem Gebiet der Thoma-Forschung, beleuchten anlässlich seines 100. Todestages die vielen Facetten des schon zu Lebzeiten zum ‘Bayerndichter’ geadelten Poeten, Romanciers, Satirikers, Publizisten und studierten Juristen. Thoma tritt als Autor für den unübertroffenen ‘Simplicissimus’ auf, dem das Genre der Satire mit seinem altbayerischen Humor quasi auf den Leib geschneidert war, als Zeitschriften-Herausgeber, der vor keiner Fehde mit der Konkurrenz zurückschreckte, oder als gern gesehener, meinungsstarker Gast in Künstlerkreisen vom Tegernsee bis Paris. Dazu zeigt sich der Privatmann Thoma ebenso vielschichtig: Enfant terrible und Stammtischbruder, Narzisst und Liebessuchender, Heimatdichter und zuletzt politischer Agitator. Thoma sorgt weiterhin für Gesprächs- und Forschungsstoff.
Prof. Dr. Klaus Wolf lehrt an der Universität Augsburg Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayerische Literaturgeschichte. Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Beirat der Buchreihe ‘Vergessenes Bayern’ im Volk Verlag.
Franz-Josef Rigo, freiberuflicher Historiker und Journalist. Studium der Germanistik, Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaft an der LMU München, von 1982 bis 1992 verantwortlicher Redakteur im Bereich Neue Medien bei der Süddeutschen Zeitung. Seither freiberuflich sowie als Organisator bzw. Mitveranstalter wissenschaftlicher Kolloquien tätig.
Carl H. Engleitner ist Redakteur für lokale Themen im weitesten Sinn. In seiner Funktion als Geschäftsführer der Bayerischen Einigung e.V. und damit der Ansprechpartner für die Bayerische Volksstiftung ist er Gastgeber für die Veranstaltung Hörbahn on Stage, die in den Räumen der Bayerischen Einigung stattfindet. Als herausgebender Redakteur des Bayernspiegels ist er das Verbindungsglied zwischen dem Radio und dieser Zeitschrift, deren Beiträge häufig auch im Radio zu hören sind.
Prof. Dr. Klaus Wolf lehrt an der Universität Augsburg Deutsche Literatur und Sprache des Mittelalters und der Frühen Neuzeit mit dem Schwerpunkt Bayerische Literaturgeschichte. Darüber hinaus ist er wissenschaftlicher Beirat der Buchreihe ‘Vergessenes Bayern’ im Volk Verlag.
Franz-Josef Rigo, freiberuflicher Historiker und Journalist. Studium der Germanistik, Geschichte, Politik- und Kommunikationswissenschaft an der LMU München, von 1982 bis 1992 verantwortlicher Redakteur im Bereich Neue Medien bei der Süddeutschen Zeitung. Seither freiberuflich sowie als Organisator bzw. Mitveranstalter wissenschaftlicher Kolloquien tätig.
Carl H. Engleitner ist Redakteur für lokale Themen im weitesten Sinn. In seiner Funktion als Geschäftsführer der Bayerischen Einigung e.V. und damit der Ansprechpartner für die Bayerische Volksstiftung ist er Gastgeber für die Veranstaltung Hörbahn on Stage, die in den Räumen der Bayerischen Einigung stattfindet. Als herausgebender Redakteur des Bayernspiegels ist er das Verbindungsglied zwischen dem Radio und dieser Zeitschrift, deren Beiträge häufig auch im Radio zu hören sind.
60 Minuten
Die Geburtsstunde des Rundfunks, drei starke Frauen und ihr mutiger Weg in eine neue Zukunft
Frankfurt, 1927: Ihre Zukunft ist das Radio – da sind sich Gesa, Inge und Margot sicher. Die Freundinnen haben eine Stelle beim neu gegründeten Südwestdeutschen Rundfunkdienst ergattert und träumen nun von einer glänzenden Karriere, die ihnen Unabhängigkeit bietet. Gesa möchte Hörspielsprecherin werden, die lebenshungrige Inge als berühmte Sängerin die Bühnen der Welt erobern, und Margot möchte endlich als Cellistin von ihren männlichen Kollegen im Rundfunkorchester anerkannt werden. Denn obwohl eine kreative Aufbruchsstimmung in der Luft liegt, müssen die jungen Frauen gegen alte Konventionen ankämpfen. Doch zu dritt blicken sie voller Tatendrang in die Zukunft, um ihren gemeinsamen Traum wahr werden zu lassen: Endlich frei und glücklich zu sein!
Eva Wagendorfer ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin. Sie wuchs in Passau auf und studierte in Regensburg. In ihren Romanen verarbeitet sie gern Stoffe mit historischem Hintergrund, die von starken Frauenfiguren getragen werden. Die »Radioschwestern-Saga« wurde inspiriert durch ein altes Rundfunkgerät, das sich seit vier Generationen im Familienbesitz befindet – und noch immer im Einsatz ist. Geboren und aufgewachsen in Bayern, verließ Eva Wagendorfer nach Abschluss ihres Studiums Deutschland, um in Italien und England zu leben und dort Erfahrung in verschiedenen Berufen zu sammeln.
2016 veröffentlichte sie ihren ersten Roman unter dem Pseudonym Sophie Oliver. Seither sind zahlreiche Bücher in unterschiedlichen Genres erschienen.
Eva Wagendorfer lebt mit Mann, Kindern und Hund auf dem Land, braucht aber zwischendurch regelmäßig Stadtluft, vorzugsweise in ihrer zweiten Heimat London.
HINWEIS Die Radioschwestern 2: Melodien einer neuen Welt (als E-Book)
Für die Freundinnen Gesa, Inge und Margot steht alles auf Neuanfang. Nach Kriegsende müssen sie versuchen, privat und auch beruflich wieder Fuß zu fassen und ihre Leidenschaft für das Radio neu zu entdecken. Radio Frankfurt steht nun unter amerikanischer Kontrolle – eine echte Chance für die drei Frauen, ihren Traum von der großen Karriere endlich wahr werden zu lassen! Aber auch die neue Generation drängt in die Unterhaltungsbranche und macht ihnen die Stellung streitig. Doch gemeinsam kämpfen die Radioschwestern um ihre Zukunft, die Liebe und ihr Glück …
Drei Freundinnen, die trotz aller Widrigkeiten das Leben und die Liebe feiern – die Radiosaga geht weiter!
Frankfurt, 1927: Ihre Zukunft ist das Radio – da sind sich Gesa, Inge und Margot sicher. Die Freundinnen haben eine Stelle beim neu gegründeten Südwestdeutschen Rundfunkdienst ergattert und träumen nun von einer glänzenden Karriere, die ihnen Unabhängigkeit bietet. Gesa möchte Hörspielsprecherin werden, die lebenshungrige Inge als berühmte Sängerin die Bühnen der Welt erobern, und Margot möchte endlich als Cellistin von ihren männlichen Kollegen im Rundfunkorchester anerkannt werden. Denn obwohl eine kreative Aufbruchsstimmung in der Luft liegt, müssen die jungen Frauen gegen alte Konventionen ankämpfen. Doch zu dritt blicken sie voller Tatendrang in die Zukunft, um ihren gemeinsamen Traum wahr werden zu lassen: Endlich frei und glücklich zu sein!
Eva Wagendorfer ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin. Sie wuchs in Passau auf und studierte in Regensburg. In ihren Romanen verarbeitet sie gern Stoffe mit historischem Hintergrund, die von starken Frauenfiguren getragen werden. Die »Radioschwestern-Saga« wurde inspiriert durch ein altes Rundfunkgerät, das sich seit vier Generationen im Familienbesitz befindet – und noch immer im Einsatz ist. Geboren und aufgewachsen in Bayern, verließ Eva Wagendorfer nach Abschluss ihres Studiums Deutschland, um in Italien und England zu leben und dort Erfahrung in verschiedenen Berufen zu sammeln.
2016 veröffentlichte sie ihren ersten Roman unter dem Pseudonym Sophie Oliver. Seither sind zahlreiche Bücher in unterschiedlichen Genres erschienen.
Eva Wagendorfer lebt mit Mann, Kindern und Hund auf dem Land, braucht aber zwischendurch regelmäßig Stadtluft, vorzugsweise in ihrer zweiten Heimat London.
HINWEIS Die Radioschwestern 2: Melodien einer neuen Welt (als E-Book)
Für die Freundinnen Gesa, Inge und Margot steht alles auf Neuanfang. Nach Kriegsende müssen sie versuchen, privat und auch beruflich wieder Fuß zu fassen und ihre Leidenschaft für das Radio neu zu entdecken. Radio Frankfurt steht nun unter amerikanischer Kontrolle – eine echte Chance für die drei Frauen, ihren Traum von der großen Karriere endlich wahr werden zu lassen! Aber auch die neue Generation drängt in die Unterhaltungsbranche und macht ihnen die Stellung streitig. Doch gemeinsam kämpfen die Radioschwestern um ihre Zukunft, die Liebe und ihr Glück …
Drei Freundinnen, die trotz aller Widrigkeiten das Leben und die Liebe feiern – die Radiosaga geht weiter!
10 Minuten
Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.
1 Stunde 14 Minuten
Das schriftstellerische Schaffen von Ursula Haas ist durch Lyrik geprägt. Davon zeugen die Tagebuchaufzeichnungen »Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten«, die gefühlvolle Einblicke in das Weben und Streben einer Poetessa und Librettistin geben. Leitmotiv sind Reflexionen über das Schreiben und den Mut, der dazu gehört. Die Aufzeichnungen setzen am Pfingstsonntag 2018 ein und enden Pfingsten 2019. Die Tage, die dazwischen liegen, sind zerzaust, sie verbinden Alltagseindrücke ebenso wie existentielle Ereignisse – etwa das Abenteuer Kuba-Reise im Januar 2019 – und Erkenntnisse eines randvollen Daseins mit poetischer Sprache. So auch das große Ereignis ihres Lebens: die Begegnung mit Rolf Liebermann, der ihr nach der Lektüre ihres Romans »Freispruch für Medea« den Auftrag anvertraute, ein Libretto zu verfassen: Beginn einer erfolgreichen Arbeit als Librettistin. Ursula Haas hat deutsch-böhmische Wurzeln und wuchs in Düsseldorf und Bonn auf. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Pädagogik in Bonn und Freiburg lebt und arbeitet sie in München. Zu ihren Arbeiten gehören Lyrik, Erzählungen, Romane, Essays, Opern- und Lieder-Libretti sowie musikbegleitende Texte zu konzertanten Opernfassungen und Theaterstücke. Zuletzt erschien 2018 in der edition bodoni ihr Gedichte- und Poesieband »Wortfisch im grünen Aquarium«.
Ursula Haas: Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman “Drei Frauen” von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband ” Ich kröne dich mit Schnee” bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen “Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust”. 2018 der Gedichte -und Poesie-Band “Wortfisch im Grünen Aquarium” (edition bodoni).2020 das Tagebuch “Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten” (edition bodoni).
Poetisches Schreiben bestimmt mein Leben und immer wieder die Arbeit für Musiler zu schreiben wie 2020 für den Komponisten Silvan Loher über den Sommer am Rheinfall für das Rhyality immersive Art project.
Schauen Sie doch auf meine Website http://www.poetessa.de. Dort erfahren Sie nicht nur meine literarischen Aktivitäten wie Lesungen und Veröffentlichungen und auch Essays in Magazinen und Zeitschriften, sondern auch, dass ich Ihnen kreatives bzw. literarisches Schreiben als Dozentin und Coach in München vermittle.
Ursula Haas: Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman “Drei Frauen” von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband ” Ich kröne dich mit Schnee” bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen “Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust”. 2018 der Gedichte -und Poesie-Band “Wortfisch im Grünen Aquarium” (edition bodoni).2020 das Tagebuch “Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten” (edition bodoni).
Poetisches Schreiben bestimmt mein Leben und immer wieder die Arbeit für Musiler zu schreiben wie 2020 für den Komponisten Silvan Loher über den Sommer am Rheinfall für das Rhyality immersive Art project.
Schauen Sie doch auf meine Website http://www.poetessa.de. Dort erfahren Sie nicht nur meine literarischen Aktivitäten wie Lesungen und Veröffentlichungen und auch Essays in Magazinen und Zeitschriften, sondern auch, dass ich Ihnen kreatives bzw. literarisches Schreiben als Dozentin und Coach in München vermittle.
9 Minuten
einzlkinds verstörender Zukunftsroman über den Streit zwischen Populismus und Künstlicher Intelligenz: „Minsky“ lässt keine Wahl
Eigentlich gibt es hier wenig zu entscheiden, denn von Anfang an ist klar, worauf am Ende alles hinausläuft. Auch wenn in dieser düsteren künftigen Welt der Widerstreit zwischen den Systemen, in denen die Künstliche Intelligenz eine von allen menschlichen Fehlern bereinigte, perfekte Welt geschaffen hat, und denen, in denen noch so etwas wie Demokratie herrscht, lange unentschieden scheint, ist der Untergang einer von Menschen gesteuerten Welt unabwendbar.
Eigentlich gibt es hier wenig zu entscheiden, denn von Anfang an ist klar, worauf am Ende alles hinausläuft. Auch wenn in dieser düsteren künftigen Welt der Widerstreit zwischen den Systemen, in denen die Künstliche Intelligenz eine von allen menschlichen Fehlern bereinigte, perfekte Welt geschaffen hat, und denen, in denen noch so etwas wie Demokratie herrscht, lange unentschieden scheint, ist der Untergang einer von Menschen gesteuerten Welt unabwendbar.
1 Stunde 18 Minuten
Die globalisierte Welt der Gegenwart mit ihren Orientierungskrisen erfordert eine Neubestimmung auch des Mittelalters jenseits eurozentrischer Blickverengungen. Michael Borgolte zeigt in seiner magistralen Darstellung, dass Europa zwar stets ein Teil der größten «Welt» von drei Kontinenten – Europa, Asien und Afrika – war, aber sich erst in einem langanhaltenden historischen Prozess aus seiner globalen Randposition befreien und zur eigenständigen Gestaltungsmacht werden konnte. Der bedeutende Mediävist legt damit nichts Geringeres vor als die erste Globalgeschichte der mittelalterlichen Welt.
Anders als heute war die mittelalterliche Welt noch nicht global vernetzt. Sie war geprägt von zahlreichen Lebenswelten, die sich inselartig über den Globus verteilten, von Amerika bis China, im Nordmeer und Pazifik, unterschiedlich verdichtet in Europa und Afrika. Doch diese Inseln waren nicht alle isoliert. Es entstanden zahlreiche wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Verbindungen von einer Intensität und Weite, die der Antike noch unbekannt waren. Mit stupender Gelehrsamkeit entfaltet Michael Borgolte in seinem Buch ein Panorama dieser Welten des Mittelalters und verknüpft sie zu einer Globalgeschichte, wie sie – auch international – noch nie geschrieben worden ist.
Michael Borgolte war Professor (em.) für mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität und einer der renommiertesten Mediävisten Deutschlands. Er war seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist seit 2005 Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2005–2011 war er Sprecher des Schwerpunktprogramms der DFG „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“, 2011 wurde er mit dem Advanced Grant des European Research Council 2011 für das Projekt: „FOUNDMED. Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons“ ausgezeichnet (Laufzeit 2012–2017). Seine bislang letzten Bücher veröffentlichte er unter den Titeln: „Stiftung und Memoria“ (2012), „Mittelalter in der größeren Welt. Essays zur Geschichtsschreibung und Beiträge zur Forschung“ (2014) und „Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte.Von 3000 v. u. Z. bis 1500 u. Z.“ (2017, engl. Übers. 2019). Seit 2016 ist er Senior Researcher und seit 2017 Gründungsdirektor des Berliner Instituts für Islamische Theologie der Humboldt-Universität. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u.a. “Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes” (2006) sowie zuletzt “Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte” (2017).
Anders als heute war die mittelalterliche Welt noch nicht global vernetzt. Sie war geprägt von zahlreichen Lebenswelten, die sich inselartig über den Globus verteilten, von Amerika bis China, im Nordmeer und Pazifik, unterschiedlich verdichtet in Europa und Afrika. Doch diese Inseln waren nicht alle isoliert. Es entstanden zahlreiche wirtschaftliche, kulturelle und religiöse Verbindungen von einer Intensität und Weite, die der Antike noch unbekannt waren. Mit stupender Gelehrsamkeit entfaltet Michael Borgolte in seinem Buch ein Panorama dieser Welten des Mittelalters und verknüpft sie zu einer Globalgeschichte, wie sie – auch international – noch nie geschrieben worden ist.
Michael Borgolte war Professor (em.) für mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität und einer der renommiertesten Mediävisten Deutschlands. Er war seit 1991 Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte des Mittelalters an der Humboldt-Universität zu Berlin und ist seit 2005 Ordentliches Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Von 2005–2011 war er Sprecher des Schwerpunktprogramms der DFG „Integration und Desintegration der Kulturen im europäischen Mittelalter“, 2011 wurde er mit dem Advanced Grant des European Research Council 2011 für das Projekt: „FOUNDMED. Foundations in medieval societies. Cross-cultural comparisons“ ausgezeichnet (Laufzeit 2012–2017). Seine bislang letzten Bücher veröffentlichte er unter den Titeln: „Stiftung und Memoria“ (2012), „Mittelalter in der größeren Welt. Essays zur Geschichtsschreibung und Beiträge zur Forschung“ (2014) und „Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte.Von 3000 v. u. Z. bis 1500 u. Z.“ (2017, engl. Übers. 2019). Seit 2016 ist er Senior Researcher und seit 2017 Gründungsdirektor des Berliner Instituts für Islamische Theologie der Humboldt-Universität. Zu seinen zahlreichen Publikationen gehören u.a. “Christen, Juden, Muselmanen. Die Erben der Antike und der Aufstieg des Abendlandes” (2006) sowie zuletzt “Weltgeschichte als Stiftungsgeschichte” (2017).
11 Minuten
Gedichte zeigen uns mehr von der Welt, als wir ohne Gedichte wahrnehmen würden. Hans Augustin vermag es einem Dinge auf eine Art näher zu bringen, wie man sie vorher noch nie gesehen hat und genau um diese Erweiterung unserer Weltwahrnehmung geht es in der Literatur. Die bildgebende Kraft seiner Berliner Passagen erinnert an Szenerien aus den Tableaux George Grosz. In den Liebesgedichten wirft er Blicke auf Alltägliches, Häuser am Flussufer, Wege im Park, und lässt den Leser vieles mit anderen Augen sehen. Seine politischen Gedichte werden zur Stimme für das Sprachlose und Unerhörte in einer Zeit, in der wir beinahe täglich erleben, wie selbst das Unwahrscheinlichste noch übertroffen werden kann.
Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.
Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.
1 Stunde 26 Minuten
Zum achten Theologischen Terzett mit Buchlektüre und -diskussion laden wieder Annette Schavan und Jan-Heiner Tück ein. Zu Gast ist diesmal Andreas R. Batlogg SJ. Die im Terzett besprochenen Bücher werden von den drei Diskutanten des Abends vorgeschlagen und im Vorhinein gelesen. Andreas Batlogg stellt vor: „geist-bewegt. Synodale Wege in den Spuren Jesu gehen“ von Margit Eckholt. Jan-Heiner Tück schlägt „Ins Innere hinaus. Von den Engeln und Mächten“ von Christian Lehnert vor. Und Annette Schavan stellt „Erneuerung aus dem Ursprung. Theologie, Christologie, Eucharistie“ von Walter Kardinal Kasper vor. Zur Begrüßung und Einleitung sprach Dr. Astrid Schilling, Studienleiterin der Katholischen Akademie in Bayern
Andreas R. Batlogg SJ. Er studierte von 1981 bis 1985 Philosophie und Theologie an der Universität Innsbruck und trat 1985 in den Jesuitenorden ein. 1993 erhielt er in Wien die Priesterweihe und wurde 2000 zum Dr. theol. promoviert. Von 2000 bis 2009 war er Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“, von 2009 bis 2017 deren Herausgeber und Chefredakteur. Seit 2014 ist Andreas R. Batlogg Seelsorger an St. Michael München; außerdem hält er Vorträge und publiziert Artikel und Bücher; seine neueste Publikation trägt den Titel „Jesus begegnen: suchen – finden – bekennen“ (2021).
Annette Schavan ist eine deutsche Politikerin. Von 1995 bis 2005 war sie Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Sie war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 bis 2013 war sie Bundesministerin für Bildung und Forschung. Schavan legte ihr Abitur 1974 am Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss ab. Danach studierte sie zwölf Semester Erziehungswissenschaften (Hauptfach), Philosophie (Nebenfach) und Katholische Theologie an Universitäten in Bonn und Düsseldorf. Sie schloss ihr Studium 1980 mit einer grundständigen Promotion zum Dr. phil.
Jan–Heiner Tück studierte nach dem Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck von 1987 bis 1994 Katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Anschließend wurde er bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. promoviert.
Andreas R. Batlogg SJ. Er studierte von 1981 bis 1985 Philosophie und Theologie an der Universität Innsbruck und trat 1985 in den Jesuitenorden ein. 1993 erhielt er in Wien die Priesterweihe und wurde 2000 zum Dr. theol. promoviert. Von 2000 bis 2009 war er Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“, von 2009 bis 2017 deren Herausgeber und Chefredakteur. Seit 2014 ist Andreas R. Batlogg Seelsorger an St. Michael München; außerdem hält er Vorträge und publiziert Artikel und Bücher; seine neueste Publikation trägt den Titel „Jesus begegnen: suchen – finden – bekennen“ (2021).
Annette Schavan ist eine deutsche Politikerin. Von 1995 bis 2005 war sie Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Sie war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 bis 2013 war sie Bundesministerin für Bildung und Forschung. Schavan legte ihr Abitur 1974 am Nelly-Sachs-Gymnasium in Neuss ab. Danach studierte sie zwölf Semester Erziehungswissenschaften (Hauptfach), Philosophie (Nebenfach) und Katholische Theologie an Universitäten in Bonn und Düsseldorf. Sie schloss ihr Studium 1980 mit einer grundständigen Promotion zum Dr. phil.
Jan–Heiner Tück studierte nach dem Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck von 1987 bis 1994 Katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Anschließend wurde er bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. promoviert.
22 Minuten
Dass die Utopien von Männern Dystopien für Frauen gleichkommen können, gehört seit Elaine Hoffman Baruchs 1984 erschienenem Aufsatz Women in Men’s Utopias zu den feministischen Binsenweisheiten. Wie aber sieht es mit Utopien von Frauen aus? Wie ergeht es in ihnen den Männern? Und was ist so toll an den Gesellschaften der Utopistinnen?…
Eine Rezension von Rolf Löchel
Den Text der Rezension finden Sie hier.
Eine Rezension von Rolf Löchel
Den Text der Rezension finden Sie hier.
14 Minuten
Gedichte zeigen uns mehr von der Welt, als wir ohne Gedichte wahrnehmen würden. Hans Augustin vermag es einem Dinge auf eine Art näher zu bringen, wie man sie vorher noch nie gesehen hat und genau um diese Erweiterung unserer Weltwahrnehmung geht es in der Literatur. Die bildgebende Kraft seiner Berliner Passagen erinnert an Szenerien aus den Tableaux George Grosz. In den Liebesgedichten wirft er Blicke auf Alltägliches, Häuser am Flussufer, Wege im Park, und lässt den Leser vieles mit anderen Augen sehen. Seine politischen Gedichte werden zur Stimme für das Sprachlose und Unerhörte in einer Zeit, in der wir beinahe täglich erleben, wie selbst das Unwahrscheinlichste noch übertroffen werden kann.
Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.
Hans Augustin 1949 in Salzburg geboren, Studium der Philosophie, Archäologie und Kunstgeschichte in Salzburg, Medizin- und Italienischstudium in Innsbruck, 1981 Gründung der Handpresse, lebt seit 1976 in Tirol, zahlreiche Publikationen, Ausstellungen und Auszeichnungen, zuletzt Salzburger Lyrikpreis 2006.
1 Stunde 22 Minuten
Der Straßburger Kommissar Graff ist mit der Bekämpfung des islamistischen Terrorismus beauftragt – und gerät unversehens in ein Netz politischer Verwicklungen, die weit in die Geschichte zurückreichen. Es geht um das spannungsreiche Verhältnis zwischen Orient und Okzident und den uralten Kampf zwischen den Mächten des Lichts und jenen der Finsternis. Auf den Spuren der historischen Gestalten Friedrich von Hausen, Lazarus von Schwendi und Jean-Baptiste Kléber taucht Graff über Venedig, Albanien, Alexandria und Beirut in die faszinierende Welt der orientalischen Minderheiten ein, die – ob Christen, Muslime oder Juden – das gefährdete Erbe der Gnosis bewahren wollen. Im historischen Armageddon, wo der Endkampf zwischen Gut und Böse stattfinden wird, enthüllt sich das Vermächtnis von Assassinen und Templern. Der Roman stellt die komplexen Zusammenhänge von Geopolitik und Religionskriegen, Utopien und Historie dar. Er ist spannende Unterhaltung mit vielen Informationen über die orientalische Glaubenssuche.
Winfried Veit, der Politikwissenschaftler und Publizist, Dozent und „Gesellschaftsdiplomat“ war seit seinen Studentenjahren viel in der Welt unterwegs. Er lebte und arbeitete über zwanzig Jahre im Nahen Osten und in Afrika sowie Paris und Genf. Diese Erfahrungen sind in diesen Roman eingeflossen, ebenso wie Veit alle Schauplätze der Handlung bereits bereist und die historischen Fakten gründlich recherchiert hat.
Er stammt aus dem Schwarzwald und hatte während seiner Auslandsjahre seinen „Heimatstützpunkt“ im Elsass – der Region, die den Ausgangspunkt dieses historisch-politischen Romans bildet. Heut leibt Veit mit seiner Familie in Freiburg. Er ist Autor zahlreicher Sachpublikationen zu internationalen Fragen.
Winfried Veit, der Politikwissenschaftler und Publizist, Dozent und „Gesellschaftsdiplomat“ war seit seinen Studentenjahren viel in der Welt unterwegs. Er lebte und arbeitete über zwanzig Jahre im Nahen Osten und in Afrika sowie Paris und Genf. Diese Erfahrungen sind in diesen Roman eingeflossen, ebenso wie Veit alle Schauplätze der Handlung bereits bereist und die historischen Fakten gründlich recherchiert hat.
Er stammt aus dem Schwarzwald und hatte während seiner Auslandsjahre seinen „Heimatstützpunkt“ im Elsass – der Region, die den Ausgangspunkt dieses historisch-politischen Romans bildet. Heut leibt Veit mit seiner Familie in Freiburg. Er ist Autor zahlreicher Sachpublikationen zu internationalen Fragen.
23 Minuten
Für Lion Obra ist die Phantastik die originellste Literaturform, weil sie sich der Simulation von technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zukunftsmöglichkeiten annimmt und sich auf diese Weise nützlich macht mit ihren utopischen Gedankenspielen.
Lion Obra greift die bis heute aktuellen Erzählmuster jahrtausendealter Narrationen auf. Eine besondere Faszination übt auf ihn dabei das mythische Denken aus; insbesondere Welterklärungsmodelle, Kosmologien, Neo- und Retromythen begeistern ihn seit jeher.
Gekonnt interpretiert Erich Beck als Sprecher vier ausgewählte Abschnitte aus Obras neueren Erzählungen:
Zuerst ein Dialog zwischen Mensch und Computer, der unwillkürlich an Stanley Kubricks „2001“ und die Sprachspiele des HAL 9000-Computers denken lässt. (Entnommen aus: In zwei Leben, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2021, ISBN: 978-3754161876 TB: 210 Seiten.)
Dann werden die Hörerinnen und Hörer hineingenommen in die Initiation eines jungen Mohawk beim Calumet in einem der nordamerikanischen Reservate der First Nations. (Entnommen aus: Die Rosencreutzer-Verschwörung, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2020, ISBN: 978-3754907627 TB: 203 Seiten.)
Anschließend wird eine spukhafte, ostafrikanische Legende aufgegriffen, in die sich ein moderner Europäer gegen seinen Willen verwickelt. (Entnommen aus: Im Feuernebel, Erzählsammlung, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2021, ISBN: 978-3753168678 TB: 179 Seiten.)
Zuletzt wird ein Versuch an einem steinzeitlichen Ganggrab beschrieben, mit der ein Forscher der Megalithkultur den Verbleib der Großsteinleute erklären will. (Entnommen aus: Zoe und Piet – Im Zauberwald der Bretagne, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2020, ISBN: 978-3753105819 TB: 282 Seiten.)
Lion Obra, geboren 1967, ist fasziniert vom mythischen Denken. Unter anderem deshalb will er die Schönheit von jahrtausendealten Narrationen der Welterklärung einem breiten Publikum erschließen, indem er ihre bis heute aktuellen Erzählmuster in seinen Geschichten subtil aufgreift und wieder lebendig werden lässt. Als Kind entbrannte er in Leidenschaft für die epischen Grundtexte unserer Kultur und paradoxerweise auch zur elektronischen Musik, die damals zur Avantgarde zählte und es verstand, den Klang der interstellaren Leere auf der Erde hörbar zu machen. Die Phantastik gilt ihm seit dieser Zeit als die originellste Literaturform, weil sie sich der Simulation von technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zukunftsmöglichkeiten annimmt.
Lion Obra greift die bis heute aktuellen Erzählmuster jahrtausendealter Narrationen auf. Eine besondere Faszination übt auf ihn dabei das mythische Denken aus; insbesondere Welterklärungsmodelle, Kosmologien, Neo- und Retromythen begeistern ihn seit jeher.
Gekonnt interpretiert Erich Beck als Sprecher vier ausgewählte Abschnitte aus Obras neueren Erzählungen:
Zuerst ein Dialog zwischen Mensch und Computer, der unwillkürlich an Stanley Kubricks „2001“ und die Sprachspiele des HAL 9000-Computers denken lässt. (Entnommen aus: In zwei Leben, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2021, ISBN: 978-3754161876 TB: 210 Seiten.)
Dann werden die Hörerinnen und Hörer hineingenommen in die Initiation eines jungen Mohawk beim Calumet in einem der nordamerikanischen Reservate der First Nations. (Entnommen aus: Die Rosencreutzer-Verschwörung, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2020, ISBN: 978-3754907627 TB: 203 Seiten.)
Anschließend wird eine spukhafte, ostafrikanische Legende aufgegriffen, in die sich ein moderner Europäer gegen seinen Willen verwickelt. (Entnommen aus: Im Feuernebel, Erzählsammlung, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2021, ISBN: 978-3753168678 TB: 179 Seiten.)
Zuletzt wird ein Versuch an einem steinzeitlichen Ganggrab beschrieben, mit der ein Forscher der Megalithkultur den Verbleib der Großsteinleute erklären will. (Entnommen aus: Zoe und Piet – Im Zauberwald der Bretagne, Roman, Edition Bärenklau / Der Romankiosk / epubli, Berlin München 2020, ISBN: 978-3753105819 TB: 282 Seiten.)
Lion Obra, geboren 1967, ist fasziniert vom mythischen Denken. Unter anderem deshalb will er die Schönheit von jahrtausendealten Narrationen der Welterklärung einem breiten Publikum erschließen, indem er ihre bis heute aktuellen Erzählmuster in seinen Geschichten subtil aufgreift und wieder lebendig werden lässt. Als Kind entbrannte er in Leidenschaft für die epischen Grundtexte unserer Kultur und paradoxerweise auch zur elektronischen Musik, die damals zur Avantgarde zählte und es verstand, den Klang der interstellaren Leere auf der Erde hörbar zu machen. Die Phantastik gilt ihm seit dieser Zeit als die originellste Literaturform, weil sie sich der Simulation von technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zukunftsmöglichkeiten annimmt.
11 Minuten
Joachim B. Schmidt greift nach den Schweizer Kronjuwelen und macht aus der ›Tell‹-Saga einen Pageturner, einen Thriller, ein Ereignis: Beinahe 100 schnelle Sequenzen und 20 verschiedene Protagonisten jagen wie auf einer Lunte dem explosiven Showdown entgegen. Keine Nach-, keine Neuerzählung, sondern ein Blockbuster in Buchform: ›The Revenant‹ in den Alpen, ›Braveheart‹ in Altdorf …
Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane ›Tell‹ und ›Kalmann› waren Bestseller; mit ›Kalmann‹ erreichte er den 3. Platz beim Schweizer Krimipreis und erhielt den Crime Cologne Award. ›Tell‹ war auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.
Joachim B. Schmidt, geboren 1981, aufgewachsen im Schweizer Kanton Graubünden, ist 2007 nach Island ausgewandert. Seine Romane ›Tell‹ und ›Kalmann› waren Bestseller; mit ›Kalmann‹ erreichte er den 3. Platz beim Schweizer Krimipreis und erhielt den Crime Cologne Award. ›Tell‹ war auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste. Der Doppelbürger lebt mit seiner Frau und zwei gemeinsamen Kindern in Reykjavík.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.
1 Stunde 11 Minuten
1957 kehren Ludwig und Hannah Seligmann mit dem 10-jährigen Rafael nach Deutschland zurück. Es fällt ihnen schwer, in der alten Heimat Fuß zu fassen. Rafi und sein Vater leiden zunehmend unter Vorurteilen. Die Familie übersiedelt schließlich nach München, wo sie sich allmählich einlebt. Trotz aller Hindernisse macht der verträumte Schulversager Rafael das Abitur, studiert Geschichte und hat – gegen den erbitterten Widerstand der Mutter – eine Beziehung mit Ingrid, einer “Schickse”. Ebenso einfühlsam wie unsentimental erzählt Rafael Seligmann im dritten Teil seiner Familiensaga von der schwierigen Suche nach der verlorenen Heimat des Vaters. Sein Roman ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte aus einem Deutschland, in dem die Verantwortung für die Vergangenheit noch kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert war. „Wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts Familiengeschichten bestimmt, das hat der Historiker und Schriftsteller Rafael Seligmann auf einzigartige Weise sichtbar gemacht.“ Deutschlandfunk
Der Sternenhimmel der Synagoge ist Leitmotiv in der Romantrilogie über die Buddenbrooks von Ichenhausen.
Der Sternenhimmel der Synagoge ist Leitmotiv in der Romantrilogie über die Buddenbrooks von Ichenhausen.
13 Minuten
Sofi Oksanen wird seit der Veröffentlichung ihres dritten Romans „Fegefeuer“ (Puhdistus, 2008) nicht nur in Finnland und Estland, sondern auch auf der deutschsprachigen Literaturlandschaft zu den wichtigsten Vertreterinnen der europäischen Gegenwartsliteratur gezählt.
Die gehaltvollen Romane der Autorin handeln von diversen Momenten aus der sowjetischen Geschichte, soziopolitischen Entwicklungen in Estland und Finnland – im Vordergrund ihrer Bücher steht jedoch vor allem die Unterdrückung und Misshandlung, die den weiblichen Teilen dieser Gesellschaften und Staaten zuteilwird.
Oksanen wählt in „Hundepark“ auch kompositorisch eine ähnliche Route, wie sie es bereits in „Fegefeuer“ (und „Als die Tauben verschwanden“) getan hat; die charakteristische nichtlineare Komposition wird in diesem Roman jedoch um einiges verdichtet. Die Handlung beginnt zeitlich in der Ukraine in den 1990er Jahren und mündet im heutigen Finnland. Der Roman löst zwar mit jedem neuen Zeitsprung bereits geknüpfte Spannungsknoten, jedoch beinhalten folgende Kapitel immer entsetzlichere Geheimnisse bezüglich der Vergangenheit von Olenka und Daria, der unerklärlichen Tode gefährlicher und wohlhabender Geschäftsmänner – und der beruflichen Beziehungen ihrer Väter …
Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, »Fegefeuer«, war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Finlandia-Preis, dem Literaturpreis des Nordischen Rates und dem Prix Femina. Der Roman erschien in über vierzig Ländern und machte die Autorin auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der internationalen Gegenwartsliteratur. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.
Die gehaltvollen Romane der Autorin handeln von diversen Momenten aus der sowjetischen Geschichte, soziopolitischen Entwicklungen in Estland und Finnland – im Vordergrund ihrer Bücher steht jedoch vor allem die Unterdrückung und Misshandlung, die den weiblichen Teilen dieser Gesellschaften und Staaten zuteilwird.
Oksanen wählt in „Hundepark“ auch kompositorisch eine ähnliche Route, wie sie es bereits in „Fegefeuer“ (und „Als die Tauben verschwanden“) getan hat; die charakteristische nichtlineare Komposition wird in diesem Roman jedoch um einiges verdichtet. Die Handlung beginnt zeitlich in der Ukraine in den 1990er Jahren und mündet im heutigen Finnland. Der Roman löst zwar mit jedem neuen Zeitsprung bereits geknüpfte Spannungsknoten, jedoch beinhalten folgende Kapitel immer entsetzlichere Geheimnisse bezüglich der Vergangenheit von Olenka und Daria, der unerklärlichen Tode gefährlicher und wohlhabender Geschäftsmänner – und der beruflichen Beziehungen ihrer Väter …
Sofi Oksanen, geboren 1977, Tochter einer estnischen Mutter und eines finnischen Vaters, studierte Dramaturgie an der Theaterakademie von Helsinki. Ihr dritter Roman, »Fegefeuer«, war monatelang Nummer eins der finnischen Bestsellerliste und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Finlandia-Preis, dem Literaturpreis des Nordischen Rates und dem Prix Femina. Der Roman erschien in über vierzig Ländern und machte die Autorin auch in Deutschland zu einer der wichtigsten Vertreterinnen der internationalen Gegenwartsliteratur. Sofi Oksanen lebt in Helsinki.
Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.