Soziologische Perspektiven auf die Corona-Krise Archiv
118 Episoden
29 Minuten
In seinem Vortrag vom 24. November 2021 stellte René Tuma Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt AviDa vor. Die Pandemie wurde im Alltag vor allem durch das sogenannte "Social Distancing" sichtbar gemacht. Der Vortrag präsentiert einige Einblicke in videographische Erhebungen und darauf aufbauende Analysen, die den praktischen Umgang und die veränderten Interaktionsformen durch "Social Distancing" in den Blick nehmen.
29 Minuten
In seinem Vortrag vom 24. November 2021 stellte Jo Reichertz dar, wie die Corona-Pandemie die qualitative Sozialforschung im Hinblick auf Infektionsschutz, Digitalisierung und Datenschutz verändert.
28 Minuten
Der Fokus des laufenden Forschungsprojektes liegt auf ungleichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Familienalltag in verschiedenen sozial-ökonomischen Milieus. Mit einem Methoden-Mix werden Familien in den Städten Schwerin und Bremerhaven miteinander verglichen.
24 Minuten
eine internationale und vergleichende Längsschnittstudie "Solidarität in Zeiten der Pandemie". Die Studie erforscht, wie Menschen in 10 unterschieldichen europäischen Ländern auf die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung reagieren.
32 Minuten
In her presentation on the 10th of November 2021, Deborah Lupton discusses how Australians experienced the COVID-19 crisis, from its first reporting to the present, where the largest states of New South Wales and Victoria, together with the Australian Capital Territory, are slowly emerging from extended strict lockdowns due to the Delta variant. She also introduces her new book COVID Societies: Theorising the Coronavirus Crisis (forthcoming from Routledge in April 2022), which provides a global perspective on the pandemic. Deborah Lupton is a SHARP Professor in the Centre for Social Research in Health and the Social Policy Research Centre and Leader of the Vitalities Lab at the University of New South Wales Sydney (UNSW).
28 Minuten
In seinem Vortrag vom 10. November 2021 stellte Robert Schäfer anhand von Interviewdaten dar, dass es beim Verschwörungsdenken viel weniger um das Aufdecken verborgener Machenschaften geht, sondern um die Überzeugung, dass es überhaupt Verborgenes und Geheimes gibt. Dieses Interesse am Geheimnisvollen ist als Reaktion auf gesellschaftliche Entzauberungsprozesse, als Versuch der Wiederverzauberung der Welt interpretierbar. Robert Schäfer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Soziologie der Universität Basel. Die Ergebnisse stammen aus dem Forschungsprojekt "Politische Soziologie der Corona-Proteste", das Schäfer neben Oliver Nachtwey und Nadine Frei leitet.
32 Minuten
In unserer 100. Episode am 04.08.2021 hielt Angelika Schwarz einen Vortrag mit dem Titel "Social Distancing – Geschichte und Gegenwart einer Berührungsökonomie". Social Distancing – so lautet die Formel, die den pandemischen Alltag bestimmt. In der öffentlichen Debatte gerät jedoch aus dem Blick, dass damit nicht nur ein Phänomen der Gegenwart bezeichnet wird. In ihrem Vortrag vom 4. August 2021 stellte Angelika Schwarz eine kurze Kulturgeschichte der sozialen Distanz dar. Parallel wird diskutiert, was die Technik des historischen Vergleichs, die selbst Distanz von ihrem Gegenstand ermöglicht, für die Analyse der Corona-Epidemie leisten kann.
30 Minuten
In seinem Vortrag vom 28. Juli 2021 verglich Maximilian Mayer die unterschiedlichen Strategien zur Einschränkung der Pandemie in verschiedenen Ländern. Er arbeitet heraus, welche Begründungen und Erklärungen es für die jeweiligen Entscheidungen gab. Außerdem gab er einen Ausblick auf die international relevanten langfristigen Konsequenzen aus den unterschiedlichen Strategien.
31 Minuten
Am 28. Juli 2021 hielt Mathias Huebener einen Vortrag mit dem Titel „Rolle rückwärts in den Einstellungen zur Erwerbstätigkeit von Müttern – Neue empirische Befunde zu den Effekten der Pandemie. Repräsentative Daten aus dem Frühjahr 2021 zeigen eine zurückgegangene Zustimmung von Vätern in Westdeutschland zur Erwerbstätigkeit von Müttern. Bei Müttern werden hingegen keine veränderten Einstellungen zu Erwerbstätigkeit festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Pandemie Entwicklungen hin zu egalitären Geschlechterrollen gebremst oder sogar umgekehrt hat.
30 Minuten
Vortrag vom 21. Juli 2021
Yvonne Lott: Alles beim Alten? Die Aufteilung der Kinderbetreuung in Paaren während der Corona-Krise
46 Minuten
In ihrem Vortrag vom 14. Juli 2021 ging Yvonne Lott der Frage nach, wie sich die Aufteilung der Kinderbetreuung während der Corona-Krise verändert hat. Die Erwerbspersonenbefragung der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Frühling und Herbst 2020 zeigt, dass sich die Arbeitsteilung in weniger als einem Drittel der Paarbeziehungen veränderte. Dabei sind sowohl Traditionalisierungs- als auch Egalisierungstendenzen zu beobachten. Die Veränderungen waren allerdings nicht von Dauer und scheinen in erster Linie Ad-hoc-Anpassungen an die Notsituation gewesen zu sein.
31 Minuten
Die Situation der Studierenden in der Corona-Pandemie steht bisher in der politischen und medialen Aufmerksamkeit hinter denen anderer Bevölkerungsgruppen zurück. In seinem Vortrag vom 7. Juli 2021 ging Markus Lörz so der Frage nach: Welchen Einfluss haben geschlossene Campi, Online-Lehre und besonders etwaige Einkommensverluste auf das Studium? Hierauf geben die vorgestellten Daten von mehr als 24.000 Studierenden erste Antworten.
30 Minuten
In ihrem Vortrag vom 7. Juli 2021 stellten Lena Hipp und Markus Konrad Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Produktivität von männlichen und weiblichen Softwareentwicklern in 37 Ländern während der 1. Pandemiewelle 2020 vor. Hierzu kombinieren sie Daten der Softwareentwicklungsplattform GitHub mit länderspezifischen Informationen über Lockdownintensitäten.
33 Minuten
In ihrem Vortrag vom 30. Juni 2021 geben Swen Hutter und Sophia Hunger einen umfassenden Überblick über die politischen Potentiale des Corona-Protests in Deutschland. Basierend auf Umfragedaten zeigen sie, dass dieser Protest ein erhebliches und relativ stabiles Mobilisierungspotenzial in der deutschen Bevölkerung besitzt. Es besteht zu einem großen Teil aus einer von den etablierten Parteien nicht repräsentierten politischen Mitte, nicht nur aus rechtsradikalen Randgruppen. Allerdings tendiert über Zeit zunehmend nach rechts und besitzt aufgrund seiner Anfälligkeit für Verschwörungstheorien ein erhebliches Radikalisierungspotenzial.