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Der Palli-Ticker Archiv

39 Episoden
11 Minuten
Wir müssen davon ausgehen, dass in Deutschland derzeit mehr als 100.000 Menschen unter 65 Jahren leben, die an einer Demenz erkrankt sind. Schauen wir uns die verschiedenen Formen der Demenz an, dann fällt hier besonders die Frontotemoral-Demenz auf, an der besonders viele Menschen, die unter 65 Jahre alt sind, erkranken.

Jetzt gibt es mittlerweile eine Fülle von Informationsmaterial über diese Demenzform. Selten werden aber die Angehörigen dieser recht jungen Demenzbetroffenen in den Blick genommen. Daher ist meine heutige Gesprächspartnerin eine Tochter einer 59-jährigen Bewohnerin, die aktuell in Deutschlands 1. Gammel-Oase lebt. Sie berichtet aus ihrer Perspektive, wie sie die Demenz ihrer jungen Mutter und das Leben in der Gammel-Oase erlebt.
38 Minuten
Das Konzept des Therapeutischen Gammelns ist vor einigen Jahren entstanden. Nun traut sich eine stationäre Pflegeeinrichtung in Marl erstmals in Deutschland das Konzept in die Praxis zu überführen. Das Julie-Kolb-Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt lebt seit Mai 2023 den Ansatz des Therapeutischen Gammelns auf einem segregierten Bereich für 14 Bewohner mit Demenz.

In diesem Podcast schildern die Akteure vor Ort, wie sie die Implementierung des Konzepts erlebt haben und, welchen Effekt sie auf Seiten der Bewohner, aber auch der Mitarbeiter, beobachten können.
14 Minuten
Für viele Menschen ist ein Hospiz immer noch ein mystischer Ort. Zwar wissen die meisten Personen, dass hier Menschen hinkommen um zu sterben, aber was da genau hinter den Hospizmauern geschieht, bleibt ein Geheimnis.

Der „Palli-Ticker“ möchte etwas mehr Klarheit in die Mythen und Vorurteile bringen, in dem er eine Mitarbeiterin eines Hospizes aus Marl befragt. Diese schildert aus Ihrem beruflichen Alltag und beschreibt, was der eigentliche Unterschied zwischen einem Sterben in einem Krankenhaus und in einem Hospiz ist.
16 Minuten
In der Praxis ist häufig zu bemerken, dass die Teams sich damit schwertun, einen möglichen Schmerz bei Menschen mit fortgeschrittener Demenz zu identifizieren. Das Problem liegt in der Art und Weise vor, dass die Betroffenen aufgrund ihres Sprachzerfalls nicht mehr klar und deutlich ihre Symptomlast mitteilen können. Hier sind es dann eher die unspezifischen Verhaltensweisen, die auf einen möglichen Schmerzen verweisen.

Wird das Verhalten hingegen als „herausforderndes Verhalten“ aufgrund der Demenz interpretiert, sieht das vermeintliche Hilfsangebot entsprechend so aus: Der Betroffene wird vermehrt in die Betreuungsarbeit eingebunden und er bekommt mehr Aufmerksamkeit durch das Team bzw. seine Angehörigen.

Ein konkreter Fall, der an mich via Email herangetragen wurde, soll den Sachverhalt verdeutlichen helfen. 

Hören Sie daher im vorliegenden Podcast, wie ein Verhalten einer konkreten Person mit fortgeschrittener Demenz völlig fehlinterpretiert wurde, aber auch, wie alternativ hierauf reagiert werden kann. Das Resultat spricht für sich.
11 Minuten
Eine Maßnahme der Palliativmedizin ist die „Palliative Sedierung“. Hierunter versteht man die Verabreichung von Medikamenten, die das Bewusstsein sterbender Patienten dämpfen, um belastende Symptome wie Schmerzen, Luftnot oder Angst in der letzten Lebensphase auszuschalten.

Diese Maßnahme ist vielen Menschen des Alltags, aber bei Mitarbeitern der Pflege und Betreuung, immer noch unbekannt. Zudem formulieren sich hierzu auch Vorbehalte, die es gilt genauer zu betrachten.

Daher habe ich mir einen Gesprächspartner eingeladen, der sich schon seit einiger Zeit mit diesem Thema befasst: Philipp Mühlenkamp vom Palliativpflegedienst Medidoc aus Duisburg.
13 Minuten
Der Hauptsterbeort in Deutschland ist das Krankenhaus. Hier sterben die meisten Menschen. An zweiter Stelle der Sterbeorte steht schon das Pflegeheim. Hier leben aktuell mehr als 800.000 Menschen.

Aus dem Grund habe ich mir gedacht, dass über dieses Thema ein Podcast erstellt werden sollte, aus Bewohnersicht. 

Hierzu habe ich mir eine Gesprächspartnerin eingeladen, die schon seit einiger Zeit in einer stationären Pflegeeinrichtung, dem AWO Seniorenzentrum „An der alten Gärtnerei“ in Lünen, lebt. Von ihr möchte ich erfahren, welche Rolle das Thema „Sterben und Tod“ bei alten Menschen und vor allem bei Pflegeheimbewohner*innen spielt.

Offen und direkt beantworten Sie Fragen rund um das Thema Sterben und Tod.
27 Minuten
Leider wird Palliative Care noch von vielen Menschen in der Form verstanden, dass es hierbei ausschließlich um Sterbebegleitung und Schmerztherapie geht. Diese Sichtweise ist sicherlich sehr verkürzt und wird dem Umfang dieses Angebotes nicht gerecht.

Der hier aufgeführte Podcast orientiert sich in der Ausgangsfragestellung an einer Definition der WHO. Mithilfe dieser Definition wird schnell erkennbar, dass auch Menschen mit einer Demenz sehr wohl vom Ansatz der Palliative Care schon sehr frühzeitig profitieren können, wenn dieses Angebot radikal gedacht und umgesetzt wird.
19 Minuten
Die Basale Stimulation ist mittlerweile fest in der Pflege alter und kranker Menschen verortet. Nichtsdestotrotz tun sich viele Kollegen damit schwer, konkrete Maßnahmen aus dem großen Bereich der Basalen Stimulation für individuelle Problemlage am Lebensende der zu Pflegenden zu entwerfen. 

 

Die Expertin Marion Kutzner ist eine der ersten Pflegefachfrauen gewesen, die den Ansatz der Basalen Stimulation in die Hospizarbeit überführt hat. Sie erläutert in diesem Podcast, wie die hospizliche Reise der Basalen Stimulation in den 1990er Jahren begonnen hat und welchen Stellenwert dieser Ansatz im Rahmen der Palliative Care und der Hospizarbeit heutzutage hat.
14 Minuten
Bei Sterbenden ist immer wieder zu beobachten, dass sie am Lebensende nichts mehr trinken und essen wollen. Schnell steht der Verdacht im Raum, der Sterbende verdurstet und verhungert. 

 

Dem ist aber nicht so, denn mitunter hat die Flüssigkeits- und Nahrungskarenz eine lindernde Wirkung im Sterbeprozess. Aus diesem Grund widmet sich dieser Podcast diesem Thema näher, da es doch großen Druck auf Profis wie auch Angehörige ausübt.
13 Minuten
In den letzten Jahren kann in der Palliativ-Szene immer häufiger beobachtet werden, dass sogenannte Psycho-Onkologen zum Einsatz kommen. Viele Menschen/Mitarbeiter wissen hingegen nicht, was ein Psycho-Onkologe ist und welche Aufgaben er im Palliativ-Ensemble hat. 

Hierzu habe ich mir einen Gesprächspartner eingeladen. Sie (Nele Just) ist Psycho-Onkologin und lässt uns an ihrem Aufgabenfeld teilhaben.

Hier in diesem Podcast erfährt der Hörer, welche Vorteile Einrichtungen der Pflege und Palliative Care haben, wenn sie Psycho-Onkologen beschäftigen, denn diese stehen nicht nur dem Sterbenden und seinen Angehörigen/Zugehörigen zur Verfügung, sondern auch den Mitarbeitern. Das wiederum dient dann der Psychohygiene der Mitarbeiter, was einen direkten Einfluss hat auf deren Gesundheitszustand und Arbeitszufriedenheit
20 Minuten
Das Bestattungswesen ist in den letzten Jahrzehnten mächtig in Bewegung geraten. Viele Innovationen haben sich hier ergeben. Hier scheinen z.B. die Formen der Beerdigung immer vielfältiger zu werden.

Eine sehr spannende Entwicklung zeigt sich vor dem Hintergrund, dass aus der Praxis öfters angefragt wird, ob es Sinn macht, einen Demenzbetroffenen mit zur Beerdigung zu nehmen? Hier scheinen die Teams vor Ort doch sehr unterschiedliche Empfehlungen z.B. an Angehörige, weiterzugeben.

Zu dieser Fragestellung hat sich der „Palli-Ticker“ eine Gesprächspartnerin eingeladen, nämlich Frau Grziwotz-Schäfer. Sie ist eine „Demenz-freundliche Bestatterin“ und kann sicherlich diese spezifischen Fragen beantworten.

 
19 Minuten
Der Palliativ-Ausweis

 

Ausweise begleiten uns ein Leben lang, z.B. Personalausweis, Parkausweis, Impfpass, Presseausweis oder Betriebsausweis. Nun habe ich von einem Palliativ-Ausweis gehört, der schon in 2016 in Duisburg eingeführt wurde. Dieser Ausweis soll einen Schwerstkranken oder Sterbenden vor unnötigen Krankenhauseinweisungen bzw. lebenserhaltenden Maßnahmen bewahren.

Hierzu habe ich mir eine Palliativ-Expertin eingeladen, Frau Dagmar Garrido-Luque, die sich gut mit dem Umgang mit dem Palliativ-Ausweis auskennt.
20 Minuten
In der Praxis erlebe ich immer wieder große Unsicherheit bei den Pflegemitarbeiter, wenn es um chronische blutende Wunden geht. Diese lösen in den Kollegen Vorbehalte und Ängste aus. 

Auf der anderen Seite habe ich aber immer wieder auch mit Wundmanagern zu tun, die eher kurativ ausgebildet sind – palliative Wundversorgung ist doch eher unbekannt. Aus diesem Grund können viele Wundmanager die Pflegeteams nicht angemessen unterstützen.

Um ein wenig mehr Licht in die palliative Wundversorgung und insbesondere in den Umgang mit chronisch blutenden Wunden im Rahmen der Palliativversorgung zu bringen, habe ich mir eine Expertin, Frau Vida Kurtanovic, eingeladen, die sich im Themenfeld sehr gut auskennt. 
28 Minuten
Menschen mit geistiger Behinderung werden in Deutschland immer älter. Die Lebenserwartung gleicht sich hierbei immer mehr der Allgemeinbevölkerung an. Durch das Alter treten aber auch zunehmend geriatrische und gerontopsychiatrische Erkrankungen auf, die mitunter einer Palliative Care bedürfen.

Die Einrichtungen der Eingliederungshilfe bemerken diese demographische Entwicklung daran, dass sie immer häufiger Sterbebegleitung bei ihren alten Bewohnern mit geistiger Behinderung anbieten müssen. Hierauf sind aber viele der Mitarbeiter – insbesondere mit pädagogischem Hintergrund – nicht vorbereitet.

Hausärzte ihrerseits sind weder auf das Themenfeld „Sterbebegleitung“ noch auf „Versorgung von Patienten mit geistiger Behinderung“ durch ihr Studium entsprechend vorbereitet worden. Hieraus entsteht ein großes Unsicherheitsfeld für die niedergelassenen Hausärzte.

Im Rahmen einer qualitativen Studie am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Duisburg-Essen habe ich mich diesem Themenfeld gewidmet. Die Ergebnisse dieser Untersuchung und entsprechende Empfehlungen werden in diesem Podcast vorgestellt.

 
15 Minuten
Im Rahmen meines Führerscheins und meiner Ausbildung zum Altenpfleger musste ich 1.-Hilfe-Kurse absolvieren. Diese haben mir Handlings und Hintergrundinformationen vermittelt, wie ich Menschen das Leben retten kann.

Nun habe ich von sogenannten „Letzte-Hilfe-Kurse“ erfahren. Da mir dieses Angebot unbekannt ist, habe ich mir eine Expertin – Gisela Pietzonka - eingeladen, die solche Kurse in einem Palliativpflegedienst in Duisburg anbietet.

Was hier vermittelt wird, wer diese Kurse besucht und was dann mit den hier vorgestellten Inhalten gemacht wird, erläutert der Podcast.