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Literatur Radio Hörbahn Archiv

2489 Episoden
11 Minuten
1905 entstanden, zeigt ein Öl-Gemälde den berühmten Künstler als Selbstporträt und seine Geliebte an seiner Seite. Längst war da die wechselvolle Beziehung in die Brüche gegangen. Gut drei Jahren waren Edvard Munch (1863 – 1944) und Mathilde „Tulla“ Larsen (1869 – 1942), die Frau mit den roten Haaren, ein Paar. Doch die Dominanz Munchs, der körperlich wie seelisch angeschlagen war und unter erheblichen Selbstzweifeln leidete, brachte auch Tulla Larsen an den Rand der Verzweiflung. Die norwegische Autorin, Dramatikerin und Regisseurin Lene Therese Teigen hat sich intensiv mit beiden und deren Beziehung beschäftigt. Entstanden ist ein faszinierender wie erhellender Roman, der nicht nur den Fokus auf die Sicht der Frau auf diese schwierige Partnerschaft lenkt, sondern auch von der fehlenden Anerkennung von Künstlerinnen in dieser Zeit erzählt. …

Lene Therese Teigen ist Schriftstellerin, Dramatikerin und Regisseurin und lebt in Oslo. Sie ist bekannt für ihre auf wissenschaftlicher Recherche basierenden Thaterstücke, bei denen der Fokus häufig besonders auf dem Thema Gleichberechtigung liegt. Von 2010 bis 2015 war sie Vorsitzende der Organisation Women Playwrights International (WPI), 2018 bekam sie das Munch-Stipendium der Stadt Oslo.
1 Stunde 12 Minuten
Luise ist klug, Luise ist unabhängig, Luise ist eine Insel. Als Meeresbiologin hat Luise sich einen exzellenten Ruf erarbeitet, ihr Spezialgebiet: die Meerwalnuss, eine geisterhaft illuminierte Qualle im Dunkel der Ozeane. Als Luise für ein Projekt mit einem renommierten Tierpark nach Graz reisen soll, zögert sie nicht lang. Doch Graz, das ist auch ihre Heimatstadt, das ist die Wohnung ihres abwesenden und plötzlich erkrankten Vaters. Und das ist die Geschichte einer jahrelangen Sprachlosigkeit und Fremdheit zwischen ihnen.

Soghaft und strömend erzählt Marie Gamillscheg von der allmählichen Befreiung aus den Zwängen der eigenen Kindheit, des eigenen Körpers und aus den Gesetzen, die andere für einen gemacht haben. Es ist zugleich der Versuch, die Unmöglichkeit einer Beziehung zu erfassen: zwischen Mensch und Tier, Mann und Frau, Vater und Tochter.

Marie Gamillscheg studierte Germanistik und Transkulturelle Kommunikation mit Französisch und Russisch   Masterstudium Osteuropastudien an der Freien Universität   Journalismus und begann selbst als freie Journalistin 20. Klagenfurter Literaturkurs im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises  als freie Journalistin für Die Zeit und Zeit Campus  10.000 Euro dotierten Debütpreis des Österreichischen Buchpreises 2018 ausgezeichnet für den aspekte-Literaturpreis nominiert   April 2021 sollte Alles was glänzt außerdem erstmals als Theaterproduktion aufgeführt werden, wofür die Autorin selbst ihren Text in eine Dramafassung umgearbeitet hat.[9] Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die Uraufführung auf Oktober 2022 verschoben Juni und Juli 2022 auf den zweiten Platz der ORF-Bestenliste und im Juli und August 2022 auf Platz Fünf der SWR-Bestenliste gelangte
12 Minuten
„Vom ‚Flauschgewitter‘ bis zum ‚Shitstorm‘, vom Like zum Dislike und vom Algorithmus über die Sternebewertung bis hin zu Copy and Paste: Online-Rezensionen sind vielfältig, medienspezifisch und haben nicht nur Einfluss auf so manche Kaufentscheidung, sondern auch auf die Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur im digitalen Raum“ (S. 15). So beginnt der erste Beitrag des Bandes, zugleich eine Einführung in das Forschungsprojekt „Rez@Kultur“, das vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert worden ist.
1 Stunde 16 Minuten
Ein Kunstdiebstahl aus Liebe

»Ich habe mir nie viel aus Kunst gemacht.« Als zufriedener Kunstbanause offenbart sich der Erzähler zu Beginn und berichtet davon, wie Carl, bewunderter Freund, ihn mit seiner Spitzweg-Begeisterung vom Gegenteil überzeugt. In der Mitte des Geschehens: eine Dreiecksbeziehung, ein hochbegabtes Mädchen und der verräterische Diebstahl eines Gemäldes. Durch raffinierte Rachepläne wird die Schülerfreundschaft auf ihre schwerste Probe gestellt.

Eckhart Nickel erzählt wie in »Hysteria« die Geschichte einer Obsession: War darin von der Natur nur noch künstliche Reproduktion übrig, wird nun die Kunst zur zweiten Natur des Menschen.

Eine raffinierte Kritik an der Bildvergötterung der sozial verwahrlosten Digitalgesellschaft und ihrer allmächtigen Instagrammatik.

Eckhart Nickel, geboren 1966 in Frankfurt/M., studierte Kunstgeschichte und Literatur in Heidelberg und New York. Er gehörte zum popliterarischen Quintett „Tristesse Royale“ (1999) und debütierte 2000 mit dem Erzählband „Was ich davon halte“. Nickel leitete mit Christian Kracht die Literaturzeitschrift Der Freund in Kathmandu. Heute schreibt er vorwiegend für die FAS, die FAZ und ihr Magazin. Bei Piper erschien u.a. die „Gebrauchsanweisung für Portugal“. Beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb 2017 wurde er für den Beginn von „Hysteria“ mit dem Kelag-Preis ausgezeichnet und war auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2018. 2019 erhielt er den Friedrich-Hölderlin-Förderpreis der Stadt Bad Homburg.
1 Stunde 7 Minuten
Herr Harald ist der Mann in der Garderobe. Er gehört zum Theater wie der Vorhang, aber niemand kommt seinetwegen, das Rampenlicht ist für andere. Er nimmt den Menschen die Mäntel ab, die Taschen, was immer sie ihm anvertrauen, um für kurze Zeit unbeschwert zu sein, und wartet bis zum Schlussapplaus, das ist sein Einsatz. Doch eines Abends bleibt ein Mantel zurück, und in dem Mantel findet sich eine Pistole. Herr Harald trägt sie nach Hause, nur: Was will er damit tun? Er kann sich schlecht gegen alles zur Wehr setzen, was ihm an der Welt und den Mitmenschen als Zumutung erscheint. Aber vielleicht kann er ihre Aufmerksamkeit auf jemanden lenken, der wie er ein Schattendasein führt: die Frau, die für einen anderen die Noten umblättert und die er aus der Ferne verehrt. Der tragische wie komische Protagonist dieser hinreißend erzählten Geschichte ist ein Held des Alltags, ein Mann in Dienstkleidung, einer, dem es niemand dankt. Und gäbe es die Literatur nicht – und Autorinnen wie Dagmar Leupold –, wie sollten wir wissen, was für ein Reichtum an Gedanken und Gefühlen, wie viel waches Leben und wehe Sehnsucht sich dahinter verbirgt. …

Dagmar Leupold, geboren 1955 in Niederlahnstein, Rheinland-Pfalz, studierte Germanistik, Philosophie und Klassische Philologie in Marburg, Tübingen und New York, lebt als Autorin und Übersetzerin in München. Ihr Werk umfasst Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays. Für die Romane »Unter der Hand« (2013) und »Die Witwen« (2016) war sie für den Deutschen Buchpreis nominiert.
35 Minuten
„Die Wochentage bin ich Jurist und höchstens etwas Musiker, sonntags am Tage wird gezeichnet und abends bin ich ein sehr witziger Autor bis in die späte Nacht.“ Mit diesem kurzen Briefzitat an seinen Jugendfreund und den späteren Staatsmann Theodor Gottlieb von Hippel (1775-1843) fasste der Schriftsteller E.T.A. Hoffmann gewissermaßen seine Biografie in einem Satz zusammen. Hoffmanns Talente waren außerordentlich vielseitig. Bevor er sich dem Schreiben zuwandte, betätigte er sich recht erfolgreich als Komponist und Kapellmeister. Bekannt wurde er auch als Zeichner, Karikaturist und Illustrator, u.a. seiner eigenen Bücher. Obwohl er relativ spät mit den deutschen Romantikern in Kontakt trat, wurde er mit seinen phantastischen Geschichten und Schauernovellen einer der größten deutschen Erzähler der Romantik. …

Von Manfred Orlick
10 Minuten
Landschaft – Ästhetik – Ökologie: Angesichts von Umwelt- und Klimakrise kann es lohnend sein, literarische Texte und Imaginationen, wie Natur- und Landschaftslyrik, auf ihr Verhältnis zum so genannten Anthropozän abzuklopfen. In diese Diskussion greift der Schriftsteller Volker Demuth mit seinem Buch Unruhige Landschaften. Ästhetik und Ökologie ein. …

Von Sönke Abeldt

Den Text der Rezension finden Sie hier

Volker Demuth lebt nach Aufgabe einer Medienprofessur heute als freier Schriftsteller in Berlin. Sein umfangreiches Werk, das mehrfach ausgezeichnet wurde, umfasst Lyrik, Prosa und Essay.

Sprecher ist Matthias Pöhlmann
23 Minuten
Auch Literaturfreunde können sich ab sofort über spannende und informative Beiträge freuen. In Kooperation mit dem Literaturhaus Heilbronn nehmen regelmäßig hochkarätige Schriftsteller und Gastredner auf dem Kultursofa Platz. Erleben Sie gemütlich bei sich daheim Auszüge ihrer neuesten Werke – Texte lebendig und nah, direkt aus dem Mund der Autoren. Dafür haben wir eigens „Unter der Pyramide“ der Kreissparkasse Heilbronn ein kleines Wohnzimmer eingerichtet, aus dem die Autoren ihre Texte präsentieren.

Ein Bauernhof, eine Kleinstadt, ein Haus am Fluss, eingebettet in das durch Eiszeitgletscher geformte Geländeprofil Süddeutschlands. Sie bilden den Erfahrungsraum dieser autobiografischen Erzählung, in dem sich die deutsche Geschichte spiegelt. Die äußere Gegend wird dabei zur inneren Landschaft. Aufgewachsen in einem Landstrich, der lange nicht alles preisgegeben hat, was im Nationalsozialismus etwas gegolten hat, vor allem Zucht, Unterordnung und Gehorsam, sind es besonders ältere Geschichten, die sich in der Landschaft wie im eigenen Leben Volker Demuths eingelagert haben, Geschichten von Aufbegehren, Freiheitsdrang und einem schwierigen Glück. Vom Bauernkrieg des 16. Jahrhunderts über den Zweiten Weltkrieg und die Adenauer-Zeit bis in die globalisierte Gegenwart führt die literarische Reise durch Erinnerungen, Bedeutungen und Mythen. Die Lebensorte werden dabei zum Fahndungsraster einer schmerzlichen und zuletzt befreienden Spurensuche und dem Versuch einer Antwort auf die Frage, wo man hingehört und wer man ist.

Volker Demuth, 1961 in Süddeutschland geboren, ist Lyriker, Erzähler und Essayist. Nachdem er einige Jahre als Professor für Medientheorie lehrte, gab er 2004 die Lehrtätigkeit auf und lebt heute als freier Schriftsteller in Berlin und der Uckermark. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher und publiziert in verschiedenen Kunst- und Kulturzeitschriften.
9 Minuten
Er wird in den letzten Kriegsmonaten als Jugendlicher von der Waffen-SS zwangsrekrutiert, sie auf der Flucht aus Ostpreußen von russischen Soldaten gefangen gehalten und mehrfach missbraucht. Das spätere gemeinsame Leben von Walter und Elisabeth ist ein hartes, von schwerer Arbeit und Entbehrungen, von ihren traumatischen Erinnerungen geprägtes. Mit „Die Nacht unterm Schnee“ hat Ralf Rothmann seiner Trilogie über den Zweiten Weltkrieg einen fulminanten Abschluss gesetzt. Mit einem Roman, der tief berührt – nicht nur, weil der Schriftsteller damit die Geschichte seiner Eltern erzählt. …

Ralf Rothmann wurde 1953 in Schleswig geboren und wuchs im Ruhrgebiet auf. Nach der Volksschule (und einem kurzen Besuch der Handelsschule) machte er eine Maurerlehre, arbeitete mehrere Jahre auf dem Bau und danach in verschiedenen Berufen (unter anderem als Drucker, Krankenpfleger und Koch). Seit 1976 lebt Ralf Rothmann in Berlin und veröffentlichte bereits einige Romane, Erzählungen und Gedichte, für die er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde.

Constanze Matthes, ich bin Journalistin und leidenschaftliche Leserin. Die Liebe zu den Büchern begann im zarten Alter von vier, fünf Jahren, als meine Mutter mich zum ersten Mal in die kleine Bücherei unseres Dorfes mitnahm. Wenige Jahre später schleppte ich die Bücher dann stapelweise allein nach Hause. In der Schule las ich stets die Pflichtlektüre und war meinen Mitschülern ein gern gesehener Gesprächspartner, um den Inhalt des zu lesenden Buches in der Pause vor der Deutschstunde zu erzählen. Sollte man an dieser Stelle „verraten“ sagen?

Nach dem Abitur und einem Auslandsaufenthalt in Norwegen studierte ich im Hauptfach Germanistik mit Schwerpunkt Literaturwissenschaft. Allerdings las ich dann nicht immer die Pflichtlektüre der mehrseitigen Lektüreliste und besuchte viel eher die wunderbare Bibliothek des Deutschen Literaturinstituts. Vor allem dann, wenn meine Mitbewohnerin den Koffer-Fernseher über das Wochenende wieder nach Hause mitnahm. Noch heute bin ich „fernseherlos“ und investiere vielmehr meine Zeit in große und kleine Geschichten, dicke und dünne Bücher.
29 Minuten
Auch Literaturfreunde können sich ab sofort über spannende und informative Beiträge freuen. In Kooperation mit dem Literaturhaus Heilbronn nehmen regelmäßig hochkarätige Schriftsteller und Gastredner auf dem Kultursofa Platz. Erleben Sie gemütlich bei sich daheim Auszüge ihrer neuesten Werke – Texte lebendig und nah, direkt aus dem Mund der Autoren. Dafür haben wir eigens „Unter der Pyramide“ der Kreissparkasse Heilbronn ein kleines Wohnzimmer eingerichtet, aus dem die Autoren ihre Texte präsentieren.

Die Stunde, in der Europa erstmals emotional erwacht, schlägt 1919, in einer vom Krieg verwüsteten Landschaft, mitten auf unserem Kontinent. Dort treffen zufällig aufeinander: ein junger Franzose, eine Engländerin, mehrere Deutsche, darunter ein Kriegsgefangener sowie zwei Grenzlandeuropäer aus Polen und Spanien, die auf den Schlachtfeldern Metall und Knochen sammeln. Sie verfügen kaum über die sprachlichen Voraussetzungen, sich miteinander zu verständigen. Dennoch werden sie von ihren unterschiedlichen Schicksalen berührt.

Kurt Oesterle wurde 1955 in Oberrot/Nordwürttemberg geboren, studierte Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie.

Monographien und Essays über Wolfgang Koeppen und Peter Weiss, über Schiller, Heine, Hebel, Hauff und Uhland. Ausgezeichnet u.a. mit dem Theodor-Wolff-Preis und dem Berthold-Auerbach-Preis.
1 Stunde 10 Minuten
Ab heute übernimmt Literatur Radio Hörbahn Auszüge aus den Sendungen von  DICHTUNGSRING – DIE LESEBÜHNE.  Wir danken dem Alex-Berlin und Dichtungsring – die Lesebühne für die Kooperation und die Erlaubnis Ton und Texte der Sendung in dieser Sendung auszugsweise zu verwenden.

Die Berliner Institution “Dichtungsring” wurde gerade zehn Jahre alt. In dieser -Jubiläumssendung lesen Arno Wilhelm, Theresa Rath und Matthias Niklas live aus dem Studio von ALEX Berlin (www.alex-berlin.de) ihre Texte. Es gibt viel Unfug, Spaß und Nachdenklichkeit, nur keine Langeweile. Während der Sendung konnten sogar Nachrichten geschrieben und beantwortet werden.

Über sechzig Mal kam die Dichtungsring – die Lesebühne bisher zustande. Nach über zehn Jahren wurde auch diese Ausgabe wieder vollgestopft mit neuen und alten Texten, Unfug, Ernsthaftigkeit und Unsinn Unfug. Live im Studio, lesen Matthias Niklas, Arno Wilhelm und Theresa Rath.Die Lesebühne bei Facebook
14 Minuten
Wer in den 1950er und 1960er Jahren als jugendlicher Leser in der DDR keine Westverwandtschaft hatte, für den waren die Abenteuerbücher von Karl May gewissermaßen tabu. Der musste mit den Lederstrumpf-Erzählungen von James F. Cooper, mit Friedrich Gerstäcker, Robert Louis Stevenson oder später mit Jack London „vorliebnehmen“. Sie waren aber weit mehr als ein „Karl-May-Ersatz“, sie boten aufregende Abenteuerlektüre, die man verschlang – nicht selten mit der Taschenlampe unter der Bettdecke. Immerhin wurde Karl May in den 1980er Jahren auch in der DDR „gesellschaftsfähig“, als im Verlag Neues Leben die Karl-May-Edition gestartet wurde, die nach der Wende bis zum Verlagsende 2001 (insgesamt 66 Bände im dunkelgrünen Outfit) fortgesetzt wurde.

Von Manfred Orlick
11 Minuten
Berliner Ausgabe, 2015, 4. Auflage

Vollständiger, durchgesehener Neusatz mit einer Biographie der Autorin bearbeitet und eingerichtet von Michael Holzinger
7 Minuten
„Auf der Landstraße zwischen Cottbus und Berlin bewegten sich zwei Goldmacher.“ So beginnt der 57-jährige norwegische Erfolgsautor Erik Fosnes Hansen seinen neuen Roman. Eine Landstraße zwischen Cottbus und Berlin ist ebenso real wie der Handlungsort Jüterbog. Die geografische Verortung des abenteuerlich anmutenden Geschehens geht zurück auf Fosnes Hansens Aufenthalt als Stipendiat auf dem nahe gelegenen Schloss Wiepersdorf. …

Erik Fosnes Hansen wurde 1965 in New York geboren. Er wuchs in Oslo auf, wo er heute lebt. Zwei Jahre lang studierte er in Stuttgart (und spricht hervorragend Deutsch). Seinen ersten Roman »Falkenturm« schrieb er im Alter von 18 Jahren, das Buch wurde gleich nach seinem Erscheinen 1985 in Norwegen als literarisches Ereignis gefeiert. »Choral am Ende der Reise« wurde zu einem internationalen Bestseller.

Ina Kronenberger übersetzt aus dem Norwegischen und Französischen, vornehmlich Belletristik. Zu den von ihr übersetzten Autor*innen gehören Per Petterson, Dag Solstad, Nina Lykke und Anna Gavalda.

Von Peter Mohr
10 Minuten
Die angolanisch-portugiesische Literaturwissenschaftlerin, Essayistin, Kolumnistin und Romancière Djaimilia Pereira de Almeida wurde mit mehreren wichtigen nationalen Literaturpreisen und Auszeichnungen geehrt.

Pereira de Almeidas Roman „Im Auge der Pflanzen“ (A Visão das Plantas, 2019) lässt Lesende in eine romantisch-düstere, fatalistische, von farbigen Blüten und schrecklichen Geschichten durchwobene Erzählwelt versinken, aus der man*frau so schnell nicht mehr herauskommt.

„Im Auge der Pflanzen“ (A Visão das Plantas, 2019), aus dem Portugiesischen übersetzt von Barbara Mesquita, erzählt die Geschichte des alten Kapitäns Celestino, der seine Jugend als Pirat und Sklavenhändler verbracht hat.

Im Herbst seines Lebens angelangt, kehrt Celestino zurück ins Dorf seiner Eltern, um in deren leer gebliebenem Haus seine letzten Jahre zu verbringen.

Sandra Falke studierte Germanistik und Religionswissenschaften an der Universität Tartu in Estland und neuere deutsche Literatur an der Philipps-Universität in Marburg an der Lahn. Auf literarische Abenteuer begab Falke sich bereits im sechsten Lebensjahr in ihrem ersten Lesetagebuch. Aus kurzgefassten handschriftlichen Notizen im linierten Schulheft sind parallel zum Bachelor-, Master- und Promotionsstudium diverse Online-Formate erwachsen. Seit 2019 werden auf sandrafalke.com wöchentlich Rezensionen und Essays zu Klassikern, Sachbüchern und Neuerscheinungen der Weltliteratur veröffentlicht. Derzeit lebt Falke in Brandenburg, schreibt Kurzgeschichten und setzt sich für die kritische Reflexion literarischer Inhalte auf diversen virtuellen Plattformen ein.