Literatur Radio Hörbahn Archiv
2489 Episoden
1 Stunde 33 Minuten
Die Nase hilft uns beim Abnehmen, die Augen schützen uns vor Depression und die Haut führt uns zum Erfolg: Unsere Sinne eröffnen uns ungeahnte Möglichkeiten. Doch sie agieren im Verborgenen. Wir sind uns ihrer meist nicht bewusst, benutzen sie kaum noch richtig und verpassen dadurch vieles in unserem Leben. Den Ärzten und Journalisten Ragnhild und Jan Schweitzer hat ein Erlebnis mit ihren Kindern mehr als nur die Augen geöffnet, und so haben sie sich auf die Suche nach den Sinnen ihres Lebens gemacht. Wissenschaftlich fundiert, unterhaltsam und mit vielen Tipps zeigt dieses Buch, welch ein Geschenk die Sinne sind. Wer sie auch nur ein wenig pflegt, wird mit faszinierenden und glücklichen Momenten belohnt und hat ein reicheres Leben.
Jan Schweitzer hat Medizin studiert und als Arzt im Krankenhaus gearbeitet. Danach besuchte er die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und war anschließend als Medizinredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung/Sonntagszeitung (FAZ/FAS) und beim STERN tätig. 2007 übernahm er die Chefredaktion von ZEIT WISSEN. Seit 2013 arbeitet er als Redakteur der ZEIT im Ressort Wissen und hat 2017 als Buchautor zusammen mit seiner Frau den Bestseller »Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker« geschrieben. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg.
Dr. med. Ragnhild Schweitzer hat Medizin studiert und als Ärztin im Krankenhaus gearbeitet, bevor sie nach einem journalistischen Volontariat als Fachredakteurin für Medizin tätig war. Seit 2009 ist sie als Medizinjournalistin selbständig und schreibt unter anderem für die ZEIT oder STERN GESUND LEBEN. 2017 hat sie als Buchautorin zusammen mit ihrem Mann den Bestseller »Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker« geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
Jan Schweitzer hat Medizin studiert und als Arzt im Krankenhaus gearbeitet. Danach besuchte er die Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg und war anschließend als Medizinredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung/Sonntagszeitung (FAZ/FAS) und beim STERN tätig. 2007 übernahm er die Chefredaktion von ZEIT WISSEN. Seit 2013 arbeitet er als Redakteur der ZEIT im Ressort Wissen und hat 2017 als Buchautor zusammen mit seiner Frau den Bestseller »Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker« geschrieben. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg.
Dr. med. Ragnhild Schweitzer hat Medizin studiert und als Ärztin im Krankenhaus gearbeitet, bevor sie nach einem journalistischen Volontariat als Fachredakteurin für Medizin tätig war. Seit 2009 ist sie als Medizinjournalistin selbständig und schreibt unter anderem für die ZEIT oder STERN GESUND LEBEN. 2017 hat sie als Buchautorin zusammen mit ihrem Mann den Bestseller »Fragen Sie weder Arzt noch Apotheker« geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in Hamburg.
1 Stunde 6 Minuten
Lt. Col. Ross Raymond Hartman, genannt Old Chop, ist vieles zugleich: ehemaliger Kriegsheld im Südpazifik, Karten-Champ, Golfer-Ass, very athletic, besterhaltenes Mannsbild seiner Generation, alleinerziehender Vater – und als solcher ein guide to manhood. Sein fideles guesthouse ist nicht nur ein Anziehungspunkt für die Jugend des 6000-Seelen-Ortes Maulbronn, es repräsentiert auch für alle gut sichtbar die US-amerikanische Präsenz in der schwäbischen Provinz. Wer in Hartmans house of the free and the brave eintritt, muss sich am Colonel und seinem Sohn Jack abarbeiten. Dabei sind sich Hartman junior und senior natürgemäß in allem uneins, außer vielleicht in der einen Überzeugung, »dass noch immer in jedem ein Amerikaner steckt, der rauswill, er weiß es nur noch nicht.«
Michael Basse, 1957 in Bad Salzuflen geboren, besuchte das Evangelisch theologische Seminar in Maulbronn und Blaubeuren und studierte Jura und Philosophie in Regensburg und München. Er arbeitete fürs Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, als fester freier Kultur- und Literaturkritiker des Bayerischen Rundfunks und lebt nun als freier Schriftsteller in München. Bislang erschienen von ihm zahlreiche Essays, Übersetzungen und fünf eigene Gedichtbände sowie der Roman ›Karriere‹. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Münchner Literaturbüros und stellte über viele Jahre Autorinnen und Autoren im Münchner Lyrikkabinett vor.
Wir danken dem Präsidenten der Bayerischen Einigung, Herrn Florian Besold und dem Geschäftsführer Carl Hans Engleitner für die Gelegenheit unsere Sendung bei Ihnen aufzuzeichnen und für ihre organisatorische Unterstützung.
Michael Basse, 1957 in Bad Salzuflen geboren, besuchte das Evangelisch theologische Seminar in Maulbronn und Blaubeuren und studierte Jura und Philosophie in Regensburg und München. Er arbeitete fürs Feuilleton der Süddeutschen Zeitung, als fester freier Kultur- und Literaturkritiker des Bayerischen Rundfunks und lebt nun als freier Schriftsteller in München. Bislang erschienen von ihm zahlreiche Essays, Übersetzungen und fünf eigene Gedichtbände sowie der Roman ›Karriere‹. Er war Mitbegründer und Vorstandsmitglied des Münchner Literaturbüros und stellte über viele Jahre Autorinnen und Autoren im Münchner Lyrikkabinett vor.
Wir danken dem Präsidenten der Bayerischen Einigung, Herrn Florian Besold und dem Geschäftsführer Carl Hans Engleitner für die Gelegenheit unsere Sendung bei Ihnen aufzuzeichnen und für ihre organisatorische Unterstützung.
12 Minuten
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hätte für Marlene Streeruwitz Grund genug sein können, sich bestätigt zu sehen in ihrer kritischen Analyse der bisher fehlerhaften Versuche von Menschen, sich in Gesellschaften eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Das ist natürlich ein zynischer Gedanke, der sich auch für eine Autorin, die in Dramen und Romanen Exzesse von Gewalt als warnende Beispiele, und daher stets verfremdend, vor die Augen von Zuschauer:innen und Leser:innen geführt hat, ganz selbstverständlich verbietet. Kunst ist Kunst und Krieg ist Krieg. …
Von Stefan Neuhaus
Von Stefan Neuhaus
26 Minuten
Für viele Italiener gehört Dante heute quasi zur Familie, er ist ein poetisch-politisches Symbol, das Italien sprachlich und als Nation geeint hat, ein Mythos der vom Mittelalter in die Moderne reicht – aber Mittelalter, ist das nicht staubig, veraltet, überholt, weit weg von unserer modernen Lebenswelt? Nein, denn damals waren das Leben und die Bücher viel bunter, vielfältiger und humorvoller als die weitverbreiteten Vorstellungen vom dunklen, einheitlichen, bieder-ernsten Mittelalter vermuten lassen. Nach über 20 Jahren in Italien warf Barbara de Mars ihre falschen Berührungsängste über Bord und ging – auf unfreiwillige Anregung Goethes hin – mit Dante ins Bett. Es blieb nicht nur bei der Begegnung von Buch und Bett, es zog sie hin zu den Lebens- und Schaffensorten Dantes zwischen Florenz und Ravenna, wo sie Menschen traf, die alle Verse auswendig können, Menschen, die von Dante geprägt wurden und ihre Passion großherzig teilen. De Mars folgt den Höhen und Tiefen von Dantes turbulentem, bedingungslos gelebtem Leben durch seelische Nöte bis hin zu Geldsorgen, zu existenziellen Ängsten im Exil und stellt fest: Indem wir mit Dante reisen, lernen wir uns selbst besser kennen. Nicht weil er Antworten liefert, sondern wegen der Fragen, die er stellt. Über aller Ungewissheit thront jedoch seine Gewissheit der Liebe als stiller und doch die Welt bewegender Kraft, ebenso wie das gute Ende seiner Göttlichen Komödie: »andrà tutto bene«, alles wird gut, ein zuversichtliches, stärkendes Mantra für chaotische Zeiten.
Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
9 Minuten
LLiB Jg. 37 Heft 147: “Ludwig Steinherr: Verona kopfüber” – eine Novelle – ziemlich dramatisch – eine Rezension von Gernot Eschrich
Luisa und Konstantin sind ein Ehepaar. Sie lehrt Philosophie an der Uni, er ist Jurist. Gemeinsam wollen sie drei Tage in ihrer Lieblingsstadt Verona verbringen. Ihre Beziehung befindet sich in einer tiefen Krise. Luisa scheint sich Konstantin immer weiter zu entziehen und zu entfremden. Er befürchtet, dass sie eine Affäre hat. Gleichzeitig ist ihm sein Beruf mehr und mehr verleidet. Heimlich hat er begonnen, gegen Schlaflosigkeit und Todesängste Gedichte zu schreiben. Ein Gedicht bezieht sich auf Pisanellos Madonna, die Konstantin tief verehrt und die nach einem früheren Kunstraub gerettet werden konnte. Der Versuch des Ehepaares, sich auszusprechen, scheitert. Die vertraute Stadt Verona entzieht sich ihrem Blick mehr und mehr. Die Reise wird zum Labyrinth und stellt ihr Leben auf den Kopf. Am Ende wird nichts mehr sein, wie es war.
Ludwig Steinherr, geboren 1962 in München, studierte Philosophie und promovierte über Hegel und Quine. Er lebt als freier Schriftsteller in München. Für seine bisher fünfzehn Gedichtbände erhielt Steinherr mehrere Auszeichnungen, so den Leonce-und-Lena-Förderpreis, den Evangelischen Buchpreis und den Hermann-Hesse-Förderpreis. Seit 2003 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seine Gedichte wurden vielfach übersetzt. Zuletzt erschien von ihm in der Lyrikedition 2000 »Medusen« (2018) sowie »Briefleserin in Blau« (2018) und in England der zweisprachige Auswahlband »Before the Invention of Paradise« (Arc Publications, 2010). In der Lyrikedition 2000 von Ludwig Steinherr außerdem: »Fresko, vielfach übermalt« (2002), »Hinter den Worten die Brandung« (2003), »Musikstunde bei Vermeer« (2004), »Die Hand im Feuer« (2005), »Von Stirn zu Gestirn« (2007), »Kometenjagd« (2009), »Ganz Ohr« (2012), »Das Mädchen Der Maler Ich. Ausgewählte Gedichte (1997–2009)« (2012), »Flüstergalerie« (2013), »All Ears« Translated by Paul-Henri Campbell (2013), »Nachtgeschichte für die Teetasse« (2014), »Elefant mit Obelisk« (2015), »Alpenüberquerung« (2016) sowie »Lichtgesang. Light song« Translated by Paul-Henri Campbell (2017). Weitere Informationen über Ludwig Steinherr unter: http://www.ludwigsteinherr.com
Luisa und Konstantin sind ein Ehepaar. Sie lehrt Philosophie an der Uni, er ist Jurist. Gemeinsam wollen sie drei Tage in ihrer Lieblingsstadt Verona verbringen. Ihre Beziehung befindet sich in einer tiefen Krise. Luisa scheint sich Konstantin immer weiter zu entziehen und zu entfremden. Er befürchtet, dass sie eine Affäre hat. Gleichzeitig ist ihm sein Beruf mehr und mehr verleidet. Heimlich hat er begonnen, gegen Schlaflosigkeit und Todesängste Gedichte zu schreiben. Ein Gedicht bezieht sich auf Pisanellos Madonna, die Konstantin tief verehrt und die nach einem früheren Kunstraub gerettet werden konnte. Der Versuch des Ehepaares, sich auszusprechen, scheitert. Die vertraute Stadt Verona entzieht sich ihrem Blick mehr und mehr. Die Reise wird zum Labyrinth und stellt ihr Leben auf den Kopf. Am Ende wird nichts mehr sein, wie es war.
Ludwig Steinherr, geboren 1962 in München, studierte Philosophie und promovierte über Hegel und Quine. Er lebt als freier Schriftsteller in München. Für seine bisher fünfzehn Gedichtbände erhielt Steinherr mehrere Auszeichnungen, so den Leonce-und-Lena-Förderpreis, den Evangelischen Buchpreis und den Hermann-Hesse-Förderpreis. Seit 2003 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Seine Gedichte wurden vielfach übersetzt. Zuletzt erschien von ihm in der Lyrikedition 2000 »Medusen« (2018) sowie »Briefleserin in Blau« (2018) und in England der zweisprachige Auswahlband »Before the Invention of Paradise« (Arc Publications, 2010). In der Lyrikedition 2000 von Ludwig Steinherr außerdem: »Fresko, vielfach übermalt« (2002), »Hinter den Worten die Brandung« (2003), »Musikstunde bei Vermeer« (2004), »Die Hand im Feuer« (2005), »Von Stirn zu Gestirn« (2007), »Kometenjagd« (2009), »Ganz Ohr« (2012), »Das Mädchen Der Maler Ich. Ausgewählte Gedichte (1997–2009)« (2012), »Flüstergalerie« (2013), »All Ears« Translated by Paul-Henri Campbell (2013), »Nachtgeschichte für die Teetasse« (2014), »Elefant mit Obelisk« (2015), »Alpenüberquerung« (2016) sowie »Lichtgesang. Light song« Translated by Paul-Henri Campbell (2017). Weitere Informationen über Ludwig Steinherr unter: http://www.ludwigsteinherr.com
11 Minuten
Der Soziologe Norbert Elias konstatiert 1982 in seinem Essayband Über die Einsamkeit der Sterbenden in unseren Tagen in der Begegnung mit dem Tod gesellschaftliche Abwehrtendenzen. Vierzig Jahre später dürfte er sich wohl anders äußern, denn im 21. Jahrhundert sind Sterben und Tod keine klassischen Tabuthemen mehr – dies zeigen verschiedene Künste und Medien, die Corina Caduff in ihrem interdisziplinären Band Sterben und Tod öffentlich gestalten. Neue Praktiken und Diskurse in den Künsten der Gegenwart beleuchtet. Der kulturwissenschaftliche Fokus richtet sich u.a. auf Literatur, Filme, künstlerische Fotografien und Social-Media-Beiträge, die sich mit dem Phänomen Tod im weitesten Sinne befassen. …
Von Michael Fassel
Von Michael Fassel
1 Stunde 16 Minuten
Ein Kunstdiebstahl aus Liebe
»Ich habe mir nie viel aus Kunst gemacht.« Als zufriedener Kunstbanause offenbart sich der Erzähler zu Beginn und berichtet davon, wie Carl, bewunderter Freund, ihn mit seiner Spitzweg-Begeisterung vom Gegenteil überzeugt. In der Mitte des Geschehens: eine Dreiecksbeziehung, ein hochbegabtes Mädchen und der verräterische Diebstahl eines Gemäldes. Durch raffinierte Rachepläne wird die Schülerfreundschaft auf ihre schwerste Probe gestellt.
Eckhart Nickel erzählt wie in »Hysteria« die Geschichte einer Obsession: War darin von der Natur nur noch künstliche Reproduktion übrig, wird nun die Kunst zur zweiten Natur des Menschen.
Eine raffinierte Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft und ihrer allmächtigen Instagrammatik.
Eckhart Nickel, geboren 1966 in Frankfurt/M., studierte Kunstgeschichte und Literatur in Heidelberg und New York. Er gehörte zum popliterarischen Quintett „Tristesse Royale“ (1999) und debütierte 2000 mit dem Erzählband „Was ich davon halte“. Nickel leitete mit Christian Kracht die Literaturzeitschrift Der Freund in Kathmandu. Heute schreibt er vorwiegend für die FAS, die FAZ und ihr Magazin. Bei Piper erschien u.a. die „Gebrauchsanweisung für Portugal“. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2017 wurde er für den Beginn von „Hysteria“ mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet und war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. 2019 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg.
»Ich habe mir nie viel aus Kunst gemacht.« Als zufriedener Kunstbanause offenbart sich der Erzähler zu Beginn und berichtet davon, wie Carl, bewunderter Freund, ihn mit seiner Spitzweg-Begeisterung vom Gegenteil überzeugt. In der Mitte des Geschehens: eine Dreiecksbeziehung, ein hochbegabtes Mädchen und der verräterische Diebstahl eines Gemäldes. Durch raffinierte Rachepläne wird die Schülerfreundschaft auf ihre schwerste Probe gestellt.
Eckhart Nickel erzählt wie in »Hysteria« die Geschichte einer Obsession: War darin von der Natur nur noch künstliche Reproduktion übrig, wird nun die Kunst zur zweiten Natur des Menschen.
Eine raffinierte Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft und ihrer allmächtigen Instagrammatik.
Eckhart Nickel, geboren 1966 in Frankfurt/M., studierte Kunstgeschichte und Literatur in Heidelberg und New York. Er gehörte zum popliterarischen Quintett „Tristesse Royale“ (1999) und debütierte 2000 mit dem Erzählband „Was ich davon halte“. Nickel leitete mit Christian Kracht die Literaturzeitschrift Der Freund in Kathmandu. Heute schreibt er vorwiegend für die FAS, die FAZ und ihr Magazin. Bei Piper erschien u.a. die „Gebrauchsanweisung für Portugal“. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2017 wurde er für den Beginn von „Hysteria“ mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet und war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. 2019 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg.
1 Stunde 22 Minuten
Felicitas Hoppe (*1960) lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Feuilletons; sie ist auch als Übersetzerin tätig. Hoppe ist reisend und vortragend rund um die Welt unterwegs. Sie ist Trägerin des Georg-Büchner-Preises und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt erhielt sie ein Ehrendoktorat der Leuphana Universität Lüneburg. Die im Terzett besprochenen Bücher werden von den drei Diskutanten des Abends vorgeschlagen und im Vorhinein gelesen.
Annette Schavan ist eine deutsche Politikerin. Von 1995 bis 2005 war sie Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Sie war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 bis 2013 war sie Bundesministerin für Bildung und Forschung. Schavan studierte zwölf Semester Erziehungswissenschaften (Hauptfach), Philosophie (Nebenfach) und Katholische Theologie an Universitäten in Bonn und Düsseldorf.
Jan–Heiner Tück studierte katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Anschließend wurde er bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. promoviert. Seit 2010 hat er die Professur für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien inne. Nach Symposien zum Werk Paul Celans, Peter Handkes und Arnold Stadlers initiierte Tück im Frühjahr 2016 die Poetikdozentur „Literatur und Religion“ an der Universität Wien. Bislang waren bei der Poetikdozentur Thomas Hürlimann, Sibylle Lewitscharoff, Nora Gomringer, Alois Brandstetter und Christian Lehnert zu Gast.
Annette Schavan ist eine deutsche Politikerin. Von 1995 bis 2005 war sie Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in Baden-Württemberg. Sie war von 2005 bis 2014 Mitglied des Deutschen Bundestages. Von 2005 bis 2013 war sie Bundesministerin für Bildung und Forschung. Schavan studierte zwölf Semester Erziehungswissenschaften (Hauptfach), Philosophie (Nebenfach) und Katholische Theologie an Universitäten in Bonn und Düsseldorf.
Jan–Heiner Tück studierte katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Anschließend wurde er bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. promoviert. Seit 2010 hat er die Professur für Dogmatik an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien inne. Nach Symposien zum Werk Paul Celans, Peter Handkes und Arnold Stadlers initiierte Tück im Frühjahr 2016 die Poetikdozentur „Literatur und Religion“ an der Universität Wien. Bislang waren bei der Poetikdozentur Thomas Hürlimann, Sibylle Lewitscharoff, Nora Gomringer, Alois Brandstetter und Christian Lehnert zu Gast.
31 Minuten
Für viele Italiener gehört Dante heute quasi zur Familie, er ist ein poetisch-politisches Symbol, das Italien sprachlich und als Nation geeint hat, ein Mythos der vom Mittelalter in die Moderne reicht – aber Mittelalter, ist das nicht staubig, veraltet, überholt, weit weg von unserer modernen Lebenswelt? Nein, denn damals waren das Leben und die Bücher viel bunter, vielfältiger und humorvoller als die weitverbreiteten Vorstellungen vom dunklen, einheitlichen, bieder-ernsten Mittelalter vermuten lassen. Nach über 20 Jahren in Italien warf Barbara de Mars ihre falschen Berührungsängste über Bord und ging – auf unfreiwillige Anregung Goethes hin – mit Dante ins Bett. Es blieb nicht nur bei der Begegnung von Buch und Bett, es zog sie hin zu den Lebens- und Schaffensorten Dantes zwischen Florenz und Ravenna, wo sie Menschen traf, die alle Verse auswendig können, Menschen, die von Dante geprägt wurden und ihre Passion großherzig teilen. De Mars folgt den Höhen und Tiefen von Dantes turbulentem, bedingungslos gelebtem Leben durch seelische Nöte bis hin zu Geldsorgen, zu existenziellen Ängsten im Exil und stellt fest: Indem wir mit Dante reisen, lernen wir uns selbst besser kennen. Nicht weil er Antworten liefert, sondern wegen der Fragen, die er stellt. Über aller Ungewissheit thront jedoch seine Gewissheit der Liebe als stiller und doch die Welt bewegender Kraft, ebenso wie das gute Ende seiner Göttlichen Komödie: »andrà tutto bene«, alles wird gut, ein zuversichtliches, stärkendes Mantra für chaotische Zeiten.
Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
Barbara de Mars studierte in München Germanistik, Theaterwissenschaften, Internationales Recht und Medienmarketing, arbeitete bei Zeitungen, Zeitschriften und fürs Fernsehen. Seit über zwanzig Jahren lebt sie in Italien, die längste Zeit davon im “goldenen Dreieck” der Toskana zwischen Florenz, Arezzo und Siena. Erschienen sind zuletzt unter anderem “Valdarno – geheimnisvolle Toskana” (BoD) und “Lesereise Florenz” (Picus Verlag).
16 Minuten
Ingo Cesaro, lebt als Schriftsteller, Herausgeber, Handpressendrucker und Galerist in Kronach.
Über 300 Einzelveröffentlichungen und Mitarbeit an unzähligen Anthologien und Sammelbänden. Ich habe 180 Editionen, teilweise mit Originalgrafik herausgegeben. Enge Zusammenarbeit mit Malern und Grafikern, die sich in Küsntlerbüchern, bibliophilen Editionen, Pop up poetry art, Buch- Objekten und Einzelblattdrucken und Ausstellungen “Buch an der Wand” niederschlug. Enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern. Tingeln mit “Japp & Texte”; “Saxophon und Lyrik”; “Vertanzte Gedichte” und Minimalmusik & Dreiezeiler. Als Galerist fast 30 Ausstellungen mit Grafiken von Günter Grass, bis nach Süd-Ungarn, organisiert. Dazu auch Ausstellungen von Gottfried Wiegand, Christoph Meckel, Eberhard Schlotter, Wilhelm Schramm und Brother in Art und vielen anderen. Gründet den Verein “Regionale Kunstförderung Kronach e. V. und deren 1. Vorsitzende. Z. B. im moment “Cesaros temporäre Galerie im Impfzentrum Kronach” mit über 140 Arbeiten von über dreißige Künstlerinnen und Künstler. Startet die “Cranach City ART Galerie. Organisiert internationale Kunst-Projekte, z. B. Intern. Lucas-Cranach- Preis; Intern. Vogelscheuchen-Wettbewerb; intern. Kunstprojekt “HolzART”, bisher 22 x; Mitwitzer-Künstler-Markt 15 x; Kunstmesse “ARTkronach” 37 x Intern. mail-art-Projekte(selbst als mail-art-artist intern. mit typografischen Arbeiten unterwegs). Organisiert intern. Literatur-Projekte z. B. ” Kronach/Bayern – Hauptstadt der Poesie – tausend Gedichte für eine Stadt”, “900 Jahre Schwabach – und kein bisschen alt”. Organisiert nachhaltige Literatur-Projekte immer verbunden mit einer Setz- und Druckwerkstatt “wie zu Gutenbergs Zeiten” (mit der einzigen “mobilen” Handpresse im deutschsprachigen Raum) an Schulen und Universistäten im In- und Ausland. Mitglied: VS (ver.di); die KOGGE, Deutschschweizer P.E.N.; Deutsche Haiku-Gesellschaft; regensburger Schriftsteller Gruppe Intern. RSGI (deren Vize seit 1998); Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik GZL.
in Kronach: Botschafter, Stiftungsrat der Bürgerstiftung “Historisches Kronach”; Mitglied im Gremium “Kronacher Sommer” und “Kreiskulturring” Mitglied im Arbeitskreis “Lucas Cranach”.
Über 300 Einzelveröffentlichungen und Mitarbeit an unzähligen Anthologien und Sammelbänden. Ich habe 180 Editionen, teilweise mit Originalgrafik herausgegeben. Enge Zusammenarbeit mit Malern und Grafikern, die sich in Küsntlerbüchern, bibliophilen Editionen, Pop up poetry art, Buch- Objekten und Einzelblattdrucken und Ausstellungen “Buch an der Wand” niederschlug. Enge Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern. Tingeln mit “Japp & Texte”; “Saxophon und Lyrik”; “Vertanzte Gedichte” und Minimalmusik & Dreiezeiler. Als Galerist fast 30 Ausstellungen mit Grafiken von Günter Grass, bis nach Süd-Ungarn, organisiert. Dazu auch Ausstellungen von Gottfried Wiegand, Christoph Meckel, Eberhard Schlotter, Wilhelm Schramm und Brother in Art und vielen anderen. Gründet den Verein “Regionale Kunstförderung Kronach e. V. und deren 1. Vorsitzende. Z. B. im moment “Cesaros temporäre Galerie im Impfzentrum Kronach” mit über 140 Arbeiten von über dreißige Künstlerinnen und Künstler. Startet die “Cranach City ART Galerie. Organisiert internationale Kunst-Projekte, z. B. Intern. Lucas-Cranach- Preis; Intern. Vogelscheuchen-Wettbewerb; intern. Kunstprojekt “HolzART”, bisher 22 x; Mitwitzer-Künstler-Markt 15 x; Kunstmesse “ARTkronach” 37 x Intern. mail-art-Projekte(selbst als mail-art-artist intern. mit typografischen Arbeiten unterwegs). Organisiert intern. Literatur-Projekte z. B. ” Kronach/Bayern – Hauptstadt der Poesie – tausend Gedichte für eine Stadt”, “900 Jahre Schwabach – und kein bisschen alt”. Organisiert nachhaltige Literatur-Projekte immer verbunden mit einer Setz- und Druckwerkstatt “wie zu Gutenbergs Zeiten” (mit der einzigen “mobilen” Handpresse im deutschsprachigen Raum) an Schulen und Universistäten im In- und Ausland. Mitglied: VS (ver.di); die KOGGE, Deutschschweizer P.E.N.; Deutsche Haiku-Gesellschaft; regensburger Schriftsteller Gruppe Intern. RSGI (deren Vize seit 1998); Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik GZL.
in Kronach: Botschafter, Stiftungsrat der Bürgerstiftung “Historisches Kronach”; Mitglied im Gremium “Kronacher Sommer” und “Kreiskulturring” Mitglied im Arbeitskreis “Lucas Cranach”.
1 Stunde 13 Minuten
»Paranoide Schizophrenie« lautet Wallners Diagnose bei seiner Einlieferung in die Psychiatrie. Als die Gesprächstherapie scheitert, wird eine junge Kunsttherapeutin auf ihn aufmerksam. Sie fördert sein bildnerisches Talent und der Außenseiter Wallner wird in der Kunstwelt erfolgreich. Mit Wallners Geschichte erzählt Wolfgang Pennwieser die Entwicklung der Art brut, einer Kunstform von Menschen am Rand der Gesellschaft. In der Kleingartensiedlung, in der Wallner lebt, ist er ein Dorn im Auge seiner Nachbarn, die ihn regelmäßig bei der Polizei anzeigen. Denn Wallner entkommt seiner Wahnwelt, indem er die für ihn bedrohlichen Gegenstände bemalt. Sein eigenes Wohnzimmer wird ebenso angestrichen wie Bäume im Garten oder Mistkübel auf der Straße. Wallners Therapeutin und ein Kunstgalerist jedoch erkennen sein Talent und fördern ihn und seine Kunst – nicht zuletzt auch für ihre eigenen Karrieren. Ein einfühlsamer Roman über die Diskriminierung und Einsamkeit psychisch kranker Menschen, aber auch über die Hoffnung, dass durch einen Perspektivenwechsel Veränderung und Wachstum möglich sind.
Wolfgang Pennwieser, geboren 1975 in Oberösterreich. Studium der Medizin in Innsbruck, Berlin, Wien und Ho Chi Minh City. Seit 2002 Kolumnist beim österreichischen Fußballmagazin »ballesterer«. Wolfgang Pennwieser ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin (Systemische Familientherapie). 2016 erschien sein Romandebüt »Ich und Vater«.
Wolfgang Pennwieser, geboren 1975 in Oberösterreich. Studium der Medizin in Innsbruck, Berlin, Wien und Ho Chi Minh City. Seit 2002 Kolumnist beim österreichischen Fußballmagazin »ballesterer«. Wolfgang Pennwieser ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin (Systemische Familientherapie). 2016 erschien sein Romandebüt »Ich und Vater«.
8 Minuten
Abenteuer üben eine Faszinationskraft aus. Dabei scheint es ein eigenartiges Paradox zu geben, denn einerseits sind die höchsten Punkte bestiegen, die Welt umsegelt und die Pole erreicht, andererseits erlebt gerade die Abenteuerliteratur eine anhaltende Konjunktur. Erling Kagge, der norwegische Bergsteiger, Jurist, Autor, Verleger und Kunstsammler, der selbst als erster Mensch die drei Extrempunkte der Welt (Nordpol, Südpol, Mount Everest) erreicht hat, legt nach Büchern über Stille. Ein Wegweiser und Gehen. Weiter gehen. Eine Anleitung nun eine Philosophie für Abenteurer vor. …
Von Lukas Pallitsch
Von Lukas Pallitsch
20 Minuten
Die Blogreihe #33 Frauen (mehr dazu) handelt von 33 Frauen, die mich in der Frage wie man Kunst, Kinder, Karriere und eine gute Beziehung harmonisch und glücklich in sein Leben integrieren kann, inspiriert haben. Und ich stelle vor:.
Dr. Janet Goodrich war eine amerikanische Sehlehrerin und Psychologin, sie ist 1942 in Michigan geboren und 1999 gestorben.
Ich nehme an, dass niemand das Wort Sehlehrerin schon einmal gehört hat und im Deutschen existiert es auch nicht wirklich. Das ist interessant, denn wenn ich als Kind gewusst hätte, dass es Menschen gibt, die anderen das Sehen beibringen oder mir Augenärzt:innen davon erzählt hätten – ja, wer weiß.
So musste ich sie selbst herausfinden. Janet Goodrich ist eine Frau, die mich beeindruckt hat und sie passt gut zur übrigen Gruppe der Frauen, weil sie mit Leidenschaft für etwas einstand, das andere für gegeben oder unwichtig hielten …
Katrin Bongard schreibt Drehbücher, Serienkonzepte und Coming of Age Novels für Jugendliche und Erwachsene. Unter ihrem E-Book-Label Red Bug Books verlegt sie Jugendliteratur und Graphic Novels.
Sie schreibt Geschichten, die in einer sehr realen Welt spielen, aber meist etwas bigger als life sind. Über Künstler:innen, über aktive, engagierte und offene Held:innen, die bereit sind, zu wachsen, das Leben und sich selbst zu verändern und über die große Liebe, die immer dann kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet.
Sie setzt sich für Gleichberechtigung, Diversität und ein bewusstes Miteinander ein, ist aktiv bei den Writers4Future und findet, dass diese Welt der beste Platz im Universum ist und daher unbedingt sorgsam behandelt werden muss.
www.katrinbongard.com
Instagram: @kabongard_writing
Clubhouse: @kabongard
Dr. Janet Goodrich war eine amerikanische Sehlehrerin und Psychologin, sie ist 1942 in Michigan geboren und 1999 gestorben.
Ich nehme an, dass niemand das Wort Sehlehrerin schon einmal gehört hat und im Deutschen existiert es auch nicht wirklich. Das ist interessant, denn wenn ich als Kind gewusst hätte, dass es Menschen gibt, die anderen das Sehen beibringen oder mir Augenärzt:innen davon erzählt hätten – ja, wer weiß.
So musste ich sie selbst herausfinden. Janet Goodrich ist eine Frau, die mich beeindruckt hat und sie passt gut zur übrigen Gruppe der Frauen, weil sie mit Leidenschaft für etwas einstand, das andere für gegeben oder unwichtig hielten …
Katrin Bongard schreibt Drehbücher, Serienkonzepte und Coming of Age Novels für Jugendliche und Erwachsene. Unter ihrem E-Book-Label Red Bug Books verlegt sie Jugendliteratur und Graphic Novels.
Sie schreibt Geschichten, die in einer sehr realen Welt spielen, aber meist etwas bigger als life sind. Über Künstler:innen, über aktive, engagierte und offene Held:innen, die bereit sind, zu wachsen, das Leben und sich selbst zu verändern und über die große Liebe, die immer dann kommt, wenn man sie am wenigsten erwartet.
Sie setzt sich für Gleichberechtigung, Diversität und ein bewusstes Miteinander ein, ist aktiv bei den Writers4Future und findet, dass diese Welt der beste Platz im Universum ist und daher unbedingt sorgsam behandelt werden muss.
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9 Minuten
In „Die Molche“ lässt Volker Widmann die Nachkriegszeit in der Provinz lebendig werden.
»Eine fast magische Erzählung über die erste Erfahrung mit dem Tod und das Aufblühen der allerersten Liebe. Die wunderbar kraftvolle, dunkle Naturpoesie hat mich sofort in das Buch gesogen und nicht mehr losgelassen.« Ewald Arenz, Autor von »Alte Sorten« und »Der große Sommer«
Ein bayerisches Dorf im Nachkriegsdeutschland: Als Zugezogener hat der 11-jährige Max es schwer, Freunde zu finden. Daher sind er und sein verträumter Bruder die idealen Opfer für eine Bande derber Dorfjungen. Und so schauen alle zu, wie Max’ Bruder eines Tages in die Enge getrieben wird, der Erste einen Stein wirft, dann ein Stein nach dem anderen fliegt. Der Junge stirbt. Auch Max hat zugesehen und aus Angst nicht geholfen. Von den Erwachsenen wird die Tat schnell als Unfall abgetan Wieder ist Max, der mit niemandem über seine Einsamkeit und die Quälereien sprechen kann, mit seinen Gefühlen allein. Wie die anderen Kinder versteht auch Max die Erwachsenen nicht: die tüchtigen Mütter, die unnahbaren Väter, ihre unberechenbare Härte gegenüber den Kindern, ihr Schweigen, wenn es um die Vergangenheit geht, ihr Wegschauen bei Konflikten. Geplagt von seiner Schuld und dem Schmerz über den Verlust seines Bruders, flüchtet er sich in seine Streifzüge in die Umgebung des Dorfes, in seine Beobachtungen der Natur, deren Schönheit ihm Trost spendet. So wie die Molche. Seine Entdeckungen lenken Max ab, bis er schließlich doch zwei Freunde findet – und Marga. Gemeinsam beschließen sie, gegen die Bande vorzugehen. …
Eine Rezension von Martin Gaiser
»Eine fast magische Erzählung über die erste Erfahrung mit dem Tod und das Aufblühen der allerersten Liebe. Die wunderbar kraftvolle, dunkle Naturpoesie hat mich sofort in das Buch gesogen und nicht mehr losgelassen.« Ewald Arenz, Autor von »Alte Sorten« und »Der große Sommer«
Ein bayerisches Dorf im Nachkriegsdeutschland: Als Zugezogener hat der 11-jährige Max es schwer, Freunde zu finden. Daher sind er und sein verträumter Bruder die idealen Opfer für eine Bande derber Dorfjungen. Und so schauen alle zu, wie Max’ Bruder eines Tages in die Enge getrieben wird, der Erste einen Stein wirft, dann ein Stein nach dem anderen fliegt. Der Junge stirbt. Auch Max hat zugesehen und aus Angst nicht geholfen. Von den Erwachsenen wird die Tat schnell als Unfall abgetan Wieder ist Max, der mit niemandem über seine Einsamkeit und die Quälereien sprechen kann, mit seinen Gefühlen allein. Wie die anderen Kinder versteht auch Max die Erwachsenen nicht: die tüchtigen Mütter, die unnahbaren Väter, ihre unberechenbare Härte gegenüber den Kindern, ihr Schweigen, wenn es um die Vergangenheit geht, ihr Wegschauen bei Konflikten. Geplagt von seiner Schuld und dem Schmerz über den Verlust seines Bruders, flüchtet er sich in seine Streifzüge in die Umgebung des Dorfes, in seine Beobachtungen der Natur, deren Schönheit ihm Trost spendet. So wie die Molche. Seine Entdeckungen lenken Max ab, bis er schließlich doch zwei Freunde findet – und Marga. Gemeinsam beschließen sie, gegen die Bande vorzugehen. …
Eine Rezension von Martin Gaiser
14 Minuten
Für mich ist es einer dieser Romane, in denen man sich leicht verlieren kann, denn er öffnet unendlich viele Türen mit noch mehr Geschichten dahinter und alles ist sinnlich greifbar, voller Wirklichkeit und zugleich angefüllt mit Tag- und Nachtträumen. Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen, heißt ein im Volksmund beliebtes Zitat. Özdamars Reise dauert schon ein langes und bewegtes Leben an. Einem früheren Roman, in dem es um Kindheit und Jugend ging, gab sie dieses Bild als Titel: Das Leben ist eine Karawanserei – hat zwei Türen – aus einer kam ich rein aus der anderen ging ich raus. Jetzt also sind es die Schattenräume, die in der literarischen Lebensbilanz eine Rolle spielen. Doch ohne Licht gibt es keinen Schatten – deshalb ist von dem Licht mindestens genauso oft die Rede. Es geht immer von Menschen aus wie Lichtblicke und Erleuchtungen …
Eine Rezension von Nora Eckert
Eine Rezension von Nora Eckert