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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
33 Minuten
Für viele Italiener gehört Dante heute quasi zur Familie, er ist ein poetisch-politisches Symbol, das Italien sprachlich und als Nation geeint hat, ein Mythos der vom Mittelalter in die Moderne reicht – aber Mittelalter, ist das nicht staubig, veraltet, überholt, weit weg von unserer modernen Lebenswelt? Nein, denn damals waren das Leben und die Bücher viel bunter, vielfältiger und humorvoller als die weitverbreiteten Vorstellungen vom dunklen, einheitlichen, bieder-ernsten Mittelalter vermuten lassen. Nach über 20 Jahren in Italien warf Barbara de Mars ihre falschen Berührungsängste über Bord und ging – auf unfreiwillige Anregung Goethes hin – mit Dante ins Bett. Es blieb nicht nur bei der Begegnung von Buch und Bett, es zog sie hin zu den Lebens- und Schaffensorten Dantes zwischen Florenz und Ravenna, wo sie Menschen traf, die alle Verse auswendig können, Menschen, die von Dante geprägt wurden und ihre Passion großherzig teilen. De Mars folgt den Höhen und Tiefen von Dantes turbulentem, bedingungslos gelebtem Leben durch seelische Nöte bis hin zu Geldsorgen, zu existenziellen Ängsten im Exil und stellt fest: Indem wir mit Dante reisen, lernen wir uns selbst besser kennen. Nicht weil er Antworten liefert, sondern wegen der Fragen, die er stellt. Über aller Ungewissheit thront jedoch seine Gewissheit der Liebe als stiller und doch die Welt bewegender Kraft, ebenso wie das gute Ende seiner Göttlichen Komödie: »andrà tutto bene«, alles wird gut, ein zuversichtliches, stärkendes Mantra für chaotische Zeiten.

Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
1 Stunde 12 Minuten
Die Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung …

…wurde gemeinsam mit dem Verlag C.H. Beck gegründet. Ihr Ziel ist es, ausgewiesenen Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, grundlegende Erkenntnisse aus dem Bereich der Historischen Geisteswissenschaften einer interessierten Öffentlichkeit näher zu bringen. Die Stiftung unterstreicht damit ihr Anliegen, herausragende geisteswissenschaftliche Forschungsleistungen zu fördern – in diesem Fall in Form eines Buches, das höchsten Ansprüchen genügt und eine große Leserschaft findet.

Im Juni 2022 hat das Literatur Radio Hörbahn, in enger Kooperation mit dem Verlag C.H.Beck und der Gerda Henkel Stiftung, die Histothek on Stage ins Leben gerufen. Sie wird im Rahmen der Sendung Hörbahn on Stage deren Format übernehmen. Histothek on Stage wird im ersten Teil aus einer ca. 30-minütigen Lesung aus, oder der Einführung in eines der Werke der Historischen Bibliothek durch die Autor*innen bestehen. Anschließend wird Uwe Kullnick ein ca. 60-minütiges Gespräch mit der Autorin bzw. dem Autor führen, in dem das Thema des Buches beleuchtet wird. Auch werden Motive, Hintergründe, wissenschaftliche Aspekte und natürlich die Autor*inen selbst angesprochen. Es ist geplant, jeden Monat eines der bisher 28 erschienen Bücher dieser Reihe in eine Sendung zu nehmen. Monatlich alternierend wird dabei jeweils ein Buch vom Beginn der Reihe und eines, ausgehend vom neuesten Stand der Reihe in die Sendung kommen.

Das erste Buch der neuen Serie ist: Der große Aufbruch: Globalgeschichte der frühen Neuzeit (Historische Bibliothek der Gerda Henkel Stiftung)

Mit der europäischen Entdeckung Amerikas und der Etablierung des Schiffsverkehrs zwischen den Kontinenten begann eine neue Epoche der globalen Geschichte.

Autor ist: Wolfgang Behringer ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität des Saarlandes.

Die Sendung ist für Juli 2022 vorgesehen.
1 Stunde 6 Minuten
Autor Johann Palinkas stellt in “Coup” ein faszinierendes Gedankenexperiment an: Korruption, Machtmissbrauch und ein militärischer Staatsstreich in Berlin – völlig ausgeschlossen! Oder doch nicht?

Ein abgeschossener Kampfjet über der Ostsee stürzt die EU ins Chaos. Während die NATO-Bündnispartner streiten, wie auf den drohenden militärischen Konflikt reagiert werden soll, planen zwei korrupte Politiker, den ungeliebten deutschen Kanzler loszuwerden. Was sie nicht ahnen: Der Chef der Bundeswehr hat längst alle Fäden für einen Militärputsch in der Hand, um die Schaltzentralen der Macht an sich zu reißen.

Johann Palinkas wurde 1998 in Berlin geboren und wuchs in Heringsdorf auf der Insel Usedom auf. 2017 absolvierte er sein Abitur im Internat Schloss Torgelow in Mecklenburg-Vorpommern und leistete im Anschluss daran freiwilligen Wehrdienst beim Gebirgsjägerbataillon 233 in Mittenwald. Heute studiert er Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg. Seine Zeit im Wehrdienst inspirierte ihn zu seinem Romandebüt.
1 Stunde 18 Minuten
Ein Berg in der Toskana. Ein Mann mit einem eigenen Kopf. Auf den Spuren von Poggio Bracciolini erzählt das Hodoeporicon von einer Welt, die war, ist oder sein könnte. Auf dieser Reise entfaltet sich der Humanismus, in ihren Anfängen klingen Renaissance und Moderne an. Der Blick in die Vergangenheit lohnt, um die Gegenwart zu begreifen und eine Zukunft zu denken. Poggio Bracciolini begleitet uns darin bis heute.

Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
1 Stunde 21 Minuten
»Wie kann man nur Verbrecher retten?« Burkhard Benecken und Hans Reinhardt stellen das Image des Strafverteidigers als »Advokat des Bösen« auf den Prüfstand: Was davon trifft zu, was entspricht nicht der Realität? Die beiden Anwälte zählen zu den bekanntesten Strafverteidigern Deutschlands und wissen, wovon sie sprechen. In diesem spannenden Sachbuch geben sie Einblick in ihren Berufsalltag. Wer sind ihre Mandanten? Haben sie wirklich alle »Dreck am Stecken«? Oder gilt die Unschuldsvermutung? In bester True-Crime-Manier teilen sie ihre Erlebnisse mit berühmten Verbrechern und berichten von wahren Kriminalfällen.

– Jeden Tag die Wirklichkeit in all ihren Facetten erleben: Warum Strafverteidiger der kreativste Beruf der Welt ist

– Strategien, Verhandlungsgeschick und Fingerspitzengefühl: Warum ein Strafverteidiger mitunter auch ein »dreckiger Hund« sein muss

– Gewissenloses Kalkül oder fairer Rechtsbeistand? Warum Strafverteidiger unerlässlich für den Rechtsstaat sind

– Insiderwissen und Hintergründe zu wahren Begebenheiten: von Wirtschaftskriminalität über Clan Verbrechen bis zu spektakulären Mordfällen

Die Wahrheit über Strafverteidiger: Immer auf der Seite des Bösen?

Burkhard Benecken hat das Who’s Who der deutschen Clan-Szene vertreten sowie etliche Prominente wie Leon Goretzka oder Natassja Kinski. Hans Reinhardt ist sein Hauptkanzleipartner. Zu seinen aufsehenerregendsten Fällen zählen der Satanisten-Mord von Witten oder die Panama Papers.

Was ist Schuld? Was heißt Moral? Diese Fragen prägen den beruflichen Alltag eines Strafverteidigers. In diesem Sachbuch erzählen Benecken und Reinhardt ungeschminkt, wie es ist, tagtäglich auf der Seite von mutmaßlichen Verbrechern zu stehen und für sie zu kämpfen. Gleichzeitig räumen sie mit Vorurteilen auf und zeigen: Beschuldigte in einem Strafverfahren sind Menschen wie du und ich.

Eine abwechslungsreiche und aufregende Lektüre, die fundiertes Fachwissen mit spektakulären Kriminalgeschichten kombiniert!

Das Leben eines Strafverteidigers: Burkhard Benecken ist ein deutscher Strafverteidiger. Seit 15 Jahren schon arbeitet er in der Kanzlei Benecken & Partner, einer der renommiertesten Strafrechtskanzleien der Bundesrepublik.

Bundesweite Bekanntheit erlangte er durch seine prominenten Mandanten. Als Verteidiger von Straftätern bekommt er einen Blick hinter die Kulissen einer Straftat. Diese Erfahrungen nutzt der berühmte Anwalt nicht nur für seine echten Fälle, sondern auch für seine Bücher, mit denen er zahlreiche Fans begeistert.

Sein Debüt als Autor gab er mit „Tatort Unterwelt“.
1 Stunde 11 Minuten
Als Jenny von Sperber Fritz zum ersten Mal begegnet, lässt der Gorilla sie nicht aus den Augen. Er ist damals schon über 50 Jahre alt, aber immer noch sehr charismatisch. Für die Journalistin ist klar: Sie will alles über das Leben von Fritz herausfinden. Geboren 1963, kam er 1966 als Wildfang von Kamerun nach Deutschland. Zu dieser Zeit waren Menschenaffen in Europa noch Seltenheiten, mussten mit Löffeln essen und bekamen Hammelfleisch zu Mittag. Als der Handel mit wilden Gorillas endlich verboten wurde, war Fritz schon mehrfacher Vater.

Diese faszinierende Gorilla-Familiensaga erzählt nicht nur das bewegte Leben von Fritz, sondern zeigt auch die Entwicklung in europäischen Zoos im Umgang mit Menschenaffen auf. Sicher ist heute vieles deutlich besser geworden. Doch es bleiben Fragen, zum Beispiel, was es mit uns Menschen macht, wenn wir unsere nächsten Verwandten hinter Glas bestaunen. Und: Ist es überhaupt noch zeitgemäß, Menschenaffen einzusperren.

Jenny von Sperber, geboren 1979 in Essen, ist freie Wissenschaftsjournalistin für Radio und Fernsehen und lebt in München. Sie veröffentlicht vor allem im Bayerischen Fernsehen, arte, 3sat sowie Bayern2 und Deutschlandfunk. Ihre Schwerpunkte sind Klimawandel, Ökologie und Wildtiere sowie gesellschaftlich relevante, aktuelle Themen aus den Lebenswissenschaften. Ausgezeichnet wurde sie unter anderem mit dem Heureka-Preis und dem DGPPN-Preis für Wissenschaftsjournalismus.
41 Minuten
Bei der Tagung Waldperspektiven nahm Johannes Zechner u.a. Joseph von Eichendorff und die Brüder Grimm in den Blick. Neben den textlichen Anpassungen von Wilhelm Grimm untersuchte er Begrifflichkeiten wie „Waldeinsamkeit“ und „Waldsterben“.

Dr. Johannes Zechner ist Historiker und wirkt als Ausstellungkurator in Hamburg / Berlin
33 Minuten
Formal gebändigte Lyrik von überzeugender Bildkraft

Dieser Band mit Gedichten zeigt Ursula Haas auf dem Höhepunkt ihrer lyrischen Kunst und Kunstfertigkeit. Er gliedert sich in drei Kapitel, wobei das zweite Kapitel „Im Schleier des Morgens“ aus Ghaselen besteht und einer alten morgenländischen Versform, die im 19. Jahrhundert eine große Faszination auf die Lyriker ausübte, neues Leben einhaucht. Tradition und Moderne begegnen und vereinigen sich hier.

Ursula Haas wechselt in ihren Gedichten zwischen längst vergangenen Bildungslandschaften und unserer Jetzt-Zeit. Genauso rasch wechselt sie die Orte: von Prag im Winter zum Erntedank auf der Insel Reichenau, von einem Sommertag auf Kap Corse zum Herbst in Berchtesgaden. „Die Zeit der Verpuppung ist lang“, so heißt es in einem ihrer Gedichte, aber dafür entschädigt der Sommerflug, bei dem „das Blau des Himmels/zum Garten Eden wird.“

Dieser Gedichtband ist eine Entdeckung für alle Freunde und Kenner der zeitgenössischen Lyrik.

Ursula Haas wurde in der ehemaligen Tschechoslowakei in Aussig a.d. Elbe (Usti nad Labem) geboren. Sie wuchs in Düsseldorf und Bonn auf und studierte Geschichte, Germanistik und Pädagogik in Bonn und Freiburg. Nach ihrer Referendarzeit in München trat sie nicht in den Schuldienst, sondern gab Privatunterricht und begann zu schreiben. Verheiratet mit dem Chirurgen Werner Haas, bekam sie eine Tochter und einen Sohn. Inzwischen alleinstehend, lebt und arbeitet Ursula Haas nach wie vor in München als freie Schriftstellerin in den Genres Lyrik, Roman, Erzählung, Libretto, Theaterstück und Essay. Ihre Gedichte sind in zahlreiche Sprachen übersetzt.

“Ich bin im Krieg in Tschechien geboren, wuchs in NRW auf und lebe seit langem in München. Trotz Germanistikstudium schreibe ich seit gut 20 Jahren literarische Bücher. Mein Medea-Roman war der erste von einer Frau geschriebene! Er brachte mir auch insofern Glück, weil ich durch ihn zum Schreiben von Musiktexten (Libretti) kam. Daraus entstand z.B. die Medea-Oper mit der Musik von Rolf Liebermann, die 2001 in der Pariser Oper aufgeführt wurde. Mein Roman “Drei Frauen” von 2009 beschäftigt sich mit drei Künstlerinnenbiografien. (Camille Claudel, Tina Modotti und Lenka, die meinem Leben nachgeht). Siehe die Kritiken bei Amazon! Mein ebenfalls 2009 erschienener Lyrikband ” Ich kröne dich mit Schnee” bekam 2010 den Nikolaus-Lenau-Preis. 2014 erschien im A1 Verlag der Band mit Erzählungen “Busenfreundinnen. Geschichten zu Lust und Brust”. 2018 der Gedichte -und Poesie-Band “Wortfisch im Grünen Aquarium” (edition bodoni).2020 das Tagebuch “Zerzauste Tage. Ein Jahr der Wirklichkeiten” (edition bodoni).”
55 Minuten
Kinder- und Jugendsachbücher laden ihre Leser und Leserinnen ein, in alle Gebiete des Wissens einzutauchen. Sie vermitteln die vielfältigsten Wissensstoffe aus Technik, Physik oder der Biologie der Tiere und Pflanzen. Sie zeigen den Alltag von Kindern auf dem Land und in der Stadt, beschäftigen sich mit Geografie, Ethnologie, der Geschichte der Erde und der Menschheit, mit Astronomie, Entdeckungen, Erfindungen, Musik, Kuriositäten und anderem mehr. In der Ausstellung wird eine Wunderkammer des Wissens präsentiert. Seltene historische Realienbücher aus der gerade übernommenen Sammlung historischer Kinder- und Jugendbücher von Werner Ziesel werden mit aktuellen Sachbilderbüchern kontrastiert.

Warum haben Sie diese Sammlung angelegt, Herr Ziesel?

Sachbücher waren immer schon Spiegel der politischen, religiösen und gesellschaftlichen Vorstellungen einer Zeit oder Bildungsschicht. Zeitgebunden ist nicht nur der jeweilige Stand der Forschung, sondern auch die Ästhetik und die gesellschaftlichen Werte, die durch die Auswahl und Präsentation des Wissens implizit mit vermittelt werden. Die Ausstellung wirft ein Blitzlicht auf die Vermittlung und Aneignung von Weltwissen vom 18. bis ins 21. Jahrhundert mit einem Schwerpunkt auf Natur und Lebewesen der Erde und macht die sich wandelnden Vermittlungsformen für Wissenswertes erfahrbar.

Zur Ausstellung werden Workshops für Schulklassen angeboten.

Aktuelle Öffnungszeiten:

Mo – Do 10 – 16 Uhr

Fr           10 – 14 Uhr

Samstag und Sonntag 14 – 17 Uhr

Eintrittspreise:

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei

Erwachsene 3 Euro (Sammelticket für alle Ausstellungen und Museen), 2 Euro ermäßigt
5 Minuten
1957 kehren Ludwig und Hannah Seligmann mit dem 10-jährigen Rafael nach Deutschland zurück. Es fällt ihnen schwer, in der alten Heimat Fuß zu fassen. Rafi und sein Vater leiden zunehmend unter Vorurteilen. Die Familie übersiedelt schließlich nach München, wo sie sich allmählich einlebt. Trotz aller Hindernisse macht der verträumte Schulversager Rafael das Abitur, studiert Geschichte und hat – gegen den erbitterten Widerstand der Mutter – eine Beziehung mit Ingrid, einer “Schickse”. Ebenso einfühlsam wie unsentimental erzählt Rafael Seligmann im dritten Teil seiner Familiensaga von der schwierigen Suche nach der verlorenen Heimat des Vaters. Sein Roman ist zugleich ein Stück Zeitgeschichte aus einem Deutschland, in dem die Verantwortung für die Vergangenheit noch kaum im öffentlichen Bewusstsein verankert war. „Wie die Geschichte des 20. Jahrhunderts Familiengeschichten bestimmt, das hat der Historiker und Schriftsteller Rafael Seligmann auf einzigartige Weise sichtbar gemacht.“ Deutschlandfunk

Der Sternenhimmel der Synagoge ist Leitmotiv in der Romantrilogie über die Buddenbrooks von Ichenhausen.
34 Minuten
Bei uns finden Büchernarren und Leseratten, Bibliophile und Bibliomanen, Buchhändler und Buchkäufer, Bibliolatristen und Bibliophagen, Literaturfreaks und Literaturkritiker, Bibliothekare und Bibliothekographen, Bücherverschlinger und – genießer, Regalsteller und Vielleser, Buchsammler und -verleiher, Buchhüter und Buchnutzer, kurzum alle Lesenden und Schreibenden, was sie nie gesucht haben.

GGB Gutshotel Groß Breesen GmbH

Erstes Bücherhotel Deutschlands

Groß Breesen 10

18276 Zehna

Mecklenburg-Vorpommern

Tel.: 038458 500

Fax: 038458 50234

E-Mail: info@gutshotel.d
1 Stunde 29 Minuten
Wie kam es dazu, dass sich innerhalb von fünf Jahren das historische Bild von Papst Pius XII. fast völlig umkehrte? 1958 wurden Lobesreden auf den gerade verstorbenen Pontifex zum Andenken an den „Papst des Friedens“ gehalten, 1963 wurde Pius XII. wegen seines öffentlichen Schweigens angesichts des Massenmords an den Juden als „der Papst, der schwieg“, sogar als „Verbrecher“ gebrandmarkt. Dieser Sturz ist von der medialen Wirkung des Schauspiels „Der Stellvertreter“ nicht zu trennen, das Erstlingswerk von Rolf Hochhuth, eines 32-jährigen, bis dahin völlig unbekannten deutschen Schriftstellers, das wie ein Blitz in die kulturelle Landschaft der Bundesrepublik einschlug. Ein begeisterter Anhänger Hochhuths brachte es damals auf den Punkt: „Hochhuth kam vor dem Fall“.

Prof. Dr. Mark Ruff ist Professor für europäische Geschichte der Neuzeit an der Saint Louis University / Missouri (USA). Sein Vortrag beschäftigt sich mit den Auseinandersetzungen um das Werk „Der Stellvertreter“ in Deutschland in den Medien jener Zeit.
1 Stunde 7 Minuten
Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt. Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt. …

Dagmar Leupold, geboren 1955 in Niederlahnstein, Rheinland-Pfalz, studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York, lebt als Autorin und Übersetzerin in München. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Für die Romane »Unter der Hand« (2013) und »Die Witwen« (2016) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.
1 Stunde 16 Minuten
Eine gefahrvolle Reise bis ans Ende des Universums – und darüber hinaus. Der neue Science-Fiction-Roman von Bestseller-Autor Phillip P. Peterson.

Im 22. Jahrhundert hat sich die Menschheit über die Grenzen unseres Sonnensystems hinaus ausgebreitet. Dank neuer Antriebe ist überlichtschnelles Reisen zur Normalität geworden, und es gibt Kolonien in den entlegensten Ecken der Galaxie. Das Reisen zwischen den Sternen ist sehr sicher – nur ganz selten geht etwas schief, und ein Schiff verschwindet spurlos im Hyperraum …

Die Challenger unter Kommandantin Christine Dillinger ist ein solches Schiff. Doch wie sich herausstellt, verschwindet es nicht einfach. Stattdessen erwartet Christine und ihre Crew ein Abenteuer, das jede Vorstellungskraft übersteigt.

Realistisch, spannend, wissenschaftlich fundiert – große deutschsprachige Science Fiction für Leser von Andreas Eschbach, Andy Weir und Cixin Liu.

Phillip P. Peterson arbeitete als Ingenieur an zukünftigen Trägerraketenkonzepten und im Management von Satellitenprogrammen. Neben wissenschaftlichen Veröffentlichungen schrieb er für einen Raumfahrtfachverlag. »Transport« war sein erster Roman, der zum Bestseller wurde. Mit »Paradox« gewann er 2015 den Kindle Storyteller-Award, bei FISCHER Tor erschienen zuletzt »Vakuum« und »Universum«. Zu seinen literarischen Vorbildern gehören die Hard-SF-Autoren Stephen Baxter, Arthur C. Clarke und Larry Niven.
10 Minuten
Bundesminister und Professor Karl Lauterbach beschreibt in seinem neuen Buch Bevor es zu spät ist, „was uns droht, wenn die Politik nicht mit der Wissenschaft Schritt hält“. Die Politik wird den Klimawandel womöglich nicht aufhalten können, weil notwendige radikale Schritte vielleicht nicht umgesetzt werden und Kipp-Punkte schneller als befürchtet erreicht werden. …

Eine Rezension von Thorsten Schulte