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Der Palli-Ticker Archiv

39 Episoden
27 Minuten
Immer mehr Menschen haben eine Patientenverfügung, wissen aber oftmals nicht, was sie dort im Einzelnen verfügt haben. Hier hat nun im Zuge des Hospiz- und Palliativgesetzes der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Beratungsleistung geschaffen. Extra geschulte ACP-Berater – das sind qualifizierte Berater nach §132g SGB V - stehen hierfür zur Verfügung. 

ACP steht hierbei für Advance Care Planning und kann mit „gesundheitliche Versorgungsplanung“, „vorausschauende Versorgungsplanung“ oder „Voraus-planung der gesundheitlichen Versorgung“ übersetzt werden.

Da dieses Angebot leider immer noch recht unbekannt ist, habe ich mir eine ACP-Beraterin als Gesprächspartnerin eingeladen, Frau van de Leest, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Sie zeigt auf, wie dieses Angebot in der stationären Altenarbeit (aber auch in der Eingliederungshilfe) eingesetzt werden kann.
37 Minuten
Laut Statistischem Bundesamt hatten im Jahr 2019 - 21,2 Millionen Menschen und somit 26,0 % der Bevölkerung in Deutschland - einen Migrationshintergrund. 

Die größte Gruppe hat ihre Wurzeln in der Türkei, gefolgt von Polen, Syrien und Rumänien. Zudem leben in Deutschland ca. 4,5 Moslems - das sind ca. 5% der Gesamtbevölkerung. 

Leider wissen wir in Deutschland zu wenig über die Herkunftsländer der heute alten Migranten, ihre Kultur, ihre Religionen und Gebräuche. Hieraus kann nun ein Nährboden für Vorurteile und Vorbehalte entstehen, der dann auch von Populisten genutzt werden kann.  

Insbesondere zum Themenfeld „Sterbebegleitung und Palliativversorgung“ von Menschen mit Migrationshintergrund ist viel zu wenig bekannt. 

Daher habe ich mir zwei Profis aus dem Multikulturellen Seniorenzentrum, dem Haus am Sandberg in Duisburg, eingeladen. Die Einrichtung besteht seit über 20 Jahren und kann somit auf eine etablierte Praxis in „Kultursensibler Altenpflege und Sterbebegleitung“ blicken. 
27 Minuten
Immer mehr Menschen haben eine Patientenverfügung, wissen aber oftmals nicht, was sie dort im Einzelnen verfügt haben. Hier hat nun im Zuge des Hospiz- und Palliativgesetzes der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Beratungsleistung geschaffen. Extra geschulte ACP-Berater – das sind qualifizierte Berater nach §132g SGB V - stehen hierfür zur Verfügung. 

ACP steht hierbei für Advance Care Planning und kann mit „gesundheitliche Versorgungsplanung“, „vorausschauende Versorgungsplanung“ oder „Voraus-planung der gesundheitlichen Versorgung“ übersetzt werden.

Da dieses Angebot leider immer noch recht unbekannt ist, habe ich mir eine ACP-Beraterin als Gesprächspartnerin eingeladen, Frau van de Leest, um Informationen aus erster Hand zu bekommen. Sie zeigt auf, wie dieses Angebot in der stationären Altenarbeit (aber auch in der Eingliederungshilfe) eingesetzt werden kann.
19 Minuten
Im Rahmen der Palliative Care arbeiten verschiedene Professionen zusammen, um das bestmögliche Angebote für den Betroffenen und seine Angehörigen anbieten zu können. 

 

Eine Profession ist der Palliativarzt. Hierzu habe ich mir einen Gesprächspartner eingeladen – Michael Etges -, der unter anderem auch Palliativarzt ist. Er informiert über sein Aufgabenfeld im Rahmen der Palliative Care und der SAPV. 

 

Zudem räumt er mit Vorurteilen auf, die es zu dieser Qualifikation gibt, z.B.: „Palliativarzt? Das sind doch die, die Zwieback verordnen und Händchen halten! So etwas kann ich auch – dafür braucht es keine besondere Qualifikation“ oder auch: „Palliativarzt – dass sind doch die, die Morphin verordnen, bis der Patient tot ist“. 
21 Minuten
Im Rahmen der Palliative Care arbeiten verschiedene Professionen zusammen, um das bestmögliche Angebote für den Betroffenen und seine Angehörigen anbieten zu können. 

Eine Profession ist die sogenannte Pain Nurse. Ihr Spezialgebiet ist das Phänomen „Schmerz“, so dass sie hiermit Pflegefachkräften und Ärzten beratend zur Seite steht. 

Zum Thema „Pain Nurse“ hat der Palli-Ticker sich eine Expertin eingeladen, die diese Qualifikation schon seit einiger Zeit innehat. Ihr Wissen stellt sie im Krankenhaus und in einem Palliativpflegedienst zur Verfügung. 

Was die „Pain Nurse“ genau macht, wie diese Qualifikation erlangt und eingesetzt werden kann, erläutert der Podcast aus erster Hand.
25 Minuten
Seit 2018 gibt es nun einen Nationalen Expertenstandard mit dem sperrigen Titel: „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“. Er soll den Pflegeeinrichtungen eine Orientierung geben für die Arbeit mit Menschen mit Demenz.

Leider gibt es immer noch viel Unkenntnis über diesen Expertenstandard und manche Kritik an diesem Expertenstandard lässt dann doch eher vermuten, dass da jemand eine Meinung hat, ohne sich mit dem Expertenstandard näher und tiefer befasst zu haben.

Aus diesem Grund möchte ich mit diesem Podcast etwas mehr Licht in die Diskussion bringen, damit nicht über Vorurteile und Vermutungen, sondern über Fakten diskutiert wird.

Da sich viele Parallelen zwischen der Palliative Care und der person-zentrierten Ausrichtung des Expertenstandards ziehen lassen, liefert dieser Podcast hier ganz praktische Tipps für die Umsetzung und Anwendung der einzelnen Prozessebenen des Expertenstandards.  

 
24 Minuten
Jahrzehntelang haben sich Palliative Care und Hospizarbeit an dem 5-Phasen-Modell nach Elisabeth Kübler-Ross orientiert, um die Psychodynamik im Sterbeprozess darzustellen.  Noch heute werden in vielen Pflegeausbildungen, Weiterbildungen in Palliative Care und Zusatzqualifikationen in Palliativmedizin dieses Modell vermittelt.

Aber wie sinnvoll ist es, sich an diesem Modell aus den 1960er Jahren zu orientieren? Und gibt es nicht aktuellere Studien, die uns die Bedürfnislage von alten Menschen für die Sterbesituation aufzeigen können?

 

Der hier vorliegende Podcast stellt sich diesen Fragen und versucht die Ikone „Elisabeth Kübler-Ross“ in ein realistisches Bild zu rücken.

Zudem zeigt er anhand einer neueren Erhebung, welche Bedürfnislage von alten Menschen für die letzte Lebensphase geäußert wird. Hieran kann dann eine Orientierung für den ambulanten und stationären Pflegebereich erfolgen, wenn diese eine bedürfnisgerechte Sterbebegleitung anbieten möchten.
17 Minuten
Sicherlich haben Sie auch schon die eine oder andere Fortbildung an einem Fortbildungsinstitut oder einer entsprechenden Akademie besucht. Bestimmt hatten Sie dann den Auftrag in Ihrem Team von dieser Fortbildung zu berichten. Hier zeigt sich dann oftmals, dass die Kollegen eher beiläufig die mitgebrachten Informationen anhören. Viele der vermittelten Infos verpuffen auf diese Weise.

 

Einen anderen Weg geht eine neue Palliativ-Akademie in Duisburg (NRW). Sie bezeichnet sich selber als „Mobile Palliativ-Akademie“ und hat ein anderes Konzept als viele andere Palliativ-Akademien in der Umgebung. Das hat mich natürlich neugierig gemacht. 

Aus diesem Grund habe ich mir die Geschäftsführung dieser 1. Mobilen Palliativ-Akademie als Gesprächspartnerin eingeladen: Malgorzata Szajkowska vom Palliativ-Pflegedienst Medidoc. Sie berichtet dem Palli-Ticker, was das Innovative und Besondere der bundesweit ersten Mobilen Palliativ-Akademie ist.
23 Minuten
Ich bekomme viele Hörerfragen zum Themenfeld „Wie können wir Angehörigen in die Palliative Care integrieren?“. Insbesondere vor dem Hintergrund ist diese Frage wichtig, da Palliative Care den Patienten bzw. Bewohner und seine Angehörigen als gemeinsamen Adressaten des Palliativansatzes versteht. 

Aber wie bezieht man Angehörige mit in die Palliative Care? Welche Aufgaben stellen sich hierbei den Teams vor Ort? Welche Themen werden hierbei von Angehörigen vorgebracht?

Für dieses Themenfeld habe ich mir einen Profi eingeladen. Er ist Pflegedienstleitung einer stationären Einrichtung in Lüdinghausen, dem Antoniushaus. Hier wird schon seit längerem Palliative Care umgesetzt, auch unter Einbezug von Angehörigen.
11 Minuten
Die Jahresgesamtzahl wohnungsloser Menschen (ohne Einbezug wohnungsloser anerkannter Geflüchteter) lag in 2018 bei gut 237.000. 

In der Literatur finden wir nur sehr wenige Informationen zur Sterbesituation und zur Palliativversorgung von Menschen ohne Obdach. Nur wenige Daten sind hier bekannt, z.B. dass das durchschnittliche Sterbealter bei wohnungslosen Menschen bei ca. 48 Jahren liegt.

Aus dem Grund habe ich mir gedacht, dass über dieses Thema ein Podcast erstellt werden sollte. Hierzu habe ich mir eine Gesprächspartnerin eingeladen, die schon seit 8 Jahren ohne Wohnung ist. Von ihr möchte ich erfahren, welche Rolle das Thema „Sterben und Tod“ bei wohnungslosen Menschen spielt.
23 Minuten
In den letzten Jahrzehnten ist das Feld der „Demenz-Care“ um ein Vielfaches an Angeboten erweitert worden. Viele Szene-Gurus haben den „wahren Weg“ in die Welt von Menschen mit Demenz gefunden. Nun ziehen Sie durch die Lande und propagieren diesen Weg. Viele dieser Angebote haben einen pädagogischen Unterton, der es rechtfertigt, dass auch Menschen mit fortgeschrittener Demenz trainiert und therapiert werden sollen – mitunter nicht immer mit Zustimmung des Betroffenen.

 

Das „Therapeutische Gammeln“ geht hierbei einen anderen Weg. Grundsätzlich soll hierbei dem Menschen mit Demenz die Entscheidungshoheit über sein Pflege- und Betreuungsangebot überlassen werden. Seine Autonomie zu schützen, zu erhalten und zu stärken sind die eigentlichen Ziele dieses Ansatzes. Daraus folgert die grundsätzliche Frage an uns Mitarbeiter: Haben wir für unser Pflege- und Betreuungsangebot einen Auftrag durch den Menschen mit Demenz bekommen?

Zudem versucht das „Therapeutische Gammeln“ die Wünsche und Bedürfnisse des Menschen mit Demenz in den Mittelpunkt zu stellen. Diese zu erkennen, bedarf aber erst einmal eines Innehaltens. Daher soll in diesem Podcast den Mitarbeitern zugerufen werden: „Lasst sie doch einfach einmal in Ruhe und in Frieden!“. Oder anders gewendet: Weniger ist manchmal mehr!
19 Minuten
In Deutschland leben ca. 4,5 Moslems - das sind ca. 5% der Gesamtbevölkerung. Leider wissen wir in Deutschland zu wenig über den Islam und die Rituale der Moslems, so dass hieraus ein Nährboden für Vorurteile entstehen kann, der dann auch von Populisten genutzt wird.  

Insbesondere zum Themenfeld „Sterbebegleitung und Palliativversorgung von Moslems“ ist viel zu wenig bekannt, obwohl immer häufiger alte Moslems in der Altenarbeit gepflegt und begleitet werden.

Der „Palli-Ticker“ hat sich hierzu einen Profi eingeladen. Sie ist islamische Theologin und Psychoonkologin und erläutert in diesem Podcast, auf was es bei der Sterbebegleitung und Palliative Care gläubiger Moslems ankommt.
22 Minuten
Die Fachweiterbildung „Palliative Care“ nach dem Curriculum von Kern, Müller, Auernhammer umfasst mindestens 160 Stunden. Hier wird den Teilnehmenden das Basiswissen der Palliative Versorgung von Schwerstkranken und Sterbenden vermittelt. Zudem werden die Angehörigen (die Palliativ-Szene spricht auch von Zugehörigen) mit in den Fokus genommen.

Aber kann das gelernte Wissen auch wirklich in die Praxis im ambulanten und stationären Altenpflegebereich umgesetzt werden? Liegen Theorie und Praxis nicht zu weit auseinander, so dass das Palliativwissen gar nicht umgesetzt werden kann?

Diese und noch mehr Fragen stellt der „Palli-Ticker“ zwei Absolventen der Palliative Care Weiterbildung. Isabelle und Andreas haben ihre Fachweiterbildung im Lucy-Romberg-Haus in Marl absolviert und sehen reichlich Möglichkeiten das Gelernte in ihre Praxis zu überführen.
18 Minuten
Die meisten Angehörigen von Pflegebedürftigen sind kooperativ. Leider gibt es aber auch eine kleine Gruppe von Angehörigen, die es den Mitarbeitern der Pflege und Betreuung nicht immer leicht machen. Sie sind kontrollierend und fordernd, so dass hieraus immer wieder Konflikte entstehen können.

Bei den Ursachen zeigt sich ein heterogenes Bild. Mitunter sind es Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen, was einen Angehörigen „schwierig“ werden lässt. Auf der anderen Seite reagieren aber auch Mitarbeiter der Pflege und Betreuung nicht immer verständnisvoll und empathisch, so dass sich schnell eine eigene negative Dynamik ergibt. 

Der „Palli-Ticker“ hat sich für diese Fragestellung einen Pflegeexperten aus der stationären Altenarbeit eingeladen, Markus Sasse. Er ist Pflegedienstleitung einer stationären Pflegeeinrichtung in Lüdinghausen und kann aus erster Hand Tipps geben, wie sich ein Umgang mit Angehörigen gestalten sollte, damit diese erst gar nicht „schwierig“ werden.
18 Minuten
Dass man Palliative Care und Hospizarbeit in einem Pflegeheim umsetzen kann, wird von vielen Menschen bezweifelt. Die Strukturen wären zu ungünstig für diesen Ansatz, wird immer wieder behauptet.

Aber ist das wirklich so? Und was braucht es an Voraussetzungen für diese Ansätze, wenn sie in der stationären Altenpflege gelebt werden sollen?

Diese Fragen stellt der „Palli-Ticker“ einer Mitarbeiterin der stationären Altenarbeit. Sie arbeitet in leitender Funktion in einem Pflegeheim, dass schon seit vielen Jahren ein funktionierendes Palliativkonzept implementiert und verstetigt hat. 

Wie die Einrichtung im Einzelnen bei der konzeptionellen Gestaltung vorgegangen ist und wie mit Schwierigkeiten - mitunter auch mit Widerständen -umgegangen wurde, kann in diesem Podcast angehört werden.