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Rotfunk Archiv
48 Episoden
45 Minuten
Franz Schuh ist einer der pointiertesten und hintergründigsten Essayisten dieser Republik. Scharfsinnig versiert in den unterschiedlichsten Disziplinen, analysiert und beschreibt er messerscharf die Gegenwart mit ihren Untiefen, Hinfälligkeiten und Heucheleien. Bei aller Erbarmungslosigkeit in der Kritik ist sein Schreiben stets getragen von einer Gesinnung des Humanismus, der Toleranz, der Weltoffenheit und der Selbstironie. Als ihm am 10. Mai im Karl-Renner-Institut der Bruno-Kreisky-Preis für sein publizistisches Gesamtwerk verliehen wurde, war es also nicht überraschend, dass er in seiner Preisrede die öffentliche Debatte und die journalistische Berichterstattung über den Krieg in der Ukraine in all ihren Auswüchsen in ebendieser Manier kommentierte. "Das wünschenswerte Schweigen ist einer überhitzten Sprachlosigkeit gewichen", stellt Schuh fest und macht kein Geheimnis um sein Befremden angesichts der aktuell so aufgeschaukelten Rhetorik. Die Politik, so Schuh, habe mit unvermeidlichen Ambivalenzen zu kämpfen und in Kenntnis dessen ginge es in letzter Konsequenz um die Vermeidung von Katastrophen. In der Diskussion um die Waffenlieferungen an die Ukraine - in der Franz Schuh eine klare Meinung vertritt - sieht er ein unentscheidbares Dilemma, das man paradoxerweise nur durch eine Entscheidung auflösen könne. „Es wird sich weisen, ob man zur Partei gehörte, die den Frieden mitermöglichte, oder ob sie bloß einen Krieg sinnlos verlängerte, der niemals zu gewinnen war." - In dieser Erkenntnis spiegelt sich der für Franz Schuh so typische Zweifel an vermeintlichen Gewissheiten wider, der aber niemals zur achselzuckenden Gleichgültigkeit führt.
38 Minuten
Die feministische Debatte entwickelt sich stetig weiter, was oft kontroversielle Debatten mit sich bringt. Nicht selten verlaufen diese zwischen den Generationen, zuletzt auch häufig konfliktbeladen. Nicht so in dem Buch, das Birgit Buchinger, Ela Großmann und Renate Böhm kürzlich im Mandelbaum Verlag herausgegeben haben. Es heißt „Kämpferinnen“. 13 junge und jung gebliebene Feministinnen verfassten darin Porträts über feministische Vorkämpferinnen, die heute alle über 75 Jahre alt sind und immer noch kämpfen. Es sind klingende Namen, wie Frigga Haug, Maria Mies, Elisabeth Stiefel oder Susanne Feigl, deren Geschichten erzählt werden. Die Autorinnen schreiben über sie und spinnen den Faden weiter „Damit das, was begonnen wurde, weitergetragen, weitererzählt, weitergeführt wird.“, wie es im Klappentext heißt. Im Gespräch mit Birgit Buchinger erzählen die Autorinnen Ela Großmann, Theresa Lechner, Maria-Amancay Jenny und Gudrun Seidenauer von der Entstehung des Buches, davon was sie an „ihren“ Kämpferinnen so besonders finden und warum das Lernen von den jeweils anderen Generationen für emanzipatorische Bewegungen so wichtig ist. Eine Prämiere bei „Rotfunk“ bringt diese Folge außerdem mit: Isabella Langer und Andrea Woyke alias „Pimp ois“, die Autorinnen des Porträts von Frigga Haug, haben das Lied zum Buch aufgenommen. Es heißt „Generationentrost, Generationentoast“.
43 Minuten
Während alle Welt an die russisch-ukrainische Grenze blickt und darüber spekuliert, was den russischen Präsidenten antreibt, wissen wir wenig darüber, was die Bevölkerung in Russland bewegt, wie die Menschen zu Staat, Nation und Demokratie stehen. Reinhard Krumm hat seit Anfang der 1990er Jahre mehrmals für mehrere Jahre in Moskau gelebt, hat dort unter anderem für den „Spiegel“ berichtet und das Moskau-Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung geleitet. Er ist einer jener Russland-Experten, die sich auch und insbesondere für die russische Gesellschaft interessieren. In seinem Vortrag, den er am 10. Februar am Karl-Renner-Institut gehalten hat, erzählt er von einer großen Distanz zwischen Staat und Gesellschaft, von einem kompromisslosen Freiheitsbegriff und von der Haltung der Bevölkerung zu einem potenziellen Krieg. Er erklärt außerdem, was eine russische Identität von einer russländischen Identität unterscheidet und warum es seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion keiner sozialdemokratischen Partei gelungen ist, sich als relevanter Teil der politischen Landschaft zu etablieren.
41 Minuten
Der dritte Teil der Vortragsreihe über das Leben und Wirken des zweifachen Republiksgründers Karl Renner beginnt mit dem wohl dunkelsten Schatten auf seiner Biografie - seinem verhängnisvollen Aufruf zu einem "Ja" bei der Volksabstimmung über den Anschluss an Hitler-Deutschland im Frühjahr 1938. Was den Vater der Ersten Republik dazu gebracht hat, wie es ihm und seiner Familie bis zum Kriegsende ergangen ist und wie es Renner mit einem beherzten Auftritt und strategischem Geschick gelang, die Grundlagen eines demokratischen Neuanfangs für Österreich zu schaffen, erzählt der Historiker Michael Rosecker. "Vielleicht sehen politische Helden in unseren idealisierten Vorstellungen anders aus", so Rosecker, "aber die Geschichte Österreichs in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, mit ihren Brüchen, ihrem Scheitern und mitverantworteten Katastrophen ist per se auch keine Heldengeschichte, zum Glück im Endeffekt jedoch eine Erfolgsgeschichte." Am 31. Dezember 1950 starb Karl Renner, der als Sohn verarmter Weinbauern im Südmähren der Habsburgermonarchie auf die Welt kam, schließlich 80-jährig als Bundespräsident der Republik Österreich. Es war ein erstaunliches Leben.
34 Minuten
In den 1970er-Jahren als Flüchtlingskind aus der damaligen Sowjetunion nach Wien gekommen, hat Julya Rabinowich erlebt, was es heißt, in einem neuen Land mit einer fremden Sprache anzukommen. Ihre eigene Geschichte prägt nicht nur das literarische Schaffen der Romanautorin (Bachmann-Preis für „Die Erdfresserin“), sondern auch ihr gesellschaftliches und politisches Engagement. Im Gespräch mit Maria Maltschnig erzählt sie, warum sie am SPÖ-Parteitag das Wort ergriffen hat, wie sie Kreativität aus Twitter schöpft, was sie daran mitunter auch erschreckt und warum sie für die Geschichte des Flüchtlingsmädchens Medina aus ihrem ersten Jugendbuch „Dazwischen: Ich“ doch noch eine Fortsetzung geschrieben hat.
42 Minuten
Im Jahr 2003 besuchte Arthur Kern zum ersten Mal seit seiner Flucht vor den Nazis seine Kindheitswohnung in Wien Alsergrund. Er war einer von mehreren Hundert Kindern, denen der sozialdemokratische Reformpädagoge Ernst Papanek das Leben rettete. In dieser Wohnung, in der Arthur Kern als Kind - noch unter seinem Geburtsnamen Oswald Kernberg - aufwuchs, lebte 60 Jahre später die 11-jährige Lilly Maier. Sie ist heute Historikerin und Publizistin und erzählt uns, wie es Arthur und den Kindern nach deren Rettung ergangen ist. Eines der Forschungsgebiete von Lilly Maier sind die Kindertransporte, durch die tausende jüdische Kinder dem Holocaust entkommen sind, deren Schicksal erst spät wissenschaftlich untersucht wurde.
34 Minuten
Der schweizer Publizist Roger de Weck hat eine eindrucksvolle journalistische Karriere hinter sich. In seinen zahlreichen beruflichen Stationen machte er unter anderem als Chefredakteur der Hamburger Wochenzeitung "Die Zeit" halt. Von 2011 bis 2017 war er Generaldirektor der öffentlich-rechtlichen schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft. Für sein 2020 erschienenes Buch "Die Kraft der Demokratie - Eine Antwort auf die autoritären Reaktionäre" wurde ihm im Juni dieses Jahres der Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch verliehen. In seiner Preisrede analysiert er die aktuellen Entwicklungen von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Europa und darüber hinaus. Roger de Weck kritisiert dabei einen zeitgeistigen Pessimismus der Demokraten und fordert optimistischen Gestaltungswillen um die fünf Ungleichgewichte unserer Zeit zu reparieren. Er sieht dabei aktuell ein durchaus günstiges Zeitfenster. Die Antidemokraten seien in der Defensive, die Populisten hätten sich festgefahren. Die "starken Männer", so de Weck, hätten gezeigt, dass sie in schwierigen Situationen schwach regieren. Der Kampf um Demokratie und Rechtstaatlichkeit muss dem Marktradikalismus etwas entgegensetzen, damit er erfolgreich sein kann.
42 Minuten
Eine bisher wenig bekannte Heldengeschichte erzählt die Historikerin und Journalistin Lilly Maier in dieser Lecture. Ernst Papanek war Sozialdemokrat und Pädagoge und als solcher maßgeblich an der fortschrittlichen Schulreform des "Roten Wien" unter dem damaligen Unterrichtsminister und Präsidenten des Wiener Stadtschulrates, Otto Glöckel, beteiligt. Nach den Februarkämpfen 1934 floh Papanek zunächst nach Tschechien und landete schließlich, da er als Jude 1938 nicht nach Wien zurückkehren konnte, in Paris. Dort organisierte er gemeinsam mit einer jüdischen Hilfsorganisation Kindertransporte von Deutschland und Österreich nach Frankreich und leitete vier Heime, in denen die jüdischen Flüchtlingskinder unterkamen. Papaneks Arbeit war von Respekt gegenüber den Kindern, einem bis heute fortschrittlichen Umgang mit kindlichen Traumata und der festen Überzeugung, dass Demokratie von Anfang an gelernt werden soll, geprägt. Hunderte Kinder konnte Ernst Papanek schließlich in die USA retten, viele von ihnen blieben ihm ein Leben lang verbunden.
45 Minuten
Der Physiker Werner Gruber schafft es, selbst jenen Menschen die Geheimnisse der Physik näher zu bringen, für die das Fach in der Schule bestenfalls fad war. Als überzeugter Sozialdemokrat verfolgt er die Entwicklung neuer Technologien, die vielversprechendes für Menschen und Umwelt bringen. So stehe etwa die Technologie der Kernfusion für die Energiegewinnung unmittelbar vor dem Durchbruch und könne in naher Zukunft die Stromherstellung revolutionieren. Im Gespräch mit RI-Direktorin Maria Maltschnig entlarvt er außerdem technologische Mythen – Stichwort „sauberer“ Wasserstoff – und erklärt, was wir brauchen, damit die Erde ein guter Platz zum Leben für alle sein kann.
46 Minuten
Auch zu seinem 150. Geburtstag im Dezember 2020 gab es wieder geschichtspolitische Debatten über das Leben und Wirken Karl Renners. Mit dem dreiteiligen Podcast mit Michael Rosecker wollen wir eine kritische Bewertung und Einordnung vornehmen, die die großen Leistungen Renners würdigt und die Schatten eines herausfordernden Politikerlebens ausleuchtet. Im ersten Teil - Rotfunk Folge 18 - wurde von seiner Kindheit, Sozialisation und Politisierung in der österreichisch-ungarischen Monarchie erzählt. In diesem zweiten Teil wird Renners federführender Beitrag als Staatskanzler zur Gründung der Republik beschrieben sowie sein Wirken für die Idee der Genossenschaftsbewegung und seine Vorstellung vom Sozialismus erklärt. Ebenso beschreibt Michael Rosecker den Weg der Ersten Republik in den Faschismus und Renners Rolle zwischen "Brückenbauer" und "Versöhnler".
37 Minuten
Könnte man Langzeitarbeitslosigkeit einfach abschaffen? Ja, und es kostet gar nicht einmal so viel Geld, meint Sven Hergovich, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice in Niederösterreich. In Gramatneusiedl, einer Gemeinde südlich von Wien, hat er ein Pilotprojekt gestartet, das genau das beweisen soll. Jeder und jede Langzeitarbeitslose bekommt dort für die nächsten Jahre einen kollektivvertraglich bezahlten Job. Ein Team von Wissenschafter_innen von den Universitäten Wien und Oxford begleitet das Projekt und erhofft sich aussagekräftige Daten über die Effekte einer solchen Jobgarantie. In Gramatneusiedl befindet sich auch die historische Arbeitersiedlung Marienthal, in der in den 1930er Jahren die erste sozialwissenschaftliche Studie über die verheerenden Auswirkungen von Arbeitslosigkeit auf Menschen und Gesellschaft entstanden ist. Im Gespräch mit Maria Maltschnig, der Direktorin des Karl-Renner-Instituts, erzählt Hergovich wie es gelingt, Jobs für die Betroffenen zu finden, warum das für die gesamte Gesellschaft wichtig ist und von der Geschichte des Wiener Würstelstandes, der noch in der Monarchie aus einem der ersten staatlichen Beschäftigungsprogramme entstanden ist.
34 Minuten
Der Politikwissenschafter Anton Pelinka hat vor kurzem ein neues Buch über die Sozialdemokratie veröffentlicht. Die existenzielle Frage im Titel – „Die Sozialdemokratie – ab ins Museum?“ – erklärt Pelinka im Gespräch mit Maria Maltschnig, der Direktorin des Karl-Renner-Instituts, mit Pflichtpessimismus. Er ist davon überzeugt, dass man „die Sozialdemokratie mögen muss“ und dass sie es in der Hand hat, ob sie in Zukunft eine gestaltende Rolle in der Gesellschaft spielen wird, oder nicht. Zentral sei dabei, so Pelinka, eine erfolgreiche Suche nach der gesellschaftlichen und politischen Mitte und die Fähigkeit, eine starke internationale Allianz zwischen den sozialdemokratischen Parteien Europas zu bauen. Anlässlich des bevorstehenden 150. Geburtstags von Karl Renner wagt Anton Pelinka außerdem eine aktuelle Einordnung dieser viel diskutierten, widersprüchlichen und doch herausragenden Persönlichkeit.
51 Minuten
Seit Anfang 2020 ist Albanien offiziell Beitrittskandidat der Europäischen Union. Nur wenige Flugstunden von Wien entfernt, ist das kleine Land am Westbalkan bei uns nur wenig bekannt. Kein Wunder, hatte das viele Jahre lang durch den kommunistischen Diktator Enver Hoxha vom Rest der Welt abgeschottete Land doch den Beinamen „Nordkorea Europas“. Die aus Kärnten stammende Journalistin Franziska Tschinderle, die bereits unter anderem für „DIE ZEIT“, das Monatsmagazin „Datum“ und „Ö1“ aus der Region berichtete, war am 23. September 2020 zu Gast im Karl-Renner-Institut. Mehrere Monate hat sie in dem Land verbracht, seine Geschichte studiert, politische Aktivist_innen getroffen und viele Kilometer in einem alten VW zurückgelegt. Ihre Erfahrungen hat Tschinderle in Reportagen verpackt, die sie in dem Buch „Unterwegs in Albanien – Meine Reise durch ein unbekanntes Land“ gesammelt hat. Sie erzählt von einem Land, das viele Probleme aber auch vielversprechende Perspektiven hat und dessen Menschen einen besonderen Bezug zu Österreich haben, unter anderem aufgrund des Engagements des ehemaligen Bundeskanzlers Franz Vranitzky.
35 Minuten
Die Autorin Anita Haviv-Horiner, Kind jüdischer Eltern, die den Holocaust überlebten, lebt seit mehr als 40 Jahren in Israel. Ihre Entscheidung Wien als 18-Jährige zu verlassen, war von der traumatischen Geschichte ihrer Eltern geprägt, wie sie im Gespräch mit Maria Maltschnig, Direktorin des Karl-Renner-Instituts, erzählt. Lange begriff sich die Autorin als Mensch zwischen zwei Welten – heute sei sie Israelin mit einem starken Bezug zu Europa, sagt Haviv-Horiner. Sie beobachtet und analysiert die israelische Gesellschaft und sieht sich als Vermittlerin, gerade nach Deutschland und Österreich. Die Bildungsexpertin und Publizistin befasst sich seit vielen Jahren mit dem israelisch-europäischen Dialog und vermittelt das Thema in ihrer Arbeit auch unter biografischen und alltagsorientierten Aspekten, wie in ihrem zuletzt erschienenen Buch „In Europa nichts Neues?“. Sie führte dazu Interviews mit Israelis, die Antisemitismus in Europa heute aus ihrer Erfahrung beschreiben. Häufig würden die negativen Stereotype von Jüdinnen und Juden mit dem Staat Israel verbunden, meint Haviv-Horiner. Wo endet legitime Kritik an Israelischer Politik und wo beginnt Antisemitismus? Diese drei Ds könnten bei der Beantwortung der Frage helfen, erklärt sie den Hörer_innen: "Wird Israel dämonisiert? Delegitimiert in seinem Verständnis als Staat? Werden Doppelstandards an Israel angewandt?"
33 Minuten
Der österreichische Historiker und Politikwissenschafter Eugen Pfister erforscht für ein Projekt an der Hochschule der Künste in Bern Videospiele, speziell Horrorgames der letzten zehn Jahre – er beschreibt im Gespräch mit der Renner-Institut-Direktorin Maria Maltschnig Computerspiele als Ort, an dem Politik konstruiert und kommuniziert wird. Welche ideologischen Aussagen lassen sich aus Spielen herausfiltern, welche Gesellschaft- und Menschenbilder werden gezeigt? Gerade das Horror-Genre biete sich für Politik an, weil es als „Pulp“, Schund, in der allgemeinen Debatte nicht ernstgenommen würde; man könne daher in solchen Spielen Themen behandeln, die sonst im aktuellen Diskurs "zu heiß" wären, sagt Pfister: Ob früher Rassismus oder die Grenzen der Wissenschaft, heute die große Fluchtbewegung oder die Corona-Krise. Pfister beschäftigt sich im Rahmen eines call for papers („The revolution will not be gamified – Marx und das Computerspiel") auch mit den Weltbildern in großen Spielen, die primär von Individualismus und Effizienzdenken geprägt seien. Die ausgeprägte Misogynie in der Videospiel-Szene habe sich durch ein größeres Problembewusstsein in der Öffentlichkeit verbessert, meint der Historiker. Frauenhasser und Rechtsextreme seien aber nach wie vor in ihren Netzwerken sehr aktiv. Den "Gamer“ als klar definierte soziale Gruppe gibt es heute nicht mehr, erklärt Pfister – sondern sehr unterschiedliche Genres und viele Spiele, die genauso selbstverständlich von Frauen gespielt werden.